W.T.F?

Jun. 14th, 2011 07:15 pm
luinaldawen: (Default)
[personal profile] luinaldawen posting in [community profile] 120_minuten
Titel: What the Fuck?
Challenge: Jedem Tierchen sein Plesierchen
Fandom: Original (Our Own World)
Charaktere: Natalie, Verena
Wörter: 1428
Anmerkungen: Ich ändere irgendwie in jedem neuen Teil irgendein Detail... bis Nano dürfte der Canon hoffentlich endgültig stehen. @_@ Wer die Änderung findet, kriegt nen Keks. XD
Es schadet nicht, das hier gelesen zu haben, um den Sinn hier zu verstehen. ^^
Inspiration: Immer noch die Diskussion mit [livejournal.com profile] nyx_chan die den letzten Teil verschuldet hat *hust*. Aber ich denke, ein weiterer Teil wird nicht kommen, ich bin zu schlecht darin, mir RTL-mäßigen Schund auszudenken. >D

Eigentlich wollte Natalie lernen. Aber ihr Leben bestand aus so vielen eigentlichs, das sie es sich angewöhnt hatte, von näheren Planungen abzusehen. Das machte alles viel entspannter. Außer wenn sie mit Entsetzen feststellte, dass das nächste Referat oder noch schlimmer, eine Prüfung (ob mündliche Prüfung, Klausur oder Hausarbeit war da ziemlich einerlei) kurz bevorstand. Dann nahm sie sich jedes Mal aufs Neue vor, ihre Einstellung zu ändern. Dieser Vorsatz wiederholte sich mit so schöner Regelmäßigkeit, dass ihre Mitbewohner das schon gar nicht mehr ernst nahmen.
Recht hatten sie.
Manchmal wünschte sie sich schon, dass sie Markus' und Sabines Disziplin hatte... Aber das war jetzt erstmal alles egal, ihre mündliche Chinesischprüfung vor ein paar Tagen und die Klausur im klassischen Chinesisch vor... einer halben Stunde waren super gelaufen und die Hausarbeit hatte noch drei Wochen Zeit. Trotzdem konnte sie ja immerhin schon ein paar Quellen auf ihre Brauchbarkeit überprüfen.
Das war der Plan, bis sie im Eingangsbereich des Institutsgebäudes beinahe in Verena hineinlief, deren Institut ebenfalls hier untergebracht war. Das war der Vorteil bei den Orchideenfächern, man brauchte weniger Platz und lief öfter Leuten aus Nachbardisziplinen über den Weg. Auch wenn Ägyptologie und Sinologie jetzt vielleicht doch nicht so viel verband. Sie überlegte schon, wie das bei Kultur- und Sozialanthropologie aussah, als Verena sie gut gelaunt ansprach: „Hey! Wo willst du denn hin, die Sonne scheint und wir haben Ferien!“
„Du vielleicht. Ich muss Zeug für eine Hausarbeit lesen.“ Diesmal würde sie es rechtzeitig schaffen! Ohne Stress!
„Ach Quatsch. Wann musst du abgeben? Zum Semesterende?“
„Nicht ganz. Eine Woche eher.“
„Also noch genug Zeit. Komm, ich lad dich auf einen Kaffee ein, du scheinst es gebrauchen zu können und ich hab was zu feiern.“
„Und was?“
„Feeeeerien!“, trällerte Verena und korrigierte sich gleich darauf: „Naja, fast. Klausur ist überstanden und meine Hausarbeit liegt bei Markus, damit er sie gegenliest. Morgen krieg ich sie wieder, sammel seine Kommentare raus und dann weg damit!“ Sie machte eine untermalende, weit ausholende Armbewegung, mit der sie einer unschuldigen Studentin beinahe den Stapel Wörterbücher aus den Armen fegte. „Ups, sorry! Komm, gehen wir raus. Ich brauch einen Kaffee. Dringend. Und wie gesagt: du auch. Hast du überhaupt geschlafen?“
„Ja... vier Stunden. Klausur heute.“ Natalie hatte gewisse Zweifel, ob jemand wie Verena wirklich Kaffee trinken sollte...
„Wie ists gelaufen?“ Eine leise Vorsicht hatte sich in Verenas Stimme geschlichen. Also hatte sie doch so etwas wie Sensibilität.
