[identity profile] rei17.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Fandom: Original
Genre: Werwölfe/Supernatural/Urban Romantasy
Charaktere: Katie, die äußerst ungerne zu viel Blut außerhalb ihres Körpers sieht, Reese, dessen Mutter ein Schrotgewehr besitzt - und der Wolf
Challenge: Die schamlose Selbstbefriedigung. Das ist tatsächlich eine der wenigen Szene aus meiner Nano, die ich bisher mag.
Disclaimer: Alles mir. Außer den abgenudelten Klischees - die sind Allgemeingut.



„Denkst du, es ist tot?“ Ich spürte wie Reese neben mir schauderte.

„Ja. Nein. Ich weiß nicht. Gott. Ich…ich geh raus und sehe nach, was es ist“, sagte ich leise. Meine Zunge klebte an meinem plötzlich trocken gewordenen Gaumen und meine Hände zitterten als ich fahrig an meinem Gurt zerrte.

„Katie…“

„Bleib sitzen, okay?“, befahl ich. „Lass die Türe zu. Ich bin gleich wieder…“

„Du blutest.“

Ich griff mir an den Kopf und zog meine Hand hastig wieder zurück als ich mit etwas Feuchtem in Berührung kam, „Wa-…oh.“ An meinen Fingerspitzen klebte Blut. Ich musste mit der Schläfe gegen das Fenster geprallt sein.
Mir wurde ein wenig schwindelig. Ich war noch nie besonders erpicht darauf gewesen, allzu viel meines Blutes außerhalb meines Körpers zu sehen.
„Ist es schlimm?“ fragte ich ängstlich.

„Ich weiß nicht…“, er schüttelte den Kopf und schluckte, als er mich betrachtete. „Ich sehe es nicht, deine Haare sind überall…sollten wir nicht…?“

Ich rang nach Luft und hob die Hand. „Gleich. Warte. Ich muss…lass mich nur erst…“ Ich machte eine Handbewegung und griff entschlossen nach dem Türgriff. Frische Luft klang sehr gut in diesem Moment.
Ich stolperte nach draußen und nur mein eiserner Griff an der Autotür hielt mich aufrecht. Ich hörte wie auf der anderen Seite die Beifahrertür aufging als Reese meine Anweisung missachtete (natürlich) und ebenfalls ausstieg. Ohne auf ihn zu warten lief ich los.
Der Aufprall hatte meinen Truck von der Straße abkommen lassen und ihn in den Matsch am Straßenrand, mitten zwischen die Bäume manövriert. Er hatte sich halb gedreht, so dass das matte Scheinwerferlicht die Straße beleuchtete die hinter uns lag.
Mitten auf dem Weg lag es.

Ein Teil meines Unterbewusstseins hatte bis zu diesem Augenblick befürchtet, es sei doch ein Mensch gewesen, vielleicht ein Wanderer oder ein Jäger… aber sobald ich einen Blick darauf erhaschte, wusste ich dass es kein Mensch sein konnte. Ich stolperte beinah auf dem matschigen Weg als mir vor Erleichterung die Knie weich zu werden drohten.
Es war ein schwarzer, unbeweglicher Haufen, unwirklich groß und massiv…viel zu massiv für ein Reh und viel größer als ein Fuchs oder ein Wildschwein…

„Was ist das?“ fragte Reese.

Unfähig zu antworten, schüttelte ich den Kopf und ging behutsam in die Knie. Reese stöhnte leise und ich hörte wie er in sicherer Entfernung stehen blieb.
„Katie nicht, geh da weg…das Vieh hat bestimmt Tollwut oder Flöhe oder beides… und vielleicht ist es nicht mal tot und dann beißt es dir den Kopf ab und dann steh ich alleine hier und ich hasse es, deine blöde Klapperkiste zu fahren…Katie bitte!“

„Ein Wolf“, hauchte ich.

Was?

