Here comes Team Dean :D
Jul. 3rd, 2011 10:07 pmTeam: Dean
Karte Nr. 2/ Was wäre wenn (Alternative Realitäten)/ (für mich)
Fandom: Digimon AU
Personen: Jou, der junge, emporstrebende Arzt; Mimi, die Psychologin; Yamato, der Sänger
Genre: Romance, fluff
Warnung: Kitsch
Wörter: 987
Am Tag, an welchem er Tachikawa das erste Mal sah, hatte ihn sein Chef, Oberarzt Endo, zum Ordnungsbeauftragten der Station ernannt. Rückblickend konnte Jou nicht direkt sagen, warum, denn es hatte einen solchen Posten im gesamten Krankenhaus bislang nicht gegeben. Aber Jou war zum „Arzt des Monats“ gewählt worden- und zwar schon das fünfte Mal in Folge- und Endo war letztendlich wahrscheinlich nur zu geizig und/oder faul, irgendeinen richtigen Preis zu vergeben.
„Ihre Mähne könnten Sie im Übrigen auch mal wieder schneiden“, hatte der gesagt, ehe er mit wehendem Kittel aus dem Büro gegangen war.
„Einige Patienten fragen mich schon, ob Sie eine Frau sind.“
Tachikawa, ihres Zeichens die neu eingestellte Psychologin hatte die Aufgabe, schwer kranken Patienten beizustehen. Einige hatten Krebstherapien vor sich, andere würden sterben, wieder andere waren einfach nur Hypochonder. Eigentlich interessiert es einen Arzt an sich nicht, wie es dem Seelenheil eines Patienten ging, doch der Geschäftsführer hatte darauf bestanden. Nach amerikanischem Vorbild. Und so flatterte die junge Frau mit den Glitzersternchenspangen in den Haaren durch die Gänge, strahlte jeden und alles an und hörte dabei fast jedem auch zu.
Jou fühlte sich verantwortlich für die Glitzersterne. Ernsthafte Psychologen trugen so etwas nicht. Und er war der Ordnungsbeauftragte. Er ging mit gutem Beispiel voran (der Friseurtermin war schon gemacht).
„Ich weiß nicht, ich habe in den Vertragsbedingen nichts davon gelesen“, lächelte Tachikawa ihn an, als er sie freundlich darauf hinwies.
„Die Welt ist schon grau und trist genug, da werde ich sie für jeden doch wohl mit ein bisschen Haarschmuck aufheitern dürfen.“
Er versuchte es immer wieder.
Es war nicht so, dass er nichts bei ihr erreichte. Sie fing irgendwann an, ihn zu duzen (was ihn entrüstete. Aber dann hörte er von der Oberschwester, dass Tachikawa- die jetzt von ihm Mimi genannt werden wollte- in Amerika studiert hatte), wünschte ihm strahlend einen Guten Morgen und klaute ihm mit Killerblicken in der Kantine das letzte Stück Kuchen.
Die Sternchen aber blieben.
„Warum sollte ich das tun?“, fragte Endo verständnislos, als Jou sich ein paar Tage später zu ihm geschleppt hatte.
„Weil sie auf mich nicht hört“, gab Jou kleinlaut zu.
„Und weil Sie viel mehr Autorität besitzen.“
„Dann hätte ich niemanden zum Ordnungsbeauftragten ernennen müssen.“
Er hatte keine Chance. Eine kleine Psychologin tanzte ihm auf der Nase herum.
Eine Woche später sah er sie im Yoyogi-Park tanzen. Auf einer improvisierten Bühne hatte sich eine Band zusammengebaut, die schlechten Garagen-Rock spielte und deren Leadsänger viel zu alt für solche Geschichten war. Aber als Jou Tachikawa tanzen sah, ihre schmalen Hüften kreisen und zucken sah, begann er ebenfalls im Takt mit den Zehenspitzen zu wippen.
Und ertappte sich bei dem Wunsch, mit ihr zu tanzen.
Natürlich sah sie ihn, ließ ihn nicht etwa nach einer knappen Höflichkeitsbegrüßung stehen, sondern zog ihn nach vorne und stellte ihm den viel zu alten Leadsänger vor.
„Yamato“, brummte der Kerl und nickte.
