Titel: Klassentreffen
Fandom: Original
Challenge: Outing
Wörter: 1407
Warning: unbetaed und not proofread; pointless
Kommentar: Letztlich ist es wieder mal ganz anders geworden, als ich es mir vorgestellt hab. Aber zumindest habe ich es geschafft, überhaupt was zu schreiben. Das scheint mir in letzter Zeit wieder schwerer zu fallen. Und es ist wohl auch nur im Entferntesten ein Outing.
Das Klassentreffen
Sie hatte ein unglaublich schlechtes Gefühl seit sie die Einladung zum Klassentreffen ihres Abschlussjahrgangs erhalten hatte. Sie wusste, dass sie besser nicht hingehen sollte. Was hatte sie schon vorzuweisen? Sie hatte, so gut wie nichts erreicht, worauf man stolz sein konnte.
Fast nichts.
sie hatte einen ziemlich festen Job und wenn sie dort rausgeschmissen wurde, vielleicht nahm man sie in einer Kinderstube als Pädagogin. Oder sie machte sich selbstständig.
Das Einzige, weshalb sie nicht dorthin wollte, war eigentlich nur, weil sie Angst vor der Frage hatte: "Und was machst du derzeit so?"
Sie wollte nicht lügen, aber die Wahrheit war peinlich. Ja, sie schämte sich dafür, auch wenn es gutes Geld war und es nicht so schien, als würde sie bald abgesetzt werden. Sie hatte noch Gnadenfrist bis ihre Arbeitgeber der Meinung waren, dass sie nicht mehr ins Team passen würde. Was zwar unglaubwürdig sein würde, aber immer noch im Bereich des Möglichen lag.
Mit etwas Glück konnte sie sich aus der Affäre winden, wenn sie halbherzig antworten würde. Nicht hingehen wäre einfach zu feige. Außerdem wollte sie ja ihre alten Freunde wiedersehen. Sie war ja auch neugierig, was die anderen jetzt taten.
So kam der Abend und etwas feiner rausgeputzt, kam sie in dem Hotel an, in dem der Saal gemietet worden war. Es sah alles sehr schick aus und sie bekam zur Begrüßung sogar Sekt. Alles schien gut zu laufen und sie mischte sich unter die ersten Gäste, sah sich um, grüßte den einen oder anderen.
Alles in allem hatte sie es sich schlimmer vorgestellt und jetzt war sie doch froh, gekommen zu sein. Ihre alten Schulkollegen schienen sich nicht all zu sehr für sie zu interessieren und somit war sie eigentlich schon so gut wie vom Haken gelassen.
Das erleichterte sie und sie schaffte es so noch viel besser, die anderen Gespräche interessiert zu belauschen und mit dem einen oder anderen Grüppchen mitzulachen.
Ein schöner Abend - bis der Abend schon fast vorbei war. Es waren nun schon einige ihrer Schulkollegen und -kolleginnen angeheitert und ausgerechnet der Typ, in den sie damals verschossen war, setzte sich nun zu ihr und drückte ihr noch etwas zu trinken in die Hand, auch wenn sie nicht vorhatte, noch viel mehr zu sich zu nehmen. Sie fühlte sich ja selbst schon beschwipst.
"Du warst doch das Mädchen, dass immer so ruhig hinten im Eck gesessen hat, nicht wahr?" Wie ausgerechnet er sie bemerkt hatte und sich an sie erinnerte, war ihr sowieso schleierhaft, aber sie lächelte einfach nur und wünschte sich eine Ausrede her, um den Mittelpunkt, in den sie gerade geriet, zu entfliehen.
Aber sie war erst auf der Toilette gewesen und sie war auch eine verdammt schlechte Lügnerin. Nicht, dass es der betrunkenen Gruppe auffallen würde.
"Wie gehts? Immer noch Worte verschluckt? Kein Grund mehr so schüchtern zu sein, wir sind alle erwachsen." Auf das allgemeine Gelächter konnte sie nur die Augen verdrehen.
