(no subject)
Sep. 29th, 2011 12:54 amTitel: Ablenkungsmanöver 6/~8
Team: Dean
Fandom: Harry Potter
Challenge: August-Karte 2 - Countdown (für mich)
Charaktere: Charlie und Bill Weasley
Wörter: ~ 900
Widmung: Das hier ist (immer noch) alles für
nachanca.
Kommentar: Ähm, Endspurt, Leute? ;)
Es ist spät, dementsprechend grausam sind wahrscheinlich meine Fehler. Außerdem trennen mich > 200 km von meiner Deathly Hallows-Kopie, also entschuldige ich mich für alle Inkonsistenzen und Falschdarstellungen. Der letzte Satz ist frei von mir aus dem Englischen übersetzt. *drop*
Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5
Ottery St. Catchpole, August 1997
"Na, wie lief das Verhör?" Bill ließ sich neben seinem kleinen Bruder am Tisch nieder und rückte den Kragen seines Festumhangs zurecht.
"Ich hasse dich und werde dich töten. Aber erst nach der Hochzeit, alles andere wäre unfair gegenüber Fleur."
Bill grinste völlig unbeeindruckt von der Drohung. "Mir entgeht die Logik irgendwie, aber... Was hattest du erwartet? Dass du hier mit Wood einen auf Turteltäubchen machst und es Mum nicht auffällt?"
Charlie zuckte mit den Achseln. "Ja?" Natürlich war das naiv gewesen, aber, Himmel, wenn er mit seiner Familie umgehen könnte, würde er weniger Zeit in Rumänien verbringen, oder?
Bill stieß ihm den Ellbogen etwas fester als nötig in die Seite. "Also, wie läuft deine erste Beziehung so?"
"Es ist nicht die erste."
"Oh, kleiner Bruder, die Sache mit der niedlichen Hufflepuff zählt nicht. Das war was? Ein Kuss und eine Woche oder so?"
Mit einem erneuten Schulterzucken wandte Charlie sich zu seinem Bruder um. "Na, es sollte mehr zählen, als eine Alibi-Beziehung, oder?"
Bill lachte. "Wahrscheinlich."
"Also, nervös, Großer?"
"Du lenkst ab."
"Na ja, einer von uns beiden ganz sicher."
Bill schloss die Augen und drehte sein Gesicht in die Sonne. "Oh scheiße ja, ich hatte noch nie so ne Angst vor irgendwas."
Fred und George hatten es sich nicht nehmen lassen, Wood vom Portschlüssel abzuholen, angeblich, weil sie noch über Sprengstoffe philosophieren mussten und Charlie ja noch genug Tische zu decken hatte, aber Charlie glaubte ihnen kein Wort. Das war eine Strategie, bei der man mit den Zwillingen prinzipiell gut fuhr. Vor allem, wenn sie so grinsten. Und erst recht nach der diebischen Freude, die sie an der Ablenkungsmanövergeschichte gehabt hatten. Aber Charlie hatte beschlossen, sich nicht allzu große Sorgen um Wood zu machen, immerhin war der über Jahre hinweg ihr Kapitän gewesen und ein großer Junge.
Außerdem war er nicht unbedingt verlegen darum, ein bisschen mehr Zeit zu haben, in der Sonne zu sitzen und seine Gedanken zu ordnen.
Nicht, dass ihn das sonderlich weiter brachte. Menschen verwirrten ihn, da machte er selbst keine Ausnahme. Und irgendwie war ihm das auch völlig egal, als er die Zwillinge mit Wood in ihrer Mitte den kleinen Hügel hinab kommen sah. Wood trug irgendetwas, das wie eine unglückliche Kreuzung aus einem dieser Muggel-Anzüge und einer Festrobe seiner Großmutter aussah, an ihm aber gar nicht so lächerlich wirkte, und grinste. Ein Grinsen sollte einen nicht so aus dem Konzept bringen können, dachte Charlie, aber sein Magen schlug trotzdem Purzelbäume, und irgendwie fiel es ihm wirklich schwer, sich daran zu stören. Wahrscheinlich sollte er sich einfach mit den Tatsachen abfnden.
