4. Türchen
Dec. 4th, 2011 12:28 pmTitel: Advent, Advent, ein Herzchen brennt
Fandom: Original (Tracy-versum)
Challenges: # 1 Winterschlaf und andere Rückzugsmöglichkeiten + # 2 Kuscheldecke
Continuation: Advent 2010 | Valentinstag 2011 | Sommerchallenge 2011
Kommentar: Irgendwie habe ich Tracy ins Herz geschlossen und ich hoffe, dass sie uns noch viele Jahre an diesen Sonderaktionen besuchen kommt. Und natürlich hoffe ich, dass sie glücklich wird.
Ich wünsche allen einen besinnlichen 2. Adventsonntag.
Advent, Advent, ein Herzchen brennt
Die Zeit raste dahin. Gerade hatten sie noch die letzten Sonnenstrahlen des Sommers genossen, war es auch schon wieder Winter. Dieses Jahr fiel die Weihnachtszeit sehr früh und die Leute hatten schon begonnen Anfang November irgendwie komisch zu werden.
Dass die Adventzeit so rasant schnell näher gerückt war, hatte sie auch nur deshalb mitbekommen, weil sie natürlich auch dabei mitgeholfen hatte, die Adventkränze zu basteln. Das artete immer irgendwie in Akkordarbeit aus, so schnell, wie die sich bei ihnen verkauften.
Angeblich, das hatte sie von einigen Kunden zu hören bekommen, verkauften sie die schönsten Kränze in der ganzen Umgebung. Tracy war sich da nicht so sicher, aber natürlich hatte sie sich für das Kompliment bedankt. Es war schließlich ja auch nicht so schlecht, wenn die Bürger aus der Umgebung den kleinen Blumenladen so sehr mochten. Sie konnte nur hoffen, dass das noch jahrelang so bleiben würde, auch wenn sie gerade zu den besonderen Zeiten wie Valentinstag, Muttertag und natürlich Weihnachten immer mit Überstunden zu rechnen hatten.
So war sie heute nur umso entspannter und fröhlicher. Zum einen war es Sonntag in der Früh und zum anderen lag ihr lieber Freund in ihrem Bett und schlief friedlich.
Wirklich zusammen waren sie immer noch nicht, aber sie hatte ihm seit dem Besuch im Kunstmuseum einige Male erlaubt, sie wirklich auszuführen. Einfach nur, um zu testen, wie das war und ob sie sich eine Partnerschaft mit ihm vorstellen konnte.
Was sie angenehm an ihm fand, war die Tatsache, dass sie mit ihm reden konnte. Dass sie ihm erklären konnte, warum es ihr so schwer fiel, seine Gefühle einfach zu akzeptieren und es zu versuchen.
Er zeigte immer Verständnis und Tracy hatte empfunden, dass diese Geduld einfach belohnt gehörte. In dem Fall war die Belohnung gewesen, dass sie ihm erlaubte, sie langsam umwerben zu dürfen.
Bisher hatte das gut funktioniert. Tracy hatte eigentlich damit gerechnet, dass sie nach dieser Erlaubnis in Fliterreien ertränkt werden würde, aber das war nicht passiert. Im Gegenteil war er wie immer gewesen. So als wären sie nach wie vor einfache Freunde und anfangs hatte es Tracy irritiert.
Dann hatte sie es einfach genossen, dass sich sein Verhalten ihr gegenüber nicht änderte. Zeigte das nicht, dass er bisher immer ehrlich gewesen war? Das war schon ein sehr erleichterndes Gefühl, dass sie sich scheinbar auf ihn verlassen konnte.
Mitte der Woche hatten sie dann telefoniert. Er hatte angerufen und gefragt, ob sie nicht etwas unternehmen wollte, aber da hatte sie schon gewusst, dass sie die ganze Woche über arbeiten musste. Ihnen war eine Kollegin ausgefallen und das Weihnachtsgeschäft war voll im Gange, dass sie nun abwechselnd diese Kollegin in Doppelschichten ersetzen mussten.
Dafür war sie dann Samstag abend abgeholt worden und er hatte sie nach Hause gebracht. Dort hatte er sie in die Badewanne geschickt, dass sie sich schon einmal entspannte und hatte ihr dann sogar eine heiße Schokolade gebracht. Er war sogar so umsichtig gewesen, dezent die Augen zu schließen, als er das Badezimmer betreten und ihr die Tasse hingestreckt hatte mit einem fast schon liebevollem: "Vorsicht heiß."
