We dream in endless strings of code
Feb. 26th, 2011 01:07 amFandom: The social Network
Pairings: Dustin, Mark, Eduardo, Chris
Challenge: "Ich sehe was, was du nicht siehst"
Warnungen: Fluff, Angst und unrequited!love bis zum abwinken
Wörter: ~1400
Vorwort: Ich schreibe über die fiktiven Versionen von Mark Zuckerberg, Eduardo Saverin und Dustin Moskovitz so wie sie von Jesse Eisenberg, Andrew Garfield und Joseph Mazzello dargestellt wurden, und nicht die echten Personen. Ob das nun trotzdem RPF ist oder nicht, sei einfach mal dahingestellt und ist sicher eine spannende philosophische Debatte wert. Ach ja, und Chris Hughs ist übrigens tatsächlich schwul - der Film hat sich dazu nicht geäußert, deswegen hab ich das einfach mal als gegeben angenommen.
Widmung:
leviathans_moon hat sich mehr Dustin gewünscht. Und mehr Dustin/Mark/Eduardo. Das ist leider nicht direkt OT3. Mehr uhm ... seltsame vibes in allen Richtungen und unrequited!love und so.
Manchmal schlief Dustin auf Marks Bett ein.
Das war okay, weil Mark selbst sowieso nie drin lag, sondern seine Nächte mit Programmieren verbrachte und zwischendurch höchstens mit dem Kopf auf der Tischplatte einnickte. Mark hielt nicht viel von essen und schlafen, er lebte von Codes und Koffein.
Dustin programmierte auch gerne, so war das nicht. Aber Dustin schlief eben auch gerne. Nur nicht unbedingt immer seinem eigenen Bett. Denn das hatte zwei ungleichmäßige Klumpen in der Matratze, die sich nicht flach liegen ließen, egal wie ausgedehnt er sich darauf herumwälzte und eine herausragende Sprungeder, die sich meistens zielsicher in seine Nierengegend bohrte, wenn er sich nachts umdrehte.
Also Marks Bett.
Das war so gut wie unbenutzt und die Matratze praktisch neu und völlig sprungfedernlos.
Außerdem war es nicht so, als ob Mark das jemals auffiel. So lange keine Bombe neben ihm einschlug, die ihn vom PC losriss, bekam der sowieso nichts mit.
Manchmal bekam Mark auch so wenig von allem mit, dass er sich nach drei durchgemachten Nächten voll bekleidet und halb komatös auf sein Bett fallen ließ und einfach einschlief, völlig unabhängig davon, ob Dustin bereits da lag oder nicht.
Beim ersten Mal als das passiert war, hatte Dustin noch mit angehaltenem Atem darauf gewartet, dass Mark seine Anwesenheit registrierte und ihn kurz und bündig rauswarf.
War aber nicht passiert. Mark war schon eingeschlafen, bevor sein Kopf überhaupt auf dem Kissen gelandet war. Er hatte Dustins Arm unter sich begraben.
Dustin zuckte ein paar Mal probeweise, aber Mark rührte sich keinen Millimeter. Er war schwerer als es seine magere Gestalt vermuten ließ.
Sein Gesicht war nur wenige Zentimeter vor Dustins in das Kissen gedrückt. Seine Pupillen zuckten unter den Augenlidern und sein Mund war sogar im Schlaf zu einer ernsten Linie zusammengepresst.
Dustins Arm schlief ein, lange bevor Dustin einschlief.
Als es das zweite Mal passierte, dachte er rechtzeitig daran Marks zusammenbrechender Gestalt auszuweichen. Die äußerste Ritze zwischen Wand und Matratze war auch kein schlechter Platz zum schlafen. Irgendwie.
Falls es Mark jemals auffiel, dass mehr in seinem Bett lag als zerkrümelte Kekse und benutzte Socken, kommentierte er es nicht. Aber vielleicht bemerkte er es auch einfach nur nicht. Bei Mark war das schwer zu sagen.
Mark war ein unbequemer Schläfer.
