6. Karte 1 - TBC / Fortsetzung folgt
Jul. 11th, 2011 05:34 pmTeam: Hendrix
Autor: Jenchan
Titel: (hat keinen)
Challenge: Karte 1 - TBC / Fortsetzung folgt (für mich)
Fandom: Original (Lissy-versum)
Charaktere: Chris
Wörter: 925
Warnings: unbetaed, nicht Korrektur gelesen
Disclaimer: Alles meins.
Continuation: Teil 1 | Teil 2
Kommentar: Ähm... ja. Ich finds seltsam, aber irgendwie mag ich es auch. Und ich möchte immer noch nicht, dass Chris sich wirklich in Lissy verliebt >.< aber ich befürchte, dafür ist es schon zu spät.
Langsam stieg sie die abgetretenen Steinstufen hinunter. Sie waren uneben und der steinige Staub knirschte unter ihren Schuhsohlen. Es war feucht und roch nach modriger Erde. Der Schein der Taschenlampe warf unheimliche Schatten, während sie immer tiefer ins Subterrain drang. Sie hörte das ungleichmäßige Plätschern von Tropfen und ein unangenehm beklemmendes Gefühl beschlich sie.
Was sie wohl dort unten erwarten wird? Würde sie finden, wofür sie gekommen war? Oder würde sie einmal mehr in einer Sackgasse landen?
Ihr Herz hämmerte unter ihrer Brust und raubte ihr noch zusätzlich den Atem. Immer wieder schluckte sie, versuchte aber weiterhin leise wie ein Mäuschen zu sein. Jedes noch so kleine Geräusch ließ sie immer wieder stockend den Atem anhalten und wäre es nicht für ihren Auftrag, sie hätte sich geweigert, an einen Platz zu kommen, der von Ungeziefer beheimetet und so unwirtlich wirkte.
Ein Schaudern durchfuhr ihren Körper, der bei dem Gedanken an die Käfer, Spinnen und anderen Krabbeltieren zu jucken begann. Sich ihrer selbst unglaublich bewusst, kratzte sie sich leicht im Nacken und versuchte dieses Gefühl, beobachtet zu werden, wieder abzuschütteln.
Sie war am Fuß der Treppe angekommen und ließ die Taschenlampe über den Fußboden, die Wände und den Gang entlang wandern. Dann suchte sie hastig einen Fetzen Papier heraus. Er war abgegriffen und vergilbt und eindeutig sehr alt.
Aber sie faltete ihn vorsichtig auf und ließ den Schein ihrer Taschenlampe über den alten Text und die dazugehörige Skizze wandern. Kalter Schweiß stand ihr auf der Stirn, obgleich es hier unten fröstelnd kühl war.
Sie war nervös und angespannt. Aber sie war auch zu ehrgeizig, um jetzt umzudrehen. Sie war schon so weit gekommen, als musste sie das nun durchziehen.
Sie faltete das antike Schriftstück zusammen und steckte es wieder in ihren Umhängebeutel. Dann ging sie den Gang entlang. Am dunklen Ende, das der Schein ihrer Taschenlampe nicht erreichte, würde ihr Ziel sein. Dort würde sie finden, wofür sie gekommen war und wofür sich all die Strapazen lohnen würden.
Hoffentlich.
Mit einem erschöpften Aufatmen lehne ich mich zurück und lasse meine Augen noch einmal über die Zeilen wandern, die ich geschrieben habe. Wie ich auf die Idee gekommen, bin ein Seminar für Kreatives Schreiben zu belegen, weiß ich nicht, aber langsam wächst meine Bewunderung für all die Schriftsteller auf der Welt. Das ist echt harte Arbeit.
Und dabei habe ich vielleicht gerade einmal eine Seite geschafft. Trotzdem fühle ich mich, als wäre ich einen Marathon gelaufen und durstig leere ich die kleine Wasserflasche, die ich mir neben meinem PC vorbereitet habe.
Ich frage mich, ob ich mit dieser Hausarbeit jemals fertig werde und ob das, was ich hier fabriziere, wirklich spannend und lesbar ist. Ob es den Geschmack der Kursteilnehmer und des Dozenten treffen wird?
Das Klingeln meines Handys reißt mich entgültig aus der fiktiven Welt, die ich zu kreiieren versuche und mit einem kurzen Blick, registriere ich, dass es Lissy ist.
Das war entweder ein positives oder ganz und gar negatives Zeichen, dass sie mich aus heiterem Himmel anruft. Mit gemischten Gefühlen, nehme ich den Anruf also entgegen und grüße sie mit einem saloppen "Hi, Liss."
Dann bricht eine Flut von Worten über mich herein und an der aufgeregten Stimme meiner besten Freundin merke ich sofort, dass etwas aus dem Ruder gelaufen war, von dem Lissy gedacht hatte, dass sie es unter Kontrolle hätte.
Aber der tiefere Inhalt entzieht sich meiner Aufmerksamkeit.