Es war ein Wolf. Der Größte, den ich je gesehen hatte. Mir war nicht einmal klar gewesen, dass Wölfe in dieser Größenordnung existierten.
Er hatte etwas Unwirkliches an sich, wie er dort lag, und das nicht nur aufgrund seiner Größe. Er wirkte wie ein Wesen aus einer anderen Welt. Vielleicht lag es nur an dem Nebel, der alles abdämpfte und eintauchte, als seien wir ganz und gar abgeschnitten vom ganzen Rest der Welt und jeder Art von Realität. Die grau-weißen Schwaden kringelten sich sacht um seine Gliedmaßen, als forderte der Nebel seine Kreatur zurück.
Sein Fell war grau-braun und er war so groß wie ein Bär. Das Maul stand offen und offenbarte eine Reihe rasiermesserscharfe Zähne. Seine Augen waren leer wie Glasmurmeln und wenn das nicht meine letzten Zweifel beseitigt hätte, dass er wirklich tot war, hätte es spätestens der Anblick seines Hinterkopfes getan. Er sah seltsam zerdellt aus. Die Wucht des Aufpralls hatte seinen Schädel eingedrückt wie eine Eierschale.

„Katie…“ Reese klang panisch. „Komm schon!“

Etwas Dunkles tropfte auf seine Schnauze, glitzerte in dem buschigen Fell wie Tautropfen und es dauerte einen Augenblick, bis ich realisierte dass es Blut war.
Mein Blut.
Es rann träge über meine linke Gesichtshälfte und perlte wie Regen auf das Gesicht des Wolfes. Mir wurde übel.

Plötzlich konnte ich den Anblick seines zerdrückten Schädels nicht mehr ertragen. Ich stolperte so hastig zurück, dass meine Füße auf dem matschigen Boden den Halt verloren und ich unsanft auf dem Hintern landete. Reese packte nach meinem Arm und zerrte mich auf die Beine. In meiner Hast von den toten Augen des Wolfes wegzukommen, stolperte ich ihm beinah in die Arme und klammerte mich an ihm fest.

„Ist er tot?“ Seine Stimme überschlug sich, seine Hände immer noch um meinen Arm geschlungen.
Ich nickte, schloss die Augen und schluckte, schluckte, hatte das Gefühl nicht genug Luft in meine Lungen zu bekommen.
„Es ist so riesig, das kann doch kein Wolf sein. Das ist ein Bär oder ein Pferd oder ein mutiertes Wildschwein oder…“

„Es ist kein Pferd“, presste ich hervor und zerrte ihn hinter mir her zurück zum Truck. „Vertrau mir. Es ist kein Pferd.“

Folgsam kletterte er auf den Beifahrersitz, während ich auf dem Fahrersitz zusammenbrach und nach vorne sank. Mir war kalt und übel und mein ganzer Körper zitterte wie Espenlaub.

„Hast du eine Gehirnerschütterung?“ Reese klang verstört und mir fiel erneut ein wie jung er noch war. „Katie?“

Es war nur der Schock, ich war ziemlich sicher.
Genauso sicher war ich allerdings auch, dass jetzt absolut nicht der geeignete Augenblick war, um einen Nervenzusammenbruch zu bekommen.
Ich versuchte mich zusammenzureißen und atmete tief durch.

„Wir sollten die Polizei anrufen“, sagte Reese. „Und einen Krankenwagen. Und meine Mama.“

„Deine Mutter bringt mich um“, murmelte ich und rieb mir stöhnend über das Gesicht. „Gott, deine Mutter bringt mich um!“

„Wirst du Ärger kriegen?“ fragte er kleinlaut. „Fuck, du wirst richtig viel Ärger kriegen, oder?“

Ich nickte stumm.
Genauer gesagt, konnte ich mir das Ausmaß an Ärger nicht einmal vorstellen, was auf mich wartete. Ich konnte meinen Führerschein verlieren. Allein der Gedanke meiner Großmutter zu erzählen, was passiert war und wieso wir die nächsten Monate ohne Auto waren, drehte mir den Magen um.
Ich hatte ein Tier umgebracht was vermutlich unter Naturschutz stand, einen Weg befahren der strengstens verboten war, einen Unfall gebaut, unseren Wagen demoliert und Reese in Gefahr gebracht; Reese, der drei große Brüder hatte und eine Mutter, die ein Schrotgewehr besaß.
In diesem Augenblick wurde mir klar, dass es mein geringstes Problem war, dass ich meinen Führerschein verlieren würde.
Reese‘ Mutter würde mich umbringen.
Falls mich seine Brüder nicht vorher in die Finger bekamen.

„Katie?“

„Oh Gott“, hauchte ich.