Mit einem Kommentar, den Charlie nicht verstehen konnte, der aber Wood feuerrot anlaufen ließ, verabschiedeten sich die Zwillinge und verschwanden in Richtung Haus, während Charlie aufstand, um seinen Gast zu begrüßen. Ein paar Schritte von einander entfernt blieben sie stehen und Charlie grinste unsicher. "Hey", sagte Wood und machte einen Schritt nach vorn. "Sollen wir..."
"Es ist ja noch niemand da..."
"Stimmt." Mit einem erleichterten Grinsen umarmte Wood ihn kurz. "Schön habt ihr es hier."
"Oh, ja, stimmt wohl..."
Charlie schloss Bill in die Arme und drückte ihn fest an sich. "Alles Gute, Großer." Dann ließ er ihn los, legte ihm die Hände auf die Schultern und musterte das vernarbte Gesicht. Bill lächelte ihn an, irgendetwas in seinen Augen funktelte und Charlie hatte das Bedürfnis, ihn schon wieder zu umarmen, einfach weil er trotz der Narben und den sich langsam abzeichnenden Falten wieder aussah wie früher, früher vor diesem verdammten Krieg. Stattdessen grinste er und wandte sich an Fleur.
Er streckte die Hand aus und als sie sie ergriff zog er auch sie in eine Umarmung. "Danke", flüsterte er und sie schüttelte ganz leicht den Kopf.
"Wofür?"
"Du tust ihm gut."
Fleur schenkte ihm eines dieser strahlenden, feenhaften Lächeln. "Er mir auch."
Sie wandten sich beide zur Seite, wo Wood gerade Bill gratulierte, und Fleurs Hand berührte ganz leicht Charlies Ellbogen. "Und er tut dir gut."
"Ist das so offensichtlich?"
Ihr Grinsen war ungewohnt spöttisch. "Ja."
"Ist das... Das ist Viktor Krum! Entschuldige mich..."
Charlie schüttelte den Kopf, während er über seinen Bierkrug hinweg die beiden Männer beobachtete. Er hätte nicht wirklich etwas anderes erwarten sollen. Tatsächlich war er sich nicht sicher, was er überhaupt erwartet hatte.
"Eifersüchtig?" Bill setzte sich neben ihn.
"Hast du nichts besseres zu tun? Dich um deine Gäste kümmern oder tanzen oder so?"
"Du bist mein Gast. Und mein Trauzeuge."
Darauf wusste Charlie auch keine Antwort. Er nippte an seinem Bier und schwieg eine Weile. "Erstaunlicherweise nicht", antwortete er schließlich.
"Erstaunlicherweise?", fragte Bill und zog eine Augenbraue hoch, so wie es sonst nur ihre Mutter konnte.
"Oh, tu doch nicht so, als wär dir das noch nicht klar."
Bill zuckte mit den Achseln. "Klar schon, aber ich will's dich sagen hören."
Äußerst erwachsen streckte Charlie ihm die Zunge raus. "Ich wollte dich noch umbringen, erinnerst du dich?"
"Das willst du, seit du sechs bist", merkte Bill an und Charlie seufzte theatralisch.
"Jaja..." Er stützte den Kopf in die Hände und warf einen erneuten Blick zu Wood und Krum, die der wilden Gestik zu Folge irgendein Suchermanöver diskutierten. "Es ist nur so... Warum jetzt?"
"Was?"
Charlie starrte die Tischdecke an. "Wir haben Krieg, wahrscheinlich gehn wir alle drauf oder landen in Askaban oder beides, warum also ausgerechnet jetzt?"
Bill legte ihm den Arm um die Schulter. "Vielleicht..."
Er wurde von einem Aufschrei unterbrochen. Sie sprangen auf und sahen beide den silbrigweißen Luchs in der Mitte der Feiernden.
"Das Ministerium ist gefallen. Scrimgeour ist tot. Sie kommen."
→ Teil 7
Team: Dean
Fandom: Harry Potter
Challenge: August-Karte 2 - Countdown (für mich)
Charaktere: Charlie und Bill Weasley
Wörter: ~ 900
Widmung: Das hier ist (immer noch) alles für
Kommentar: Ähm, Endspurt, Leute? ;)
Es ist spät, dementsprechend grausam sind wahrscheinlich meine Fehler. Außerdem trennen mich > 200 km von meiner Deathly Hallows-Kopie, also entschuldige ich mich für alle Inkonsistenzen und Falschdarstellungen. Der letzte Satz ist frei von mir aus dem Englischen übersetzt. *drop*
Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5
Ottery St. Catchpole, August 1997
"Na, wie lief das Verhör?" Bill ließ sich neben seinem kleinen Bruder am Tisch nieder und rückte den Kragen seines Festumhangs zurecht.