Er bewegte sich viel und ruckartig und Dustin bekam haufenweise spitze Ellbogen in die Rippen. Er war hart und kantig und kein bisschen anschmiegsam, und es war, als ob er sogar im Schlaf immerzu angespannt war. Vielleicht war es sein überaktives Gehirn, das ohne Pause endlose Reihen von Nullen und Einsern produzierte und ihn in Code träumen ließ, in endlosen, entrückten Strängen von HTML und Java. Sogar seine Locken waren drahtig und abweisend.
Es waren unbequeme Nächte, viel zu warm und auf zu engem Raum.
Das hielt Dustin trotzdem nicht davon ab, viel und gerne auf Marks Bett einzuschlafen, wann immer sich die Gelegenheit ergab.
Bis er eines Abends von seinem letzten Seminar zurückkam und da lag bereits jemand anderes auf Marks Bett.
Dustin stockte mitten im Schritt und stolperte, so dass er mit einer uneleganten Pirouette auf der Kante landete.
„Dustin, das ist Eduardo“, verkündete Chris von der Tür. Er hielt drei Flaschen Bier in der Hand.
„Hey“, sagte Dustin ein wenig atemlos. Er blickte zu Chris und wieder zurück zu dem Eindringling auf dem Bett.
„Wir haben ‚Marketing‘ zusammen“, sagte Chris, der Dustins verwirrte Blicke meistens richtig deuten konnte.
„Hallo“, erwiderte Eduardo. Er klang überraschend scheu.
Eduardo hatte große, dunkle Bambiaugen, trug Anzüge mit gebügelten Hemden und studierte, Gott bewahre, Wirtschaft. Er war groß und gutaussehend und hatte offenbar Geld, und Dustin hatte absolut nicht die geringste Ahnung, was jemand wie Eduardo mit Leuten wie ihnen anfangen wollte. Noch weniger hatte er eine Ahnung, was Eduardo auf Marks zerwühlten Bett zu suchen hatte, wo er in seinem Satinhemd aussah wie ein besonders schöner, völlig deplatzierter Dekorationsgegenstand.
Chris reichte ihm ein Bier und Dustin blickte zwischen Mark und Eduardo hin und her. Mark saß falsch herum auf seinem Schreibtischstuhl, die Arme auf die Lehne gestützt und hielt irgendeinen schnellen, abgehackten Monolog darüber wie man eine Firewall hackte. Eduardo hing fasziniert an seinen Lippen.
Mark verzog keine Miene und blickte an ihm vorbei aus dem Fenster, während er sprach, aber das war das erste Mal seit geschätzten drei Wochen, dass Dustin ihn mit dem Rücken zum Bildschirm erwischte.
Dustin war sicher, dass das etwas zu bedeuten hatte.
Er hatte nur keine Ahnung was.
Die Antwort darauf kam einige Wochen später.
Vielleicht. Vielleicht war es auch keine Antwort auf irgendwas.
Eduardo war da und er ging auch nicht mehr weg, und Dustin begann sich daran zu gewöhnen, dass er so häufig in ihrer WG herumhing, als sei er praktisch eingezogen. Aber das war okay. Wardo war super. Er stockte ihren Biervorrat auf, wann immer der drohte zur Neige zu gehen und er hatte nichts dagegen Dustin sämtliche Mädchen in seinen Kursen vorzustellen. Er schaffte es sogar ab und zu, dass Mark Lebensmittel zu sich nahm, die nicht nur aus Farbstoff und Alkohol bestanden.
Aus unerfindlichen Gründen störte es ihn nie, wenn sie stundenlang über Codes redeten oder seinen Laptop missbrauchten, weil ihre eigenen grade ausgelastet waren.
Er mochte sie.
Anfangs hatte Dustin angenommen, er sei vielleicht wegen Chris da.
Chris war so ekelhaft diskret mit seinem Liebesleben und er sagte selten direkt, wenn er auf jemanden stand. Als ob Dustin irgendein Problem damit hätte. Als ob Mark das mit mehr als einem Achselzucken zur Kenntnis nehmen würde. Niemand kümmerte das. Aber so war Chris. Diskret. Zurückhaltend.
