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Fandom: Original [Nora, Tom, Jonas]
Challange: Kings of Leon „Use Somebody”

Words: 902
Anmerkung: Das ist der vierte Teil zu den Dreien. Ein Ausschnitt wie ihre Beziehung begann. Geschrieben, weil Lisa indirekt danach gefragt hat und ich es unglaublich vermisst habe, mal wieder eine Geschichte zu schreiben.
Falls es jemanden interessiert, dies sind die anderen Teile:
http://120-minuten.livejournal.com/333490.html#cutid1
http://120-minuten.livejournal.com/450157.html#cutid1
http://120-minuten.livejournal.com/430228.html#cutid1



Er klingelt und ist irritiert, von drinnen Schritte zu hören, die ganz anders als Noras klingen. Die Tür wird mit Schwung geöffnet„Hallo, du musst Jonas sein.“ Der fremde Mann greift nach seiner Hand und schüttelt sie lächelnd. „Komm doch rein.“ Ohne eine Antwort abzuwarten, dreht Tom sich um und spurtet zurück in die Küche. Das überkochende Nudelwasser zischt auf der Herdplatte. Jonas schaut immer noch irritiert auf seine Hand und ist sich nicht sicher, wie man sich in einem solchen Moment verhält. „Ist Nina da?“ ruft er vom Hausflur aus. „Kommst Du? Das Essen ist fertig!“ Eine Antwort, die keine von Jonas vielen Fragen beantwortet. “Häng die Jacke einfach in den Flur.“
Jonas atmet tief ein. „Trau Dich. Los, trau Dich. Dir kann nichts passieren.“ sagt er sich im Stillen. „Nora weiß wo Du bist. Dein Mitbewohner auch. Er kann dich nicht ermorden ohne eine Unmenge an Fragen beantworten zu müssen.“ Er atmet ein weiteres Mal tief ein, ihm ist schon ein wenig schwindelig, und tritt ein. Leise schließt er die Wohnungstür hinter sich und kommt sich vor wie in einem alten Vampirfilm. Nur, dass das hier keine Gruft und Tom nicht untot ist. Er hört wie Tom das Nudelwasser abgießt, dann Geschirr klappern während er seine nasse Jacke auszieht und die Schuhe auf dem alten Fußabtreter abstellt. Tom taucht mit einem kleinen Handtuch für ihn auf. „Schüttet wirklich ganz schön. Was trinkst Du?“ Er benimmt sich wie ein guter Gastgeber. Jonas fährt sich nervös mit der Zunge über die Lippen. „Wasser ist okay.“ Schon ist Tom wieder in der Küche verschwunden, während sich Jonas mit dem Handtuch die Haare trocknet.

Mutig betritt er die Küche. „Wo ist Nora?“ wiederholt er seine Frage. „ Im Büro. Tut mir Leid. Aber das ist einer unser schwierigsten Kunden – und mich kann er irgendwie nicht so gut leiden.“ Er lächelt ein wenig schief. „Aber ich hab Nora versprochen, dass ich Dir was leckeres koche, um die Enttäuschung zu mildern. Das kann ich nämlich besser als sie.“ Jonas sieht verwirrter aus als jemals zuvor in seinem Leben. Als Tom auf seinen Platz deutet, setzt er sich automatisch hin. „Du hast keine Fischallergie oder so was? Muscheln? Krabben? Tintenfisch? Ich habe noch eine vegetarische Ersatzsoße gemacht, aber die ist nicht so gut wie diese hier…“ Er lächelt immer noch als würden sie sich seit Jahren kennen. „Nein, habe ich nicht.“ Irritiert fügt Jonas ein „Danke“ hinzu. „Großartig. Nora hat erwähnt, dass Du es ein wenig schärfer magst. Da konnte ich dann nicht widerstehen.“ Er fühlt den Teller seines Gastes mit Nudeln und Soße, bevor er sich selbst ein Bier nimmt und sich dazu setzt. Jonas starrt ihn an. „Redet ihr über mich? Ich mein, Du weißt, wie ich gern esse…“ Jonas wird rot und schaut auf seinen Teller. Das Essen schmeckt göttlich, trotzdem ist ihm nicht wohl dabei.
Tom nickt. „Schon ab und zu. Du bist ihr wichtig und darum interessierst Du auch mich. Außerdem erzählt sie mir immer wie ihr Tag war. Jede Nacht vor dem Einschlafen. Total kitschig. Da erfahr ich dann das eine oder andere über dich. Wäre ja auch seltsam, wenn sie das nicht erzählen würde…“ Toms Lächeln verwandelt sich in ein Grinsen. Beinahe anzüglich. Jonas fragt sich, was genau sie ihm alles erzählt hat und konzentriert sich auf seine Spagetti. Er selber versucht möglichst wenig über den Freund seiner Geliebten zu erfahren. Er will nichts wissen. Er hat nie geplant, der Geliebte von jemanden zu sein und versucht zu vergessen, dass er der andere Mann ist. Jonas fragt sich einem momentlang, wie es wäre, wenn die Rollen vertauscht wären. Wenn Tom bei ihm zu Hause auftauchen würde, um sich mit Nora zu treffen. Er wäre alles andere als entspannt, nicht wie Tom, der in Seelenruhe sein Bier trinkt. Er würde die Polizei rufen. Oder ihn umbringen. „Du isst nichts?“ fragt er, die Stimme etwas kratzig. Einen momentlang hat er Angst davor, dass Tom ihn vergiften wird. „Ich bin allergisch. Leider.“ Er zuckt mit den Schultern. „Aber ich dachte mir, wenn es was besonderes ist, bist Du nicht böse auf Nora, sie kann nämlich wirklich nichts dafür.“ Er trinkt einen weiteren Schluck aus der Flasche. „Außerdem ist es ein altes Familienrezept. Ich koch es gern, aber wenn Du es nicht magst, kannst Du es auch stehen lassen…“ Tom wirkt ehrlich auf ihn. Wirklich ehrlich. Wie jemand, den selbst Jonas mit all seinem Misstrauen und seinen Verschwörungstheorien sofort glauben würde. Wenn sie sich unter normalen Umständen getroffen hätten.