"Ho... ho.... immer ruhig mit den Pferden", versuche ich sie zu bremsen und unterbreche sie einen Moment. Als sie schweigt - ich habe scheinbar ihren roten Faden gerade zu zerfetzt - fahre ich fort: "Du weißt, Lissy, ich bin ein Mann und mein Gehirn ist nur begrenzt aufnahmefähig. Also klipp und klar, warum du anrufst. Dann kommst du schneller an dein Ziel."
"Äh... komm her?", fragt sie dann und ich lache leise.
"Okay, so kurz muss es dann doch nicht sein. Was ist passiert?"
Daraufhin erzählt mir Lissy, nun weniger aufgeregt aber immer noch deutlich aufgelöst von ihrem Dilemma. Der coole Typ, der nicht so cool ist, wie sie glaubt - Philip heißt er - hätte eigentlich mit ihr auf eine Studentenparty gehen soll. Sie hatte fest mit ihm gerechnet und sie konnte unmöglich alleine dort auftauchen. Die Party hatte ein Thema und sie hatte sogar schon das Kostüm für Philip vorbereitet.
Also muss ich wieder einmal meine liebe beste Freundin retten. "Du schuldest mir was, Lissy." Dass ich es ihr von Anfang an gesagt habe, dass dieser Typ nichts taugt, verkneife ich mir lieber. Ich habe immer noch ein schlechtes Gewissen, dass ich sie zum Weinen gebracht habe.
"Ich erlasse dir das Abendessen?", fragt sie und bringt mich dazu, mit einer verzweifelten Note zu lachen. Eigentlich habe ich echt genug anderes zu tun, als auf eine Studenten-Themenparty zu gehen. Ich weiß, dass ich dann die nächsten zwei Tage wahrscheinlich Scheintot sein werde, aber Lissy ist meine beste Freundin und ich kann sie einfach nicht hängen lassen.
"Ich bin ihn einer halben Stunde bei dir. Dann werde ich entscheiden, ob sich das damit aufwiegen lässt." Ich ahne nämlich, dass es ein äußerst anstrengender und langweiliger Abend werden würde.
Aber wenigstens gab es auf jeder Studentenparty genügend Alkohol. Nachdem sich Lissy noch tausend Mal bei mir bedankt hat, trenne ich die Verbindung schaue auf meinen Text.
Vor meinem geistigen Auge, sehe ich die Protagonistin, die äußerlich eine viel zu große Ähnlichkeit mit Lissy hatte, den Gang entlangwandern. Aber ihr Ziel musste noch warten und mit einem wehmütigen Lächeln denke ich: "Fortsetzung folgt."
Dann schalte ich den PC aus und verlasse mein Zimmer im Studentenwohnheim.
Autor: Jenchan
Titel: (hat keinen)
Challenge: Karte 1 - TBC / Fortsetzung folgt (für mich)
Fandom: Original (Lissy-versum)
Charaktere: Chris
Wörter: 925
Warnings: unbetaed, nicht Korrektur gelesen
Disclaimer: Alles meins.
Continuation: Teil 1 | Teil 2
Kommentar: Ähm... ja. Ich finds seltsam, aber irgendwie mag ich es auch. Und ich möchte immer noch nicht, dass Chris sich wirklich in Lissy verliebt >.< aber ich befürchte, dafür ist es schon zu spät.
Langsam stieg sie die abgetretenen Steinstufen hinunter. Sie waren uneben und der steinige Staub knirschte unter ihren Schuhsohlen. Es war feucht und roch nach modriger Erde. Der Schein der Taschenlampe warf unheimliche Schatten, während sie immer tiefer ins Subterrain drang. Sie hörte das ungleichmäßige Plätschern von Tropfen und ein unangenehm beklemmendes Gefühl beschlich sie.
Was sie wohl dort unten erwarten wird? Würde sie finden, wofür sie gekommen war? Oder würde sie einmal mehr in einer Sackgasse landen?
Ihr Herz hämmerte unter ihrer Brust und raubte ihr noch zusätzlich den Atem. Immer wieder schluckte sie, versuchte aber weiterhin leise wie ein Mäuschen zu sein. Jedes noch so kleine Geräusch ließ sie immer wieder stockend den Atem anhalten und wäre es nicht für ihren Auftrag, sie hätte sich geweigert, an einen Platz zu kommen, der von Ungeziefer beheimetet und so unwirtlich wirkte.
Ein Schaudern durchfuhr ihren Körper, der bei dem Gedanken an die Käfer, Spinnen und anderen Krabbeltieren zu jucken begann. Sich ihrer selbst unglaublich bewusst, kratzte sie sich leicht im Nacken und versuchte dieses Gefühl, beobachtet zu werden, wieder abzuschütteln.
Sie war am Fuß der Treppe angekommen und ließ die Taschenlampe über den Fußboden, die Wände und den Gang entlang wandern. Dann suchte sie hastig einen Fetzen Papier heraus. Er war abgegriffen und vergilbt und eindeutig sehr alt.
Aber sie faltete ihn vorsichtig auf und ließ den Schein ihrer Taschenlampe über den alten Text und die dazugehörige Skizze wandern. Kalter Schweiß stand ihr auf der Stirn, obgleich es hier unten fröstelnd kühl war.
