(no subject)
Mar. 27th, 2011 09:48 pmChallenge: ein Kuss, ein verpasster Bus/Zug/Flugzeug/S-Bahn, ein aus dem Zirkus ausgerissenes Tier (Löwe, Elefant, Kamel, Schlange), ein unerwarteter Wetterumschwung
Fandom: The Prince of Tennis
Charaktere: Atobe
Anmerkung: Oh Gott, ich habe es getan! Erster Versuch seit Jahren, Atobe zu schreiben und es hat mich fast umgebracht. x_X Erwartet also nicht zu viel. Vor allem nicht von dem Kuss.
Wörter: 976
Schulfeste waren großartig.
Vor allem wenn sie mit dem angemessenen Stil zelebriert wurden.
Eigentlich nur dann.
Wie gut, dass man ihm die Organisation übertragen hatte, da konnte selbstverständlich nichts schiefgehen. Wie auch?
Er war ein Naturtalent, wenn es darum ging, Feste zu veranstalten. Das war seine Meinung. Und da andere Meinungen nicht zählten, stimmte es natürlich.
Wohlwollend sah Atobe auf das Gewimmel zu seinen Füßen herab. Vom Organisationsbüro aus hatte man den perfekten Überblick über das Geschehen. Die professionell errichteten Stände, die sich in allem was wichtig war von den billigen Buden der anderen Schulen unterschieden. Hoffentlich waren auch viele Besucher von eben diesen Schulen gekommen. Für angemessene Werbung hatte er gesorgt. Den Leuten, die würdig waren hatte er auch eine schriftliche Einladung zukommen lassen. Auf exklusivem Papier mit goldenem Blumenaufdruck.
Sogar eigenhändig unterschrieben! Wenn das keine besondere Ehre war, wusste er es auch nicht mehr, schließlich war sein Terminkalender sehr voll, da Zeit für handgeschriebene Einladungen zu finden war gar nicht mal so einfach.
Jetzt musste Tezuka nur auch gekommen sein... Suchend sah er sich um, ob irgendwo die Uniform von Seigaku aufblitzte. Aber bei dieser gewöhnlichen Kleidung war es wohl kein Wunder, wenn er nicht fündig wurde. Musste er sich etwa höchstselbst unter den Pöbel begeben und... er wagte es kaum zu denken... suchen?
Ein prüfender Blick in den Spiegel – natürlich sah er perfekt aus – und er verließ den Raum. Oshitari müsste jeden Moment zurückkommen und wer war er, dass er wartete?
In der Aula waren die Helfer eifrig dabei, alles für die Festveranstaltung am Abend vorzubereiten, nur die glitzernden, eigens für diesen Anlass hergestellten Vorhänge wollten Atobe noch nicht so recht gefallen. Das Mädchen, dass hier die Aufsicht hatte war schnell gefunden und er wollte es nach einigen Anweisungen schon wieder wegschicken, als sie schüchtern und mit rotem Gesicht sagte: „Einer von Fudomine meinte, es wäre ein Tiger aus dem Zirkus ausgebrochen... Er sagte, das könnte sehr gefährlich werden...“ Angst flackerte in ihren dunklen Augen. Atobe runzelte die Stirn.
Fudomine? Wer hatte die reingelassen? Tachibana, gut. Der wäre in Ordnung. Aber der Rest... nein. Der passte nicht zu der glamourösen Art des Schulfestes.
„Kein Tiger wird Ore-samas Schulfest ruinieren. Weitermachen.“ Mit einer ungeduldigen Handbewegung scheuchte er das Mädchen – Fukiko hieß sie, glaubte er jedenfalls – davon und ging nach draußen. Wo er feststellte, dass sich etwas verändert hatte. Die Sonne, die das Fest in noch größerem Glanz erstrahlen ließ war verschwunden und erste Regentropfen waren dabei, alles zu durchnässen.
„Kabaji?“
„Usu“
„Regenschirm.“
„Usu.“ Nun langsam ungehalten wartete Atobe im Eingang auf den Schirm und sah sich weiter um. War das da drüben die Uniform von Rikkaidai?