Außer es ging darum Pornos runterzuladen.
Auf jeden Fall hätte es sein können. Dustin glaubte nicht so sehr an Klischées, aber Wardo hatte die gepflegtesten Fingernägel von allen Jungs, die er kannte.
Nach einigen Tagen hatte Dustin diese Gedanken wieder an den Nagel gehängt. Chris mochte Wardo, so viel war klar. Aber eben auch nicht so.
Und dann kam der Zeitpunkt an dem er sich fragte, wie er so blind hatte sein können.
Es war weit nach Mitternacht als Dustin in Marks Zimmer stolperte.
Der Computer lief (wie immer) und das bläuliche Licht des Bildschirms war die einzige Lichtquelle. Mark war weit und breit nicht zu sehen.
Dustin war mehr als angeheitert und er hatte einen Knutschfleck auf dem Hals. Chloe hatte ihm ihre Nummer in die Hosentasche geschoben und Dustin war angesäuselt und glücklich und emotional, und er vermisste Marks viel zu warmes, vollgekrümeltes Bett und seine drahtigen Locken und sogar die spitzen Ellbogen.
Ohne hinzusehen und mit einem Glucksen ließ er sich mit dem Gesicht voran auf Marks Bett fallen.
Und landete direkt neben einer zusammengerollten Gestalt.
„Gwah!“ Dustin unmännliches Quieken wurde von dem Kissen verschluckt. Er wedelte mit den Armen und hustete eine Feder aus.
Wardo! Es war Wardo. Und er lag in Marks Bett, als ob er da hingehörte, wie der Teddy, den Marks Mutter ihm geschenkt hatte. Mitten zwischen die Kekskrümel und getragene Socken.
„Shit!“ Dustin rang nach Luft. Sein Herz pumpte wie die überlastete Lüftung seines Rechners.
„M’rk-…“ murmelte Wardo und rutschte näher.
„Uhm sorry“, flüsterte Dustin und stützte sich auf die Ellbogen. „Ich bin gleich weg, falsches Zimmer, kann mal passieren, nichts für ungut, Kumpel…“
„Mark…“ Es war ein leises, sehnsüchtiges Seufzen und Dustin hörte mitten im Satz auf zu reden.
Es war der Tonfall. Er hatte noch nie gehört, dass Wardo irgendetwas in diesem Tonfall gesagt hatte.
Wardos Hand war auf seinen Rücken gewandert.
„Uhm…“ Dustin blinzelte und fühlte sich schlagartig sehr wach und sehr ernüchtert.
Es war ein Gefühl wie die Sprungfeder, die sich in seine Nieren bohrte, wann immer er sich umdrehte, plötzlich und schmerzhaft.
Wardo murmelte irgendetwas Unverständliches und rutschte in einer fließenden Bewegung so nah an Dustin heran, dass kein Blatt Papier mehr dazwischen gepasst hätte.
Ein Strahl Mondlicht erwischte sein Gesicht. Sein Gesicht war weiß und entspannt und seine Wimpern malten schwarze Schatten auf seine Wangen.
Dustin hielt die Luft an. Und er dachte SHIT in Großbuchstaben.
Marks Bett war plötzlich enger als es je zu vor gewesen. Zu klein, zu überhitzt. Viel zu wenig Platz für zwei Menschen. Wardos Hand hatte Dustins T-Shirt nach oben geschoben und Krümel kratzten unfreundlich auf seiner bloßen Haut.
Wardo vergrub das Gesicht an Dustins Hals wie ein Hund. Warmer Atem streifte Dustins Nacken. Und wieder: „Mark.“ Es war wie ein langes, tiefes Ausatmen.
Mark. Mark.
Und das war die Antwort. Vielleicht. Auf alle Fragen, die Dustin nicht gestellt hatte.
Wardo mochte sie.
Aber mehr als alles andere…mochte er Mark.
