18. Karte 2 - Erschütterungen
Jul. 31st, 2011 10:11 amTeam: Hendrix
Autor: Jenchan
Titel: Wake Up Call
Challenge: Karte 2 - Erschütterungen (für mich)
Fandom: Original (Hugh-versum)
Charaktere: Hugh, Jared
Wörter: 848
Warnings: unbetaed, nicht Korrektur gelesen
Disclaimer: Alles meins, bis auf den Plot, den ich von einer Freundin gespendet bekommen habe.
Continuation: Teil 1 | Teil 2 | Teil 3 | Teil 4 | Teil 5 | Teil 6 | Teil 7
Kommentar: Ich kann nur immer wieder betonen, wie Leid mir Hugh tut, und ich weiß nicht, ob ich Jared lieben oder hassen soll. Der Typ ist mir zu hoch >.<
Wake Up Call
Der Abend war noch sehr lang geworden und Hugh war leise und etwas angetrunken in der Nacht in sein Zimmer zurückgekehrt. Er hatte nur zwei große Bierdosen leeren können und fand das Gesöff eigentlich ziemlich ekelhaft. Aber in so einer Gruppe, wie es diese Studenten darstellte, war es schwierig, sich nicht überzeugen zu lassen, noch etwas zu trinken. Glücklicherweise hatte er immer lang genug gebraucht, um eine Dose zu leeren, dass er oft die Ausrede benutzen konnte, dass er noch etwas zu trinken hatte.
Die zwei Dosen Bier hatten auch gereicht, dass er sich etwas schwummrig fühlte und er nicht mehr ganz so klar denken konnte. Er hatte seine Abendhygiene also nur mehr halbherzig hinter sich gebracht, bevor er umgezogen in sein seidiges, bequemes Pyjama ins Bett fiel und fast sofort einschlief. Er hatte sich nicht einmal mehr darüber ärgern können, dass das Zimmer wieder langsam im Chaos versank. Er war einfach nur müde gewesen.
Im Traum verarbeitete er dann noch einmal den Tag auf andere Weise. Es war ein schöner Traum, in dem er mit Eliza durch die Welt reiste und sie all die Orte bestaunten, die in alten Gemälden oft verwendet wurden. Der Traum begann erst unangenehm zu werden, als er immer wieder den Boden vibrieren spürte. Als würde die Welt geschüttelt werden. Aber sie waren gerade in einer Region, in der es keine Erdbeben gab. Sie waren... in Paris. Der Stadt der Liebe.
Hugh kam das sehr seltsam vor, dass ausgerechnet hier in ein Erdbeben geraten sollten. Dann verschwand die Stadt und Eliza und er saßen in einem Flugzeug. Da machten die Erschütterungen schon mehr Sinn, aber es war nicht zwangsweise beruhigender. Offenbar flogen sie gerade durch heftige Turbulenzen. Er musste Eliza beruhigen und nahm ihre Hand. Er spürte selbst ein wenig Angst, denn bei manchen Hüpfern, die das Flugzeug machte, dachte er wirklich, sie würden gleich abstürzen.
Hugh schreckte aus dem Schlaf, als sie tatsächlich abstürzten und sich das Flugzeug in lauter Einzelteile zerlegte auf dem Steilflug Richtung Erde. Verwirrt sah er sich um und war für einen Moment froh, sich in seinem Bett wiederzufinden. Arme Eliza - er hatte von ihrem Tod geträumt. Von ihrer beider Tod. Was für ein unangenehmer Gedanke.
"Verpiss dich aus dem Bett!", lallte ihn eine Stimme voll und er spürte wieder ein Rütteln. Unwillig zog er die Augen zusammen und schaltete das Licht an. Er hatte leichte Kopfschmerzen und es half ihm nicht, dass er gerade so geschüttelt wurde. Im Gegenteil... irgendwie verursachte das gerade immense Übelkeit und er wollte sich eigentlich nicht übergeben.
Sein Zunge fühlte sich ein bisschen flaumig an und sein Gaumen war trocken. Alkohol entzog dem Körper Wasser und wahrscheinlich erklärte das auch seine leichten Kopfschmerzen.
Hugh wehrte Jareds Hände ab und setzte sich auf. Leise und mit leicht krächzender Stimme fragte er: "Was ist los?" Brannte es vielleicht irgendwo? Aber er hörte keinen Alarm. Wie spät war es überhaupt?
Sein Blick wanderte zu seinem Wecker. Er war gerade mal vor zwei Stunden zu Bett gegangen und schon wurde er gestört.
