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Titel: Versuch
Challenge: August Karte 3, „Und das soll funktionieren?“ (fürs Team)
Fandom: Harry Potter
Team: Joplin
Wörter: ~700
Anmerkungen: Nicht gegen gelesen :)



Draco hasste dieses Malfoyanwesen. Es war nicht weniger prächtig eingerichtet, als all die anderen Anwesen die die Malfoys besaßen, aber sein Vater musste hier endlich einige Reperaturen durchführen.
Das heisst... er sollte hier einige Reperaturen durchführen, wenn er sich nicht in Azkaban befinden würde.
"Du machst es schon wieder.", Draco blickte auf und erkannte das Pansy den Raum betreten hatte. Er mussterte sie von oben bis unten, zog dann die Augenbrauen hoch.
"Gehst du heute Abend noch aus?"
Sie zuckte mit den Schultern. "Ich bin bei den Zabinis eingeladen, dass weisst du doch. Zieh nicht so ein Gesicht, es ist nicht meine Schuld, dass du dich in der Öffentlichkeit nicht mehr zeigen kannst. Und hör endlich auf andauernd in deine Gedanken zu versinken."
"Ich mache was ich will."
Sie verzog spöttisch ihr Gesicht. "Tja und schau nur was es dir tolles bringt. Ich verschwinde." Sie war bereits in der Tür, als sie sich noch einmal zu ihm umdrehte.
"Und übrigens.", erklärte sie, genau wissend, dass er wütend werden würde weil sie es ihm nicht vorher gesagt hatte. "Du hast einen Besucher der in der Bücherei auf dich wartet."
"Wer? Pansy!"
"Wenn du nur ein bisschen netter zu mir wärst Draco, könnte ich mich vielleicht auch herunterlassen netter zu dir zu sein. Viel Spass in deinem kleinem Gefängnis... entschuldige, ich meinte natürlich Anwesen."
Draco konnte sich nur mit Mühe abhalten, sein Weinglas gegen die Tür zu schmeißen, durch die Pansy gerade verschwunden.
Was hatte ihn nur dazu gebracht sie hierher einzuladen? Es musste ein Moment des Wahnsinns gewesen sein. Aber davon hatte er ja in letzter Zeit nicht gerade wenige.
Er erinnerte sich an ihre Worte und stand auf um zur Bücherei zu gehen, genau wissend wer dort auf ihn warten würde.
Und tatsächlich wurde er beim öffnen der Tür direkt von den vertrauten Gesichtzügen von Severus Snape begrüßt.
"Ich hatte nicht erwartet dich so bald wieder zu sehen Severus."
"Ich hatte nich erwartet, dass du in der kurzen Zeit die ich nicht hier bin all deine Manieren verlieren würde."
Draco deutete eine entschuldigende Verbeugung an. "Entschuldige bitte... was kann ich dir anbieten."
"Einen Cognac."
Mit einer Handbewegung ließ Draco das Getränk erscheinen. Snape nickte anerkennend. "Du hast trainiert."
Draco zuckte mit den Schultern. "Ich hatte genügend Zeit dazu nicht wahr?"
"Hast du dir dann auch Gedanken gemacht wie es weitergehen soll?"
Draco schaute Snape einen Moment an, dann ließ er für sich selbst ein weiteres Glas Wein erscheinen. "Ich halte an meinem Plan fest."
"Und stürzt diich in dein Unglück."
Draco trank einen Schluck. "Ich kann nicht sehen, dass du eine bessere Idee hast Severus."
"Ich denke immer noch, dass du dich einfach im Hintergrund halten solltest."
"Du weisst genau, dass mich das an irgendeinem Punkt das Leben kosten wird."
Snape htte offensichtlich nicht vor sich überzeugen zu lassen. "Das wird dein Plan auch tun."
"Aber mein Plan lässt zumindest die Möglichkeit zu, dass ich überlebe. Und du weisst, dass mit Potters Gutgläubigkeit diese Möglichkeit nicht gerade klein ist."
Snape schüttelte den Kopf. "Du warst immer zu sehr bessen von diesem Potterjungen."
"Und endlich zahlt es sich aus. Ich kenne ihn Severus. Ich kenne seine Schwächen, ich kenne seine Stärken. Und ich weiss, wenn ich ihm nur nahe genug komme kann ich dazu bringen alles zu tun was ich will."
Snape stellte sein Glas ab. "Glaube was immer du willst. Ich weiss ja, dass ich dich nicht abhalten kann. Aber renne bitte wenigstens nicht direkt in dein Verderben hinein."
"Du kennst mich doch Severus."
"Eben. Und ich weiss, dass deine Pläne niemals so aufgehen wie du es dir denkst. Erinnere dich nur an deinen letzten tollen Plan. Wenn du mir damals nur eher vertraut hättest."
"Severus.", unterbrach Draco den Älteren. "Wir führen diese Diskussion nicht schon wieder."
"Weil du sie doch nur jedes Mal verlierst. Du wirst schon irgendwann noch zur Vernunft kommen."
"Oder auch nicht. Du wirst schon sehen. Die Guten sind so berechenbar, mein Plan kann gar nicht schief gehen."
Severus hätte gerne wiedersprochen, aber er wusste, dass Draco ihm nicht zuhören würde. Er wusste, dass Draco entgegen aller Risiken versuchen würde durch Potter sein Ziel zu erreichen.
Und er wusste auch, dass Draco davon überzeugt war, dass er Erfolg haben würde.
Aber Snape hatte dennoch den Verdacht, dass Potter und Draco sich schlussendlich nur gegenseitig in en Abgrund ziehen würden.
Potter und Draco.
Feuer und Eis.
Himmel und Erde.
Snape wusste, irgendetwas ganz Großes bahnte sich hier an.

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