luinaldawen: (Default)
[personal profile] luinaldawen posting in [community profile] 120_minuten
Challenge: Optimismus
Fandom: The Prince of Tennis
Charaktere: Fuji, Tezuka (Eiji, Ryoma)
Wörter: 1210
Widmung: [livejournal.com profile] keksdiebin weil mit dir über PoT zu diskutieren einfach fetzt! ^-^


Es war nicht geplant gewesen, dass er spät dran war. Und eigentlich auch nicht seine Schuld.
Nicht, dass ihn das groß interessieren würde, aber Tezuka sah das bestimmt anders. Tezukas Prioritäten stimmten selten mit Fujis überein.
Eigentlich taten sie das nie, wenn er genauer darüber nachdachte, und vermutlich war heute ein Tag wo sich das wieder bemerkbar machen würde. Nicht, dass ihn das kümmerte... mehr als Runden laufen konnte Tezuka ihn wohl kaum lassen.
Wenigstens hoffte er das.
In seiner Tasche bewegte sich etwas und ein leises Geräusch ließ ihn kurz anhalten. Dem kleinen Findling müsste es eigentlich gut gehen, aber man wusste ja nie. Nachdem er sich einen halbwegs trockenen Unterstand gesucht hatte, klappte er den Regenschirm zusammen und öffnete den Reißverschluss ein Stück weiter. Als hätte es nur darauf gewartet schob sich ein grau-getigerter Kopf durch die entstandene Lücke und große, blaue Augen sahen ihn beinahe flehend an. Dann öffnete sich ein mit spitzen Zähnchen bewaffnetes Maul und ein herzerreißendes Maunzen kam heraus. „Tut mir Leid, Kleine... ich habe nichts zu fressen für dich.“ Aber im Tennisteam würde sich vielleicht jemand finden, der eine kleine Katze aufnehmen würde, die ganz eindeutig halb verhungert war. Er wünschte ja, er könnte sie selbst mit nach Hause nehmen, aber sein Vater war kein großer Fan von Haustieren.
Beruhigend streichelte er das kleine, noch etwas feuchte Fellknäuel und dieses stellte das Maunzen sofort ein um mit aller Macht schnurren zu können. Wirklich erstaunlich, wie so ein kleines Ding eine derartige Lautstärke entwickeln konnte. Vorsichtig schob er das Kätzchen wieder etwas in die Tasche hinein um den Reißverschluss wieder schließen zu können. Es musste ja nicht noch mehr Regen als ohnehin schon abbekommen.
Langsam sollte er sich aber wirklich beeilen. Zu spät würde er auf jeden Fall kommen, aber er musste es ja nicht noch schlimmer machen, indem es mehr als fünf Minuten wurden. Er hatte Tezuka in halbwegs guter Stimmung lieber um sich. Es war kein angenehmes Gefühl, wenn er wütend auf ihn war, egal aus welchem Grund – und meistens war es berechtigt. Was es noch um einiges unangenehmer machen konnte.