Sie war nervös und angespannt. Aber sie war auch zu ehrgeizig, um jetzt umzudrehen. Sie war schon so weit gekommen, als musste sie das nun durchziehen.
Sie faltete das antike Schriftstück zusammen und steckte es wieder in ihren Umhängebeutel. Dann ging sie den Gang entlang. Am dunklen Ende, das der Schein ihrer Taschenlampe nicht erreichte, würde ihr Ziel sein. Dort würde sie finden, wofür sie gekommen war und wofür sich all die Strapazen lohnen würden.
Hoffentlich.
Mit einem erschöpften Aufatmen lehne ich mich zurück und lasse meine Augen noch einmal über die Zeilen wandern, die ich geschrieben habe. Wie ich auf die Idee gekommen, bin ein Seminar für Kreatives Schreiben zu belegen, weiß ich nicht, aber langsam wächst meine Bewunderung für all die Schriftsteller auf der Welt. Das ist echt harte Arbeit.
Und dabei habe ich vielleicht gerade einmal eine Seite geschafft. Trotzdem fühle ich mich, als wäre ich einen Marathon gelaufen und durstig leere ich die kleine Wasserflasche, die ich mir neben meinem PC vorbereitet habe.
Ich frage mich, ob ich mit dieser Hausarbeit jemals fertig werde und ob das, was ich hier fabriziere, wirklich spannend und lesbar ist. Ob es den Geschmack der Kursteilnehmer und des Dozenten treffen wird?
Das Klingeln meines Handys reißt mich entgültig aus der fiktiven Welt, die ich zu kreiieren versuche und mit einem kurzen Blick, registriere ich, dass es Lissy ist.
Das war entweder ein positives oder ganz und gar negatives Zeichen, dass sie mich aus heiterem Himmel anruft. Mit gemischten Gefühlen, nehme ich den Anruf also entgegen und grüße sie mit einem saloppen "Hi, Liss."
Dann bricht eine Flut von Worten über mich herein und an der aufgeregten Stimme meiner besten Freundin merke ich sofort, dass etwas aus dem Ruder gelaufen war, von dem Lissy gedacht hatte, dass sie es unter Kontrolle hätte.
Aber der tiefere Inhalt entzieht sich meiner Aufmerksamkeit.
"Ho... ho.... immer ruhig mit den Pferden", versuche ich sie zu bremsen und unterbreche sie einen Moment. Als sie schweigt - ich habe scheinbar ihren roten Faden gerade zu zerfetzt - fahre ich fort: "Du weißt, Lissy, ich bin ein Mann und mein Gehirn ist nur begrenzt aufnahmefähig. Also klipp und klar, warum du anrufst. Dann kommst du schneller an dein Ziel."
"Äh... komm her?", fragt sie dann und ich lache leise.
"Okay, so kurz muss es dann doch nicht sein. Was ist passiert?"
Daraufhin erzählt mir Lissy, nun weniger aufgeregt aber immer noch deutlich aufgelöst von ihrem Dilemma. Der coole Typ, der nicht so cool ist, wie sie glaubt - Philip heißt er - hätte eigentlich mit ihr auf eine Studentenparty gehen soll. Sie hatte fest mit ihm gerechnet und sie konnte unmöglich alleine dort auftauchen. Die Party hatte ein Thema und sie hatte sogar schon das Kostüm für Philip vorbereitet.
Also muss ich wieder einmal meine liebe beste Freundin retten. "Du schuldest mir was, Lissy." Dass ich es ihr von Anfang an gesagt habe, dass dieser Typ nichts taugt, verkneife ich mir lieber. Ich habe immer noch ein schlechtes Gewissen, dass ich sie zum Weinen gebracht habe.
"Ich erlasse dir das Abendessen?", fragt sie und bringt mich dazu, mit einer verzweifelten Note zu lachen. Eigentlich habe ich echt genug anderes zu tun, als auf eine Studenten-Themenparty zu gehen. Ich weiß, dass ich dann die nächsten zwei Tage wahrscheinlich Scheintot sein werde, aber Lissy ist meine beste Freundin und ich kann sie einfach nicht hängen lassen.
"Ich bin ihn einer halben Stunde bei dir. Dann werde ich entscheiden, ob sich das damit aufwiegen lässt." Ich ahne nämlich, dass es ein äußerst anstrengender und langweiliger Abend werden würde.
Aber wenigstens gab es auf jeder Studentenparty genügend Alkohol. Nachdem sich Lissy noch tausend Mal bei mir bedankt hat, trenne ich die Verbindung schaue auf meinen Text.
Vor meinem geistigen Auge, sehe ich die Protagonistin, die äußerlich eine viel zu große Ähnlichkeit mit Lissy hatte, den Gang entlangwandern. Aber ihr Ziel musste noch warten und mit einem wehmütigen Lächeln denke ich: "Fortsetzung folgt."
Dann schalte ich den PC aus und verlasse mein Zimmer im Studentenwohnheim.