luinaldawen: (Default)
[personal profile] luinaldawen posting in [community profile] 120_minuten
Team: Hendrix
Challenge: Spread the love and kiss the girl! für Rei
Fandom: Digimon
Charaktere: Yamato, Taichi
Wörter: ~1350
Widmung: [livejournal.com profile] rei17 als nachträgliche Geburtstags-ff. Ich hoffe, es gefällt. ♥


Das Räuspern war schon zu demonstrativ, um überhört zu werden. Jedenfalls hatte Yamato das gedacht. Der Typ auf dem Fahrersitz sah das anscheinend anders, denn er sah ihn nicht einmal an, sondern konzentrierte sich auf die Straße.
Wenigstens würde Taichi dann keinen Unfall bauen, so lange hatte er diesen verdammten Führerschein ja noch nicht, und Yamato würde gerne in einem Stück nach Hause kommen, besten Dank. Auch wenn ein kleiner Unfall vielleicht doch nicht schaden würde, wenn er bedachte, dass für übermorgen ein Physiktest angedroht worden war.
Wenn sie es bis dahin denn zurückschafften.
Das würde wohl das Hauptproblem werden.
Yamato räuperte sich wieder und jetzt sah Taichi ihn endlich an. Kurz nur, aber es genügte um Yamato zu zeigen, dass er nun wenigstens einen Teil von Tais Aufmerksamkeit hatte. „Brauchst du ein Hustenbonbon?“
„Hättest du eins?“
„Äh... nein.“
„Dachte ich mir.“ Und selbst wenn er wirklich eins gebraucht hätte, sie befanden sich hier in der tiefsten Einöde, Geschäfte waren eindeutig Fehlanzeige. „Willst du nicht langsam aufgeben?“, fragte er spöttisch. Selbst Taichi müsste doch...
„Nein! Ich habe mich nicht verfahren.“
Okay, dann nicht. Sturer Kerl. Seit zwei Stunden beharrte er darauf, dass er genau wusste, wo sie waren. Yamato hatte es ihm keine Sekunde lang geglaubt, vor allem weil er genau wusste, dass sie vor zweieinhalb Stunden vollkommen falsch abgebogen waren. Was er da selbstverständlich für sich behalten hatte, sonst wäre die Wette vollkommen sinnlos gewesen.
„Wenn du meinst... wir hätten trotzdem vor mindestens einer halben Stunde da sein müssen.“
Das Konzert konnte er jedenfalls vergessen, sollten sie es wirklich noch finden, wäre es ganz sicher schon vorbei. Das Geld für die Karte würde Taichi ihm auf jeden Fall zurückzahlen, zusätzlich zum Wetteinsatz.
„Ich weiß schon was ich tue!“
„Klar.“ Yamato gab sich nicht einmal mehr die Mühe so zu klingen, als würde er das noch ernst nehmen. Der konnte sowas von froh sein, dass er zur Not ohne dieses Konzert leben konnte. Aber sonst hätte er Taichi auch nicht erlaubt zu fahren, sondern hätte darauf bestanden, den Zug zu nehmen.
„Natürlich! Überleg dir schon mal, was du mir kochst.“
Und damit seine Zeit verschwenden? Ganz sicher nicht. Sie hätten festlegen sollen, wann die Wette für Taichi verloren war. Sonst würde er am Ende doch noch durch pures Glück sein Ziel finden. Irgendwann... am nächsten Tag. Wenn sie nicht irgendwo in Kyoto rauskamen. Oder Sendai. Oder sonstwo weit weg von Tokyo.
„Tai, du hast keine Ahnung, wo wir gerade sind! Lass uns das Navi anschalten.“
„Nein!“
„Hör mal, ich hab keinen Bock, irgendwo im Nirgendwo im Auto zu schlafen!“
„Wieso nicht? Das klingt aufregend.“ Der Blick, den Taichi ihm nun zuwarf, konnte auf so viele verschiedene Arten verstanden werden, dass Yamato nur schnaubte. „Ich hab schon mal im Auto übernachtet, nein danke. Auch wenn Hiroki und ich nicht wirklich viel geschlafen haben... UAH!“ Der Wagen schlenkerte und er wurde in den Sicherheitsgurt geworfen, als Taichi abrupt bremste. Hinter ihnen hupte jemand wütend und überholte. Aus einem BMW der wohl nach mehr aussah als eigentlich drinsteckte wurde ihnen der Mittelfinger gezeigt, was Taichi aber ganz offensichtlich nicht einmal bemerkte. „Du hattest schon...“
„Fahr weiter, Idiot! Wir stehen mitten auf der Straße!“
„Du bist ein schrecklicher Beifahrer.“
„Weil du ein schrecklicher Fahrer bist. Und jetzt fahr schon!“
„Antworte!“
„Entschuldige mal, das geht dich überhaupt nichts an!“
„Ich bin dein bester Freund!“
„Na und? Willst du jetzt Details zu meinem Ex, oder was?“ Gings noch? Er stellte doch auch keine dummen Fragen! Das wäre ja noch schöner.
Wenigstens schwieg Taichi jetzt und fuhr endlich weiter. Trotzdem ahnte Yamato, dass das Thema noch lange nicht durch war.
Erstmal aber sagte Taichi gar nichts mehr, sondern schien noch zielloser herumzufahren. Langsam wurde das wirklich lästig und... unangenehm. Die Atmosphäre hatte etwas kühles bekommen. Nein, das war nicht das richtige Wort. Vielmehr schien die Luft im Wagen zu knistern. Dies war einer der Momente, in denen Yamato sich wirklich wünschte, besser darin zu sein, andere Menschen einzuschätzen. Taichi einzuschätzen.
Normalerweise war er zwar recht gut darin, aber mit diesem schon fast grimmigen Schweigen war er gänzlich überfordert. Es passte einfach nicht. Warum hatte er nur diesen dummen Spruch abgelassen? Er hätte es wirklich besser wissen sollen. Über Hiroki zu sprechen, oder ihn auch nur anzudeuten war eher selten eine gute Idee, vor allem Taichi gegenüber. Warum auch immer...
„Tai...“, begann er, brach aber wieder ab. Was sollte er schon sagen? Sich rechtfertigen? Weil er schon die eine oder andere Beziehung gehabt hatte? Das wäre doch totaler Unsinn. Taichi lebte auch nicht gerade enthaltsam und tat auch nichts um das zu verstecken.
Und jetzt meinte er, schmollen zu müssen? Yamato fand das langsam einfach nur kindisch. Würde er nicht im selben Auto festsitzen... und ohne Taichi gerade vollkommen aufgeschmissen sein, hätte er wohl Konsequenzen gezogen, die ebenso kindisch waren. Aussteigen und laufen wäre jetzt jedenfalls wirklich dämlich. Selbst mit dem Navi.
Da Tai keine Anstalten machte, ihn in irgendeiner Art und Weise zu beachten, beschloss Yamato, dass er sich auch in verbocktes Schweigen hüllen konnte. Er hatte nicht mit diesem... Kinderkram angefangen. Nicht direkt jedenfalls.
Jedenfalls nicht genug, um hier den Versöhner zu spielen, so viel stand schon mal fest. Also sah er stur nach draußen, wo es außer Wald und Wiesen nicht viel zu sehen gab. Wo zur Hölle waren sie hier gelandet? Man sollte meinen, sie könnten gar nicht so weit von der Zivilisation entfernt sein, aber Taichi konnte offenbar alles. Yamato war gegen seinen Willen irgendwie beeindruckt. Vor allem, weil Taichi wie es aussah immer noch so tun wollte, als hätte er ales vollkommen im Griff.
Aber er würde ganz sicher nichts sagen. Sollte der Dickkopf doch selbst... „Hast du auch nur den blassesten Schimmer, wo wir gerade sind?“