Pairings: Dustin, Mark, Eduardo, Chris
Challenge: "Ich sehe was, was du nicht siehst"
Warnungen: Fluff, Angst und unrequited!love bis zum abwinken
Wörter: ~1400
Vorwort: Ich schreibe über die fiktiven Versionen von Mark Zuckerberg, Eduardo Saverin und Dustin Moskovitz so wie sie von Jesse Eisenberg, Andrew Garfield und Joseph Mazzello dargestellt wurden, und nicht die echten Personen. Ob das nun trotzdem RPF ist oder nicht, sei einfach mal dahingestellt und ist sicher eine spannende philosophische Debatte wert. Ach ja, und Chris Hughs ist übrigens tatsächlich schwul - der Film hat sich dazu nicht geäußert, deswegen hab ich das einfach mal als gegeben angenommen.
Widmung:
Manchmal schlief Dustin auf Marks Bett ein.
Das war okay, weil Mark selbst sowieso nie drin lag, sondern seine Nächte mit Programmieren verbrachte und zwischendurch höchstens mit dem Kopf auf der Tischplatte einnickte. Mark hielt nicht viel von essen und schlafen, er lebte von Codes und Koffein.
Dustin programmierte auch gerne, so war das nicht. Aber Dustin schlief eben auch gerne. Nur nicht unbedingt immer seinem eigenen Bett. Denn das hatte zwei ungleichmäßige Klumpen in der Matratze, die sich nicht flach liegen ließen, egal wie ausgedehnt er sich darauf herumwälzte und eine herausragende Sprungeder, die sich meistens zielsicher in seine Nierengegend bohrte, wenn er sich nachts umdrehte.
Also Marks Bett.
Das war so gut wie unbenutzt und die Matratze praktisch neu und völlig sprungfedernlos.
Außerdem war es nicht so, als ob Mark das jemals auffiel. So lange keine Bombe neben ihm einschlug, die ihn vom PC losriss, bekam der sowieso nichts mit.
Manchmal bekam Mark auch so wenig von allem mit, dass er sich nach drei durchgemachten Nächten voll bekleidet und halb komatös auf sein Bett fallen ließ und einfach einschlief, völlig unabhängig davon, ob Dustin bereits da lag oder nicht.
Beim ersten Mal als das passiert war, hatte Dustin noch mit angehaltenem Atem darauf gewartet, dass Mark seine Anwesenheit registrierte und ihn kurz und bündig rauswarf.
War aber nicht passiert. Mark war schon eingeschlafen, bevor sein Kopf überhaupt auf dem Kissen gelandet war. Er hatte Dustins Arm unter sich begraben.
Dustin zuckte ein paar Mal probeweise, aber Mark rührte sich keinen Millimeter. Er war schwerer als es seine magere Gestalt vermuten ließ.
Sein Gesicht war nur wenige Zentimeter vor Dustins in das Kissen gedrückt. Seine Pupillen zuckten unter den Augenlidern und sein Mund war sogar im Schlaf zu einer ernsten Linie zusammengepresst.
Dustins Arm schlief ein, lange bevor Dustin einschlief.
Als es das zweite Mal passierte, dachte er rechtzeitig daran Marks zusammenbrechender Gestalt auszuweichen. Die äußerste Ritze zwischen Wand und Matratze war auch kein schlechter Platz zum schlafen. Irgendwie.
Falls es Mark jemals auffiel, dass mehr in seinem Bett lag als zerkrümelte Kekse und benutzte Socken, kommentierte er es nicht. Aber vielleicht bemerkte er es auch einfach nur nicht. Bei Mark war das schwer zu sagen.
Mark war ein unbequemer Schläfer.
Er bewegte sich viel und ruckartig und Dustin bekam haufenweise spitze Ellbogen in die Rippen. Er war hart und kantig und kein bisschen anschmiegsam, und es war, als ob er sogar im Schlaf immerzu angespannt war. Vielleicht war es sein überaktives Gehirn, das ohne Pause endlose Reihen von Nullen und Einsern produzierte und ihn in Code träumen ließ, in endlosen, entrückten Strängen von HTML und Java. Sogar seine Locken waren drahtig und abweisend.