"Jetzt komm schon. Erzähl, was machst du so?"
"Bestimmt sowas wie Kloputzen? Da muss man auch nicht reden." Wieder lachten alle und sie selbst wollte gerne im Erdboden versinken. Manchmal wünschte sie sich wirklich, sie wäre besser Putzfrau geworden.
Aber das war sie nicht.
Sie musste nur ihr Selbstbewusstsein zusammenkratzen.
"Ich bin Schauspielerin", meinte sie dann und ihre Stimme klang erstaunlich fest. Die überraschte Stille tat sogar richtig gut und sie bräuchte sich jetzt nur entschuldigen und gehen. Dann war alles vorbei.
"Echt jetzt? Kino? Fernsehen? Was spielst du denn? Wo und wann kann man das sehen? Bist du beim Theater?" Die Fragen kamen durcheinander immer wieder durchzogen mit neckenden Beleidigungen, die sie schon gar nicht mehr ernst nahm.
Und auf die Flut der Fragen wollte sie gar nicht erst Antworten. So weit war sie noch nicht.
"Wenn ihr mich entschuldigt. Ich muss nach Hause", erhob sie sich und stellte das Glas auf einen der Tische - ohne einen Schluck daraus getrunken zu haben.
Nie vergessen, selbstbewusst zu sein. Das musste sie sich nur immer wieder sagen. Und so ging sie erhobenen Hauptes zur Garderobe, holte sich ihren Mantel und verabschiedete sich noch von ein paar anderen ehemaligen Mitschülern.
Sie hatte es geschafft. Sie hatte sich nicht blamiert.
"Hey, warte! Ich begleite dich." Stocksteif blieb sie erschrocken stehen. Warum wirkte der Typ plötzlich so nüchtern und ernst?
"Du bist ja jetzt ganz schön schnell verschwunden. Es tut mir Leid, die Jungs waren schon etwas angetrunken."
"Und du nicht?", schoss sie zurück, bevor sie sich zurückhalten konnte. Sie wollte eigentlich nicht, den Abend noch weiter mit ihm verbringen. Schon gar nicht allein.
"Eins zu Null für dich. Aber zu viel habe ich nicht getrunken", verteidigte er sich. Dann lächelte er auf schüchterne Art, sie konnte es aus den Augenwinkeln sehen.
"Es stört dich doch nicht, dass ich dich nach Hause begleite?", fragte er und ohne es wirklich zu wollen, schüttelte sie den Kopf. Sie war ja wirklich nicht gerne alleine in der Nacht unterwegs.
"Solange es für dich keine Umstände macht...", fügte sie aber hinzu und verließ mit ihm das Hotel.
Die Nacht war recht kühl und kaum waren sie erst einmal auf der Straße, schien ihre Anspannung von ihr abzufallen. So konnte tatsächlich noch ein Gespräch entstehen und ohne es wirklich zu bemerken, gingen sie die ganze Strecke zu ihr nach Hause. Dabei hatte sie auch noch wirklich viel Spaß und sie wusste wieder, warum sie sich damals in ihn verkuckt hatte. Es war zwar lange her, aber das Echo der Gefühle war immer noch leise vorhanden.
"Das war noch ein sehr schöner Abend", bedankte er sich dann auch noch bei ihr, als sie stehenblieb und anmerkte, dass sie in dem Gebäude wohnen würde.
"Aber eines würde mich wirklich noch interessieren", fuhr er fort und ihr Herz begann zu rasen. Sie standen sich nicht wirklich Nahe, aber sie hatte trotzdem gerade das Gefühl, dass es viel zu Nahe war.
"Du bist Schauspielerin, aber ich habe dich noch nie irgendwo gesehen. Hast du geflunkert?", fragte er und sah dabei so ernst aus, dass sie nur verlegen beiseite schauen konnte.