„Nenn mich Matt.“
Tachikawa strahlte ihren Freund an. Innerlich seufzte Jou. Mit so einem wilden, künstlerischen Blondschopf konnte er nicht mithalten.
Aber die Begegnung hatte etwas in ihm in Gang gesetzt, das sich wie ein Perpetuum mobile weiter und weiterdrehte und nicht mal nachts, wenn er eigentlich schlafen wollte, stillstand. Er bekam morgens nichts außer einem Kaffee hinunter, starrte auf dem Weg zur Arbeit teilnahmslos aus dem Fenster des Zuges und hielt sein geöffnetes Buch ungelesen auf dem Schoß. Er musste unendlich viel Energie darauf verwenden, dass er nicht zu pfuschen begann und die bleierne Konzentrationslosigkeit trieb in schier zur Verzweiflung.
Und Tachikawa war Schuld.
Er explodierte ein paar Tage später mitten in der Caféteria, etwa eine halbe Stunde vor Feierabend. Seine Augenringe besaßen ihrerseits bereits auch Augenringe, seine Haare (noch immer ungeschnitten) waren zerzaust, sein Puls bedrohlich hoch. In dieser Situation wagte die Psychologin es, diejenige vor ihm am Kaffeeautomaten zu sein, bei der dieser kaputtging. Er rumpelte, röchelte, dann kam gar nichts mehr. Und Jou, der ohne Koffeinzufuhr meinte, sterben zu müssen und mit den aufgedröselten Nerven nicht einmal daran dachte, ohnehin gleich heimgehen zu können, konnte entgültig nicht mehr an sich halten.
„Warum tauchen Sie überall da auf, wo ich Sie nicht gebrauchen kann!“, fuhr er sie an und zwei Schwestern, die am Nebentisch saßen, drehten erschrocken, dann sensationslustig, die Köpfe herum.
„Sie haben diese furchtbaren Plastikdinger immer noch in den Haaren! Wir sind hier in einem Krankenhaus, nicht im Traumzauberland! Wenn die morgen nicht draußen sind, werde ich...werde ich“ Er schnappte nach Luft, während ihre Augen ganz groß geworden waren.
„Ich bin der Ordnungsbeauftragte hier und Sie müssen tun, was ich Ihnen sage!“
Einen Bruchteil einer Sekunde lag das Zimmer in Schweigen. Dann lachte eine der Schwestern durch die Nase.
Tachikawa stellte ihren leeren Pappbecher neben dem nunmehr defekten Automaten ab.
„Jou“, sagte sie ruhig.
„Es gibt keinen Ordnungsbeauftragten. Endo hat dir das nur erzählt, damit er dir etwas vorgaukeln kann, weil du zum zigsten Male Mitarbeiter des Monats geworden bist. Allen anderen hat er erzählt, dass sie sich nicht darum kümmern brauchen, was du ihnen sagst.“
Jou blinzelte. Das hatte ihm sämtlichen Wind aus den Segeln genommen.
„Aber sei beruhigt“, lächelte sie.
„Selbst wenn Dr. Endo es mir höchstpersönlich befohlen hätte, hätte ich mich nicht drum gekümmert.“
Sie kam näher, so nahe, dass er ihr Parfum riechen konnte und zurückzuckte als sie sanft an seinen Kopf fasste und seine Haare glättete, mit einem Lächeln so süß wie Sonnenschein.
„Und du solltest deine Haare auch nicht abschneiden wenn du nicht willst.“
Etwas in seiner Brust schlug Purzelbäume.
Er öffnete seinen Mund um irgendwas zu sagen, doch ihm fiel kein einziges Wort ein, das dem Chaos, in dem er innerlich gerade steckte, Ausdruck verlieh.
„Ich spendier dir einen Kaffee“, sagte sie schließlich und sah dann beiläufig auf ihre Armbanduhr.
„In zwanzig Minuten und vierunddreißig Sekunden hast du Feierabend. Dann gehen wir irgendwohin, wo es nett ist. Okay?“
Damit ließ sie ihn stehen. Mit klopfendem Herzen und schweißnassen Handflächen, Knien aus Schokolade und einem leeren Kopf.
