Fandom: Digimon 02
Personen: Takeru, Ken, Daisuke
Challenge: Drei Charaktere - einer schläft, einer ist betrunken und einer ist unglücklich verliebt.
Warnung: fragmentarisch, dark (glaub ich), ooc(?)
Disclaimer: Nicht mir, nur ausgeliehen
„Ey, voll die gute Party hier!“, hämmert irgendein Kerl mit vom Alkohol verzerrten Worten auf Takeru ein, als dieser mit einer Bierflasche durch die Gänge irrt. Der Discokeller ist voll, schwül-heiß, feucht von warmen Körpern und von der Leine gelassenen Gefühlen und die Musik wummert im Staccato durch seine Gehörgänge.
Irgendwo weiter vorne sieht er in einer Sofagruppe Daisuke und Ken in die Polster eingesunken; einer sitzt, der andere liegt. Es benötigt Willenskraft, sich durch die Menschenmasse zu pflügen, betrunkene, liebestolle Mädchen zur Seite zu schieben und im Flackern der Discolichter den Weg nicht zu verlieren.
„Hey“
Er setzt sich neben Ken, der grüßend die Hand hebt und anschließend aus Daisukes Stirn klebrige Haarsträhnen streicht. Daisuke schläft, eingekugelt wie eine Katze, mit fieberndem Gesicht.
-
Im Starbucks auf den ersten Zug zu warten hat in Tokyo nie etwas Gemütliches oder gar Idyllisches. Das ist amerikanischer Schwachsinn, der aus Gegenden der Welt kommt, in dem auf einen Quadratkilometer drei Menschen kommen. Aus dem Radio schallen Songs von koreanischen Popgruppen, die extra für den hiesigen Markt Japanisch gelernt haben und damit noch unorigineller klingen. Der Laden ist gerammelt voll. Daisuke schläft wieder (oder immer noch), den Kopf auf dem Tresen abgelegt, und sabbert dabei langsam auf den falschen Marmor.
Ken nuckelt an einem Frappuccino herum, langsam und genüsslich. Daran erkennt man bei ihm, dass er sturzbetrunken ist. Er muss erstens sitzen, weil er sonst der Länge nach umkippt und zweitens geht alles an und in ihm viel langsamer als sonst. Sprechen, atmen, trinken, existieren- Ken in Zeitlupe.
Takeru betrachtet ihn fasziniert, bleibt mit dem Blick daran hängen, wie Ken ganz langsam Sahne von seinem Kaffee leckt, die feucht und weiß auf seinen Lippen klebenbleibt und Grund genug wäre für eine vier-Uhr-dreißig-Erektion.
Er lässt die beiden sitzen um zur Toilette zu gehen, hält sich selbst in der Hand dabei und wird ein bisschen hart, aber nur, weil er an Daisukes vom Schlafen feuchte Lippen denkt.
-
„Du wünscht dir, ich wäre nicht zuerst da gewesen.“
Ken lächelt und die Morgensonne lässt seine Augen geradezu leuchten.
Er muss sich an Takeru etwas festhalten um nicht gegen irgendetwas zu taumeln, aber sein Verstand und seine Sprache sind so klar wie der Morgen.
„Du würdest mich gern hassen, aber du kannst nicht. Du wartest darauf, dass Daisuke mich nicht mehr will. Oder dass ich ihn nicht mehr will. Weil deine Moralvorstellungen- und auch dein Charakter- es dir verbieten, irgendetwas Intrigantes zu unternehmen.“
Takeru spürt den Arm, an dem Ken sich festhält, heiß werden. Ein lang verloren geglaubter Splitter von Kens Persönlichkeit, die Takeru spontan „das Arschloch“ nennen würde (´Digimonkaiser´ wäre nicht mehr im Sinne des Zeitgeistes), entfaltet sich daran, direkt am hellichten Tag. Man braucht keine schwarzen Zahnräder, keine Teufelssaat, um zu wissen, dass in jedem Menschen so ein Splitter steckt. Es braucht nur Alkohol. Das ist nicht schlimm. Takeru ist nur froh, dass sie Daisuke vor zehn Minuten ins Bett gesteckt und sich zu zweit auf den Weg gemacht haben.
„Das sollte dich doch beruhigen“, sagt er und legt noch einen Arm um Kens Schulter, weil dessen Beine noch immer zu sehr schlingern.
„Ich kann warten. Worauf auch immer.“
„Es tut mir leid“, sagt Ken, der nüchterne Ken, ehe er sich wieder in den Alkoholschlaf versteckt.