Es waren unbequeme Nächte, viel zu warm und auf zu engem Raum.
Das hielt Dustin trotzdem nicht davon ab, viel und gerne auf Marks Bett einzuschlafen, wann immer sich die Gelegenheit ergab.
Bis er eines Abends von seinem letzten Seminar zurückkam und da lag bereits jemand anderes auf Marks Bett.
Dustin stockte mitten im Schritt und stolperte, so dass er mit einer uneleganten Pirouette auf der Kante landete.
„Dustin, das ist Eduardo“, verkündete Chris von der Tür. Er hielt drei Flaschen Bier in der Hand.
„Hey“, sagte Dustin ein wenig atemlos. Er blickte zu Chris und wieder zurück zu dem Eindringling auf dem Bett.
„Wir haben ‚Marketing‘ zusammen“, sagte Chris, der Dustins verwirrte Blicke meistens richtig deuten konnte.
„Hallo“, erwiderte Eduardo. Er klang überraschend scheu.
Eduardo hatte große, dunkle Bambiaugen, trug Anzüge mit gebügelten Hemden und studierte, Gott bewahre, Wirtschaft. Er war groß und gutaussehend und hatte offenbar Geld, und Dustin hatte absolut nicht die geringste Ahnung, was jemand wie Eduardo mit Leuten wie ihnen anfangen wollte. Noch weniger hatte er eine Ahnung, was Eduardo auf Marks zerwühlten Bett zu suchen hatte, wo er in seinem Satinhemd aussah wie ein besonders schöner, völlig deplatzierter Dekorationsgegenstand.
Chris reichte ihm ein Bier und Dustin blickte zwischen Mark und Eduardo hin und her. Mark saß falsch herum auf seinem Schreibtischstuhl, die Arme auf die Lehne gestützt und hielt irgendeinen schnellen, abgehackten Monolog darüber wie man eine Firewall hackte. Eduardo hing fasziniert an seinen Lippen.
Mark verzog keine Miene und blickte an ihm vorbei aus dem Fenster, während er sprach, aber das war das erste Mal seit geschätzten drei Wochen, dass Dustin ihn mit dem Rücken zum Bildschirm erwischte.
Dustin war sicher, dass das etwas zu bedeuten hatte.
Er hatte nur keine Ahnung was.
Die Antwort darauf kam einige Wochen später.
Vielleicht. Vielleicht war es auch keine Antwort auf irgendwas.
Eduardo war da und er ging auch nicht mehr weg, und Dustin begann sich daran zu gewöhnen, dass er so häufig in ihrer WG herumhing, als sei er praktisch eingezogen. Aber das war okay. Wardo war super. Er stockte ihren Biervorrat auf, wann immer der drohte zur Neige zu gehen und er hatte nichts dagegen Dustin sämtliche Mädchen in seinen Kursen vorzustellen. Er schaffte es sogar ab und zu, dass Mark Lebensmittel zu sich nahm, die nicht nur aus Farbstoff und Alkohol bestanden.
Aus unerfindlichen Gründen störte es ihn nie, wenn sie stundenlang über Codes redeten oder seinen Laptop missbrauchten, weil ihre eigenen grade ausgelastet waren.
Er mochte sie.
Anfangs hatte Dustin angenommen, er sei vielleicht wegen Chris da.
Chris war so ekelhaft diskret mit seinem Liebesleben und er sagte selten direkt, wenn er auf jemanden stand. Als ob Dustin irgendein Problem damit hätte. Als ob Mark das mit mehr als einem Achselzucken zur Kenntnis nehmen würde. Niemand kümmerte das. Aber so war Chris. Diskret. Zurückhaltend.
Außer es ging darum Pornos runterzuladen.
Auf jeden Fall hätte es sein können. Dustin glaubte nicht so sehr an Klischées, aber Wardo hatte die gepflegtesten Fingernägel von allen Jungs, die er kannte.