Das war der Plan gewesen.
Eigentlich hatte Yamato nicht mit einer Antwort gerechnet, sondern sich schon auf dasselbe verbohrte Schweigen wie bisher eingestellt, aber Taichi überraschte ihn. „Nein...“, gab er etwas kläglich zu.
Na also.
„Gibst du auf?“ Es würde auch so noch lange genug dauern, bis sie zu Hause waren.
„Darauf hast du schon den ganzen Abend gewartet, oder?“ Der Unterton in Taichis Stimme war nur schwer einzuordnen, aber Yamato fühlte sich merkwürdig erleichtert. Er redete wieder mit ihm und das nicht in diesem knallhart abweisenden Ton, den er gerne anderen gegenüber einschlug, wenn sie irgendetwas getan hatten, um ihn zu verärgern (hin und wieder bestand das einfach nur darin, dass sie sich Yamato gegenüber im Ton vergriffen hatten).
„Klar.“ Er grinste und versuchte nicht mal den Triumph aus seiner stimme zu verbannen. Er gewann einfach gerne gegen Taichi, vor allem wenn der Wetteinsatz für ihn offen war. „Ich brauch schließlich meinen privaten Chauffeur.“
„Für einen Abend, vergiss das nicht.“
„Reicht auch. Und du schuldest mir das Geld, das ich für das Konzertticket bezahlt habe.“
„Ey! Davon war nie die Rede!“
„Es war auch nie die Rede davon, dass ich es wegen dir verpasse.“
„Ich bin auch nur ein armer Schüler!“
„Und ich nicht?“
„Das ist grausam.“
„Hör mal, wenn du an mein Mitleid appelieren willst muss ich dich wirklich enttäuschen. Sowas hab ich nicht.“ Und schon gar nicht mit jemanden, der vollkommen selbst Schuld war.
„Herzlos.“
„Absolut.“
Tai warf ihm eines Blick aus Leidensmiene zu, grinste dann aber. „Okay, okay. Du hast gewonnen.“ Er lenkte das Auto an den Straßenrand, wo er anhielt und sich streckte, dass die Knochen knackten. „Und jetzt rück das Navi raus.“
„Das wurde auch mal Zeit“, grummelte Yamato. Zwei Minuten später hatte er das Navi aus seinem Rucksack geholt und stellte das Ziel ein. „Drei Stunden... 14 Minuten. Grandios, wirklich. Ich glaub, ich verlange lieber etwas anderes von dir, wenn wir immer solche Umwege machen.“
„Zum Beispiel?“ Taichis Stimme klang sehr viel näher als die ganze Fahrt über.
Yamato sah auf und spürte mit einem Mal fremde Lippen auf seinen eigenen. Nur kurz. Schüchtern.
In dem schlechter werdenden Licht konnte er Taichis Gesicht kaum mehr erkennen, aber er glaubte trotzdem zu wissen, was er dachte. Das war seine Art auf die Erwähnung des Exfreundes zu reagieren.
Yamato fand, dass es durchaus sein Recht war, auf dieselbe Art zu antworten.