Zwei Sekunden später sah er die furchtbare Kappe von Sanada. Neben ihm gingen Niou und Yagyuu. Wenigstens ein angemessener Gast. Aber wo war Tezuka?
Endlich kam der Regenschirm und Atobe überließ es Kabaji, ihn für ihn zu tragen, als er auf Sanada zuging.
„Hallo, Atobe.“ Sanada schien aus einem vollkommen unerklärlichen Grund zu bereuen, hergekommen zu sein. Vermutlich wegen des Wetterumschwunges. Eine andere Erklärung wollte ihm nicht einfallen.
„Sanada. Ore-sama hofft, dass du“, er sah zu den beiden anderen Rikkaidaispielern, „ihr genießt euren Besuch hier.“
„Es ist...“ Sanada schien nach dem richtigen Wort zu suchen, „interessant. Du hast alles hier organisiert?“
„Natürlich. Niemand kann es mit meinem Stil, und mit meinem herrausragendem Geschmack aufnehmen.“
„Zweifellos.“ Sanada musterte ihn schon beinahe abschätzig. Atobe beschloss, dass diese Herablassung auf die anderen gerichtet war.
„Hast du Tezuka gesehen?“ Deswegen schließlich war er rausgekommen. Aus keinem anderen Grund.
„Ja. Gerade eben. Er ist mit Fuji hier.“
Atobe hatte das Gefühl, jemand hätte ihn mit Eiswasser übergossen. Mit Fuji? „Wo?“
„Bei den Tennisplätzen.“
„Danke.“ Er nickte Sanada und den anderen beiden knapp zu und ging los, sich darauf verlassend, dass sein Schirm ihm folgen würde.
Natürlich war Tezuka bei den Tennisplätzen. Dort war es zwar vergleichsweise uninteressant, aber es war doch kein Wunder, das jemand wie Tezuka sich eher für die Tennisplätze interessierte als für alles andere. Er war einfach so. Nur eines war Atobe nicht klar: Warum war Fuji dabei?
Er beschleunigte seine Schritte so weit, dass ihn für einen Moment sogar ein Regentropfen traf! Aber er hielt sich nicht damit auf, Kabaji zu tadeln, denn er hatte Tezuka entdeckt. Der ganz offensichtlich nicht mehr bei den Tennisplätzen war. Ganz in seiner Nähe war auch Fuji, der sich neugierig über einen Stand beugte und etwas zu Tezuka sagte, was dieser sogar einer Antwort für würdig hielt. Zielstrebig ging er näher und hörte Fuji gerade sagen: „Eiji und Oishi sind spät dran... selbst wenn sie die Bahn verpasst haben.“
„Sie werden noch kommen.“
„Oder meinst du, sie haben beschlossen, die Zeit lieber zu zweit zu verbringen?“
Tezuka hob eine Augenbraue und sah Fuji missbilligend an. Der lächelte nur auf einer übliche, einem den letzten Nerv raubende Art und Weise. „Ich könnte sie verstehen...“
Atobe konnte es nicht fassen. Tezuka bemerkte ihn nicht einmal. Dabei waren sie nur wenige Schritte voneinander entfernt! Er war allein auf Fuji fixiert. Eine eigene, kleine Welt...
Eine Welt, in der niemand sonst Platz hatte. Als wären sie vollkommen alleine.
Ein leiser Stich bohrte sich direkt in Atobes Herz.
„Sie haben sich vorhin auch schon so aufgeführt.“
Sanada. Ausgerechnet jetzt. Warum musste von allen möglichen Personen Sanada Zeuge seiner kampflosen Niederlage werden? Neben allen anderen Besuchern des Schulfestes natürlich, aber die hatten ja keine Ahnung von der Tragweite dieses Ereignisses.
Allerdings... Sanada war diskret. Er würde es für sich behalten.
Schon im Auswahlcamp hatte er sich... eine Person erwiesen, mit der man zurechtkommen konnte. Er musste es wissen, schließlich hatten sie sich ein Zimmer geteilt.
Vielleicht scheuchte er Kabaji ja deswegen davon, dirigierte Sanada in eine ruhige, unbeobachtete Ecke und küsste ihn.
