Valentinstagschallenge
Feb. 14th, 2011 11:51 amChallenge: Valentinstag 1.) (verfehlt oder so)
Titel: Das schönste Valentinstagsgeschenk
Fandom: Original
Wörter: 1094
Kommentar: Tracy wurder hier schon hier schon vorgestellt. Ich mag das Ende nicht, aber irgendwie hat mich dann die Konzentration zu sehr verlassen. Ich hoffe, beim nächsten Mal, gelingt sie mir besser. Und ich weiß, ich bräuchte dringend mal einen Namen für ihn.
Das schönste Valentinstagsgeschenk
Der Winter war vorbei. Oder zumindest fast. Im Moment spielte das Wetter einfach nur verrückt und zog und zerrte an Tracys Laune - und natürlich an ihrem Kreislauf.
Aber das war eigentlich fast jedes Jahr der Fall und sie wusste, es würde auch irgendwann ein Ende nehmen. Sie musste nur durchhalten. Dass sie ausgerechnet heute in die Arbeit musste, störte sie da viel mehr, als die drohenden Schwindelanfälle und die kalten Gliedmaßen aufgrund niedrigen Blutdrucks.
Heute war der Tag aller Tage, den sie am liebsten aus dem Kalender streichen wollte. Ihr Vorgesetzter hatte für dieses Jahr eine besonders bescheuerte Idee geboren und irgendwie fürchtete sich Tracy schon vor ihrer viel zu langen Schicht im Laden.
Die heutigen Uniformen waren - man wird es vielleicht ahnen - ROSA! Von allen Farben, die man wählen konnte, war es natürlich ausgerechnet die. Damit hätte sie sich ja auch arrangieren können. Halbwegs. Aber zusätzlich musste sie heute alle noch eine lächerliche Kopfbedeckung mit einem wippenden Herz tragen.
Tracy schauderte, als sie an die Besprechung vor zwei Wochen zurückdachte. Dort wurden ihnen für diesen Tag die Uniformen präsentiert. Danach wollte an dem Tag niemand mehr arbeiten.
Zumindest war sie nun nicht die einzige Leidende, denn der Ladenbesitzer hatte niemanden einen freien Tag an diesem Datum gegönnt. Die Argumentation war natürlich durchaus nachvollziehbar. Sie würden jede Hilfe brauchen, die sie kriegen konnten.
Zu Valentinstag waren die Menschen fast genauso verrückt wie zu Weihnachten. Und das, obwohl es noch nicht einmal offiziell was zu feiern gab. Tracy konnte das einfach nicht verstehen und sie war froh, wenn ihr Dienst vorbei war.
Es war später nachmittag, kurz vor ihrem Dienstschluss, da tauchte jemand im Laden auf, mit dem sie so gar nicht gerechnet hatte. Am liebsten hätte sie sich jetzt sofort diese peinlichen Klamotten vom Leib gerissen, wenn es nicht darin geendet hätte, dass es für sie nur noch peinlicher wurde.
"Übernimm Mal", sagte sie hastig zu ihrer Kollegin und verschwand nach hinten in den Laden. Ihr Herz raste und sie hoffte, dass er sie nicht schon gesehen hatte. Sie wollte irgendwie nicht in diesem peinlichen Aufzug ausgerechnet diesen Mann treffen.
Nicht, nachdem sie die letzten zwei Monate viel zu sehr genossen hatte, sich mit ihm auf freundschaftlicher Basis zu treffen, obwohl von seiner Seite nur allzu deutlich war, dass er sie wirklich sehr mochte. Aufmerksamkeit, die sie sich von ihrem letzten Partner gewünscht hätte.
"Warte... du kannst doch nicht...", hörte Tracy ihre Kollegin protestieren, aber da war sie dann schon weg und trank im Pausenraum ein paar kräftige Schlucke mit Wasser, um sich zu beruhigen und ihre rasenden Gedanken wieder unter Kontrolle zu bringen.
Als sie wieder in den Verkaufsraum trat, war ihre Kollegin gerade an ihren - platonischen - Freund herangetreten und fragte hilfsbereit und freundlich: "Guten Tag, kann ich Ihnen helfen?"
Nun neugierig belauschte sie das Gespräch.
"Nein danke. Ich warte nur auf Tracy. Sie hat doch bald Dienstschluss nicht wahr?"
Ihre Kollegin lächelte daraufhin: "Da sind sie etwas früh dran. Schichtwechsel ist erst in zwanzig Minuten. Wollen Sie sie vielleicht mit einer Blume überraschen?"