„Dank Markus super. Sonst hätte ich total versagt. Ich schulde ihm echt was.“
„Stimmt. Und noch mehr hast du dir jetzt nen Kaffee verdient, die Hausarbeit läuft dir nicht weg.“ Das war ein Argument und da sie eigentlich auch wirklich keine Lust auf die Hausarbeit hatte (drei Wochen waren noch eine Menge Zeit, da konnte sie auch morgen noch anfangen!), folgte sie ihr nach draußen und sie steuerten direkt das nächste Café an, das praktischerweise gar nicht so weit weg vom Institut war. Das bedeutete normalerweise zwar, dass es fast immer brechend voll war, aber in den Semesterferien galten andere Regeln. Da hier außerdem Selbstbedienung üblich war, saßen sie recht bald mit ihren Getränken (Latte Macchiato und Cappuchino) an einem Tisch am Fenster und Verena platzte heraus als hätte sie nur auf diese Möglichkeit gewartet: „Markus ist ein Banause!“
„Ach. Wirklich? Ich hab ihn bisher eher für einen Sadisten gehalten.“ Okay, eigentlich hatte er nur einen mehr als nur fragwürdigen Sinn für Humor, aber den hatte Verena auch. Sie kannte Markus' Zwillingsschwester jetzt schon eine ganze Weile (das blieb einfach nicht aus, wenn man mit ihm in einer WG lebte) aber an Verenas sprunghafte Art hatte sie sich immer noch nicht gewöhnt. „Was hat er...“, wollte sie schon fragen, aber Verena fiel ihr schon ins Wort: „Findet du es dämlich, wenn eine Pilotin mit einem Geheimagenten eine Terrororganisation davon abhält, den Flugverkehr auf der ganzen Erde lahmzulegen und sich dabei in ihn verliebt?“
Natalies erster Gedanke bestand aus drei Buchstaben: W.T.F??? Vielleicht hatte Markus doch so etwas ähnliches wie einen guten Geschmack.
„Er sagt, es hätte RTL-Niveau!“, wetterte Verena direkt weiter.
„Ganz falsch liegt er damit aber nicht...“ Das kam schon beinahe an die Nachmittagssendungen dort heran.
„Nö. Leugne ich ja auch nicht!“
„Äh?“ Man sagte Natalie ja gerne nach, sie wäre chaotisch und man könnte ihr manchmal einfach nicht folgen aber Verena toppte sie bei weitem. Vor allem weil diese im Gegensatz zu ihrem Gegenüber ihren Gedankengängen vermutlich wenigstens noch selbst folgen konnte. Natalie selbst verlor oft genug einfach den Faden, weil ihre Gedanken so schnell abschweiften. Aber Vielleicht ging es hier ja um so ein Zwillingsding dessen Logik sie mit einem mehrere Jahre jüngerem Bruder nicht ganz nachvollziehen konnte. Um nicht zu sagen: überhaupt nicht. Aber sie würde Jan auch nicht zeigen, was sie schrieb. Was nur Rollenspielabenteuer waren, das genügte vollkommen. „Aber wenn er das sagt ist das scheiße?“, hakte sie verwirrt nach, um sicherzugehen, dass sie die Zusammenhänge bisher richtig mitbekommen hatte.
„Klar. Er ist mein großer Bruder!“
„Ääh...“ War er? Machte das bei Zwillingen überhaupt einen Unterschied? Ihr Wortschatz jedenfalls schrumpfte gerade wirklich gewaltig.
„Ach, das verstehst du nicht.“
„Nee. Tu ich auch nicht.“ Konnte ihr bitte jemand erklären, was hier los war?
„Ich hab mich an einem Szenario versucht, das Markus vorgeschlagen hat.“
Das brachte Natalie nicht wirklich weiter. „Und?“ Was war eigentlich das verdammte Problem? Diese Frage stellte sie nach einem Schluck von ihrem Latte und Verena sah sie an, als wäre sie irgendwie begriffsstutzig. „Das ist doch klar! Ich will ihm beweisen, dass man da was gutes draus machen kann!“
„Viel Erfolg... wenn du ihn dazu bringst es zu lesen, bist du gut.“
„Er ist mein Bruder.“ Ja, das hatte sie schon erwähnt.