Es wurden ziemlich genau sechs Minuten Verspätung und der Blick den Tezuka ihm zuwarf verhieß nichts gutes. Der Regen ließ nach, also keine Chance, mit einem blauen Auge davonzukommen, weil das Training ausfallen musste. Zu dumm aber auch. Fürs erste sagte Tezuka aber nichts, was daran liegen konnte, dass Eiji offenbar Echizen irgendwie in den Schlamm geworfen hatte. Wie es aussah würde er also Gesellschaft bei seinen Runden bekommen, es könnte also schlimmer sein.
Hoffentlich würde die Katze keinen Unsinn machen, während er Training hatte... Als er die Tasche aber öffnete stellte er fest, dass er sich deswegen wohl keine Sorgen machen brauchte, das kleine Tierchen hatte sich nämlich zusammengerollt und schlief tief und fest. Selbst als er seine nun etwas feuchten Tennissachen herausholte ließ sie sich nicht im Geringsten stören, sondern gähnte, stand auf, blinzelte ihn an, drehte sich dreimal im Kreis und legte sich wieder hin.
„Wo kommt die her?“
„Solltest du nicht aufpassen, dass Eiji und Echizen ihre Runden laufen?“, fragte Fuji und drehte sich zu Tezuka um. Der stand so dicht hinter ihm, dass sie sich beinahe berührten.
Beinahe.
„Das ist keine Antwort.“
„Nein... ist es wohl nicht.“ Er lächelte. Man konnte Tezuka manchmal so wunderbar necken... Wenn er in der richtigen Stimmung dafür war.
Keine Antwort mehr.
Okay, dann nicht.
„Ich hab sie schon die letzten Tage auf dem Schulweg gesehen, es hat sie wohl jemand ausgesetzt. Ich konnte sie doch nicht im Regen sitzen lassen.“ Als ob sie es bestätigen wollte, begann das Kätzchen zu schnurren und Fuji glaubte zu sehen, wie Tezukas Blick ein wenig weicher wurde. Wie es aussah, hatte er ihn doch richtig eingeschätzt. Er würde keine Einwände gegen die kleine Katze erheben. Solange sie keinen Unsinn machte, natürlich. Das war bei Tezuka immer die Bedingung.
„Woher willst du wissen, dass sie keinem gehört?“
„Sie ist zu mager um regelmäßig gefüttert zu werden.“
Kurz, ganz kurz hatte Fuji das Gefühl, Tezuka wollte sich selbst von dem körperlichen Zustand des Kätzchens überzeugen. Vermutlich würde das winzige Tierchen in seinen großen Händen einfach verschwinden. Die Vorstellung von einem Tezuka, der mit seiner üblichen Präzision und Selbstsicherheit aber auch einer Spur Vorsicht die Katze hochhob hatte etwas... sehr faszinierendes. Aber es kam nicht so weit, denn Tezuka wandte sich wieder ab und sagte nur: „15 Runden. Beeil dich.“
Das war eine recht milde Strafe. Beschweren würde Fuji sich bestimmt nicht und noch weniger wollte er Tezuka noch mehr Grund geben, sich über ihn zu ärgern. Mit seiner Verspätung und der Katze war er wirklich bis an die Grenze gegangen, jetzt hielt er sich besser stark zurück.
Schade.
Das Training war viel unterhaltsamer, wenn man... den stoischen Kapitän etwas aus der Reserve locken konnte. Aber dafür war am Nachmittag noch genug Zeit.

Draußen platschte ein sehr missgelaunter Echizen durch die Pfützen, die der Regen hinterlassen hatte, während Eiji gut gelaunt hinter ihm hersprang und versuchte auf ihn einzureden. Mit dem Ergebnis, dass Echizen schneller lief.
„Wie viele Runden haben sie?“, fragte er Tezuka, der das Schauspiel mit finsterer Miene beobachtete.
„30.“
„Was haben sie gemacht?“
„Das hättest du gesehen, wärst du pünktlich gewesen.“
Autsch. Das war deutlich gewesen. „Sei du lieber heute mittag pünktlich...“, schnurrte Fuji und konnte es sich nicht verkneifen, kurz und unaufällig Tezukas Hand zu berühren, bevor er Echizen vor Eiji rettete. Der nahm die Information von einer geretteten kleinen Katze immerhin mit gebührender Begeisterung auf.
„Nya, ausgesetzt? Wo ist sie jetzt?“
„Sie schläft in meiner Tasche. Ich würde sie ja selbst behalten, aber...“ Er ließ den Satz unvollendet. Eiji würde sich auch so denken können, wo das Problem lag.
„Nya, Kaidoh nimmt sie bestimmt! Er liebt Katzen!“ Begeistert fuchelte Eiji mit den Armen herum und hätte beinahe das Gleichgewicht verloren. Jeder andere wäre jetzt im Dreck gelandet, aber Eiji... der strauchelte nur kurz und war wenig später wieder im Tritt.
„Ich werde ihn nach dem Training fragen. Tezuka wird nicht begeistert sein, wenn ich die anderen ablenke...“ Unwillkürlich wanderte sein Blick zu Tezuka, der nur auf den ersten Blick überwachte, wie die anderen sich warmmachten. Aber nur auf dem ersten.
„Nyaa, oder meinst du, Echizen würde noch eine Katze wollen?“ Eiji machte sich immer noch Gedanken. Das sah ihm ähnlich.
„Ich glaube, da würde Karupin eifersüchtig werden...“
„Da hast du recht... wir sollten ihn trotzdem fragen!“
„Du suchst doch nur einen Grund, ihn wieder anzufallen.“ Fuji konnte nicht anders als Mitleid mit Echizen zu haben. Es war nicht leicht, das Nesthäkchen des Teams zu sein. Eiji aber wirkte ehrlich empört. „Nyaaaa, du bist gemein! Ich falle ihn doch nicht an!“
Ganz sicher wäre Echizen da anderer Meinung aber Fuji hielt es für besser (vor allem für Tezukas geistige Gesundheit) das nicht weiter zu vertiefen.
Drei Runden später waren sie mit Echizen auf einer Höhe und das einzige, was dieser zu sagen hatte war ein gelangweiltes: „Karupin mag keine anderen Katzen.“
Wie es aussah blieb nur noch Kaidoh. Aber das würde wirklich bis nach dem Training warten müssen. Sonst würde er das ganze Training über Runden laufen müssen.