Das leise, amüsierte Lachen ließ Tracy ganz warm werden und bevor ihr Freund sich noch überzeugen ließ, wollte sie eigentlich einschreiten, aber sie blieb stocksteif stehen, als er erwiderte: "Nein. Ich glaube nicht, dass sie davon so begeistert wäre."
Wieso? Wie schaffte es dieser Mann immer genau das richtige zu sagen und das richtige zu tun. Sie hatte nicht den Eindruck, dass sie sich wirklich so gut kannten und doch durchschaute er sie mit so einer Leichtigkeit, dass es Tracy Angst machte. Angst, weil sie nur zu genau spürte, dass er ihr Stück für Stück das Herz raubte. Und sie wollte es eigentlich behalten. Diesmal wollte sie es wirklich ganz für sich behalten, damit es niemand mehr misshandeln konnte.
"Das ist ja eine Überraschung...", mischte sie sich nun doch ein, um zu verhindern, dass ihre Kollegin ihn vielleicht doch noch überzeugte. Aber innerlich war sie so angespannt, dass sie befürchtete, man sah es ihr trotz des Lächelns an.
Das Glitzern in seinen Augen gefiel ihr auch ganz und gar nicht und es dauerte etwas, bis er seinen Blick abwandte und erwiderte: "Ich wollte dich abholen. Ich warte dann draußen auf dich." Er wollte gerade den Laden wieder verlassen, da fügte er noch vorsichtig hinzu: "Du hast du nachher noch nichts vor, oder?"
Tracy hatte das Gefühl, dass es ausgerechnet heute auf ein Date rauslaufen würde. Etwas das viel, viel zu klischeehaft war, aber dennoch konnte sie ihm keine Abfuhr erteilen. Also lächelte sie gequält und schüttelte den Kopf.
Das Lächeln ihres Freundes, ließ ihr Herz wieder schneller schlagen, genauso wie die sanften Worte: "Ich warte dann draußen auf dich."
Zwanzig Minuten konnten sich wirklich endlos hinziehen, aber schließlich konnte Tracy doch endlich Feierabend machen. Und diese bescheuerte Uniform loswerden. Sie hatte jetzt ein ganzes Jahr Ruhe davor und wollte diesen Moment wirklich genießen. genau 365 Tage musste sie dieses gräßliche Zeug nicht mehr anziehen und sie hoffte wirklich, dass der Ladenbesitzer nächstes Jahr von so einer Aktion absah.
"Da bin ich", begrüßte sie ihren Freund, der tatsächlich geduldig gewartet hatte. "Wie komme ich zu der Ehre, dass du mich abholst?" Sie waren kein Paar - sie waren immer noch in der Phase, sich besser kennen zu lernen. Warum also ausgerechnet heute?
"Gina hat so lange auf mich eingeredet, dass ich gegangen bin. Ich weiß nicht warum, aber sie scheint uns nicht zu glauben, dass wir nur Freunde sind."
Ja, das klang sehr nach ihrer besten Freundin. Die hatte immer ihre eigene Meinung und egal was man dagegen vorzubringen hatte, sie drehte sich die Sache immer so, dass es wieder ihrer Meinung entsprach.
"Wenn es dir aber ungelegen kommt, fahre ich nach Hause..." Der Gedanke widerstrebte Tracy allerdings sehr.
"Nein, tut es nicht. Ich hatte heute nur noch vor, mich zu duschen und dann vor dem Fernseher heiße Schokolade zu trinken und mich darüber aufzuregen, dass es nur Liebesfilme spielt." Dabei machte sie sich auch schon auf den Weg nach Hause und genoss die Wärme, die sie immer erfasste, wenn dieser besondere Freund sie begleitete.
"Ist es in Ordnung, dir Gesellschaft zu leisten."
Tracy lachte leise. "Solange du das Duschen nicht miteinbeziehst, habe ich nichts dagegen."
"Ich kann dir ja inzwischen die heiße Schokolade machen", bot er an und Tracy lächelte.
"Das wäre schön", erwiderte sie und hatte zum ersten Mal das Gefühl, dass solche Valentinstage vielleicht doch nicht so schlecht waren. Nicht mit dieser Person jedenfalls, die so süß zu ihr war und dafür nicht mehr ausgegeben hatte, als einfach etwas Zeit für sie.
Titel: Das schönste Valentinstagsgeschenk
Fandom: Original
Wörter: 1094
Kommentar: Tracy wurder hier schon hier schon vorgestellt. Ich mag das Ende nicht, aber irgendwie hat mich dann die Konzentration zu sehr verlassen. Ich hoffe, beim nächsten Mal, gelingt sie mir besser. Und ich weiß, ich bräuchte dringend mal einen Namen für ihn.