„Ich hab gehört, du schreibst jetzt? Das sollte dich doch freuen. Unerwiderte Liebe ist die beste Inspiration für Künstler.“
Ken drückt Takerus Arm sanft.
„Ich könnte schreiben, dass plötzlich ein Tiger aus dem Gebüsch springt und dich zerfleischt“, spinnt Takeru den Faden weiter.
„Du kannst mich nicht für meine Machtlosigkeit bemitleiden, wenn ich meine Gedanken habe.“
„Sicher“, grinst Ken und legt beim Laufen den Kopf auf Takerus Schulter. Wenn er jetzt spricht, kann Takeru den warmen Atem an seinem Ohr kitzeln spüren.
„Aber wie sehr tun mir deine Gedanken denn weh?“
„Du wirst schon sehen.“
Takeru lächelt blinzelnd.
„Das nagt an dir. Du wirst zweifeln und Angst haben, unsicher sein. Das bist du doch jetzt schon.“
„Wir sind Freunde“, murmelt Ken.
„Zum Glück“, fügt Takeru hinzu.
Vor Kens Hausaufgang winden sie sich umständlich auseinander.
„Na dann.“
„Mach´s gut.“
-
Takeru steht noch eine Weile am Wasser und lässt sich den Odaiba-Meereswind ins Gesicht blasen.
Ein bisschen schleift sein Herz noch an diesem Liebeskummer. Manchmal denkt man, man würde sich dran gewöhnen. Meistens achtet man einfach nicht drauf.
Hin und wieder hat man, hat er Momente wie diesen, in denen er übermüdet, frierend und mit blutunterlaufenen Augen am Strand steht, die Arme theatralisch gen Himmel recken und schreien will `Warum denn nur liebst du mich nicht?!´
-
Er begnügt sich damit, langsam nach Hause zu schlurfen und sich Kaugummis in die neuen Sneakers einzutreten.
Personen: Takeru, Ken, Daisuke
Challenge: Drei Charaktere - einer schläft, einer ist betrunken und einer ist unglücklich verliebt.
Warnung: fragmentarisch, dark (glaub ich), ooc(?)
Disclaimer: Nicht mir, nur ausgeliehen
„Ey, voll die gute Party hier!“, hämmert irgendein Kerl mit vom Alkohol verzerrten Worten auf Takeru ein, als dieser mit einer Bierflasche durch die Gänge irrt. Der Discokeller ist voll, schwül-heiß, feucht von warmen Körpern und von der Leine gelassenen Gefühlen und die Musik wummert im Staccato durch seine Gehörgänge.
Irgendwo weiter vorne sieht er in einer Sofagruppe Daisuke und Ken in die Polster eingesunken; einer sitzt, der andere liegt. Es benötigt Willenskraft, sich durch die Menschenmasse zu pflügen, betrunkene, liebestolle Mädchen zur Seite zu schieben und im Flackern der Discolichter den Weg nicht zu verlieren.
„Hey“
Er setzt sich neben Ken, der grüßend die Hand hebt und anschließend aus Daisukes Stirn klebrige Haarsträhnen streicht. Daisuke schläft, eingekugelt wie eine Katze, mit fieberndem Gesicht.
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Im Starbucks auf den ersten Zug zu warten hat in Tokyo nie etwas Gemütliches oder gar Idyllisches. Das ist amerikanischer Schwachsinn, der aus Gegenden der Welt kommt, in dem auf einen Quadratkilometer drei Menschen kommen. Aus dem Radio schallen Songs von koreanischen Popgruppen, die extra für den hiesigen Markt Japanisch gelernt haben und damit noch unorigineller klingen. Der Laden ist gerammelt voll. Daisuke schläft wieder (oder immer noch), den Kopf auf dem Tresen abgelegt, und sabbert dabei langsam auf den falschen Marmor.
Ken nuckelt an einem Frappuccino herum, langsam und genüsslich. Daran erkennt man bei ihm, dass er sturzbetrunken ist. Er muss erstens sitzen, weil er sonst der Länge nach umkippt und zweitens geht alles an und in ihm viel langsamer als sonst. Sprechen, atmen, trinken, existieren- Ken in Zeitlupe.
Takeru betrachtet ihn fasziniert, bleibt mit dem Blick daran hängen, wie Ken ganz langsam Sahne von seinem Kaffee leckt, die feucht und weiß auf seinen Lippen klebenbleibt und Grund genug wäre für eine vier-Uhr-dreißig-Erektion.
Er lässt die beiden sitzen um zur Toilette zu gehen, hält sich selbst in der Hand dabei und wird ein bisschen hart, aber nur, weil er an Daisukes vom Schlafen feuchte Lippen denkt.