"Ich bin Schauspielerin...", bestätigte sie allerdings noch einmal und atmete dann tief durch. "Aber ich bezweifle, dass du dir die Sendung wirklich ansiehst, in der ich spiele."
"Sags einfach. Vielleicht kenne ich sie ja doch?", lächelte er ermutigend und sie erwiderte das Lächeln gequält.
"Oh - ich bin überzeugt davon, dass du sie kennst...", meinte sie ehrlich. "Du siehst sie dir nur nicht an."
"Was macht dich da so sicher?"
"Es ist eine Kindersendung." Oh das war auch eine gute Antwort. Da kam sie vielleicht doch noch einmal um eine Antwort herum.
"Das ist doch toll. Welche ist es denn?" Warum nur, warum nur, hakte der Typ immer noch nach?
Ihr Herz hämmerte nun so stark, dass sie es nur leise nuschelnd gestehen konnte. Natürlich hatte er es nicht verstanden und fragte vorsichtig: "Wie bitte?"
Peinlich berührt und mit hochrotem Kopf starrte sie zu Boden und meinte nur bedingt lauter: "Teletubbies."
Eine Weile herrschte Schweigen, sodass sie schließlich vorsichtig aufblickte.
"Echt jetzt?" Sie sah schon, dass er sich das Lachen kaum verkneifen konnte. "Wen spielst du?" Oh ja... definitiv, er war kurz vor einem Lachkrampf.
"Es ist nur ein Job...", wand sie sich und suchte ihren Schlüssel heraus.
"Nein, ich find das toll", wurde sein Lächeln breiter und er war fast am losprusten. "Sag schon, wer bist du? Der schwule Typ mit der Tasche? Oder die verrückte Lala?"
"Hat mich gefreut, dich wiederzusehen...", verabschiedete sie sich. Sie fand es so gar nicht witzig und es gab viele Leute, die tatsächlich glaubten, dass es einen pädagogischen Wert hatte.
Ohne weitere Worte drehte sie sich und wollte das Haus betreten, aber ihr Schulkollege hielt sie auf und war nun wirklich viel, viel zu nah.
"Hey... sei nicht eingeschnappt. Das ist wenigstens mal wirklich ein origineller Job...", meinte er und in seinen Augen leuchtete immer noch das Amusement. Bevor sie allerdings etwas sagen konnte, um endlich, endlich diesen Abend zu beenden, fuhr ihr Schulkollege auch schon fort. "Bekomme ich ein Autogramm?"
Daraufhin verdrehte sie die Augen und schüttelte den Kopf. "Nein, aber wenn du möchtest, bekommst du von mir noch einen Kaffee."
Daraufhin lachte er und schüttelte den Kopf. "Ich sollte auch nach Hause. Aber ich nehm das Angebot gerne für einen anderen Tag an. Winke winke...", grinste er und entfernte sich etwas.
Sie schüttelte wieder den Kopf und meinte leise: "Po." Dann verschwand sie lieber schnell ins Haus. So schlecht war der Abend dann doch nicht gewesen.
Fandom: Original
Challenge: Outing
Wörter: 1407
Warning: unbetaed und not proofread; pointless
Kommentar: Letztlich ist es wieder mal ganz anders geworden, als ich es mir vorgestellt hab. Aber zumindest habe ich es geschafft, überhaupt was zu schreiben. Das scheint mir in letzter Zeit wieder schwerer zu fallen. Und es ist wohl auch nur im Entferntesten ein Outing.
Das Klassentreffen
Sie hatte ein unglaublich schlechtes Gefühl seit sie die Einladung zum Klassentreffen ihres Abschlussjahrgangs erhalten hatte. Sie wusste, dass sie besser nicht hingehen sollte. Was hatte sie schon vorzuweisen? Sie hatte, so gut wie nichts erreicht, worauf man stolz sein konnte.
