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Jul. 9th, 2011 11:08 pmTitel: Manchmal kommt es anders...
Challenge: Karte 3, gekommen um zu bleiben (fürs Team)
Fandom: Harry Potter
Team: Joplin
Wörter: ~1400
Anmerkungen: Spontan Idee und nur ein kleiner Teil davon. Vielleicht kommt noch mehr.. Nicht gegen gelesen :)
„Wie alt wird Ted nächsten Monat?“
Es war eigentlich eine harmlose Frage, die Narcissa Malfoy ihm beim wöchentlichen Abendessen stellte. Hätte Harry gewusst, wie viel sich in seinem Leben durch diese Frage ändern würde, hätte er sich seine Antwort vielleicht noch einmal überlegt.
„Sechs Jahre.“, antwortete er stattdessen mit einem Lächeln und dachte an die große Geburtstagsfeier, die er bereits seit Wochen geplant hatte.
Narcissa warf Draco einen bedeutungsvollen Blick zu: „Dann wird es Zeit Sohn.“
Es war kurz nach dem Krieg gewesen, dass Narcissa eines Abends vor seiner Tür gestanden hatte. „Ich hasse es unangekündigt hier aufzutauchen.“, hatte sie ihm erklärt. „Aber sie sehen wohl leider nicht die Notwendigkeit darin meine Briefe zu beantworten.“
Harry hatte die Briefe nicht mit Absicht ignoriert. Nur waren nach seinem Sieg so viele Danksagungen eingetroffen, dass es einfach nicht machbar gewesen war alle Briefe zu öffnen und zu beantworten. Narcissa hatte dieses Argument jedoch mit einer einfachenen Handbewegung vom Tisch gewischt.
„Laut meiner Information sind sie nun der Pate meines Neffen. Ich habe keine Absicht darin noch mehr Teile meiner Familie zu verlieren. Ich denke also wir sollten eine Lösung finden wie auch ich an Teds Leben teilnehmen kann.“
Bevor Harry wusste wie ihm geschah, hatte er bereits einem wöchentlichen Abendessen zugestimmt. Narcissa war danach an ihm vorbei und in den Küche geschwebt. Was genau dort passiert war wusste er nicht, denn nach kurzer Zeit des Geschreis war er mit Teddy aus dem Haus geflohen. Das Ergebnis des damaligen Tages jedoch war, dass Narcissa und Andromeda sich nach Jahren des Schweigens versöhnt hatten.
Als Andromeda zwei Jahre später an Altersschwäche starb, war es Narcissa, die eine der größten Hilfen in Harrys Leben darstellte. Sie half ihm mit Teddy und regelte für ihn das Erbe und auch Draco, der vorher nur gelegentlich an den Abendessen teilgenommen hatte wurde ein regelmäßger Gast im Grimmauld Place. Auch wenn beide eine sehr eigene Art und Weise hatte und Harry nicht immer alle ihre Handlungen verstand, so waren sie doch ein nicht zu ersetzender Teil seines Lebens geworden.
Harry hatte sich sein Leben so nicht unbedingt vorgestellt, aber schnell gemerkt, dass er glücklich war so wie es war. Molly Weasley erklärte ihm immer wieder, dass er jemanden brauchte, der sein Leben mit ihm teilte, aber das war ein Thema welches Harry schon vor einer Weile zu den Akten gelegt hatte.
Seine Beziehung mit Ginny hatte sich nach dem Krieg schnell erledigt. Ginny war jung und wollte die Welt erleben. Mit einem Kind Zuhause zu leben, ein festes und geordnetes Leben zu führen war nichts was sie für ihr Glück benötigte.
Harry und Ginny hatten dies akzeptiert und waren ihrer getrennten Wege gegangen. Erst später wurde ihm klar, dass der fehlende Schmerz bei der Trennung ihm hätte zeigen sollen, dass sie von Anfang an nicht füreinander bestimmt gewesen waren.
Jedenfalls hatte er danach schnell festgestellt, dass zwei Tatsachen potentielle Beziehungen immer zerstören würden:. Sein Name, mit all den Vor- und Nachteilen, die er brachte und Teddy. Gegen die erste Tatsache konnte Harry nichts tun und bei der zweiten weigerte er sich etwas zu unternehmen.
Wenn er auf einen Partner verzichten musste um für Teddy vollkommen da sein zu können, dann würde er sich jede Sekunde wieder so entscheiden.
An diesem Tag hatten Draco und Narcissa den Nachmittag mit Teddy verbracht und waren zum Abendessen, das Harry nach der Hausarbeit gekocht hatte, zum Grimmauld Place zurückgekehrt um dort gemeinsam zu essen. Teddy lag inzwischen im Bett, aber sie drei hatten sich schließlich ins Wohnzimmer zurückgezogen um dort noch einen Schluck zu trinken.
Es war in diesem Moment als Narcissa nach Teddys Alter fragt.
Draco schaute seine Mutter vorwurfsvoll an. „Ich denke nicht, dass es der geeignete Moment ist um darüber zu reden.“, erklärte er, aber seine Mutter schüttelte den Kopf. „Passender wird es wohl nicht werden.“, erklärte sie „Und die Zeit fängt an uns davon zu laufen.“
„Ich verstehe nicht, wovon ihr redet.“, warf Harry ein und beide schienen sich erst in diesem Moment wieder zu erinnern, dass sie nicht alleine waren.
