Spam die Sechste
Feb. 6th, 2011 08:43 pmChallenge: Flucht
Fandom: Original
Anmerkung: Total spontan entstanden und... nicht sehr positiv.
Sollte es das gewesen sein?
Vorbei?
Einfach so?
Sie stand vor dem großen Gebäude und wusste nicht, was sie jetzt tun sollte.
Jemanden anrufen?
Vielleicht... ja, das wäre wohl das beste.
Sonja war zwar gerade arbeiten, aber unter diesen Umständen hätte sie bestimmt Verständnis.
Sechs Jahre. Sechs Jahre, die nicht ohne Tiefen vergangen waren aber die ihr jetzt wie das Paradies auf Erden vorkamen. Schon komisch, wie ein einziges Ereignis die Sicht auf die Dinge verändern konnte. Nur ein einziges Ereignis. Ein paar eigentlich vollkommen unbedeutende Worte. Worte, die man in jeder Serie, in jedem Film hören konnte. Und die man erst dann wirklich begriff, wenn sie einen selbst betrafen.
Ein bitteres Lächeln huschte für einen winzigen Moment über ihre Lippen.
Warum fühlte es sich dann nicht so an, als würden sie sie betreffen? Als wäre es nicht sie, deren Welt gerade in winzige Scherben zerbrochen war. Als wäre es... jemand anderes.
Ihre Augen brannten.
Die Sicht verschwamm.
Jemand ging an ihr vorbei.
Kinder wurden von der Mutter zur Ordnung gerufen und jemand wurde von einer resoluten Stimme gerügt, weil er rauchte. Das alles... bemerkte sie nicht einmal.
„Entschuldigung? Geht es Ihnen gut?“ Der Mann trug weiß. Mehr sah sie durch den Tränenschleier nicht.
„Ja... alles in Ordnung...“ Lüge. Und das nicht einmal eine besonders gute. Aber der Mann reichte ihr nur eine Packung Taschentücher und ging weiter. Sicherlich hatte er keine Zeit, sich um in Tränen aufgelöste Frauen zu kümmern, die der Wahrheit nicht ins Auge sehen wollten.
Die es einfach nicht konnten weil sie dann zusammenbrechen würde.
Zusammenbrechen und nie wieder aufstehen.
Er hatte sie doch heiraten wollen!
Auch wenn sie diejenige war, die ihn gefragt hatte.
Er hätte sich doch niemals getraut.
Er, der Verträumte, Sensible. Der Künstler.
Dagegen sie... die Energische, Offene. Die Eventmanagerin. Immer alles unter Kontrolle.
Alles... unter Kontrolle.
Sie öffnete ihre Handtasche und suchte nach ihrem Handy.
Ihre Hand zitterte so stark, dass es ewig brauchte, bis sie es wirklich rausgeholt hatte.
Die beiden Anhänger schlugen klimpernd aneinander, während sie durch die gespeicherten Nummern scrollte.
Sonja... Da war sie.
Sie drückte auf Anrufen.
Wartete.
Und wartete.
„Hi, Schatz! Sorry, es ist gerade echt ungünstig, hier ist die Hölle los.“
„Jens hatte einen Unfall.“ Ihre Stimme war kaum verständlich. Mehr ein Schluchzen.
Sonja schweigt. „Ist er...“
„Bitte... kannst du mich abholen? Marienkrankenhaus...“
„Ja! Ja, natürlich. Bist du am Haupteingang?“
„Ja...“
„Bleib dort. Ich sag meinen Kollegen Bescheid und komme. Bin in einer halben Stunde da, hörst du?“
„Mhm...“
Fandom: Original
Anmerkung: Total spontan entstanden und... nicht sehr positiv.
Sollte es das gewesen sein?
Vorbei?
Einfach so?
Sie stand vor dem großen Gebäude und wusste nicht, was sie jetzt tun sollte.
Jemanden anrufen?
Vielleicht... ja, das wäre wohl das beste.
Sonja war zwar gerade arbeiten, aber unter diesen Umständen hätte sie bestimmt Verständnis.
Sechs Jahre. Sechs Jahre, die nicht ohne Tiefen vergangen waren aber die ihr jetzt wie das Paradies auf Erden vorkamen. Schon komisch, wie ein einziges Ereignis die Sicht auf die Dinge verändern konnte. Nur ein einziges Ereignis. Ein paar eigentlich vollkommen unbedeutende Worte. Worte, die man in jeder Serie, in jedem Film hören konnte. Und die man erst dann wirklich begriff, wenn sie einen selbst betrafen.
Ein bitteres Lächeln huschte für einen winzigen Moment über ihre Lippen.
Warum fühlte es sich dann nicht so an, als würden sie sie betreffen? Als wäre es nicht sie, deren Welt gerade in winzige Scherben zerbrochen war. Als wäre es... jemand anderes.
Ihre Augen brannten.
Die Sicht verschwamm.
Jemand ging an ihr vorbei.
Kinder wurden von der Mutter zur Ordnung gerufen und jemand wurde von einer resoluten Stimme gerügt, weil er rauchte. Das alles... bemerkte sie nicht einmal.
„Entschuldigung? Geht es Ihnen gut?“ Der Mann trug weiß. Mehr sah sie durch den Tränenschleier nicht.
„Ja... alles in Ordnung...“ Lüge. Und das nicht einmal eine besonders gute. Aber der Mann reichte ihr nur eine Packung Taschentücher und ging weiter. Sicherlich hatte er keine Zeit, sich um in Tränen aufgelöste Frauen zu kümmern, die der Wahrheit nicht ins Auge sehen wollten.
Die es einfach nicht konnten weil sie dann zusammenbrechen würde.
Zusammenbrechen und nie wieder aufstehen.
Er hatte sie doch heiraten wollen!
Auch wenn sie diejenige war, die ihn gefragt hatte.
Er hätte sich doch niemals getraut.
Er, der Verträumte, Sensible. Der Künstler.
Dagegen sie... die Energische, Offene. Die Eventmanagerin. Immer alles unter Kontrolle.
Alles... unter Kontrolle.
Sie öffnete ihre Handtasche und suchte nach ihrem Handy.
Ihre Hand zitterte so stark, dass es ewig brauchte, bis sie es wirklich rausgeholt hatte.
Die beiden Anhänger schlugen klimpernd aneinander, während sie durch die gespeicherten Nummern scrollte.
Sonja... Da war sie.
Sie drückte auf Anrufen.
Wartete.
Und wartete.
„Hi, Schatz! Sorry, es ist gerade echt ungünstig, hier ist die Hölle los.“
„Jens hatte einen Unfall.“ Ihre Stimme war kaum verständlich. Mehr ein Schluchzen.
Sonja schweigt. „Ist er...“
„Bitte... kannst du mich abholen? Marienkrankenhaus...“
„Ja! Ja, natürlich. Bist du am Haupteingang?“
„Ja...“
„Bleib dort. Ich sag meinen Kollegen Bescheid und komme. Bin in einer halben Stunde da, hörst du?“
„Mhm...“
no subject
Date: 2011-02-06 08:19 pm (UTC)no subject
Date: 2011-02-06 09:17 pm (UTC)ja. genau so ist das...immer wenn das schlimmste über einen hineinbricht fühlt es sich einfach nicht echt an >.< schock halt.
wenigstens hat sie jemanden der vorbeikommt...da kann sie dann wegknicken!
no subject
Date: 2011-02-06 10:44 pm (UTC)Meine Protagonistin hat zum Glück eine liebe beste Freundin, die sich um sie kümmern. ^^
no subject
Date: 2011-02-07 02:27 pm (UTC)