Tom erzählt von der Arbeit und von seinem Fußballverein. Er spricht über das letzte Buch, dass er gelesen hat und erklärt ihm ausführlich, warum Terminator zwei so viel besser als der dritte Teil ist. Als Jonas nur unwissend mit dem Achseln zuckt, beginnt sein Gastgeber die besten Szenen nachzuspielen. Normalerweise findet Jonas so etwas äußerst albern, aber bei Toms Interpretation muss er lachen. Er nimmt einen weiteren Biss von dem göttlichen Essen und greift dankbar zu als Tom ihm eine Flasche Bier reicht. Er erzählt ihm von seinem furchtbaren Job, ein Thema, dass er normalerweise unter dem Tisch fallen lässt. Mit jedem Bissen wird er wehmütiger. Er kann sich nicht mehr erinnern, wann das letzte Mal jemand für ihn gekocht hat. Nur für ihn. Als er den Schlüssel in der Wohnungstür hört ist er beinahe ein wenig enttäuscht. Noras Schritte, die auf die Küche zukommen. Er weiß wirklich nicht, wie er mit solchen Situationen umgehen kann.






Date: 2011-06-06 10:36 pm (UTC)
der_jemand: (dick and wally)
From: [personal profile] der_jemand
Oh, verdammt, die drei haben mir gefehlt. Eine wunderbare Gelegenheit, alles noch einmal zu lesen und eine wunderbare erste Begegnung der beiden. =)
Mein Gehirn ist grade ein bisschen zu erkältungsmatschig, aber, hach ich mag die drei so, wunderbar sie wiederzusehen und schön mal wieder was von dir zu lesen. (Lies: Wiederhol das, schreib mehr zu den dreien! :))

Date: 2011-06-07 02:16 pm (UTC)
der_jemand: (dick and wally)
From: [personal profile] der_jemand
(Erstmal Danke für das Icon-Lob, das ich gleich zurückgeben muss. Hab fast vergessen, wie niedlich Hotch grinsen kann.^^)
Oh Gott, deine Ideen! Du weißt, dass ich das alles lesen will, ja? - Die Sache mit Jonas Eltern hab ich mich nach dem Lesen auch gefragt und die Trennungssache... spannend! ...Also, ich sitz hier und warte. =)

Danke. :)

Date: 2011-06-07 12:27 pm (UTC)
From: [identity profile] lumcheng.livejournal.com
Hui, hab grad alle 4 Teile hintereinander gelesen.
Also ich finde solchew Beziehungskisten mit mehr als 2 Leuten ja immer unglaublich spannend. Gerade dann, wenn alle voneinander wissen (Polyamory) und nichts heimlich ist.
Wie passend, dass gerade der 4te Teil sich um die Anfänge dreht, denn GENAU DAS habe ich mich nach Teil 2 und 3 auch gefragt: wie hat das eigentlich angefangen? XD

finde das ende hier wirklich super!
hoffe du schreibst mehr zu den dreien ^^

Date: 2011-06-07 08:11 pm (UTC)
From: [identity profile] lumcheng.livejournal.com
wut? das ging aber fix XD
*hinsock*

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