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„Du wünscht dir, ich wäre nicht zuerst da gewesen.“
Ken lächelt und die Morgensonne lässt seine Augen geradezu leuchten.
Er muss sich an Takeru etwas festhalten um nicht gegen irgendetwas zu taumeln, aber sein Verstand und seine Sprache sind so klar wie der Morgen.
„Du würdest mich gern hassen, aber du kannst nicht. Du wartest darauf, dass Daisuke mich nicht mehr will. Oder dass ich ihn nicht mehr will. Weil deine Moralvorstellungen- und auch dein Charakter- es dir verbieten, irgendetwas Intrigantes zu unternehmen.“
Takeru spürt den Arm, an dem Ken sich festhält, heiß werden. Ein lang verloren geglaubter Splitter von Kens Persönlichkeit, die Takeru spontan „das Arschloch“ nennen würde (´Digimonkaiser´ wäre nicht mehr im Sinne des Zeitgeistes), entfaltet sich daran, direkt am hellichten Tag. Man braucht keine schwarzen Zahnräder, keine Teufelssaat, um zu wissen, dass in jedem Menschen so ein Splitter steckt. Es braucht nur Alkohol. Das ist nicht schlimm. Takeru ist nur froh, dass sie Daisuke vor zehn Minuten ins Bett gesteckt und sich zu zweit auf den Weg gemacht haben.
„Das sollte dich doch beruhigen“, sagt er und legt noch einen Arm um Kens Schulter, weil dessen Beine noch immer zu sehr schlingern.
„Ich kann warten. Worauf auch immer.“
„Es tut mir leid“, sagt Ken, der nüchterne Ken, ehe er sich wieder in den Alkoholschlaf versteckt.
„Ich hab gehört, du schreibst jetzt? Das sollte dich doch freuen. Unerwiderte Liebe ist die beste Inspiration für Künstler.“
Ken drückt Takerus Arm sanft.
„Ich könnte schreiben, dass plötzlich ein Tiger aus dem Gebüsch springt und dich zerfleischt“, spinnt Takeru den Faden weiter.
„Du kannst mich nicht für meine Machtlosigkeit bemitleiden, wenn ich meine Gedanken habe.“
„Sicher“, grinst Ken und legt beim Laufen den Kopf auf Takerus Schulter. Wenn er jetzt spricht, kann Takeru den warmen Atem an seinem Ohr kitzeln spüren.
„Aber wie sehr tun mir deine Gedanken denn weh?“
„Du wirst schon sehen.“
Takeru lächelt blinzelnd.
„Das nagt an dir. Du wirst zweifeln und Angst haben, unsicher sein. Das bist du doch jetzt schon.“
„Wir sind Freunde“, murmelt Ken.
„Zum Glück“, fügt Takeru hinzu.
Vor Kens Hausaufgang winden sie sich umständlich auseinander.
„Na dann.“
„Mach´s gut.“
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Takeru steht noch eine Weile am Wasser und lässt sich den Odaiba-Meereswind ins Gesicht blasen.
Ein bisschen schleift sein Herz noch an diesem Liebeskummer. Manchmal denkt man, man würde sich dran gewöhnen. Meistens achtet man einfach nicht drauf.
Hin und wieder hat man, hat er Momente wie diesen, in denen er übermüdet, frierend und mit blutunterlaufenen Augen am Strand steht, die Arme theatralisch gen Himmel recken und schreien will `Warum denn nur liebst du mich nicht?!´
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Er begnügt sich damit, langsam nach Hause zu schlurfen und sich Kaugummis in die neuen Sneakers einzutreten.
no subject
Date: 2011-06-29 12:45 pm (UTC)Oooder sie könnten alle mal gleichzeitig SO betrunken sein, dass im Alkohol die Grenzen verschwimmen und sie sich wenigstens für ein paar kleine Momente sehr einig sind... was dann hinterher aber vermutlich erst recht in noch mehr Angst und Melodram enden würde... harch~... ^^
Obwohl die Geschichte so wehmütig und bittersüß ist, ist sie doch irgendwie angenehm... grade das Ende, am Wasser, mit dem Liebeskummer der immer noch ein bisschen an seinem Herz schleift, hat so eine wohlig- schöne Sprache und so eine wunderbare Atmosphäre, dass sich das Mitleid doch in vertretbaren Grenzen hält ^^
hach TK. Vielleicht bist du ja doch ein bisschen bi und versuchst dich mal mit Hikari anzufreunden. Vielleicht setzt sie ja auch ne Perücke auf und kauft sich einen Strap-On, extra für dich... oh mann, bin ich fies... ´xD~
<3