„Denkst du…“ er zögerte. „Denkst du, der Truck fährt noch?“

Ich warf ihm einen überraschten Seitenblick zu. „Was?“

„Der Truck…meinst du, er springt an? Ich meine…vielleicht…also, von außen sah es aus wie ein Blechschaden.“ Er fuhr sich mit der Zungenspitze über die Lippen und sah mich auffordernd an.
Ohne sicher zu sein, worauf er hinauswollte, drehte ich den Schlüssel im Schluss herum.
Quälende Sekunden lang blieb alles still. Der Motor spuckte und stotterte und für Sekunden krampfte sich mein Magen zusammen, aber dann gab er das vertraute Rohren von sich und ein Beben ging durch den Wagen.

Ich atmete aus. „Scheint so.“

Reese nickte eifrig. „Okay. Gut. Das ist gut. Wir fahren einfach weg, okay?“

Was?

„Wir fahren einfach den Weg zu Ende. Und wir sagen der Unfall ist auf der Landstraße passiert. Um die Uhrzeit ist sowieso niemand mehr unterwegs und es ist ja eigentlich egal wo es passiert ist… und dann muss nie jemand erfahren, dass wir hier lang gefahren sind.“

„Das ist doch Fahrerflucht!“ zischte ich.

„Unser einziger Zeuge ist ein Wolf!“ Reese wedelte mit den Armen. „Und der ist mausetot. So mausetot wie ein Wolf eben sein kann“, ergänzte er nachdenklich.

Der Wolf. Ich dachte an seinen eingedrückten Schädel und das Blut auf seiner Schnauze und unterdrückte ein Schaudern. „Was machen wir mit ihm?“

„Ein junges Leben wurde ausgelöscht in seiner Blüte, wie eine Blume im Wind, wir werden ihn im Gedächtnis behalten wie er einmal war, gruselig und zähnefletschend…aber er ist nun mal tot. Okay? Und es rettet ihn auch nicht mehr, wenn du deinen Führerschein verlierst oder ins Gefängnis wanderst oder…“

„… von deiner Mutter erschossen werde“, murmelte ich leise.

Reese musste es trotzdem gehört haben, denn ein Grinsen zerrte an seinen Mundwinkeln. „Ja nun…das auch.“

Ich wandte den Kopf und sah ihn an. Er sah so jung und eifrig aus und ich hatte ihn so lieb in diesem Augenblick. „Das würdest du für mich tun?“
Er nickte ohne zu zögern.
Bevor er sich wehren konnte, packte ich seinen Pullover und umarmte ihn kurz und heftig. Ich ließ meinen Kopf auf seine Schultern sinken und atmete tief ein. Ach Reese. Reese.

„Uhm…ja.“ Er klang verlegen und wusste offensichtlich nicht, was er mit seinen Händen anfangen sollte. Einen Augenblick später tätschelte er mir betreten den Rücken. „Ich kann auch fahren, falls du dabei bist, einen Nervenzusammenbruch…“

„Nein.“ Ich lachte erstickt. „Nein.“ Ich ließ ihn los und betrachtete ihn forschend. „Und du bist auch sicher nicht verletzt?“ fragte ich ängstlich.

„Ich bin okay.“

„Du zitterst.“

„Mir ist nur kalt. Es ist saukalt. Lass uns fahren“, bat er und biss unruhig auf seiner Unterlippe herum. Vermutlich damit er nicht mit den Zähnen klapperte.

„Ja. Warte. Gleich.“ Ich musste denken.
Konnte ich das tun? Einfach weiter fahren. Ein winziger Teil in mir konnte es kaum abwarten, hier wegzukommen, weg aus diesem Alptraum. Nachhause zu fahren und in mein warmes, riesiges Bett zu kriechen und die Decke über mich zu ziehen, bis nichts mehr von mir zu sehen war. Morgen früh einfach zu Charlies Werkstatt zu fahren – ‚dumme Sache, beinah gegen einen Baum gefahren, nein Gott sei Dank ist nichts passiert, nur ein Blechschaden‘.
War es so einfach? Konnte es wirklich so einfach sein?
Fahrerflucht. War es Fahrerflucht? Ich war nicht sicher. Immerhin hatte ich keinen Menschen umgebracht. Ich hatte keine Sachbeschädigung begangen.
Nur der Wolf…der Wolf.
Seine gläsernen Augen tauchten vor meinem inneren Auge auf und ich schauderte.