Das schönste Valentinstagsgeschenk
Der Winter war vorbei. Oder zumindest fast. Im Moment spielte das Wetter einfach nur verrückt und zog und zerrte an Tracys Laune - und natürlich an ihrem Kreislauf.
Aber das war eigentlich fast jedes Jahr der Fall und sie wusste, es würde auch irgendwann ein Ende nehmen. Sie musste nur durchhalten. Dass sie ausgerechnet heute in die Arbeit musste, störte sie da viel mehr, als die drohenden Schwindelanfälle und die kalten Gliedmaßen aufgrund niedrigen Blutdrucks.
Heute war der Tag aller Tage, den sie am liebsten aus dem Kalender streichen wollte. Ihr Vorgesetzter hatte für dieses Jahr eine besonders bescheuerte Idee geboren und irgendwie fürchtete sich Tracy schon vor ihrer viel zu langen Schicht im Laden.
Die heutigen Uniformen waren - man wird es vielleicht ahnen - ROSA! Von allen Farben, die man wählen konnte, war es natürlich ausgerechnet die. Damit hätte sie sich ja auch arrangieren können. Halbwegs. Aber zusätzlich musste sie heute alle noch eine lächerliche Kopfbedeckung mit einem wippenden Herz tragen.
Tracy schauderte, als sie an die Besprechung vor zwei Wochen zurückdachte. Dort wurden ihnen für diesen Tag die Uniformen präsentiert. Danach wollte an dem Tag niemand mehr arbeiten.
Zumindest war sie nun nicht die einzige Leidende, denn der Ladenbesitzer hatte niemanden einen freien Tag an diesem Datum gegönnt. Die Argumentation war natürlich durchaus nachvollziehbar. Sie würden jede Hilfe brauchen, die sie kriegen konnten.
Zu Valentinstag waren die Menschen fast genauso verrückt wie zu Weihnachten. Und das, obwohl es noch nicht einmal offiziell was zu feiern gab. Tracy konnte das einfach nicht verstehen und sie war froh, wenn ihr Dienst vorbei war.
Es war später nachmittag, kurz vor ihrem Dienstschluss, da tauchte jemand im Laden auf, mit dem sie so gar nicht gerechnet hatte. Am liebsten hätte sie sich jetzt sofort diese peinlichen Klamotten vom Leib gerissen, wenn es nicht darin geendet hätte, dass es für sie nur noch peinlicher wurde.
"Übernimm Mal", sagte sie hastig zu ihrer Kollegin und verschwand nach hinten in den Laden. Ihr Herz raste und sie hoffte, dass er sie nicht schon gesehen hatte. Sie wollte irgendwie nicht in diesem peinlichen Aufzug ausgerechnet diesen Mann treffen.
Nicht, nachdem sie die letzten zwei Monate viel zu sehr genossen hatte, sich mit ihm auf freundschaftlicher Basis zu treffen, obwohl von seiner Seite nur allzu deutlich war, dass er sie wirklich sehr mochte. Aufmerksamkeit, die sie sich von ihrem letzten Partner gewünscht hätte.
"Warte... du kannst doch nicht...", hörte Tracy ihre Kollegin protestieren, aber da war sie dann schon weg und trank im Pausenraum ein paar kräftige Schlucke mit Wasser, um sich zu beruhigen und ihre rasenden Gedanken wieder unter Kontrolle zu bringen.
Als sie wieder in den Verkaufsraum trat, war ihre Kollegin gerade an ihren - platonischen - Freund herangetreten und fragte hilfsbereit und freundlich: "Guten Tag, kann ich Ihnen helfen?"
Nun neugierig belauschte sie das Gespräch.
"Nein danke. Ich warte nur auf Tracy. Sie hat doch bald Dienstschluss nicht wahr?"
Ihre Kollegin lächelte daraufhin: "Da sind sie etwas früh dran. Schichtwechsel ist erst in zwanzig Minuten. Wollen Sie sie vielleicht mit einer Blume überraschen?"
Das leise, amüsierte Lachen ließ Tracy ganz warm werden und bevor ihr Freund sich noch überzeugen ließ, wollte sie eigentlich einschreiten, aber sie blieb stocksteif stehen, als er erwiderte: "Nein. Ich glaube nicht, dass sie davon so begeistert wäre."
