13. Türchen - Spuren im Schnee
Dec. 13th, 2011 11:19 pmChallenges: Spuren im Schnee
Fandom: Original
Wörter: 526
Anmerkung: ich bin völlig kreativ was Titel angeht, deshalb Spuren im Schnee. Mein Deutsch könnte etwas holprig sein, Englisch ist meine neue Muttersprache und ich bin müde und krank (ja, bitte, Mitleid, danke). So wie tsutsumis story (weil wir alles gemeinsam machen): atmosphärisch und wenig Handlung. Viel Spaß.
Aus einer unakzeptablen Ferne sah sie wie der Bus vorsichtig um die Ecke bog, an Geschwindigkeit wieder zunahm und nichtsahnend an der leeren Haltestelle vorbei fuhr. Ihr Winken war hoffnungslos und starb schnell. Demotiviert und frierend schlurfte sie zur Haltestelle und schaute auf den Plan, obwohl sie wusste, dass sie gerade den letzten Bus hat wegfahren sehen. Der Fahrplan bestätigte ihr Wissen und seufzend setzte sie sich in Bewegung, den Spuren des Busses folgend. Es waren knappe zwei Kilometer bis zu ihrem Haus.
Die Laternen leuchteten ihr in orangenen Kreisen den Weg und ab und an gesellten sich die Außenlampen oder Lichterketten der umliegenden Häuser dazu.
Hier und da flackerte eine Laterne und verdunkelte die Straße. Ihre Füße verließen ungewollt die Spuren der Reifen und sanken in den frischen Schnee, der noch nicht von Fahrzeugen niedergepresst wurde, und keinen Laut von sich gab.
Sie mochte diese Stille nicht, mochte sie noch nie. Hinter den Türen und Fenstern der Häuser gab es Musik, Gelächter und Geschimpfe, aber die Geräusche drangen nicht durch die warme Barriere nach draußen. Das einzige Geräusch, welches die Nacht füllen konnte, waren ihre Füße die über den knirschenden Schnee in den Busspuren liefen.
Sie verschränkte ihre Arme um ihre Körperwärme bei sich zu behalten so gut es ging und stampfte weiter Richtung Musik, Gelächter und Essen und verfluchte sich selbst, dass sie nicht nein sagen konnte. Während ihr Chef einen schönen Heiligen Abend mit seiner Familie verbrachte, scheffelte sie das Geld für ihn herein für einen Mindestlohn. Zu kündigen wäre ein guter Vorsatz fürs neue Jahr.
Sie erschrak aus ihren Gedanken als ein Spatz über die Straße hüpfte und kleine drei-zehige Löcher in den Neuschnee tüpfelte. Er piepte kurz auf und sie lächelte ihm hinterher.
Sie bog in eine Seitenstraße ein, die sie schneller nach Hause bringen würde, als wenn sie der Busspur folgt. Auch wenn es bedeutete, dass die Stille wieder zunahm. Sie hätte ihren mp3-player mitnehmen sollen, aber man vergisst sowas immer in den wichtigsten Situationen.
Ein großer Tannenbaum im Vorgarten eines neuen Einfamilienhauses leuchtete die gesamte Straße mit seinen blinkenden Lichterketten aus. Sie war so fixiert auf den bunten Riesen, dass sie das erneute Knirschen unter ihren Füßen erst einige Schritte später registrierte. Sie schaute sich um und sah einen Schneeengel vor einem schwarzen Gartentor. Sie ging die paar Schritte zurück, hockte sich nieder und versuchte die Spur ihrer Schuhsohle zu verwischen, damit der Engel weiterhin unschuldig in der Nacht liegen konnte.
Zufrieden ließ sie ihn zurück und vergrößerte ihre Schritte. Jetzt wollte sie erst recht nach Hause und zu ihrer Familie, egal ob ihre kleinen Brüder schon über die Geschenke stritten und ihre Mutter sich über das dreckige Geschirr aufregte.
Sie bog abermals ab und konnte am Ende der Straße das Licht ihres Wohnzimmers erkennen und die rot-grün-blau strahlende Sternschnuppe im Fenster. Die Schatten, die sich hinter der Gardine bewegten, verrieten ihre Brüder beim Zanken.
Die letzten Meter interessierte sie weder Stille noch Knirschen und erst als sie an der Tür angekommen war, blickte sie zurück, und sah, dass fast die gesamte Straße mit Fußspuren im Schnee bedeckt war.
Ihr Vater öffnete die Tür und sie vergaß alle Spuren.