"Du liegst in meinem Bett, verpiss dich!", forderte ein offensichtlich stark betrunkener Jared und Hugh versuchte bei der Alkoholfahne keinen Brechreiz zu bekommen. Er hielt sich also seine Hand vor Mund und Nase, um nicht der Geruchsbelästigung zu erliegen.
"Es ist nicht Ihr Bett, Herr Gibson. Sie schlafen üblicherweise auf den Boden", erklärte er erstaunlich ruhig. "Und ich bitte Sie, sich leise zur Ruhe zu begeben. Sie stören sonst die Nachtruhe." Dass er es wirklich schaffte, in diesem übermüdeten Zustand noch höflich zu bleiben, war wohl seiner Erziehung zu verdanken. Er hatte das ja schon von kleinauf praktizieren müssen.
Scheinbar hielt Jared aber von Höflichkeit herzlich wenig, als dieser einfach Hugh am Arm packte und ihn aus dem Bett zerrte. "Mein Zimmer, mein Bett!", grollte er finster und kümmerte sich scheinbar wenig darum, dass Hugh unsanft auf dem Boden landete. Gibson war nach hinten gewankt, als er seinen Zimmergenossen aus dem Bett gezogen hatte und nur die Wand hatte verhindert, dass er ebenfalls auf dem Boden landete.
Hugh verzog leicht das Gesicht und sah den anderen Mann finster an. Aber bevor er sich hochrappeln konnte, hatte Gibson sich auch schon in Bewegung gesetzt und kletterte ins Bett. Einen Moment wollte er sich beschweren, aber da hörte er auch schon das laute Schnarchen des anderen. Und er stand nun da wie der letzte Volltrottel. Das gefiel ihm gar nicht.
Verstimmt nahm er Jared die Decke und das Kissen weg und verließ das Zimmer. Im Gemeinschaftsraum stand ein Sofa und auch wenn die Möbelstücke alt und benutzt aussahen, so hatte er gestern durchaus festgestellt, dass sie einigermaßen bequem waren. Morgen würde er mit Jared reden müssen, da er solche Unterbrechungen in der Nacht wirklich nicht zu schätzen wusste.
Hugh bereitete sich ein Lager auf dem Sofa vor und holte sich dann noch einen Schluck Wasser aus der Wasserleitung in der Küche. Dann ging er zu Bett und auch wenn er erst noch das Gefühl hatte, dass ihn der Ärger in seinem Magen nicht wirklich schlafen lassen würde, versank er sehr bald in einen traumlosen Schlaf.
Autor: Jenchan
Titel: Wake Up Call
Challenge: Karte 2 - Erschütterungen (für mich)
Fandom: Original (Hugh-versum)
Charaktere: Hugh, Jared
Wörter: 848
Warnings: unbetaed, nicht Korrektur gelesen
Disclaimer: Alles meins, bis auf den Plot, den ich von einer Freundin gespendet bekommen habe.
Continuation: Teil 1 | Teil 2 | Teil 3 | Teil 4 | Teil 5 | Teil 6 | Teil 7
Kommentar: Ich kann nur immer wieder betonen, wie Leid mir Hugh tut, und ich weiß nicht, ob ich Jared lieben oder hassen soll. Der Typ ist mir zu hoch >.<
Wake Up Call
Der Abend war noch sehr lang geworden und Hugh war leise und etwas angetrunken in der Nacht in sein Zimmer zurückgekehrt. Er hatte nur zwei große Bierdosen leeren können und fand das Gesöff eigentlich ziemlich ekelhaft. Aber in so einer Gruppe, wie es diese Studenten darstellte, war es schwierig, sich nicht überzeugen zu lassen, noch etwas zu trinken. Glücklicherweise hatte er immer lang genug gebraucht, um eine Dose zu leeren, dass er oft die Ausrede benutzen konnte, dass er noch etwas zu trinken hatte.
Die zwei Dosen Bier hatten auch gereicht, dass er sich etwas schwummrig fühlte und er nicht mehr ganz so klar denken konnte. Er hatte seine Abendhygiene also nur mehr halbherzig hinter sich gebracht, bevor er umgezogen in sein seidiges, bequemes Pyjama ins Bett fiel und fast sofort einschlief. Er hatte sich nicht einmal mehr darüber ärgern können, dass das Zimmer wieder langsam im Chaos versank. Er war einfach nur müde gewesen.
Im Traum verarbeitete er dann noch einmal den Tag auf andere Weise. Es war ein schöner Traum, in dem er mit Eliza durch die Welt reiste und sie all die Orte bestaunten, die in alten Gemälden oft verwendet wurden. Der Traum begann erst unangenehm zu werden, als er immer wieder den Boden vibrieren spürte. Als würde die Welt geschüttelt werden. Aber sie waren gerade in einer Region, in der es keine Erdbeben gab. Sie waren... in Paris. Der Stadt der Liebe.