Nach einigen Tagen hatte Dustin diese Gedanken wieder an den Nagel gehängt. Chris mochte Wardo, so viel war klar. Aber eben auch nicht so.
Und dann kam der Zeitpunkt an dem er sich fragte, wie er so blind hatte sein können.
Es war weit nach Mitternacht als Dustin in Marks Zimmer stolperte.
Der Computer lief (wie immer) und das bläuliche Licht des Bildschirms war die einzige Lichtquelle. Mark war weit und breit nicht zu sehen.
Dustin war mehr als angeheitert und er hatte einen Knutschfleck auf dem Hals. Chloe hatte ihm ihre Nummer in die Hosentasche geschoben und Dustin war angesäuselt und glücklich und emotional, und er vermisste Marks viel zu warmes, vollgekrümeltes Bett und seine drahtigen Locken und sogar die spitzen Ellbogen.
Ohne hinzusehen und mit einem Glucksen ließ er sich mit dem Gesicht voran auf Marks Bett fallen.
Und landete direkt neben einer zusammengerollten Gestalt.
„Gwah!“ Dustin unmännliches Quieken wurde von dem Kissen verschluckt. Er wedelte mit den Armen und hustete eine Feder aus.
Wardo! Es war Wardo. Und er lag in Marks Bett, als ob er da hingehörte, wie der Teddy, den Marks Mutter ihm geschenkt hatte. Mitten zwischen die Kekskrümel und getragene Socken.
„Shit!“ Dustin rang nach Luft. Sein Herz pumpte wie die überlastete Lüftung seines Rechners.
„M’rk-…“ murmelte Wardo und rutschte näher.
„Uhm sorry“, flüsterte Dustin und stützte sich auf die Ellbogen. „Ich bin gleich weg, falsches Zimmer, kann mal passieren, nichts für ungut, Kumpel…“
„Mark…“ Es war ein leises, sehnsüchtiges Seufzen und Dustin hörte mitten im Satz auf zu reden.
Es war der Tonfall. Er hatte noch nie gehört, dass Wardo irgendetwas in diesem Tonfall gesagt hatte.
Wardos Hand war auf seinen Rücken gewandert.
„Uhm…“ Dustin blinzelte und fühlte sich schlagartig sehr wach und sehr ernüchtert.
Es war ein Gefühl wie die Sprungfeder, die sich in seine Nieren bohrte, wann immer er sich umdrehte, plötzlich und schmerzhaft.
Wardo murmelte irgendetwas Unverständliches und rutschte in einer fließenden Bewegung so nah an Dustin heran, dass kein Blatt Papier mehr dazwischen gepasst hätte.
Ein Strahl Mondlicht erwischte sein Gesicht. Sein Gesicht war weiß und entspannt und seine Wimpern malten schwarze Schatten auf seine Wangen.
Dustin hielt die Luft an. Und er dachte SHIT in Großbuchstaben.
Marks Bett war plötzlich enger als es je zu vor gewesen. Zu klein, zu überhitzt. Viel zu wenig Platz für zwei Menschen. Wardos Hand hatte Dustins T-Shirt nach oben geschoben und Krümel kratzten unfreundlich auf seiner bloßen Haut.
Wardo vergrub das Gesicht an Dustins Hals wie ein Hund. Warmer Atem streifte Dustins Nacken. Und wieder: „Mark.“ Es war wie ein langes, tiefes Ausatmen.
Mark. Mark.
Und das war die Antwort. Vielleicht. Auf alle Fragen, die Dustin nicht gestellt hatte.
Wardo mochte sie.