"Ich hasse dich und werde dich töten. Aber erst nach der Hochzeit, alles andere wäre unfair gegenüber Fleur."
Bill grinste völlig unbeeindruckt von der Drohung. "Mir entgeht die Logik irgendwie, aber... Was hattest du erwartet? Dass du hier mit Wood einen auf Turteltäubchen machst und es Mum nicht auffällt?"
Charlie zuckte mit den Achseln. "Ja?" Natürlich war das naiv gewesen, aber, Himmel, wenn er mit seiner Familie umgehen könnte, würde er weniger Zeit in Rumänien verbringen, oder?
Bill stieß ihm den Ellbogen etwas fester als nötig in die Seite. "Also, wie läuft deine erste Beziehung so?"
"Es ist nicht die erste."
"Oh, kleiner Bruder, die Sache mit der niedlichen Hufflepuff zählt nicht. Das war was? Ein Kuss und eine Woche oder so?"
Mit einem erneuten Schulterzucken wandte Charlie sich zu seinem Bruder um. "Na, es sollte mehr zählen, als eine Alibi-Beziehung, oder?"
Bill lachte. "Wahrscheinlich."
"Also, nervös, Großer?"
"Du lenkst ab."
"Na ja, einer von uns beiden ganz sicher."
Bill schloss die Augen und drehte sein Gesicht in die Sonne. "Oh scheiße ja, ich hatte noch nie so ne Angst vor irgendwas."
Fred und George hatten es sich nicht nehmen lassen, Wood vom Portschlüssel abzuholen, angeblich, weil sie noch über Sprengstoffe philosophieren mussten und Charlie ja noch genug Tische zu decken hatte, aber Charlie glaubte ihnen kein Wort. Das war eine Strategie, bei der man mit den Zwillingen prinzipiell gut fuhr. Vor allem, wenn sie so grinsten. Und erst recht nach der diebischen Freude, die sie an der Ablenkungsmanövergeschichte gehabt hatten. Aber Charlie hatte beschlossen, sich nicht allzu große Sorgen um Wood zu machen, immerhin war der über Jahre hinweg ihr Kapitän gewesen und ein großer Junge.
Außerdem war er nicht unbedingt verlegen darum, ein bisschen mehr Zeit zu haben, in der Sonne zu sitzen und seine Gedanken zu ordnen.
Nicht, dass ihn das sonderlich weiter brachte. Menschen verwirrten ihn, da machte er selbst keine Ausnahme. Und irgendwie war ihm das auch völlig egal, als er die Zwillinge mit Wood in ihrer Mitte den kleinen Hügel hinab kommen sah. Wood trug irgendetwas, das wie eine unglückliche Kreuzung aus einem dieser Muggel-Anzüge und einer Festrobe seiner Großmutter aussah, an ihm aber gar nicht so lächerlich wirkte, und grinste. Ein Grinsen sollte einen nicht so aus dem Konzept bringen können, dachte Charlie, aber sein Magen schlug trotzdem Purzelbäume, und irgendwie fiel es ihm wirklich schwer, sich daran zu stören. Wahrscheinlich sollte er sich einfach mit den Tatsachen abfnden.
Mit einem Kommentar, den Charlie nicht verstehen konnte, der aber Wood feuerrot anlaufen ließ, verabschiedeten sich die Zwillinge und verschwanden in Richtung Haus, während Charlie aufstand, um seinen Gast zu begrüßen. Ein paar Schritte von einander entfernt blieben sie stehen und Charlie grinste unsicher. "Hey", sagte Wood und machte einen Schritt nach vorn. "Sollen wir..."
"Es ist ja noch niemand da..."
"Stimmt." Mit einem erleichterten Grinsen umarmte Wood ihn kurz. "Schön habt ihr es hier."
"Oh, ja, stimmt wohl..."