„Wir können ihn nicht so liegen lassen“, sagte ich langsam. „Nicht auf dem Weg. Hier fahren Forstfahrzeuge entlang und Wanderer kommen hier vorbei… Wir müssten ihn verstecken. Wenn wir es irgendwie schaffen würden, ihn ins Gebüsch schieben…“

Reese stöhnte. „Oh nein, Katie. Nein.“ Er schüttelte angewidert den Kopf. „Zwing mich nicht, den anzufassen! Weißt du wie viele Flöhe in so einem Pelz sitzen? Und hast du das Vieh mal gesehen? Das war so groß wie ein Elefant! Das war ein atomar verseuchter, mutierter Wolf, wenn es überhaupt einer war. Den können wir nie im Leben bewegen. Du hast sie ja nicht mehr…“

Ohne das Ende seines Wortschwalls abzuwarten, hatte ich die Tür erneut aufgerissen und sprang nach draußen. In wenigen Schritten lief ich auf die Straße…und blieb so ruckartig stehen, dass meine Turnschuhe sich in den Schlamm bohrten.
Mein Herz hämmerte.

„Reese!“ brüllte ich atemlos.

„Oh Gott, was? Was?“ Ich hörte wie er aus dem Truck stolperte und das schmatzende Geräusch seiner Gummisohlen auf dem aufgeweichten Boden, als er zu mir sprintete. „Was ist jetzt? Ich hatte eben beinah schon einen Herzinfarkt, ich brauche keinen zweiten, vielen Dank auch…“

„Er ist weg.“

„Was?“

„Der Wolf! Er ist weg!“ Ich war sicher, dass ich halbwegs hysterisch klang. Seltsamerweise fühlte ich mich sehr ruhig, beinah gefasst.

Unendlich langsam wandte Reese sich um. Sein Adamsapfel bewegte sich als er heftig schluckte. Er starrte auf die leere Straße vor uns, auf der eben noch das riesige Mammut gelegen hatte.
„Ich dachte, er war tot“, sagte er leise.

„Er war tot.“

„Offenbar nicht.“

„Er war tot!
Ich dachte an die Glasmurmelaugen, leer und ohne jedes Leben und an seine eingedrückte Schädeldecke. An die Blutstropfen, die sich auf seiner Schnauze angesammelt hatten. Ich war noch nie so sicher bei etwas gewesen. Nichts und Niemand konnte das überlebt haben.
Und doch blieb die Tatsache stehen, dass dort wo der massige Körper eben noch gelegen hatte, nichts als ein verschmierter Abdruck im Schlamm zurückgeblieben war.
Der Nebel wurde dichter um uns herum und er fühlte sich an, als wollte er uns ersticken.
„Er war ganz sicher tot“, beharrte ich. Ich war nicht sicher, wen ich mehr überzeugen wollte, Reese oder mich selbst.

Es raschelte.

Zuerst dachte ich, es sei Reese der mit den Zähnen klapperte. Aber es waren Blätter die langsam, behutsam vor unseren Gesichtern zu Boden segelte.
Rascheln, weil sich etwas in den Bäumen um uns herum bewegte. Leise, beinah lautlos.
Aber nicht lautlos genug…vielleicht weil es verletzt war…der Schädel eingedellt und ich dachte an die glimmenden Zähne in dem offenen Maul…

„Katie…“ Reese packte mich am Arm und fuhr sich langsam mit der Zungenspitze über die Lippen. „Wenn er nicht tot ist…wo ist er dann?“


Nachwort: Wuhuu. Mein erster Versuch irgendwas halbwegs gruseliges zu schreiben. Keine Ahnung, ob es gelungen ist ich hatte aber unverschämt viel Spaß damit.
Nix überarbeitet - alle RS-Fehler einfach ignorieren.

(1/2)

Date: 2011-11-12 01:23 pm (UTC)
From: [identity profile] herzausglas.livejournal.com
Oha, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.

Erst mal, gegen Ende ist es schon recht gruselig. Und normalerweise bin ich recht gruselresistent (mit Ausnahme von Norman Bates und allem wo Jack Nicholson mitspielt). Sind die Werwölfe in deiner NaNo unsterblich? Oder haben sie übernatürliche Heilungskräfte (obwohl sie eigentlich schon tot sind)? Oder sind es... Zombiewerwölfe?! Meine Fantasie geht gerade ein bisschen mit mir durch XD

Ich liebe Katie und Reese jetzt schon *____* Katie ist so taff, aber nicht übertrieben gefasst oder cool oder so, sondern normal, aber liebenswürdig normal. Und Reese! Sie beide so knuffig :)