Fandom: Original
Wörter: 526
Anmerkung: ich bin völlig kreativ was Titel angeht, deshalb Spuren im Schnee. Mein Deutsch könnte etwas holprig sein, Englisch ist meine neue Muttersprache und ich bin müde und krank (ja, bitte, Mitleid, danke). So wie tsutsumis story (weil wir alles gemeinsam machen): atmosphärisch und wenig Handlung. Viel Spaß.
Aus einer unakzeptablen Ferne sah sie wie der Bus vorsichtig um die Ecke bog, an Geschwindigkeit wieder zunahm und nichtsahnend an der leeren Haltestelle vorbei fuhr. Ihr Winken war hoffnungslos und starb schnell. Demotiviert und frierend schlurfte sie zur Haltestelle und schaute auf den Plan, obwohl sie wusste, dass sie gerade den letzten Bus hat wegfahren sehen. Der Fahrplan bestätigte ihr Wissen und seufzend setzte sie sich in Bewegung, den Spuren des Busses folgend. Es waren knappe zwei Kilometer bis zu ihrem Haus.
Die Laternen leuchteten ihr in orangenen Kreisen den Weg und ab und an gesellten sich die Außenlampen oder Lichterketten der umliegenden Häuser dazu.
Hier und da flackerte eine Laterne und verdunkelte die Straße. Ihre Füße verließen ungewollt die Spuren der Reifen und sanken in den frischen Schnee, der noch nicht von Fahrzeugen niedergepresst wurde, und keinen Laut von sich gab.
Sie mochte diese Stille nicht, mochte sie noch nie. Hinter den Türen und Fenstern der Häuser gab es Musik, Gelächter und Geschimpfe, aber die Geräusche drangen nicht durch die warme Barriere nach draußen. Das einzige Geräusch, welches die Nacht füllen konnte, waren ihre Füße die über den knirschenden Schnee in den Busspuren liefen.
Sie verschränkte ihre Arme um ihre Körperwärme bei sich zu behalten so gut es ging und stampfte weiter Richtung Musik, Gelächter und Essen und verfluchte sich selbst, dass sie nicht nein sagen konnte. Während ihr Chef einen schönen Heiligen Abend mit seiner Familie verbrachte, scheffelte sie das Geld für ihn herein für einen Mindestlohn. Zu kündigen wäre ein guter Vorsatz fürs neue Jahr.
Sie erschrak aus ihren Gedanken als ein Spatz über die Straße hüpfte und kleine drei-zehige Löcher in den Neuschnee tüpfelte. Er piepte kurz auf und sie lächelte ihm hinterher.
Sie bog in eine Seitenstraße ein, die sie schneller nach Hause bringen würde, als wenn sie der Busspur folgt. Auch wenn es bedeutete, dass die Stille wieder zunahm. Sie hätte ihren mp3-player mitnehmen sollen, aber man vergisst sowas immer in den wichtigsten Situationen.
Ein großer Tannenbaum im Vorgarten eines neuen Einfamilienhauses leuchtete die gesamte Straße mit seinen blinkenden Lichterketten aus. Sie war so fixiert auf den bunten Riesen, dass sie das erneute Knirschen unter ihren Füßen erst einige Schritte später registrierte. Sie schaute sich um und sah einen Schneeengel vor einem schwarzen Gartentor. Sie ging die paar Schritte zurück, hockte sich nieder und versuchte die Spur ihrer Schuhsohle zu verwischen, damit der Engel weiterhin unschuldig in der Nacht liegen konnte.
Zufrieden ließ sie ihn zurück und vergrößerte ihre Schritte. Jetzt wollte sie erst recht nach Hause und zu ihrer Familie, egal ob ihre kleinen Brüder schon über die Geschenke stritten und ihre Mutter sich über das dreckige Geschirr aufregte.
Sie bog abermals ab und konnte am Ende der Straße das Licht ihres Wohnzimmers erkennen und die rot-grün-blau strahlende Sternschnuppe im Fenster. Die Schatten, die sich hinter der Gardine bewegten, verrieten ihre Brüder beim Zanken.
Die letzten Meter interessierte sie weder Stille noch Knirschen und erst als sie an der Tür angekommen war, blickte sie zurück, und sah, dass fast die gesamte Straße mit Fußspuren im Schnee bedeckt war.
Ihr Vater öffnete die Tür und sie vergaß alle Spuren.
no subject
Date: 2011-12-14 09:32 am (UTC)(Und yay für Atmosphäre. We rock!:D)
Wegen Deutsch und so: Man merkt es klein wenig. An manchen Stellen haut die Zeitform nicht hin. Aber alles ist gut, so lange du "realize" nicht mit "realisieren" gleichsetzt. ^.^b (Das ist mein neuer Hassfehler >.<)