Hugh kam das sehr seltsam vor, dass ausgerechnet hier in ein Erdbeben geraten sollten. Dann verschwand die Stadt und Eliza und er saßen in einem Flugzeug. Da machten die Erschütterungen schon mehr Sinn, aber es war nicht zwangsweise beruhigender. Offenbar flogen sie gerade durch heftige Turbulenzen. Er musste Eliza beruhigen und nahm ihre Hand. Er spürte selbst ein wenig Angst, denn bei manchen Hüpfern, die das Flugzeug machte, dachte er wirklich, sie würden gleich abstürzen.
Hugh schreckte aus dem Schlaf, als sie tatsächlich abstürzten und sich das Flugzeug in lauter Einzelteile zerlegte auf dem Steilflug Richtung Erde. Verwirrt sah er sich um und war für einen Moment froh, sich in seinem Bett wiederzufinden. Arme Eliza - er hatte von ihrem Tod geträumt. Von ihrer beider Tod. Was für ein unangenehmer Gedanke.
"Verpiss dich aus dem Bett!", lallte ihn eine Stimme voll und er spürte wieder ein Rütteln. Unwillig zog er die Augen zusammen und schaltete das Licht an. Er hatte leichte Kopfschmerzen und es half ihm nicht, dass er gerade so geschüttelt wurde. Im Gegenteil... irgendwie verursachte das gerade immense Übelkeit und er wollte sich eigentlich nicht übergeben.
Sein Zunge fühlte sich ein bisschen flaumig an und sein Gaumen war trocken. Alkohol entzog dem Körper Wasser und wahrscheinlich erklärte das auch seine leichten Kopfschmerzen.
Hugh wehrte Jareds Hände ab und setzte sich auf. Leise und mit leicht krächzender Stimme fragte er: "Was ist los?" Brannte es vielleicht irgendwo? Aber er hörte keinen Alarm. Wie spät war es überhaupt?
Sein Blick wanderte zu seinem Wecker. Er war gerade mal vor zwei Stunden zu Bett gegangen und schon wurde er gestört.
"Du liegst in meinem Bett, verpiss dich!", forderte ein offensichtlich stark betrunkener Jared und Hugh versuchte bei der Alkoholfahne keinen Brechreiz zu bekommen. Er hielt sich also seine Hand vor Mund und Nase, um nicht der Geruchsbelästigung zu erliegen.
"Es ist nicht Ihr Bett, Herr Gibson. Sie schlafen üblicherweise auf den Boden", erklärte er erstaunlich ruhig. "Und ich bitte Sie, sich leise zur Ruhe zu begeben. Sie stören sonst die Nachtruhe." Dass er es wirklich schaffte, in diesem übermüdeten Zustand noch höflich zu bleiben, war wohl seiner Erziehung zu verdanken. Er hatte das ja schon von kleinauf praktizieren müssen.
Scheinbar hielt Jared aber von Höflichkeit herzlich wenig, als dieser einfach Hugh am Arm packte und ihn aus dem Bett zerrte. "Mein Zimmer, mein Bett!", grollte er finster und kümmerte sich scheinbar wenig darum, dass Hugh unsanft auf dem Boden landete. Gibson war nach hinten gewankt, als er seinen Zimmergenossen aus dem Bett gezogen hatte und nur die Wand hatte verhindert, dass er ebenfalls auf dem Boden landete.
Hugh verzog leicht das Gesicht und sah den anderen Mann finster an. Aber bevor er sich hochrappeln konnte, hatte Gibson sich auch schon in Bewegung gesetzt und kletterte ins Bett. Einen Moment wollte er sich beschweren, aber da hörte er auch schon das laute Schnarchen des anderen. Und er stand nun da wie der letzte Volltrottel. Das gefiel ihm gar nicht.
Verstimmt nahm er Jared die Decke und das Kissen weg und verließ das Zimmer. Im Gemeinschaftsraum stand ein Sofa und auch wenn die Möbelstücke alt und benutzt aussahen, so hatte er gestern durchaus festgestellt, dass sie einigermaßen bequem waren. Morgen würde er mit Jared reden müssen, da er solche Unterbrechungen in der Nacht wirklich nicht zu schätzen wusste.
Hugh bereitete sich ein Lager auf dem Sofa vor und holte sich dann noch einen Schluck Wasser aus der Wasserleitung in der Küche. Dann ging er zu Bett und auch wenn er erst noch das Gefühl hatte, dass ihn der Ärger in seinem Magen nicht wirklich schlafen lassen würde, versank er sehr bald in einen traumlosen Schlaf.