So, weil ich gerade nicht in der Lage bin einen vernünftigen Kommentar zu schreiben, zitiere ich jetzt einfach mal meine Lieblingsstellen:

„Katie nicht, geh da weg…das Vieh hat bestimmt Tollwut oder Flöhe oder beides… und vielleicht ist es nicht mal tot und dann beißt es dir den Kopf ab und dann steh ich alleine hier und ich hasse es, deine blöde Klapperkiste zu fahren…Katie bitte!“
Es ist bei der Gruselatmosphäre vielleicht nicht angebracht, aber hier musste ich grinsen :D

Plötzlich konnte ich den Anblick seines zerdrückten Schädels nicht mehr ertragen. Ich stolperte so hastig zurück, dass meine Füße auf dem matschigen Boden den Halt verloren und ich unsanft auf dem Hintern landete. Reese packte nach meinem Arm und zerrte mich auf die Beine. In meiner Hast von den toten Augen des Wolfes wegzukommen, stolperte ich ihm beinah in die Arme und klammerte mich an ihm fest.

„Wir sollten die Polizei anrufen“, sagte Reese. „Und einen Krankenwagen. Und meine Mama.“
„Deine Mutter bringt mich um“, murmelte ich und rieb mir stöhnend über das Gesicht. „Gott, deine Mutter bringt mich um!“
„Wirst du Ärger kriegen?“ fragte er kleinlaut. „Fuck, du wirst richtig viel Ärger kriegen, oder?“


„Wir fahren einfach den Weg zu Ende. Und wir sagen der Unfall ist auf der Landstraße passiert. Um die Uhrzeit ist sowieso niemand mehr unterwegs und es ist ja eigentlich egal wo es passiert ist… und dann muss nie jemand erfahren, dass wir hier lang gefahren sind.“
„Das ist doch Fahrerflucht!“ zischte ich.

Hier kommt die Verzweiflung der beiden richtig gut rüber, finde ich. Und Kompliment an dich, dass du es schaffst andere Charaktere symphatisch finden zu lassen, die Fahrerflucht begehen wollen (weil eh, das geht ja mal gar nicht, Wolf hin oder her).

„Ein junges Leben wurde ausgelöscht in seiner Blüte, wie eine Blume im Wind, wir werden ihn im Gedächtnis behalten wie er einmal war, gruselig und zähnefletschend…aber er ist nun mal tot. Okay? Und es rettet ihn auch nicht mehr, wenn du deinen Führerschein verlierst oder ins Gefängnis wanderst oder…“
„… von deiner Mutter erschossen werde“, murmelte ich leise.
Reese musste es trotzdem gehört haben, denn ein Grinsen zerrte an seinen Mundwinkeln. „Ja nun…das auch.“

Reese Mutter scheint ja wirklich sehr charmant zu sein :D

Ich wandte den Kopf und sah ihn an. Er sah so jung und eifrig aus und ich hatte ihn so lieb in diesem Augenblick. „Das würdest du für mich tun?“
Er nickte ohne zu zögern.
Bevor er sich wehren konnte, packte ich seinen Pullover und umarmte ihn kurz und heftig. Ich ließ meinen Kopf auf seine Schultern sinken und atmete tief ein. Ach Reese. Reese.

*____* ich finde sie gehen sehr gut als Bromance durch!

Reese stöhnte. „Oh nein, Katie. Nein.“ Er schüttelte angewidert den Kopf. „Zwing mich nicht, den anzufassen! Weißt du wie viele Flöhe in so einem Pelz sitzen? Und hast du das Vieh mal gesehen? Das war so groß wie ein Elefant! Das war ein atomar verseuchter, mutierter Wolf, wenn es überhaupt einer war. Den können wir nie im Leben bewegen. Du hast sie ja nicht mehr…“
:DD hab ich schon erwähnt, dass wie sehr ich Reese mag? *___*

(2/2)

Date: 2011-11-12 01:27 pm (UTC)
From: [identity profile] herzausglas.livejournal.com
„Reese!“ brüllte ich atemlos.
„Oh Gott, was? Was?“ Ich hörte wie er aus dem Truck stolperte und das schmatzende Geräusch seiner Gummisohlen auf dem aufgeweichten Boden, als er zu mir sprintete. „Was ist jetzt? Ich hatte eben beinah schon einen Herzinfarkt, ich brauche keinen zweiten, vielen Dank auch…“
„Er ist weg.“
„Was?“
„Der Wolf! Er ist weg!“ Ich war sicher, dass ich halbwegs hysterisch klang. Seltsamerweise fühlte ich mich sehr ruhig, beinah gefasst.