Aber mehr als alles andere…mochte er Mark.
no subject
Date: 2011-02-26 09:14 am (UTC)es ist toll*-* armer dustin._. aber es ist toll*-*
jetzt will ich mehr ö_ö
ich liebe die unelegante Pirouette*g*
Es war ein Gefühl wie die Sprungfeder, die sich in seine Nieren bohrte, wann immer er sich umdrehte, plötzlich und schmerzhaft.
und der Satz sticht einem ins herz. óò
no subject
Date: 2011-02-26 09:53 am (UTC)Ich finde es auch relativ unbeendet. Es ist ja mehr der Anfang von irgendwas, als das Ende. Ich hab keine Ahnung, wie das weiterlaufen könnte, aber ich sollte vllt einfach wieder frei assoziativ drauflos schreiben. *g*
no subject
Date: 2011-02-26 10:28 am (UTC)schon irgendwie sehr traurig, den angestammten platz zu verlieren...auch wenns an wen ist den man mag und das eigene bett doch so unbequem ist!
(mal ganz davon abgesehen, dass ich eduardo entzückend finde *___*)
no subject
Date: 2011-02-26 10:36 am (UTC)Und juhuu - jemand liest TSN-fics! *freu* Hab gar nicht damit gerechnet, dass das irgendwer gesehen hat/dazu auch noch was lesen würde. ^_^
no subject
Date: 2011-02-26 11:01 am (UTC)(und wenn kleine bambis vorkommen :D)
no subject
Date: 2011-02-26 12:29 pm (UTC)no subject
Date: 2011-02-26 12:30 pm (UTC)Bitte spam mit! Es kann doch nicht sein, dass ich wir bisher nur einen Eintrag zu dem Tag haben!
no subject
Date: 2011-02-26 12:47 pm (UTC)no subject
Date: 2011-02-26 12:51 pm (UTC)Bester Film des Jahres.
Warte - soll ich dir ein paar Musikvideos linken? =)
no subject
Date: 2011-02-26 12:59 pm (UTC)Hab gerade gesehen, Du liebst Eames/Arthur auch?
no subject
Date: 2011-02-26 01:08 pm (UTC)Okay, offensichtlich müssen wir Freunde sein! ^__^
http://community.livejournal.com/mark_eduardo/127972.html
Dann kennst du das bestimmt, ne?
Oh je Diplomarbeit - schlimme Erinnerung. Viel Glück und gutes Durchhalten. Und danach - stürz dich ins Fandom!
no subject
Date: 2011-02-26 01:18 pm (UTC)Wir müssen definitiv! Aber ich muss Dich warnen, ich fangirle ständig (meistens über Jesse Eisenberg/TSN und Breaking Bad) und jammere hin und wieder in meinem LJ. Und ich liebe Picspams!
Das ist der Plan. ;)
no subject
Date: 2011-02-26 01:24 pm (UTC)Und yay - Picspams! *g*
Keine Sorge, tu dir keinen Zwang an. Ich liebe Picspams.
Von Breaking Bad hab ich bisher nur die erste Folge gesehen, aber das kenn ich wenigstens auch ein bisschen. =)
no subject
Date: 2011-02-26 05:55 pm (UTC)*hasp*
Soviel also zu den gepflegten Fingernägeln. XD
Aber... armer Dustin... ._. Eduardo und Mark sind aber auch einfach toll! <3
Hach, es hat riesigen Spaß gemacht, es zu lesen *o*
no subject
Date: 2011-02-26 06:07 pm (UTC)*flausch*
Freut mich, dass du Spaß hattest! ^____^ Dustin ist ne kleine Flauschkugel. *auf icon deut* ^.^
no subject
Date: 2011-03-01 10:39 am (UTC)Das mit Eduardos gepflegten Fingernägel kann ich mir irgendwie ziemlich gut vorstellen und Andrew Garfield scheint die ja auch zu haben :D
Dass alle (bzw Dustin und Wardo) regelmässig in Marks Bett schlafen gehört jetzt zu meinem personal canon. Außerdem muss ich mich den anderen anschließen und sagen: MEEEHR? Bitte? :)
no subject
Date: 2011-03-01 11:23 am (UTC)Es kann doch nicht angehen, dass ich als einzige zu diesem Fandom hier rumspamme.
Schön, dass es dir gefallen hat. ^__^
Es hat auch total Spaß gemacht das zu schreiben.
no subject
Date: 2011-03-01 02:26 pm (UTC)