Dann war er schnell wieder verschwunden und Tracy war im Zwiespalt zwischen Lachen und Weinen. Er war einfach viel zu gut um wahr zu sein.
Besonders, als er dann auch noch Essen gekocht hatte, das er servierte, als sie mit dem Baden und der heißen Schokolade fertig gewesen war. Eigentlich hatte sie ja damit gerechnet, einen Lieferservice anzurufen, aber bei weitem nicht damit, dass quasi ein kleines Festmahl auf ihrem Tisch landen würde, während sie im Badezimmer entspannte.
Es irritierte sie ein wenig, weil sie ja gar kein Paar waren, aber es sich gerade im Moment so anfühlte, als wären sie schon jahrelang verheiratet.
Der Abend war auch genauso angenehm weitergangen und schließlich hatten sie unter ihrer Lieblingskuscheldecke in ihrem Bett gesessen und hatten noch bis spät in die Nacht ferngesehen. So lange, bis sie eingeschlafen war und zu ihrer Überraschung neben ihm erwacht war.
Seitdem hatte sie gute Laune und ihr Herz hüpfte munter unter ihrem Brustkorb. Sie hatte es ja schon im Sommer geahnt, dass ihr er ihr immer mehr von ihrem Herzen entwendete, aber an diesem Morgen wusste sie spontan, dass sie wirklich für ihn gefallen war.
So war sie energiegeladen aufgestanden und hatte sich bemührt, ihn nicht zu wecken. Sie wollte ihn heute mit Frühstück überraschen, nachdem sie gestern von ihm zum Abendessen bekocht worden war.
Fröhlich pfeifend werkte sie also in der Küche herum und richtete alles schön weihnachtlich her. Schließlich war heute der zweite Advent. Als sie soweit fertig war, kam sie wieder in ihr Schlafzimmer und musste schmunzeln.
Er lag eingerollt unter ihrer Decke und hatte nun auch die Kuscheldecke an sich gerissen. Von Aufwachen schien da noch keine Spur zu sein und kurz stellte sich Tracy vor, wie sie an einem verschneiten kalten Wintermorgen mit ihm den ganzen Tag im Bett verbrachte.
Es fiel ihr gar nicht schwer sich das vorzustellen und sie setzte sich an den Bettrand. Vorsichtig strich sie ihm die Haare etwas zur Seite und sprach ihn sanft an, um ihn nicht grob zu wecken.
Allerdings dauerte es dann doch eine Weile, bis er grummelnd und murmelnd die Augen einen Spalt breit öffnete. "Guten Morgen", strahlte sie ihn mit sanftem Lächeln an. "Hast du gut geschlafen? So oder so wartet ein Frühstück darauf, von uns vernascht zu werden."
Irritiert blinzelte er, rollte sich dann einen Moment noch weiter zusammen und schien wieder einschlafen zu wollen. Dann allerdings drehte er sich auf den Rücken und setzte sich schlaftrunken auf. Tracy beobachtete alle seine Regungen gespannt, denn es war das erste Mal, dass sie ihn auf diese Art aufwachen sah und irgendwie - gefiel ihr sehr, was sie sah.
"Ich warte bei Tisch auf dich", flötete sie dann und war auch schon wieder aus dem Bett verschwunden. Wenn er bisher bei ihr übernachtet hatte, hatte er ja immer auf dem Sofa geschlafen, aber Tracy nahm sich vor, dass sich das ab heute ändern würde.
Als er schließlich beim Esstisch ankam, immer noch sichtbar müde, hatte sie bereits zwei Kerzen auf dem Adventkranz in der Tischmitte angezündet. Sie lächelte ihn breit an, füllte seine Tasse mit Kaffee auf und hielt ihm diesen trinkfertig mit wenig Milch und zwei Stück Zucker entgegen. "Ich wünsche dir einen fröhlichen zweiten Advent", sagte sie und verkniff sich noch, ein liebevolles 'Schatz' hintendran zu hängen.
Das... konnte sie sich als Weihnachtsgeschenk aufsparen.