„Versteh mich bitte nicht falsch Harry.“, fing Narcissa an „Du bist ein wundervoller Vater und wir möchten dich in keinster Weise in Frage stellen. Aber Ted stammt von einer Familie von Zauberern ab. Und es gibt Traditionen und Wissen und er sollte davon erfahren. Wenn Draco kein Kind bekommen sollte wird er als dein Patensohn sowohl Erbe der Black, Potter, wie auch der Malfoy Familie. Dafür sollte er Dinge beigebracht bekommen, die du ihm nicht beibringen kannst.“
Narcissa sah ihn erwartungsvoll an und Harry zwang sich tief durchzuatmen. Er hatte damit gerechnet, dass ein Thema dieser Art irgendwann auf den Tisch kommen würde. Es es war auch nicht so, dass Harry ein Problem damit hatte, dass die Malfoys diese Aufgabe übernahmen, aber die Art und Weise wie Narcissa gerade sprach machte ihm ein ungutes Gefühl.
„Das kann ich verstehen.“, sagte er schließlich, als ihm klar wurde, dass Narcissa auf eine Antwort wartete. „Und ich sehe nicht das Problem darin, dass ihm jemand dies beibringt. Vielleicht könnt ihr einfach etwas früher kommen zum Abendessen und wir können es so verbinden?“
Harry stellte fest, dass Draco seinem Blick auswich. Narcissa räusperte sich. „Ich denke nicht, dass das ausreichend ist. Ich hatte eher gedacht, dass Ted eine Weile bei uns wohnen können.“
Teddy war bereits gelegentlich ein oder zwei Nächte in der Manor geblieben. Harry hatte damit nie ein Problem gehabt, schließlich war es nicht so, als ob er sich Gedanken um Lucius machen musste. Dieser war in der Manor bereits seit langem nicht mehr willkommen.
„Für ein oder zwei Wochen.“, sagte Harry und wurde das ungute Gefühl einfach nicht los. „Das sollte doch problemlos organisiert werden können.“
„Ich hatte eher an ein Jahr gedacht.“
Harry schaute Narcissa geschockt an.“Nein.“, sagte er, ohne lange darüber nachzudenken. „Das kommt auf keinen Fall in Frage.“
„Harry ich weiß, dass es schwer ist, aber bitte verstehe doch. Es ist nicht so, dass wir dir Teddy wegnehmen wollen. Ein Jahr ist schneller vorbei als man denkt und du kannst ihn doch weiterhin sehen. Für ein Jahr wären unsere Rollen vertauscht.“
„Ich wiederhole es noch einmal.“, sagte Harry und stellte sein Glas mit mehr Kraft auf dem Tisch ab als er beabsichtigt hatte. „Das kommt nicht in Frage. Teddy ist mein Sohn. Das hier ist sein Zuhause. Ich werde nicht zulassen, dass er hier rausgerissen wird. Wenn ihr ihm etwas beibringen wollt ist das in Ordnung, aber dann werdet ihr das hier tun müssen.“
„Die Idee finde ich gut.“
Narcissa und Harry schauten beide erstaunt zu Draco, der nun zum ersten Mal seit das Thema begonnen hatte Harry Blick erwiderte. „Ich hab dir bereits gesagt Mutter, auch wenn ich die Gründe verstehe, halte ich es für falsch Teddy aus seiner Welt zu reißen.“
„Um mein Wissen zu erlangen, habe ich damals in verschiedenen Familien für gewisse Zeiträume gastiert, Draco. Es hat mir nicht geschadet.“
Draco schüttelte den Kopf. „Es ist eine neue Welt Mutter. Teddy sollte in seinem Zuhause bleiben. Wir können ihm auch hier alles beibringen.“
Nun war es Narcissa, die den Kopf schüttelte „Aber es wird nicht das gleiche sind.“
„Man wird keinen Unterschied merken Mutter. Nicht wenn ich hier für diesen Zeitraum einziehe. Solange Harry dem zustimmt.“
Harry brauchte einen Moment um die indirekte Frage zu verstehen und zu begreifen, dass von ihm eine Antwort erwartet wurde.
Grimmauld Place war groß. Ein weiterer Bewohner würde kaum auffallen. Und das Verhältnis zwischen ihm und Draco hatte sich deutlich gebessert. Harry wusste, dass dies ein großer Kompromiss für alle sein würde. Aber er wollte Teddy auf keinem Fall Zugang zu seiner Familie verwehren.
Und so tat er das, was seine Spezialität war. Er sprang mit dem Kopf vorweg in eine Situation rein, die alles in seinem Leben ändern würde.
„In Ordnung. Draco zieht hier ein.“
Fortsetzung folgt...
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Date: 2011-07-10 06:30 pm (UTC)schönes szenario :D liebevoller papa harry der seinen kleinen nicht hergeben will... sehr süß! dracos verständnis für teddys situation gefällt mir auch sehr gut- mitdenken hilft!
freu mich schon sehr auf die fortsetzung!!!
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Date: 2011-07-17 08:21 pm (UTC)no subject
Date: 2011-08-13 08:44 pm (UTC)Bitte schreib bald mehr!