(no subject)
Jul. 31st, 2011 12:24 amChallenge: Entzugserscheinungen
Fandom: Original
Genre: bisschen Femslash
Inhalt: Frau ist angetrunken und hat zusammenhangslose Gefühle. Und sie will Kuchen. Pinken Kuchen.
Wörter: 620
Die kleine Prinzessin Mia mag kein Rosa, nur Pink, wenn es so richtig schön knallt. Alles muss pink sein. Das Kinderzimmer. Die Schleifchen in den niemals gekämmten Goldlocken. Der Geburtstagskuchen. Vor allen Dingen der. Fett mit Sahne, Zucker, Creme, Schicht auf Schicht. Sie schiebt sich den Kuchen mit den Fingern in den Mund, bis nichts mehr rein passt. Kauen ist da schwer, wenn sie nicht will, dass ihr alles sofort wieder aus dem Mund fällt. Das Kind ist glücklich. Vollgepumpt mit Zucker und glücklich.
Zwei Mojito, ein Long Island Ice Tea, jetzt eine Zigarette. Es ist kalt draußen vor der Bar, deswegen ist niemand mitgekommen. Es regnet, aber nicht mehr so stark wie noch vor einigen Stunden. Miserabel für so eine Sommernacht. Da sollte es doch Sterne geben! Genau, Sterne wärn jetzt was, oder Feuerwerk, oder doch am besten gleich die Sonne. Vielleicht noch einen Caipirinha. Und endlich ein lohnendes Gespräch. Irgendwelche Freunde, die wirklich Freunde sind und nicht bloß so Bekannte. Am Besten wärs, wenn Leila mit der Lache, die doch einen Tick zu laut ist und den tausend selbstgenähten Cocktailkleidern, die nicht aussehen, als wenn sie selbst genäht wärn, sondern eher, als kämen aus irgendeiner Designer-Boutique, da wäre. Also da ist sie ja schon, aber in der hintersten Ecke der Bar, bei ihrem anderen Freundeskreis, den Mia zufälligerweise auch ein bisschen kennt, und flirtet rum. Aber es ist nicht wie vor zwei Wochen, als Leila Mia in einem leeren U-Bahnabteil geküsst hatte, erst so halb auf den Mundwinkel und halb auf den Mund und dann so richtig. Und Mia wusste, dass es nicht ernst war, und es hatte sich auch überhaupt gar nicht ernst angefühlt, aber es wär doch so schön, wenn es endlich mal wieder ernst wäre, wenn es sich endlich mal wieder auch so anfühlen würde. Nur nicht mit Leila, das weiß sie schon, aber trotzdem. Wenn wenigstens der Sommer was wäre. Mia ist noch gar nicht im Freibad gewesen, dabei hat sie im Sommerschlussverkauf einen pinken Bikini gekauft, der ihr nicht steht, den sie aber trotzdem unbedingt wollte. Einen Bikini hat sie schon lange nicht mehr getragen. Es hatte doch nichts schöneres gegeben, als in Shorts und T-Shirt fast – aber auch nur beinahe – für einen Jungen gehalten zu werden und jetzt will sie Kleider, am liebsten selbst genähte. Und dann will sie noch etwas, außer dem Caipirinha, der hier immer so gut schmeckt, sie will Kuchen. Pinken Kuchen. So eine Riesentorte, den nur Leute backen können, deren Einstellung sie nicht mag. Solche Leute wie ihre Mutter, die nicht mit Menschen klarkommen kann, die anders sind als sie selbst, die Feminismus für überflüssig hält und Lebenswandel iher Tochter für irgendwie pervers, die aber einfach mal den verdammt besten Kuchen der Welt backen kann. Irgendwo hat Mia das Rezept. Sie würde sofort anfangen zu backen, wenn sie Eier da hätte statt Tiefkühlpizza, oder sie welche kaufen könnte, wenn es nicht die Nacht auf Samstag zu Sonntag wäre, wenn der Herd, der grundlos kaputt gegangen ist, wieder ganz wäre und nicht bloß die Mikrowelle funktionieren würde. Irgendetwas in Mias Kopf schaltet um, von selbstbewusst und lustig auf – ja wohin eigentlich? Jedenfalls ist der Abend verdorben. Da ist wieder diese eklige weinerliche Stimmung, die vielleicht von zu viel Alkohol kommt, oder doch eher von zu wenig Kuchen. Mia will die Zigarette austreten und nach Hause gehen, ohne sich vorher drinnen noch einmal zu verabschieden. Da kommt Leila aus der Tür, fragt ob Mia auch gerade gehen will. Sie haben doch immer noch denselben Nachhauseweg. Da wäre es doch viel netter, zusammen zu gehen. Außerdem hat sie Kuchen dabei, von einer Geburtstagsfeier vorhin, ob Mia ein Stück will? Mia will nicht. Es ist Schokokuchen und der ist einfach nicht pink.
Fandom: Original
Genre: bisschen Femslash
Inhalt: Frau ist angetrunken und hat zusammenhangslose Gefühle. Und sie will Kuchen. Pinken Kuchen.