Fandom: The Prince of Tennis
Charaktere: Atobe
Anmerkung: Oh Gott, ich habe es getan! Erster Versuch seit Jahren, Atobe zu schreiben und es hat mich fast umgebracht. x_X Erwartet also nicht zu viel. Vor allem nicht von dem Kuss.
Wörter: 976
Schulfeste waren großartig.
Vor allem wenn sie mit dem angemessenen Stil zelebriert wurden.
Eigentlich nur dann.
Wie gut, dass man ihm die Organisation übertragen hatte, da konnte selbstverständlich nichts schiefgehen. Wie auch?
Er war ein Naturtalent, wenn es darum ging, Feste zu veranstalten. Das war seine Meinung. Und da andere Meinungen nicht zählten, stimmte es natürlich.
Wohlwollend sah Atobe auf das Gewimmel zu seinen Füßen herab. Vom Organisationsbüro aus hatte man den perfekten Überblick über das Geschehen. Die professionell errichteten Stände, die sich in allem was wichtig war von den billigen Buden der anderen Schulen unterschieden. Hoffentlich waren auch viele Besucher von eben diesen Schulen gekommen. Für angemessene Werbung hatte er gesorgt. Den Leuten, die würdig waren hatte er auch eine schriftliche Einladung zukommen lassen. Auf exklusivem Papier mit goldenem Blumenaufdruck.
Sogar eigenhändig unterschrieben! Wenn das keine besondere Ehre war, wusste er es auch nicht mehr, schließlich war sein Terminkalender sehr voll, da Zeit für handgeschriebene Einladungen zu finden war gar nicht mal so einfach.
Jetzt musste Tezuka nur auch gekommen sein... Suchend sah er sich um, ob irgendwo die Uniform von Seigaku aufblitzte. Aber bei dieser gewöhnlichen Kleidung war es wohl kein Wunder, wenn er nicht fündig wurde. Musste er sich etwa höchstselbst unter den Pöbel begeben und... er wagte es kaum zu denken... suchen?
Ein prüfender Blick in den Spiegel – natürlich sah er perfekt aus – und er verließ den Raum. Oshitari müsste jeden Moment zurückkommen und wer war er, dass er wartete?
In der Aula waren die Helfer eifrig dabei, alles für die Festveranstaltung am Abend vorzubereiten, nur die glitzernden, eigens für diesen Anlass hergestellten Vorhänge wollten Atobe noch nicht so recht gefallen. Das Mädchen, dass hier die Aufsicht hatte war schnell gefunden und er wollte es nach einigen Anweisungen schon wieder wegschicken, als sie schüchtern und mit rotem Gesicht sagte: „Einer von Fudomine meinte, es wäre ein Tiger aus dem Zirkus ausgebrochen... Er sagte, das könnte sehr gefährlich werden...“ Angst flackerte in ihren dunklen Augen. Atobe runzelte die Stirn.
Fudomine? Wer hatte die reingelassen? Tachibana, gut. Der wäre in Ordnung. Aber der Rest... nein. Der passte nicht zu der glamourösen Art des Schulfestes.
„Kein Tiger wird Ore-samas Schulfest ruinieren. Weitermachen.“ Mit einer ungeduldigen Handbewegung scheuchte er das Mädchen – Fukiko hieß sie, glaubte er jedenfalls – davon und ging nach draußen. Wo er feststellte, dass sich etwas verändert hatte. Die Sonne, die das Fest in noch größerem Glanz erstrahlen ließ war verschwunden und erste Regentropfen waren dabei, alles zu durchnässen.
„Kabaji?“
„Usu“
„Regenschirm.“
„Usu.“ Nun langsam ungehalten wartete Atobe im Eingang auf den Schirm und sah sich weiter um. War das da drüben die Uniform von Rikkaidai?
Zwei Sekunden später sah er die furchtbare Kappe von Sanada. Neben ihm gingen Niou und Yagyuu. Wenigstens ein angemessener Gast. Aber wo war Tezuka?
Endlich kam der Regenschirm und Atobe überließ es Kabaji, ihn für ihn zu tragen, als er auf Sanada zuging.
„Hallo, Atobe.“ Sanada schien aus einem vollkommen unerklärlichen Grund zu bereuen, hergekommen zu sein. Vermutlich wegen des Wetterumschwunges. Eine andere Erklärung wollte ihm nicht einfallen.