Fortsetzung folgt, wenn von Rei gewünscht. ^.~

Date: 2011-07-30 06:28 am (UTC)
From: [identity profile] exiles-diary.livejournal.com
*O*
Moment... *Rei-Codsplay anzieh* JAAA! Fortsetzung!!!

Das ist ja mal echt fies, wo du da aufgehört hast. Wobei, irgendwie passt es auch. Ach... diese Geschichten von Taichi und Yamato sind einfach die besten. Wenn sie gerade anfangen, ihre unsterbliche Liebe füreinander zu entdecken XD

Gut gemacht!

Date: 2011-07-31 07:19 pm (UTC)
From: [identity profile] ina-chan0808.livejournal.com
XD also ich bin froh, dass es so gelaufen ist...
herrlich tais ego beim sterben zuzusehen ^^"

was wäre wenn wir eine rei-cosplay gruppe machen..?

Date: 2011-08-02 11:01 pm (UTC)
From: [identity profile] ina-chan0808.livejournal.com
XD ich hab nächsten montag geburtstag? da wünsch ich mir einfach eine GROSSE rei cosplay gruppe :D

Date: 2011-08-08 06:45 pm (UTC)
From: [identity profile] rei17.livejournal.com
Hey, hier wird nicht ge-cosplayt! XD

Date: 2011-08-08 06:44 pm (UTC)
From: [identity profile] rei17.livejournal.com
JAAAAAAAAAAA!
Fortsetzung!!!!!
♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥
Erstens wissen sie doch immer noch nicht, wo sie sind! Zweitens hat Taichi ihn grade GEKÜSST! Und drittens war dieser spezielle Ex-Freund offenbar total scheiße und jetzt hoffe ich beinah, dass er gemein zu Yamato war. *hust* *durchschaubar ist*
So viel UST. So viele Issues.
Hach, sie sind solche Kerle. Natürlich kann Taichi nicht einfach nach dem Weg fragen. Das tun echte Männer ja nicht. ;-)
Und außerdem fand er es sicher eh viel besser stundenlang mit Yamato durch die Gegend zu gondeln als so ein olles Konzert.
Und jealous!Taichi! *_*
Alles wunderbar - wo ist mehr? ^____^

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