Wörter: 620
Die kleine Prinzessin Mia mag kein Rosa, nur Pink, wenn es so richtig schön knallt. Alles muss pink sein. Das Kinderzimmer. Die Schleifchen in den niemals gekämmten Goldlocken. Der Geburtstagskuchen. Vor allen Dingen der. Fett mit Sahne, Zucker, Creme, Schicht auf Schicht. Sie schiebt sich den Kuchen mit den Fingern in den Mund, bis nichts mehr rein passt. Kauen ist da schwer, wenn sie nicht will, dass ihr alles sofort wieder aus dem Mund fällt. Das Kind ist glücklich. Vollgepumpt mit Zucker und glücklich.
Zwei Mojito, ein Long Island Ice Tea, jetzt eine Zigarette. Es ist kalt draußen vor der Bar, deswegen ist niemand mitgekommen. Es regnet, aber nicht mehr so stark wie noch vor einigen Stunden. Miserabel für so eine Sommernacht. Da sollte es doch Sterne geben! Genau, Sterne wärn jetzt was, oder Feuerwerk, oder doch am besten gleich die Sonne. Vielleicht noch einen Caipirinha. Und endlich ein lohnendes Gespräch. Irgendwelche Freunde, die wirklich Freunde sind und nicht bloß so Bekannte. Am Besten wärs, wenn Leila mit der Lache, die doch einen Tick zu laut ist und den tausend selbstgenähten Cocktailkleidern, die nicht aussehen, als wenn sie selbst genäht wärn, sondern eher, als kämen aus irgendeiner Designer-Boutique, da wäre. Also da ist sie ja schon, aber in der hintersten Ecke der Bar, bei ihrem anderen Freundeskreis, den Mia zufälligerweise auch ein bisschen kennt, und flirtet rum. Aber es ist nicht wie vor zwei Wochen, als Leila Mia in einem leeren U-Bahnabteil geküsst hatte, erst so halb auf den Mundwinkel und halb auf den Mund und dann so richtig. Und Mia wusste, dass es nicht ernst war, und es hatte sich auch überhaupt gar nicht ernst angefühlt, aber es wär doch so schön, wenn es endlich mal wieder ernst wäre, wenn es sich endlich mal wieder auch so anfühlen würde. Nur nicht mit Leila, das weiß sie schon, aber trotzdem. Wenn wenigstens der Sommer was wäre. Mia ist noch gar nicht im Freibad gewesen, dabei hat sie im Sommerschlussverkauf einen pinken Bikini gekauft, der ihr nicht steht, den sie aber trotzdem unbedingt wollte. Einen Bikini hat sie schon lange nicht mehr getragen. Es hatte doch nichts schöneres gegeben, als in Shorts und T-Shirt fast – aber auch nur beinahe – für einen Jungen gehalten zu werden und jetzt will sie Kleider, am liebsten selbst genähte. Und dann will sie noch etwas, außer dem Caipirinha, der hier immer so gut schmeckt, sie will Kuchen. Pinken Kuchen. So eine Riesentorte, den nur Leute backen können, deren Einstellung sie nicht mag. Solche Leute wie ihre Mutter, die nicht mit Menschen klarkommen kann, die anders sind als sie selbst, die Feminismus für überflüssig hält und Lebenswandel iher Tochter für irgendwie pervers, die aber einfach mal den verdammt besten Kuchen der Welt backen kann. Irgendwo hat Mia das Rezept. Sie würde sofort anfangen zu backen, wenn sie Eier da hätte statt Tiefkühlpizza, oder sie welche kaufen könnte, wenn es nicht die Nacht auf Samstag zu Sonntag wäre, wenn der Herd, der grundlos kaputt gegangen ist, wieder ganz wäre und nicht bloß die Mikrowelle funktionieren würde. Irgendetwas in Mias Kopf schaltet um, von selbstbewusst und lustig auf – ja wohin eigentlich? Jedenfalls ist der Abend verdorben. Da ist wieder diese eklige weinerliche Stimmung, die vielleicht von zu viel Alkohol kommt, oder doch eher von zu wenig Kuchen. Mia will die Zigarette austreten und nach Hause gehen, ohne sich vorher drinnen noch einmal zu verabschieden. Da kommt Leila aus der Tür, fragt ob Mia auch gerade gehen will. Sie haben doch immer noch denselben Nachhauseweg. Da wäre es doch viel netter, zusammen zu gehen. Außerdem hat sie Kuchen dabei, von einer Geburtstagsfeier vorhin, ob Mia ein Stück will? Mia will nicht. Es ist Schokokuchen und der ist einfach nicht pink.
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Date: 2011-07-31 10:55 am (UTC)Das ist ne coole Stimmung, schön geschrieben und wunderbar... wahr. Die Beschreibung des Kuchens, der Freibad-"Junge"/Prinzessin-Kontrast, die Beschreibung der Mutter... Es sind so wirklich viele Ideen in so wenig Platz und es funktioniert wirklich, wirklich gut. Und ein toller letzter Satz.^^ (...Und jetzt will ich rausfinden, ob ich nicht Schokokuchen mit pinker Glasur backen kann. ...Wenn nicht Sonntag wäre und wenn ich wüsste wo ich überhaupt pinke GLasur herkriegen kann...)
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Date: 2011-08-14 06:46 pm (UTC)(dann will ich aber welchen abhaben XD)
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Date: 2011-08-05 07:24 pm (UTC)Und die Stimmung ist auch herrlich. Ich kann mir die düstere Bude richtig gut vorstellen, mit bunten Lichtern und zu lauter Musik um jemanden anzusprechen, so dass man versauert.
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Date: 2011-08-14 06:47 pm (UTC)