Fast nichts.
sie hatte einen ziemlich festen Job und wenn sie dort rausgeschmissen wurde, vielleicht nahm man sie in einer Kinderstube als Pädagogin. Oder sie machte sich selbstständig.
Das Einzige, weshalb sie nicht dorthin wollte, war eigentlich nur, weil sie Angst vor der Frage hatte: "Und was machst du derzeit so?"
Sie wollte nicht lügen, aber die Wahrheit war peinlich. Ja, sie schämte sich dafür, auch wenn es gutes Geld war und es nicht so schien, als würde sie bald abgesetzt werden. Sie hatte noch Gnadenfrist bis ihre Arbeitgeber der Meinung waren, dass sie nicht mehr ins Team passen würde. Was zwar unglaubwürdig sein würde, aber immer noch im Bereich des Möglichen lag.
Mit etwas Glück konnte sie sich aus der Affäre winden, wenn sie halbherzig antworten würde. Nicht hingehen wäre einfach zu feige. Außerdem wollte sie ja ihre alten Freunde wiedersehen. Sie war ja auch neugierig, was die anderen jetzt taten.
So kam der Abend und etwas feiner rausgeputzt, kam sie in dem Hotel an, in dem der Saal gemietet worden war. Es sah alles sehr schick aus und sie bekam zur Begrüßung sogar Sekt. Alles schien gut zu laufen und sie mischte sich unter die ersten Gäste, sah sich um, grüßte den einen oder anderen.
Alles in allem hatte sie es sich schlimmer vorgestellt und jetzt war sie doch froh, gekommen zu sein. Ihre alten Schulkollegen schienen sich nicht all zu sehr für sie zu interessieren und somit war sie eigentlich schon so gut wie vom Haken gelassen.
Das erleichterte sie und sie schaffte es so noch viel besser, die anderen Gespräche interessiert zu belauschen und mit dem einen oder anderen Grüppchen mitzulachen.
Ein schöner Abend - bis der Abend schon fast vorbei war. Es waren nun schon einige ihrer Schulkollegen und -kolleginnen angeheitert und ausgerechnet der Typ, in den sie damals verschossen war, setzte sich nun zu ihr und drückte ihr noch etwas zu trinken in die Hand, auch wenn sie nicht vorhatte, noch viel mehr zu sich zu nehmen. Sie fühlte sich ja selbst schon beschwipst.
"Du warst doch das Mädchen, dass immer so ruhig hinten im Eck gesessen hat, nicht wahr?" Wie ausgerechnet er sie bemerkt hatte und sich an sie erinnerte, war ihr sowieso schleierhaft, aber sie lächelte einfach nur und wünschte sich eine Ausrede her, um den Mittelpunkt, in den sie gerade geriet, zu entfliehen.
Aber sie war erst auf der Toilette gewesen und sie war auch eine verdammt schlechte Lügnerin. Nicht, dass es der betrunkenen Gruppe auffallen würde.
"Wie gehts? Immer noch Worte verschluckt? Kein Grund mehr so schüchtern zu sein, wir sind alle erwachsen." Auf das allgemeine Gelächter konnte sie nur die Augen verdrehen.
"Jetzt komm schon. Erzähl, was machst du so?"
"Bestimmt sowas wie Kloputzen? Da muss man auch nicht reden." Wieder lachten alle und sie selbst wollte gerne im Erdboden versinken. Manchmal wünschte sie sich wirklich, sie wäre besser Putzfrau geworden.
Aber das war sie nicht.
Sie musste nur ihr Selbstbewusstsein zusammenkratzen.
"Ich bin Schauspielerin", meinte sie dann und ihre Stimme klang erstaunlich fest. Die überraschte Stille tat sogar richtig gut und sie bräuchte sich jetzt nur entschuldigen und gehen. Dann war alles vorbei.
"Echt jetzt? Kino? Fernsehen? Was spielst du denn? Wo und wann kann man das sehen? Bist du beim Theater?" Die Fragen kamen durcheinander immer wieder durchzogen mit neckenden Beleidigungen, die sie schon gar nicht mehr ernst nahm.