Fandom: Original (Tracy-versum)
Challenges: # 1 Winterschlaf und andere Rückzugsmöglichkeiten + # 2 Kuscheldecke
Continuation: Advent 2010 | Valentinstag 2011 | Sommerchallenge 2011
Kommentar: Irgendwie habe ich Tracy ins Herz geschlossen und ich hoffe, dass sie uns noch viele Jahre an diesen Sonderaktionen besuchen kommt. Und natürlich hoffe ich, dass sie glücklich wird.
Ich wünsche allen einen besinnlichen 2. Adventsonntag.
Advent, Advent, ein Herzchen brennt
Die Zeit raste dahin. Gerade hatten sie noch die letzten Sonnenstrahlen des Sommers genossen, war es auch schon wieder Winter. Dieses Jahr fiel die Weihnachtszeit sehr früh und die Leute hatten schon begonnen Anfang November irgendwie komisch zu werden.
Dass die Adventzeit so rasant schnell näher gerückt war, hatte sie auch nur deshalb mitbekommen, weil sie natürlich auch dabei mitgeholfen hatte, die Adventkränze zu basteln. Das artete immer irgendwie in Akkordarbeit aus, so schnell, wie die sich bei ihnen verkauften.
Angeblich, das hatte sie von einigen Kunden zu hören bekommen, verkauften sie die schönsten Kränze in der ganzen Umgebung. Tracy war sich da nicht so sicher, aber natürlich hatte sie sich für das Kompliment bedankt. Es war schließlich ja auch nicht so schlecht, wenn die Bürger aus der Umgebung den kleinen Blumenladen so sehr mochten. Sie konnte nur hoffen, dass das noch jahrelang so bleiben würde, auch wenn sie gerade zu den besonderen Zeiten wie Valentinstag, Muttertag und natürlich Weihnachten immer mit Überstunden zu rechnen hatten.
So war sie heute nur umso entspannter und fröhlicher. Zum einen war es Sonntag in der Früh und zum anderen lag ihr lieber Freund in ihrem Bett und schlief friedlich.
Wirklich zusammen waren sie immer noch nicht, aber sie hatte ihm seit dem Besuch im Kunstmuseum einige Male erlaubt, sie wirklich auszuführen. Einfach nur, um zu testen, wie das war und ob sie sich eine Partnerschaft mit ihm vorstellen konnte.
Was sie angenehm an ihm fand, war die Tatsache, dass sie mit ihm reden konnte. Dass sie ihm erklären konnte, warum es ihr so schwer fiel, seine Gefühle einfach zu akzeptieren und es zu versuchen.
Er zeigte immer Verständnis und Tracy hatte empfunden, dass diese Geduld einfach belohnt gehörte. In dem Fall war die Belohnung gewesen, dass sie ihm erlaubte, sie langsam umwerben zu dürfen.
Bisher hatte das gut funktioniert. Tracy hatte eigentlich damit gerechnet, dass sie nach dieser Erlaubnis in Fliterreien ertränkt werden würde, aber das war nicht passiert. Im Gegenteil war er wie immer gewesen. So als wären sie nach wie vor einfache Freunde und anfangs hatte es Tracy irritiert.
Dann hatte sie es einfach genossen, dass sich sein Verhalten ihr gegenüber nicht änderte. Zeigte das nicht, dass er bisher immer ehrlich gewesen war? Das war schon ein sehr erleichterndes Gefühl, dass sie sich scheinbar auf ihn verlassen konnte.
Mitte der Woche hatten sie dann telefoniert. Er hatte angerufen und gefragt, ob sie nicht etwas unternehmen wollte, aber da hatte sie schon gewusst, dass sie die ganze Woche über arbeiten musste. Ihnen war eine Kollegin ausgefallen und das Weihnachtsgeschäft war voll im Gange, dass sie nun abwechselnd diese Kollegin in Doppelschichten ersetzen mussten.
Dafür war sie dann Samstag abend abgeholt worden und er hatte sie nach Hause gebracht. Dort hatte er sie in die Badewanne geschickt, dass sie sich schon einmal entspannte und hatte ihr dann sogar eine heiße Schokolade gebracht. Er war sogar so umsichtig gewesen, dezent die Augen zu schließen, als er das Badezimmer betreten und ihr die Tasse hingestreckt hatte mit einem fast schon liebevollem: "Vorsicht heiß."
Dann war er schnell wieder verschwunden und Tracy war im Zwiespalt zwischen Lachen und Weinen. Er war einfach viel zu gut um wahr zu sein.