Fortsetzung? Aber sicher!

Date: 2011-03-23 11:00 pm (UTC)
From: [identity profile] keksdiebin.livejournal.com
Ich bin entzückt *-*!! Man merkt soo sehr, dass du von Katzen umgeben bist <3 Dieses sich im Kreis drehen bevor sie sich einrollen ist sooo typisch!!

Fuji und Eiji sind sooo entzückend *__*!! Und ich will, dass Tezuka die Katze hochhebt, das ist so eine tolle Vorstellung *-*!
Gah... kann er sie nicht nehmen óò??

Eiji und Echizen sind übrigens total süß, weil sie soo jung wirken - was sie ja auch sind.

Freu mich schon auf die Fortsetzung ^-^!!

Date: 2011-03-23 11:08 pm (UTC)
From: [identity profile] keksdiebin.livejournal.com
Gah und ganz vielen Dank für die Widmung!! *gerade erst gesehen hat* *-*

Date: 2011-03-24 06:19 am (UTC)
From: [identity profile] exiles-diary.livejournal.com
*umflausch* Das ist mal wieder supertoll!
Ich liebe deinen Tezuka. Und deinen Fuji.
Aber vor allem, wenn du beide interagieren lässt *O*

Und Tezuka muss die Katze nehmen! Dann hat Fuji einen Grund, bei ihm vorbei zu kommen, um nach der Katze zu sehen. Und das kleine Ding wird sicher nicht Kunimitsu's Kois fressen. (Da hätte wohl Ooishi mehr Probleme mit seinem Aquarium XD

*O* Fortsetzung! Ich hungere jetzt nach der Fooortsetzuuung!

Date: 2011-03-24 11:07 am (UTC)
From: [identity profile] exiles-diary.livejournal.com
Hint? Hint auf was? XD da sind viele Hints drin ._. *nochmal gelesen hab*

Ich bin trotzdem für Tezuka!!! (Auch wenns der sehr wahrscheinlich nicht ist XD ich hab ja auch so meine Vermutungen, aber als Tezuka-Fangirl bin ich an gewisse Verpflichtunge gebunden >.<)

Nyaaa! Ich warte einfach so geduldig wie ich kann. (und mach dir motvationstechnisch Feuer unterm Arsch ^.~)

Date: 2011-03-24 12:52 pm (UTC)
From: [identity profile] ina-chan0808.livejournal.com
<3 <3 <3
kätzchen *______* ich will's haben!
awwwww so ein weiches herz, hätte man tezuka gar nicht zugetraut, aber er ist wohl auch nur ein beispiel für die these harte schale-weicher kern!bin schon gespannt wer das süße kleine kriegt.... (fortsetzung!!!)

(besonders toll war natürlich die szene mit dem dreckigen echizen :D)

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