Karte Nr. 2/ Was wäre wenn (Alternative Realitäten)/ (für mich)
Fandom: Digimon AU
Personen: Jou, der junge, emporstrebende Arzt; Mimi, die Psychologin; Yamato, der Sänger
Genre: Romance, fluff
Warnung: Kitsch
Wörter: 987
Am Tag, an welchem er Tachikawa das erste Mal sah, hatte ihn sein Chef, Oberarzt Endo, zum Ordnungsbeauftragten der Station ernannt. Rückblickend konnte Jou nicht direkt sagen, warum, denn es hatte einen solchen Posten im gesamten Krankenhaus bislang nicht gegeben. Aber Jou war zum „Arzt des Monats“ gewählt worden- und zwar schon das fünfte Mal in Folge- und Endo war letztendlich wahrscheinlich nur zu geizig und/oder faul, irgendeinen richtigen Preis zu vergeben.
„Ihre Mähne könnten Sie im Übrigen auch mal wieder schneiden“, hatte der gesagt, ehe er mit wehendem Kittel aus dem Büro gegangen war.
„Einige Patienten fragen mich schon, ob Sie eine Frau sind.“
Tachikawa, ihres Zeichens die neu eingestellte Psychologin hatte die Aufgabe, schwer kranken Patienten beizustehen. Einige hatten Krebstherapien vor sich, andere würden sterben, wieder andere waren einfach nur Hypochonder. Eigentlich interessiert es einen Arzt an sich nicht, wie es dem Seelenheil eines Patienten ging, doch der Geschäftsführer hatte darauf bestanden. Nach amerikanischem Vorbild. Und so flatterte die junge Frau mit den Glitzersternchenspangen in den Haaren durch die Gänge, strahlte jeden und alles an und hörte dabei fast jedem auch zu.
Jou fühlte sich verantwortlich für die Glitzersterne. Ernsthafte Psychologen trugen so etwas nicht. Und er war der Ordnungsbeauftragte. Er ging mit gutem Beispiel voran (der Friseurtermin war schon gemacht).
„Ich weiß nicht, ich habe in den Vertragsbedingen nichts davon gelesen“, lächelte Tachikawa ihn an, als er sie freundlich darauf hinwies.
„Die Welt ist schon grau und trist genug, da werde ich sie für jeden doch wohl mit ein bisschen Haarschmuck aufheitern dürfen.“
Er versuchte es immer wieder.
Es war nicht so, dass er nichts bei ihr erreichte. Sie fing irgendwann an, ihn zu duzen (was ihn entrüstete. Aber dann hörte er von der Oberschwester, dass Tachikawa- die jetzt von ihm Mimi genannt werden wollte- in Amerika studiert hatte), wünschte ihm strahlend einen Guten Morgen und klaute ihm mit Killerblicken in der Kantine das letzte Stück Kuchen.
Die Sternchen aber blieben.
„Warum sollte ich das tun?“, fragte Endo verständnislos, als Jou sich ein paar Tage später zu ihm geschleppt hatte.
„Weil sie auf mich nicht hört“, gab Jou kleinlaut zu.
„Und weil Sie viel mehr Autorität besitzen.“
„Dann hätte ich niemanden zum Ordnungsbeauftragten ernennen müssen.“
Er hatte keine Chance. Eine kleine Psychologin tanzte ihm auf der Nase herum.
Eine Woche später sah er sie im Yoyogi-Park tanzen. Auf einer improvisierten Bühne hatte sich eine Band zusammengebaut, die schlechten Garagen-Rock spielte und deren Leadsänger viel zu alt für solche Geschichten war. Aber als Jou Tachikawa tanzen sah, ihre schmalen Hüften kreisen und zucken sah, begann er ebenfalls im Takt mit den Zehenspitzen zu wippen.
Und ertappte sich bei dem Wunsch, mit ihr zu tanzen.
Natürlich sah sie ihn, ließ ihn nicht etwa nach einer knappen Höflichkeitsbegrüßung stehen, sondern zog ihn nach vorne und stellte ihm den viel zu alten Leadsänger vor.
„Yamato“, brummte der Kerl und nickte.
„Nenn mich Matt.“
Tachikawa strahlte ihren Freund an. Innerlich seufzte Jou. Mit so einem wilden, künstlerischen Blondschopf konnte er nicht mithalten.