Besonders, als er dann auch noch Essen gekocht hatte, das er servierte, als sie mit dem Baden und der heißen Schokolade fertig gewesen war. Eigentlich hatte sie ja damit gerechnet, einen Lieferservice anzurufen, aber bei weitem nicht damit, dass quasi ein kleines Festmahl auf ihrem Tisch landen würde, während sie im Badezimmer entspannte.
Es irritierte sie ein wenig, weil sie ja gar kein Paar waren, aber es sich gerade im Moment so anfühlte, als wären sie schon jahrelang verheiratet.
Der Abend war auch genauso angenehm weitergangen und schließlich hatten sie unter ihrer Lieblingskuscheldecke in ihrem Bett gesessen und hatten noch bis spät in die Nacht ferngesehen. So lange, bis sie eingeschlafen war und zu ihrer Überraschung neben ihm erwacht war.
Seitdem hatte sie gute Laune und ihr Herz hüpfte munter unter ihrem Brustkorb. Sie hatte es ja schon im Sommer geahnt, dass ihr er ihr immer mehr von ihrem Herzen entwendete, aber an diesem Morgen wusste sie spontan, dass sie wirklich für ihn gefallen war.
So war sie energiegeladen aufgestanden und hatte sich bemührt, ihn nicht zu wecken. Sie wollte ihn heute mit Frühstück überraschen, nachdem sie gestern von ihm zum Abendessen bekocht worden war.
Fröhlich pfeifend werkte sie also in der Küche herum und richtete alles schön weihnachtlich her. Schließlich war heute der zweite Advent. Als sie soweit fertig war, kam sie wieder in ihr Schlafzimmer und musste schmunzeln.
Er lag eingerollt unter ihrer Decke und hatte nun auch die Kuscheldecke an sich gerissen. Von Aufwachen schien da noch keine Spur zu sein und kurz stellte sich Tracy vor, wie sie an einem verschneiten kalten Wintermorgen mit ihm den ganzen Tag im Bett verbrachte.
Es fiel ihr gar nicht schwer sich das vorzustellen und sie setzte sich an den Bettrand. Vorsichtig strich sie ihm die Haare etwas zur Seite und sprach ihn sanft an, um ihn nicht grob zu wecken.
Allerdings dauerte es dann doch eine Weile, bis er grummelnd und murmelnd die Augen einen Spalt breit öffnete. "Guten Morgen", strahlte sie ihn mit sanftem Lächeln an. "Hast du gut geschlafen? So oder so wartet ein Frühstück darauf, von uns vernascht zu werden."
Irritiert blinzelte er, rollte sich dann einen Moment noch weiter zusammen und schien wieder einschlafen zu wollen. Dann allerdings drehte er sich auf den Rücken und setzte sich schlaftrunken auf. Tracy beobachtete alle seine Regungen gespannt, denn es war das erste Mal, dass sie ihn auf diese Art aufwachen sah und irgendwie - gefiel ihr sehr, was sie sah.
"Ich warte bei Tisch auf dich", flötete sie dann und war auch schon wieder aus dem Bett verschwunden. Wenn er bisher bei ihr übernachtet hatte, hatte er ja immer auf dem Sofa geschlafen, aber Tracy nahm sich vor, dass sich das ab heute ändern würde.
Als er schließlich beim Esstisch ankam, immer noch sichtbar müde, hatte sie bereits zwei Kerzen auf dem Adventkranz in der Tischmitte angezündet. Sie lächelte ihn breit an, füllte seine Tasse mit Kaffee auf und hielt ihm diesen trinkfertig mit wenig Milch und zwei Stück Zucker entgegen. "Ich wünsche dir einen fröhlichen zweiten Advent", sagte sie und verkniff sich noch, ein liebevolles 'Schatz' hintendran zu hängen.
Das... konnte sie sich als Weihnachtsgeschenk aufsparen.
no subject
Date: 2011-12-05 06:37 pm (UTC)Tracy macht es dem armen Kerl ja gar nicht mal so einfach, aber die Entwicklung der beiden ist wirklich süß. Hoffentlich muss er nicht mehr zu lange warten. ^.~
Etwas schade fand ich allerdings, dass es sehr stark bei Beschreibungen geblieben ist.
Insgesamt ein sehr schönes, winterliches Türchen. ^-^