Und auf die Flut der Fragen wollte sie gar nicht erst Antworten. So weit war sie noch nicht.
"Wenn ihr mich entschuldigt. Ich muss nach Hause", erhob sie sich und stellte das Glas auf einen der Tische - ohne einen Schluck daraus getrunken zu haben.
Nie vergessen, selbstbewusst zu sein. Das musste sie sich nur immer wieder sagen. Und so ging sie erhobenen Hauptes zur Garderobe, holte sich ihren Mantel und verabschiedete sich noch von ein paar anderen ehemaligen Mitschülern.
Sie hatte es geschafft. Sie hatte sich nicht blamiert.
"Hey, warte! Ich begleite dich." Stocksteif blieb sie erschrocken stehen. Warum wirkte der Typ plötzlich so nüchtern und ernst?
"Du bist ja jetzt ganz schön schnell verschwunden. Es tut mir Leid, die Jungs waren schon etwas angetrunken."
"Und du nicht?", schoss sie zurück, bevor sie sich zurückhalten konnte. Sie wollte eigentlich nicht, den Abend noch weiter mit ihm verbringen. Schon gar nicht allein.
"Eins zu Null für dich. Aber zu viel habe ich nicht getrunken", verteidigte er sich. Dann lächelte er auf schüchterne Art, sie konnte es aus den Augenwinkeln sehen.
"Es stört dich doch nicht, dass ich dich nach Hause begleite?", fragte er und ohne es wirklich zu wollen, schüttelte sie den Kopf. Sie war ja wirklich nicht gerne alleine in der Nacht unterwegs.
"Solange es für dich keine Umstände macht...", fügte sie aber hinzu und verließ mit ihm das Hotel.
Die Nacht war recht kühl und kaum waren sie erst einmal auf der Straße, schien ihre Anspannung von ihr abzufallen. So konnte tatsächlich noch ein Gespräch entstehen und ohne es wirklich zu bemerken, gingen sie die ganze Strecke zu ihr nach Hause. Dabei hatte sie auch noch wirklich viel Spaß und sie wusste wieder, warum sie sich damals in ihn verkuckt hatte. Es war zwar lange her, aber das Echo der Gefühle war immer noch leise vorhanden.
"Das war noch ein sehr schöner Abend", bedankte er sich dann auch noch bei ihr, als sie stehenblieb und anmerkte, dass sie in dem Gebäude wohnen würde.
"Aber eines würde mich wirklich noch interessieren", fuhr er fort und ihr Herz begann zu rasen. Sie standen sich nicht wirklich Nahe, aber sie hatte trotzdem gerade das Gefühl, dass es viel zu Nahe war.
"Du bist Schauspielerin, aber ich habe dich noch nie irgendwo gesehen. Hast du geflunkert?", fragte er und sah dabei so ernst aus, dass sie nur verlegen beiseite schauen konnte.
"Ich bin Schauspielerin...", bestätigte sie allerdings noch einmal und atmete dann tief durch. "Aber ich bezweifle, dass du dir die Sendung wirklich ansiehst, in der ich spiele."
"Sags einfach. Vielleicht kenne ich sie ja doch?", lächelte er ermutigend und sie erwiderte das Lächeln gequält.
"Oh - ich bin überzeugt davon, dass du sie kennst...", meinte sie ehrlich. "Du siehst sie dir nur nicht an."
"Was macht dich da so sicher?"
"Es ist eine Kindersendung." Oh das war auch eine gute Antwort. Da kam sie vielleicht doch noch einmal um eine Antwort herum.
"Das ist doch toll. Welche ist es denn?" Warum nur, warum nur, hakte der Typ immer noch nach?
Ihr Herz hämmerte nun so stark, dass sie es nur leise nuschelnd gestehen konnte. Natürlich hatte er es nicht verstanden und fragte vorsichtig: "Wie bitte?"