„Sanada. Ore-sama hofft, dass du“, er sah zu den beiden anderen Rikkaidaispielern, „ihr genießt euren Besuch hier.“
„Es ist...“ Sanada schien nach dem richtigen Wort zu suchen, „interessant. Du hast alles hier organisiert?“
„Natürlich. Niemand kann es mit meinem Stil, und mit meinem herrausragendem Geschmack aufnehmen.“
„Zweifellos.“ Sanada musterte ihn schon beinahe abschätzig. Atobe beschloss, dass diese Herablassung auf die anderen gerichtet war.
„Hast du Tezuka gesehen?“ Deswegen schließlich war er rausgekommen. Aus keinem anderen Grund.
„Ja. Gerade eben. Er ist mit Fuji hier.“
Atobe hatte das Gefühl, jemand hätte ihn mit Eiswasser übergossen. Mit Fuji? „Wo?“
„Bei den Tennisplätzen.“
„Danke.“ Er nickte Sanada und den anderen beiden knapp zu und ging los, sich darauf verlassend, dass sein Schirm ihm folgen würde.
Natürlich war Tezuka bei den Tennisplätzen. Dort war es zwar vergleichsweise uninteressant, aber es war doch kein Wunder, das jemand wie Tezuka sich eher für die Tennisplätze interessierte als für alles andere. Er war einfach so. Nur eines war Atobe nicht klar: Warum war Fuji dabei?
Er beschleunigte seine Schritte so weit, dass ihn für einen Moment sogar ein Regentropfen traf! Aber er hielt sich nicht damit auf, Kabaji zu tadeln, denn er hatte Tezuka entdeckt. Der ganz offensichtlich nicht mehr bei den Tennisplätzen war. Ganz in seiner Nähe war auch Fuji, der sich neugierig über einen Stand beugte und etwas zu Tezuka sagte, was dieser sogar einer Antwort für würdig hielt. Zielstrebig ging er näher und hörte Fuji gerade sagen: „Eiji und Oishi sind spät dran... selbst wenn sie die Bahn verpasst haben.“
„Sie werden noch kommen.“
„Oder meinst du, sie haben beschlossen, die Zeit lieber zu zweit zu verbringen?“
Tezuka hob eine Augenbraue und sah Fuji missbilligend an. Der lächelte nur auf einer übliche, einem den letzten Nerv raubende Art und Weise. „Ich könnte sie verstehen...“
Atobe konnte es nicht fassen. Tezuka bemerkte ihn nicht einmal. Dabei waren sie nur wenige Schritte voneinander entfernt! Er war allein auf Fuji fixiert. Eine eigene, kleine Welt...
Eine Welt, in der niemand sonst Platz hatte. Als wären sie vollkommen alleine.
Ein leiser Stich bohrte sich direkt in Atobes Herz.
„Sie haben sich vorhin auch schon so aufgeführt.“
Sanada. Ausgerechnet jetzt. Warum musste von allen möglichen Personen Sanada Zeuge seiner kampflosen Niederlage werden? Neben allen anderen Besuchern des Schulfestes natürlich, aber die hatten ja keine Ahnung von der Tragweite dieses Ereignisses.
Allerdings... Sanada war diskret. Er würde es für sich behalten.
Schon im Auswahlcamp hatte er sich... eine Person erwiesen, mit der man zurechtkommen konnte. Er musste es wissen, schließlich hatten sie sich ein Zimmer geteilt.
Vielleicht scheuchte er Kabaji ja deswegen davon, dirigierte Sanada in eine ruhige, unbeobachtete Ecke und küsste ihn.
no subject
Date: 2011-03-27 08:33 pm (UTC)Er macht sich immer solche Mühe und es ist so hoffnungslos... Hoffentlich schnallt er wirklich mal, dass das Gute so nahe liegt... naja tut er am Ende ja eignetlich >D
*hust*
Und yay, dass du die Challenge auch geschrieben hast!
no subject
Date: 2011-03-27 08:38 pm (UTC)Atobes Liebe zu Tezuka ist einfach nur tragisch. >_