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Titel: Sturmfrei
Challenge: Karte 3, „Hat jemand den Kopf gesehen?“ (fürs Team)
Fandom: Digimon

Team: Joplin
Wörter: ~700
Anmerkungen: Nicht gegen gelesen :) Und irgendwie bin ich heute noch nicht wirklich wach, deshalb ist der Inhalt auch nur etwas für zwischendurch.

 

 

 

 

Taichi hatte immer gedacht, dass so etwas nur in Filmen passieren würde.

Nachts in einem Supermarkt eingesperrt zu sein... In Gedanken schüttelte er vehement den Kopf

Yamato hatte hier eine Autogrammstunde gegeben. Schließlich hatten sie alle zusammen in einem der Büros einen Kaffee getrunken und als sie wieder zurück in die Halle kamen war diese leer gewesen und alle Angestellten verschwunden.

Nach der ersten Panik hatte sich der Übermut eingestellt. Es war lange her, dass sie etwas Zeit zusammen verbracht hatten. Und nun saßen Sora, Hikari, Takeru, Koushiro, Yamato und er in der TV-Abteilung und sahen sich auf einem der Riesenbildschirme einen Film an, während sie Popcorn aßen und kalte Nachos knabberten.

„Der Film ist langweilig.“, erklärte Takeru und begann mit Popcorn auf Yamato zu werfen.

Yamato versuchte es für ein paar Minuten zu ignorieren, bevor er seinen Bruder böse anstarrte. „Lass es Kollege, sonst bekommen wir noch Ärger miteinander.“

Takeru zuckte grinsend mit den Schultern „Du bist doch schon viel zu alt um mir noch Ärger zu machen.“

„Na warte...“, begann Yamato, doch noch bevor er sich richtig aufgerichtet hatte war Takeru bereits aufgesprungen und zwischen den Gängen verschwunden. Es dauerte einige Sekunden bis Yamato ihm hinterher rannte.

„Kinder.“, murmelte Taichi, aber wie die anderen auch konnte er nicht anders, als zu grinsen. Sora stand auf um sich die Krümmel von der Kleidung zu schütteln.

„Absolut.“, stimmte sie Taichi zu. „Immer provozieren und dabei wissen sie noch nicht einmal wie man es richtig macht.“

Und bevor er reagieren konnte hatte sie das restliche Popcorn schon in den Ausschnitt von Koushiros Shirt geschüttet.

„Na warte!“

Hikari und ihr Bruder beobachteten einen Moment wie die beiden sich jagten und ebenfalls zwischen den Gängen verschwanden bevor sie sich fragend anblickten.

„Den Spass lassen wir uns doch nicht entgehen, oder?“, fragte Hikari, zog ihren Bruder hoch und schon rannten sie den anderen hinterher.

Die Jagd zog sich durch den gesamten Supermarkt. Immer wieder wechselte wer gerade wen jagte und im allgemeinen Tumult und dem vielen Gelächter verloren alle schnell den Überblick.

Schließlich fand der Wirbel ein schnelles Ende als Taichi und Yamato – auf der Flucht vor ihren jüngeren Geschwistern – in eine Reihe von Schaufensterpuppen hineinliefen.

„Ups.“, war Takerus einziger Kommentar als er die beiden mitten in den Einzelteilen stehen sah. Die Anderen brauchten nicht lange um sich ebenfalls am Schauplatz einzufinden.

„Na dann ist jetzt wohl fröhliche Bastelstunde angesagt.“, erklärte Sora und griff nach dem Arm einer Puppe neben sich auf den Boden.

Hikari lachte. „Ein Puzzle aus der Spielzeugabteilung reicht euch wohl nicht aus, Jungs. Immer alles ein bisschen übertreiben, nicht wahr.“

Taichi schenkte ihr einen bösen Blick, auch wenn er im Inneren grinsen musste. Ihm war klar, dass sie alle etwas überdreht und kindisch waren, aber es war lange her, dass sie einmal so entspannt sein konnten. Irgendetwas war einfach immer.

Müdigkeit, Prüfungen, eine Beförderung, ein neues Projekt... sie alle waren irgendwann erwachsen geworden und hatten es gar nicht gemerkt. Das war nichts schlimmes und Taichi war froh dass ihre Freundschaft so lange gehalten hatte und er sich noch immer auf alle verlassen konnte. Aber in manchen Momenten – vor allem wenn er mal wieder das Gefühl hatte, dass ihm alles über den Kopf wuchs – vermisste er die gute alte Zeit. Er schüttelte den Kopf. Wenn er sich vorher noch nicht alt gefühlt hatte, tat er es nun spätestens nach diesem Gedanken.

„Ich hab meine Puppe fast fertig.“, erklärte Koushiro. „Aber hat vielleicht jemand den Kopf gesehen?“

Takeru fand den Kopf schließlich unter einem Regal. Sein Versuch ihn Koushiro zuzuwerfen scheiterte jedoch – ob es an seiner Wurf- oder an Koushiros Fangtechnik lag sollte später noch eine lange Diskussion klären – und traf die gerade fertig gewordene Puppe, die nun wieder in Einzelteilen auf dem Boden lag.

„Takeru...“ begann Koushiro und schon flog der Arm einer Puppe in Takerus Richtung.

Taichi beobachtete das Debakel grinsend und legte einen Arm um seine Schwester, als diese sich an seine Seite lehnte. „Manchmal tut es gut wieder Kind zu sein, nicht wahr?“, fragte sie und Taichi nickte.

 

Fin

 

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