Peinlich berührt und mit hochrotem Kopf starrte sie zu Boden und meinte nur bedingt lauter: "Teletubbies."
Eine Weile herrschte Schweigen, sodass sie schließlich vorsichtig aufblickte.
"Echt jetzt?" Sie sah schon, dass er sich das Lachen kaum verkneifen konnte. "Wen spielst du?" Oh ja... definitiv, er war kurz vor einem Lachkrampf.
"Es ist nur ein Job...", wand sie sich und suchte ihren Schlüssel heraus.
"Nein, ich find das toll", wurde sein Lächeln breiter und er war fast am losprusten. "Sag schon, wer bist du? Der schwule Typ mit der Tasche? Oder die verrückte Lala?"
"Hat mich gefreut, dich wiederzusehen...", verabschiedete sie sich. Sie fand es so gar nicht witzig und es gab viele Leute, die tatsächlich glaubten, dass es einen pädagogischen Wert hatte.
Ohne weitere Worte drehte sie sich und wollte das Haus betreten, aber ihr Schulkollege hielt sie auf und war nun wirklich viel, viel zu nah.
"Hey... sei nicht eingeschnappt. Das ist wenigstens mal wirklich ein origineller Job...", meinte er und in seinen Augen leuchtete immer noch das Amusement. Bevor sie allerdings etwas sagen konnte, um endlich, endlich diesen Abend zu beenden, fuhr ihr Schulkollege auch schon fort. "Bekomme ich ein Autogramm?"
Daraufhin verdrehte sie die Augen und schüttelte den Kopf. "Nein, aber wenn du möchtest, bekommst du von mir noch einen Kaffee."
Daraufhin lachte er und schüttelte den Kopf. "Ich sollte auch nach Hause. Aber ich nehm das Angebot gerne für einen anderen Tag an. Winke winke...", grinste er und entfernte sich etwas.
Sie schüttelte wieder den Kopf und meinte leise: "Po." Dann verschwand sie lieber schnell ins Haus. So schlecht war der Abend dann doch nicht gewesen.
no subject
Date: 2011-02-06 07:06 pm (UTC)Auf jeden Fall ein Outing der besonderen Art und sehr charmant geschrieben. Ich konnte mich sehr gut in deine Protagonistin einfühlen. ^-^
no subject
Date: 2011-02-06 07:54 pm (UTC)mich hat leider der letzte Satz ein wenig gestört, einfach weil ich ihn überflüssig finde. man hat ja im laufe deiner Geschichte gemerkt, dass der Abend dann doch ziemlich gut lief, deshalb muss das nicht nochmal erwähnt werden, meiner meinung nach. und es zerstört das ende ein wenig, find ich. Sprich, man muss nicht immer alles aufschreiben. ich liebe es, wenn Stories kryptisch sind und man gar nicht direkt gesagt bekommt, was passiert oder was gefühlt wird, und das hätte mir hier auch besser gefallen. vor allem, weil du den satz wirklich nicht brauchst.
no subject
Date: 2011-02-06 07:58 pm (UTC)(auch für die Kritik. >.< das ist mein schrecklicher Stil, dass ich immer zuviel aufschreibe - normalerweise kürzt mir sowas meine Beta weg.)
Ich wollte schon immer mal eine Geschichte über einen Teletubbies-Darsteller schreiben XD schon seit ich mal versucht habe, den Abspann davon zu lesen und nur einen Namen rausfiltern kommte "Thompson" XD Jetzt hat sich das endlich mal angeboten XD
Danke fürs Lesen.
no subject
Date: 2011-02-06 09:13 pm (UTC)kein wunder, dass sie den ganzen abend so panisch war, aber natürlich musste jemand am ball bleiben :D
freut mich sehr, dass es so gut ausgegangen ist...was für ein charmanter mann! (besonders toll ist es natürlich wenns der eigene jugendschwarm ist der zu so einem prince charming geworden ist)