[identity profile] unverdorben.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Fandom: Henning Mankells "Der Chinese" AU
Challenges: Remix von dieser Geschichte von [livejournal.com profile] tristraine
Personen: San, Wu, Guo Si
Wörter: 321
Geschrieben in: 42 Minuten
Disclaimer: Das Original gehört [livejournal.com profile] tristraine, die Chinesen gehören Mankell
Kommentar: Ich habe gestern festgestellt, das ich abgesehen vom Adventskalender seit einem geschlagenen Jahr nichts mehr hier gepostet habe. Das geht ja mal gar nicht! (Und ich hefte das mal unter Original ab oder gibts hier einen random-Buchautoren-tag?^^)


„Es ist deine Schuld! Es ist alles deine Schuld! Du wolltest, dass wir das durchziehen. Du hast gesagt, hey, das packen wir. Nen Scheiß packen wir!“

Wu zieht die Beine an und schlingt seine Arme um die Knie. Er duckt sich, aber Guo Si brüllt weiter: „Wir werden hier verrecken wegen dir! Ich hasse dich!“

„Lass ihn doch“, murmelt Wu in seinen Ärmel, aber Guo Si hört ihn nicht. Guo Si ist nicht krank wie sein Bruder, er hat Kraft. Und er will diese Kraft loswerden, bevor er an Deck geholt wird. „Ich sollte dich umbringen. Ich sollte dir jeden Knochen einzeln brechen!“

San klopft dem hustenden Wu auf den Rücken. „Tu es. Länger als ein paar Stunden lebt von uns keiner mehr.“

„Und warum? Wegen dir!“ Guo Si holt aus, aber es gibt nichts wonach er schlagen könnte. Er ist allein mit San und Wu und den Schreien von oben. Wenn Wu Glück hat, stirbt er an seiner Krankheit, bevor er geholt wird. Wenn er Glück hat, lassen sie San hier unten verrotten, bis ihm seine Glieder zentimeterweise abfaulen. San kann kein Glück haben. San ist auf einen Menschenhändler hereingefallen. San hat sie zu Sklaven gemacht. San war derjenige, der flüchten wollte.

„Du darfst nicht aufgeben“, zischt San und Guo Si stöhnt vor Wut. Er kann die Eltern vom Banyanbaum baumeln sehen. San hatte sie geweckt. San hatte gesagt, sie müssten weg. Es ist seine Schuld.

Guo Si tastet nach dem Messer, dass er versteckt an seinem Bund trägt. Er dreht es in den Händen, setzt es an seine Kehle und sieht in Wus erschrockene Augen. Guo Si schnaubt, schüttelt den Kopf und tritt zu ihm. Wu keucht nur kurz, bevor das Blut aus seiner Kehle Seen auf dem Boden bildet. San drückt sich gegen die Wand, aber Guo Si grinst nur, lässt das Messer in seinem Hemd verschwinden und kauert sich nieder. „Wir beide warten, Bruder. Wir beide warten.“

Date: 2011-02-06 01:05 pm (UTC)
From: [identity profile] leviathans-moon.livejournal.com
die geschichte scheint sehr beliebt zu sein*g*.

und dann kommen so unterschiedliche sachen bei raus, und ich find alle toll. du hast auch wieder so toll was neues in die Idee gebracht. Dass es Brüder sind gefällt mir und dass Wu getötet wird, weil er gestorben wäre, die anderen zwei aber warten, gefällt mir auch. Man kann das 'wir beide warten' in viele Richtungen interpretieren, denk ich. gefällt mir.

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