Aber die Begegnung hatte etwas in ihm in Gang gesetzt, das sich wie ein Perpetuum mobile weiter und weiterdrehte und nicht mal nachts, wenn er eigentlich schlafen wollte, stillstand. Er bekam morgens nichts außer einem Kaffee hinunter, starrte auf dem Weg zur Arbeit teilnahmslos aus dem Fenster des Zuges und hielt sein geöffnetes Buch ungelesen auf dem Schoß. Er musste unendlich viel Energie darauf verwenden, dass er nicht zu pfuschen begann und die bleierne Konzentrationslosigkeit trieb in schier zur Verzweiflung.
Und Tachikawa war Schuld.
Er explodierte ein paar Tage später mitten in der Caféteria, etwa eine halbe Stunde vor Feierabend. Seine Augenringe besaßen ihrerseits bereits auch Augenringe, seine Haare (noch immer ungeschnitten) waren zerzaust, sein Puls bedrohlich hoch. In dieser Situation wagte die Psychologin es, diejenige vor ihm am Kaffeeautomaten zu sein, bei der dieser kaputtging. Er rumpelte, röchelte, dann kam gar nichts mehr. Und Jou, der ohne Koffeinzufuhr meinte, sterben zu müssen und mit den aufgedröselten Nerven nicht einmal daran dachte, ohnehin gleich heimgehen zu können, konnte entgültig nicht mehr an sich halten.
„Warum tauchen Sie überall da auf, wo ich Sie nicht gebrauchen kann!“, fuhr er sie an und zwei Schwestern, die am Nebentisch saßen, drehten erschrocken, dann sensationslustig, die Köpfe herum.
„Sie haben diese furchtbaren Plastikdinger immer noch in den Haaren! Wir sind hier in einem Krankenhaus, nicht im Traumzauberland! Wenn die morgen nicht draußen sind, werde ich...werde ich“ Er schnappte nach Luft, während ihre Augen ganz groß geworden waren.
„Ich bin der Ordnungsbeauftragte hier und Sie müssen tun, was ich Ihnen sage!“
Einen Bruchteil einer Sekunde lag das Zimmer in Schweigen. Dann lachte eine der Schwestern durch die Nase.
Tachikawa stellte ihren leeren Pappbecher neben dem nunmehr defekten Automaten ab.
„Jou“, sagte sie ruhig.
„Es gibt keinen Ordnungsbeauftragten. Endo hat dir das nur erzählt, damit er dir etwas vorgaukeln kann, weil du zum zigsten Male Mitarbeiter des Monats geworden bist. Allen anderen hat er erzählt, dass sie sich nicht darum kümmern brauchen, was du ihnen sagst.“
Jou blinzelte. Das hatte ihm sämtlichen Wind aus den Segeln genommen.
„Aber sei beruhigt“, lächelte sie.
„Selbst wenn Dr. Endo es mir höchstpersönlich befohlen hätte, hätte ich mich nicht drum gekümmert.“
Sie kam näher, so nahe, dass er ihr Parfum riechen konnte und zurückzuckte als sie sanft an seinen Kopf fasste und seine Haare glättete, mit einem Lächeln so süß wie Sonnenschein.
„Und du solltest deine Haare auch nicht abschneiden wenn du nicht willst.“
Etwas in seiner Brust schlug Purzelbäume.
Er öffnete seinen Mund um irgendwas zu sagen, doch ihm fiel kein einziges Wort ein, das dem Chaos, in dem er innerlich gerade steckte, Ausdruck verlieh.
„Ich spendier dir einen Kaffee“, sagte sie schließlich und sah dann beiläufig auf ihre Armbanduhr.
„In zwanzig Minuten und vierunddreißig Sekunden hast du Feierabend. Dann gehen wir irgendwohin, wo es nett ist. Okay?“
Damit ließ sie ihn stehen. Mit klopfendem Herzen und schweißnassen Handflächen, Knien aus Schokolade und einem leeren Kopf.
no subject
Date: 2011-07-04 06:37 pm (UTC)Und die Glitzerhaarspangen, oh ich musste lachen :D. Schoener fluessiger zum schmunzeln bringender Schreibstil!
"Die Sternchen aber blieben."
(:
no subject
Date: 2011-07-04 07:08 pm (UTC)hat ein schönes warmes gefühl hinterlassen...besonders als mimi nicht böse war weil er sie angeschrien hat <3
eigentlich hab ichs nur aus neugier gelesen, (okay, und wegen der kitsch warnung) was man aus den beiden zaubern könnte!
sehr, sehr süß- bin unglaublich positiv überrascht!!!