Charlie schloss Bill in die Arme und drückte ihn fest an sich. "Alles Gute, Großer." Dann ließ er ihn los, legte ihm die Hände auf die Schultern und musterte das vernarbte Gesicht. Bill lächelte ihn an, irgendetwas in seinen Augen funktelte und Charlie hatte das Bedürfnis, ihn schon wieder zu umarmen, einfach weil er trotz der Narben und den sich langsam abzeichnenden Falten wieder aussah wie früher, früher vor diesem verdammten Krieg. Stattdessen grinste er und wandte sich an Fleur.
Er streckte die Hand aus und als sie sie ergriff zog er auch sie in eine Umarmung. "Danke", flüsterte er und sie schüttelte ganz leicht den Kopf.
"Wofür?"
"Du tust ihm gut."
Fleur schenkte ihm eines dieser strahlenden, feenhaften Lächeln. "Er mir auch."
Sie wandten sich beide zur Seite, wo Wood gerade Bill gratulierte, und Fleurs Hand berührte ganz leicht Charlies Ellbogen. "Und er tut dir gut."
"Ist das so offensichtlich?"
Ihr Grinsen war ungewohnt spöttisch. "Ja."
"Ist das... Das ist Viktor Krum! Entschuldige mich..."
Charlie schüttelte den Kopf, während er über seinen Bierkrug hinweg die beiden Männer beobachtete. Er hätte nicht wirklich etwas anderes erwarten sollen. Tatsächlich war er sich nicht sicher, was er überhaupt erwartet hatte.
"Eifersüchtig?" Bill setzte sich neben ihn.
"Hast du nichts besseres zu tun? Dich um deine Gäste kümmern oder tanzen oder so?"
"Du bist mein Gast. Und mein Trauzeuge."
Darauf wusste Charlie auch keine Antwort. Er nippte an seinem Bier und schwieg eine Weile. "Erstaunlicherweise nicht", antwortete er schließlich.
"Erstaunlicherweise?", fragte Bill und zog eine Augenbraue hoch, so wie es sonst nur ihre Mutter konnte.
"Oh, tu doch nicht so, als wär dir das noch nicht klar."
Bill zuckte mit den Achseln. "Klar schon, aber ich will's dich sagen hören."
Äußerst erwachsen streckte Charlie ihm die Zunge raus. "Ich wollte dich noch umbringen, erinnerst du dich?"
"Das willst du, seit du sechs bist", merkte Bill an und Charlie seufzte theatralisch.
"Jaja..." Er stützte den Kopf in die Hände und warf einen erneuten Blick zu Wood und Krum, die der wilden Gestik zu Folge irgendein Suchermanöver diskutierten. "Es ist nur so... Warum jetzt?"
"Was?"
Charlie starrte die Tischdecke an. "Wir haben Krieg, wahrscheinlich gehn wir alle drauf oder landen in Askaban oder beides, warum also ausgerechnet jetzt?"
Bill legte ihm den Arm um die Schulter. "Vielleicht..."
Er wurde von einem Aufschrei unterbrochen. Sie sprangen auf und sahen beide den silbrigweißen Luchs in der Mitte der Feiernden.
"Das Ministerium ist gefallen. Scrimgeour ist tot. Sie kommen."
→ Teil 7
no subject
Date: 2011-09-29 04:05 pm (UTC)Wenn du da nicht bald weiterschreibst, gibts Ärger. >_<
Ich finde es aber wirklich niedlich, wie wirklich alle zu merken scheinen, was da abgeht. XD Oder Fleur hat einfach nur einen sehr ausgeprägten weiblichen Instinkt. XD
Oliver sollte sich aber lieber um Charlie kümmern, als um Krum. ._. Fanboy... (aber gut, gönnen wir es ihm, er wird sich sicher totgeärgert haben, als Krum direkt nach seinem Abschluss Hogwarts einen Besuch abgestattet hat. XD) Charlie und Oliver sind wieder sehr, sehr niedlich. <3
no subject
Date: 2011-09-29 06:22 pm (UTC)Dein Wunsch ist/war mir Befehl.^^ (Außerdem: Puuuuunkteeee! ;))
Freut mich, dass du es immernoch niedlich findest und vielen, vielen Dank für deine lieben Kommentare. <3