„Na und? Jan tut auch nicht alles was ich will.“
„Dann machst du es eindeutig falsch.“
Das fand sie nicht, aber eigentlich stand das auch nicht zur Debatte. „Was für ein Szenario meinst du?“
„Warte, ich zeigs dir.“
„Hä?“ Aber Verena hatte schon ihr Netbook aus ihrem Rucksack gezaubert und fuhr es hoch. Natalie fragte sich wie jemand auf so einem winzigen Ding überhaupt länger etwas schreiben konnte, vor allem wenn er so ein Faible für lange Fingernägel hatte wie Verena. Aber es schien gut zu klappen, der Text war jedenfalls schon recht beachtlich. Verena scrollte bis zum Ende wo vom Rest abgesetzt ein noch recht kurzer Abschnitt stand.
„Du bist echt fleißig...“ Sie hatte ja schon Probleme mit den Textlängen der Hausarbeiten und an die Bachelorarbeit wollte sie lieber noch nicht denken. Verena schreckten viele Seiten aber offenbar wirklich nicht ab. Sie kannte da noch so jemanden.
„Klar. Los. Lesen!“
Einen schwachen Moment lang wünschte Natalie sich harten Alkohol anstatt des Latte Macciatos, aber der war gerade leider nicht in Reichweite.
Sharons Hände waren glitschig vor Schweiß und ihre Gedanken rasten schneller als das Flugzeug in dem sie sich gerade befand, was nicht an dem Mann neben ihr lag, der immer wieder auf ihren Busen starrte. Eher fragte sie sich, ob sie in einer Stunde bereit was das zu tun, weswegen sie in diesem Flugzeug saß. Einen Flughafen in die Luft jagen war eine große Sache und ihre Mitstreiter waren teils schon dort und warteten auf den richtigen Zeitpunkt um ihre Überzeugung der ganzen Welt deutlich zu machen. Ihre eigene Überzeugung aber geriet langsam ins Wanken. Es würden Menschen sterben. Viele Menschen. Und darunter der süße Steward, der sich mehrmals nach ihrem Befinden erkundigt hatte. Sie musste wirklich schrecklich aussehen.
„Knallharte Terroristin, was?“, war das erste, was Natalie dazu einfiel. Neben der Frage, ob sowas wirklich auf Markus Mist gewachsen sein konnte.
„Naja... wer will schon was von echte Fanatikern lesen...“
Natalie hätte sich ja sofort gemeldet, aber Verena fuhr schon fort: „Markus meinte eigentlich Terroristin und Pilot aber die waren so schwer zusammenzubringen ohne eine Flugzeugentführung... und das war mir zu abgedroschen.“
„Du jagst lieber Flughäfen hoch. Was sind das eigentlich für Leute?“ Natalie konnte nicht anders als zu lachen, aber Verena schien ihr das nicht übel zu nehmen. „So Ökoterroristen. Sie sehen die Naturkatastrophen der letzten Zeit als Aufschrei der Erde. Oder so. Jedenfalls wollen Sie das sich was ändert.“
„Sollten sich besser greenpeace anschließen. Die Wale würden sich freuen. Aber wenn du da weiterschreibst, gib es mir zu lesen, das interessiert mich.“
„Echt?“ Verena strahlte sie dermaßen an, dass Natalie ihre voreiligen Worte schon bereute. Aber sie nickte. Angst!

Date: 2011-06-15 11:20 am (UTC)
From: [identity profile] exiles-diary.livejournal.com
Diese WG-Leute sind einfach Hammer! XD ich liebe sie.

(Hatte Natalie einen jüngeren Bruder *grad nicht erinnern kann*)
Aber ich hab sowieso vor, alles aus der Reihe nochmal zu lesen XD
Es ist soooooo toll *knuddel*

Und es stört wirklich nicht, wenn du diese Terroristen-Geschichte weiterspinnst XD ich find sie cool (so kitschig XD)

Date: 2011-06-15 11:33 am (UTC)
From: [identity profile] exiles-diary.livejournal.com
und ich will n Keks - du hast an den Zwillingen rumgepfuscht und ihre Reihenfolge geändert ^.~

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