Irgendwie glaube ich ja, dass das noch wesentlich schlimmer ist, als von Reese Mutter erschossen zu werden...

„Katie…“ Reese packte mich am Arm und fuhr sich langsam mit der Zungenspitze über die Lippen. „Wenn er nicht tot ist…wo ist er dann?“
Argh, ich hasse dich ja ein bisschen dafür genau an dieser Stelle aufzuhören. SO. SPANNEND.

Ja. *hust* Wie man vielleicht zwischen den Zeilen lesen konnte hat es mir sehr gut gefallen. Sorry, dass der Kommentar so sinnfrei und frei von jeglicher konstruktiver Kritik ist, aber mir fällt beim besten Willen nichts ein, was man jetzt verbessern könnte. Allerdings könnte ich dir tausend Fragen zu deiner Nano stellen, wenn dir danach ist XD zB. Wo sind die beiden eigentlich langgefahren? Weil es wird ja angedeutet, dass sie die Straßen eigentlich nicht fahren dürften? Gibt's da irgendeine böse Urban Legend oder so? UND: Wie geht es weiter?

Re: (2/2)

Date: 2011-11-12 03:08 pm (UTC)
From: [identity profile] herzausglas.livejournal.com
Er war nur als Sidekick gedacht, aber ich mochte ihn von der ersten Szene an so gerne, dass ich ihn jetzt zum Hauptchara promotet habe und ich werde auch demnnächst mal aus seiner Perspektive schreiben.
Finde ich gut. :D hat er denn inzwischen Andrew getroffen?

Ich denke, sie haben einfach übernatürliche Selbstheilungskräfte - auch in Menschenform.
Okay, das macht Sinn. Und noch eine Frage: Sagen wir mal ein Werwolf würde jetzt in seiner "Werwolfgestalt" sterben, bleibt seine Leiche dann ein Wolf oder verwandelt er sich zurück in einen Menschen? (Irgendwie finde ich diese ganze Gestaltwandlersache ja sehr interessant)/random.

Oder man nimmt den direkten (und wesentlich kürzeren) Weg, der führt mitten durch den Wald. Der ist aber abgesperrt und verboten (da äh passieren auch immer wieder tragische "Unfälle" *hust*).
Hmm... ich nehme dann jetzt einfach mal an, dass die Werwölfe nicht die einzigen übernatürlichen Wesen in deiner Nano sind. Oder sind die Werwölfe die "Bösen"? Ich verbinde mit Werwölfen immer sofort etwas Beschützermässiges (vielen Dank Stephenie Meyer), da kann ich mir das irgendwie schlecht vorstellen.

Btw, wo ich gerade deinen Icon sehe: Hast du den Trailer für Snow White & the Huntsman schon gesehen? Ich finde, Kristen macht sich ganz gut als Schneewittchen ;)

Date: 2011-11-13 08:31 pm (UTC)
From: [identity profile] kleine-aster.livejournal.com
Oh, vielversprechend! Mir gefällt diese nächtliche, neblige Panik, und die Beschreibung des nicht-ganz-natürlichen Wolfes. Ich hatte schon geahnt, dass der Wolf am Ende verschwunden sein würde, aber es sprich echt für deinen Stil, dass ich es trotzdem spannend fand, als sie aus dem Auto gestiegen ist.

„Wir sollten die Polizei anrufen“, sagte Reese. „Und einen Krankenwagen. Und meine Mama.“

LOL für den nachvollziehbaren Wunsch nach Mami. Ein Mann nach meinem Herzen. XD

Ich finde vor allem die Beziehung der beiden irgendwie interessant - der angespielte Altersunterschied und daß sie trotzdem Freunde sind, dass Reese so ein Küken ist und scheinbar eine...äußerst energische Familie hat, und wie Katie für zwei einen kühlen Kopf bewahren muss und alles. Man interessiert sich gleich dafür, was die beiden sonst so machen, wenn sie nicht gerade Wild totfahren!

Und natürlich springt der Wagen erstmal nicht an. XD

Wie Abed sagen würde, cool cool cool. Hoffentlich kriegen wir noch mehr Auszüge zu lesen.

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