[identity profile] tsutsumi.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Eine Ode an das W! Ja, ich mag das W aus narzisstischen Gründen.

Challenge: #1 Wachstum
Fandom: Yu-Gi-Oh!
Personen: Joey, Tristan
Kommentar: Es liegt an der Wärme und den Hormonen- andere Entschuldigungen finde ich nicht. ._.Ich wollte es dann noch weiterschreiben, habe es dann aber wegen der literarischen Abrundung gelassen.

„Sag mal...“
Es war ein viel zu heißer Sommertag. Tristan verschanzte sich noch ein bisschen mehr im Schatten und wünschte sich, er hätte sich heute Morgen nicht ganz soviel Substanz in die Haare geschmiert. Joey neben ihm lehnte sich zurück, blies die heiße Luft nach oben durch den zerzausten Pony und knöpfte das Jackett seiner Schuluniform auf.
„Hat das eigentlich einen besonderen Grund, dass Yûgi so klein ist?“

Wheeler lachte lautlos auf und zog sein Kartendeck heraus um es zu ordnen.
„Du hast Fragen!“, brummte er gelangweilt und schaute dennoch zur anderen Ecke des Pausenhofes, wo Yûgi gerade mit Tea entlangflanierte, blendend und überhaupt nicht schwitzend.
„Ist das so wichtig?“

„Ich weiß, mich kümmert das auch nicht so weiter.“, entgegnete Tristan beschwichtigend und fläzte sich ein wenig länger auf die wunderbare, schattige Bank. Die Sohlen seiner Schuhe brannten ihm an den Füßen und seine Flasche war bereits leer.
„Aber vielleicht ist das ja genetisch bedingt. Zwergenwuchs oder so was. Ich bin nur neugierig.“

Joey legte sein Jackett zur Seite und zerrte am Kragen seines Hemdes herum.
„Geh hin und frag ihn selbst, wenn´s dich so interessiert.“
Tristan lehnte halb an ihn und so kitzelten Joeys Haare in seinem Nacken.
„Naa. Vielleicht ist das ein wunder Punkt. Das wäre unfair.“
Seine Kehle fühlte sich ausgedörrt an.

„Ich denke“, sagte Joey und steckte seine Karten wieder weg;
„Er ist einfach noch im Wachstum.“
Tristan mochte Joeys Karten nicht besonders. Sie bekamen stets viel mehr Aufmerksamkeit als er selbst. Doch er wagte es nicht, es auszusprechen weil er Angst vor Joeys Rotaugendrachen hatte.
„Denn...“
Wheeler machte die obersten Knöpfe seines Hemdes auf. Als Tristan den Kopf hob, konnte er sehen, dass Schweißtröpfchen au Joeys Brust standen. Es mochte um die 32 Grad im Schatten sein.
„...hast du beim Pinkeln jemals neben Yûgi gestanden?“

Ein schwaches Lüftchen regte sich in der Baumkrone über ihnen, zart und streichelnd.
Tristan schluckte schwer.
„Ist er...?“, fragte er kleinlaut.
„...gewaltig!“;
Joey hatte einen sarkastischen Tonfall drauf und knöpfte an seinem Hemd herum. Er versuchte wahrscheinlich zu testen wie weit er sich seiner Uniform entledigen konnte bis er angeschnauzt würde.
Tristan schaute zu Yûgi hinüber, der mit den Mittelschülern von nebenan begonnen hatte, Gummihopse zu spielen.
„Du verarschst mich doch!“

Joey zog sein Hemd aus und legte es neben das Jackett. Die ersten Mädchen schielten bereits verstohlen.
„Vielleicht!“, grinste er.
„Vielleicht auch nicht!“
Er lehnte sich ein bisschen an und sein bester Freund schwieg über seiner leeren Wasserflasche.

Weiße Schleierwolken zogen am Himmel entlang, unbeeindruckt von der Hitze auf der Erde. Es war so still wie lange nicht mehr während der großen Pause. Nur Yûgi, Tea und die Mittelschüler lachten und hinterließen leises Hallen auf dem Platz durch die Geräusche ihrer Schuhe auf dem Asphalt.
„Gewaltiger als ich?“, frage Tristan zerknautscht.

Joey machte eine abwehrende Handbewegung;
„Hör endlich auf damit!“
Seine Brust glänzte ein klein wenig, also nahm sein Freund ein Taschentuch und tupfte ein wenig unkoordiniert herum.
Joey kicherte.
„Nicht kitzeln!“
„Lass mich, ich hab Durst und muss mich ablenken!“

Die ersten Mitschülerinnen lugten vorsichtig um die Ecke. Drüben auf dem freien, sonnenbeknallten Platz packte sich Tea hin. Ihr Knie blutete, Yûgi zitterte vor Schreck.
„Wir sind noch beste Freunde, oder?“, flüsterte Tristan und der Wind strich wie ein Schleier durch den Baum über ihm.
„Das hat doch nichts mit dem Wachstum zu tun, oder?“

Das Taschentuch fiel von der Bank.
Joey setzte sich langsam ein bisschen auf, schaute Tristan nicht an, doch nachdenklich sah er auch nicht aus.
„Hey!“, rief er den voyeuristischen Mädchen zu, sodass sie nur schwer dem Reflex widerstanden, ihre Nasen zur Tarnung in ihre Shôunen Ai-Mangas zurückzustecken.

„Wenn ihr meinem Freund was zu trinken sponsort, machen wir für euch ein bisschen rum! Was haltet ihr davon?“

Und er schaute Tristan an, mit blanken braunen Augen, deren Blicke alle Fragen einfach hinwegwischten.

Date: 2007-06-10 02:50 pm (UTC)
ext_114511: (Default)
From: [identity profile] schwarze-elster.livejournal.com
gewaltig! *lol* gummihopse ^^
O.O! vllt kommen die wachstumsstörungen von all dem magischen mumbojumbo, wer weiß, wie sich das auf einen im wachstum befindlichen körper auswirkt...

Date: 2007-06-10 03:44 pm (UTC)
From: [identity profile] rei17.livejournal.com
*lol*
Tsumi ... ich glaube, du bist wirklich die einzige Autorin, die ich kenne, die es schafft, über Yugis Schwanzgröße zu schreiben, ohne an Niveau zu verlieren.
Respekt. *lach*

Ach, Joey und Tristan waren ganz zauberhaft - und Joey bietet Fanservice. *-* *mehr von ihm ohne T-shirt haben will*
Ich kann mir soooo vorstellen, dass ihn bei dem Wetter absolut nichts in seiner Schul-Uniform hält. *g*
Sehr originelle Idee und jetzt muss ich dank dir auch über einen gewissen Teil von Yugis Anatomie nachdenken ... o___O

~ Rei ~

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