Wieso? Wie schaffte es dieser Mann immer genau das richtige zu sagen und das richtige zu tun. Sie hatte nicht den Eindruck, dass sie sich wirklich so gut kannten und doch durchschaute er sie mit so einer Leichtigkeit, dass es Tracy Angst machte. Angst, weil sie nur zu genau spürte, dass er ihr Stück für Stück das Herz raubte. Und sie wollte es eigentlich behalten. Diesmal wollte sie es wirklich ganz für sich behalten, damit es niemand mehr misshandeln konnte.
"Das ist ja eine Überraschung...", mischte sie sich nun doch ein, um zu verhindern, dass ihre Kollegin ihn vielleicht doch noch überzeugte. Aber innerlich war sie so angespannt, dass sie befürchtete, man sah es ihr trotz des Lächelns an.
Das Glitzern in seinen Augen gefiel ihr auch ganz und gar nicht und es dauerte etwas, bis er seinen Blick abwandte und erwiderte: "Ich wollte dich abholen. Ich warte dann draußen auf dich." Er wollte gerade den Laden wieder verlassen, da fügte er noch vorsichtig hinzu: "Du hast du nachher noch nichts vor, oder?"
Tracy hatte das Gefühl, dass es ausgerechnet heute auf ein Date rauslaufen würde. Etwas das viel, viel zu klischeehaft war, aber dennoch konnte sie ihm keine Abfuhr erteilen. Also lächelte sie gequält und schüttelte den Kopf.
Das Lächeln ihres Freundes, ließ ihr Herz wieder schneller schlagen, genauso wie die sanften Worte: "Ich warte dann draußen auf dich."
Zwanzig Minuten konnten sich wirklich endlos hinziehen, aber schließlich konnte Tracy doch endlich Feierabend machen. Und diese bescheuerte Uniform loswerden. Sie hatte jetzt ein ganzes Jahr Ruhe davor und wollte diesen Moment wirklich genießen. genau 365 Tage musste sie dieses gräßliche Zeug nicht mehr anziehen und sie hoffte wirklich, dass der Ladenbesitzer nächstes Jahr von so einer Aktion absah.
"Da bin ich", begrüßte sie ihren Freund, der tatsächlich geduldig gewartet hatte. "Wie komme ich zu der Ehre, dass du mich abholst?" Sie waren kein Paar - sie waren immer noch in der Phase, sich besser kennen zu lernen. Warum also ausgerechnet heute?
"Gina hat so lange auf mich eingeredet, dass ich gegangen bin. Ich weiß nicht warum, aber sie scheint uns nicht zu glauben, dass wir nur Freunde sind."
Ja, das klang sehr nach ihrer besten Freundin. Die hatte immer ihre eigene Meinung und egal was man dagegen vorzubringen hatte, sie drehte sich die Sache immer so, dass es wieder ihrer Meinung entsprach.
"Wenn es dir aber ungelegen kommt, fahre ich nach Hause..." Der Gedanke widerstrebte Tracy allerdings sehr.
"Nein, tut es nicht. Ich hatte heute nur noch vor, mich zu duschen und dann vor dem Fernseher heiße Schokolade zu trinken und mich darüber aufzuregen, dass es nur Liebesfilme spielt." Dabei machte sie sich auch schon auf den Weg nach Hause und genoss die Wärme, die sie immer erfasste, wenn dieser besondere Freund sie begleitete.
"Ist es in Ordnung, dir Gesellschaft zu leisten."
Tracy lachte leise. "Solange du das Duschen nicht miteinbeziehst, habe ich nichts dagegen."
"Ich kann dir ja inzwischen die heiße Schokolade machen", bot er an und Tracy lächelte.
"Das wäre schön", erwiderte sie und hatte zum ersten Mal das Gefühl, dass solche Valentinstage vielleicht doch nicht so schlecht waren. Nicht mit dieser Person jedenfalls, die so süß zu ihr war und dafür nicht mehr ausgegeben hatte, als einfach etwas Zeit für sie.
no subject
Date: 2011-02-14 05:29 pm (UTC)Ich finde Tracy ganz, ganz toll und kann sie wirklich gut verstehen... es gibt Jobs, die müssen am Valentinstag wirklich nicht sein. x_X Und dann taucht auch nicht der Freund auf. Oder... fast-Freund. Irgendwie... sowas. XD
Wann verkuppelst du sie? ^-^
no subject
Date: 2011-02-14 05:31 pm (UTC)ich schätze, wenn es der Typ gar nicht mehr erwartet.
Oder es Gina reicht, dass Tracy sich nicht entscheidet und den Typen in der Luft hängen lässt.