Challenge: Remix
Fandom: Original, (c) by
luinaldawen
Charaktere: Eine pen&paper-Rollenspielgruppe mit weniger Problemen, als gedacht.
Kommentar: Remix-Fics, die erste. Ich wollte den Remix dieser Geschichte schreiben, seit ich von der Challenge gelesen habe. Um zu zeigen, was ein einziger Würfelwurf in einer p&p-Runde alles verändern kann. Viele Passagen sind wörtlich übernommen, um genau die Stellen hervorzuheben, wo es sich dann eben ändert.
Worte: 715
Widmung:
luinaldawen, logischerweise. Und allen Rollenspielern.
Markus starrte beinahe vorwurfsvoll die beiden Würfel die beiden Würfel vor Natalie auf dem Tisch an. Das war nicht ganz das, was er sich erhofft hatte.
Natalie indessen war von ihrem Stuhl gehüpft und tanzte ein kleines Freudentänzchen durch die WG-Küche. "Kritischer Erfo-olg, kritischer Erfo-olg! Na, Markus, ist das jetzt weibliche Intuition oder nicht? Hä, hä, hä?"
Markus seufzte und sah aus, als wolle er gleich den Kopf auf den Tisch knallen lassen. Gemeiner Spielleiter, der er nun einmal war, hatte er eine diebische Freude daran, wenn seine Spieler gerade die wichtigen Proben versauten, und er sah ziemlich so aus, als hätte er sich schon etwas besonders nettes für Natalie ausgedacht. Abgesehen davon… "Ich hätte nicht schlecht Lust, dich die Probe wiederholen zu lassen. Letztes Mal triffst du noch nichtmal diesen fünf Meter breiten Dämon. Am Abend vorher reißt Ijana die Bogensehne, weil du nen kritischen Patzer hattest. Und davor schmeißt du diesen Stallburschen statt ihn zu verführen versehentlich in den Misthaufen. Und jetzt, wo ich es so gerne gehabt hätte, würgst du mir nen kritischen Erfolg rein?" Er sah ernsthaft etwas angepisst aus. Natalie grinste breit. "Tja, is so. Also?"
Markus seufzte. "Okay. Terina stolpert über einen Stein und legt sich volle Kanne auf die Fresse", Sabine, deinen kritischen Patzer lass ich dir natürlich nicht durchgehen, "während Sarus und Ijana langsam in die Höhle vordringen. Je tiefer ihr gelt, desto kälter wird es, aber ihr bräuchtet eure Fackeln gar nicht, um für Licht zu sorgen. Trotz der Flammen seht ihr einen grünlichen Schein von den Wänden ausgehen. Ihr merkt, dass das Licht von dem Moos ausgeht, was Ijana leicht beunruhigt. Von irgendwoher hört ihr ein leises Tropfen und Stimmen. Ijana, dir ist das alles wirklich nicht geheuer."
"Okay. Ich hebe eine Hand und bedeute Sarus so, dass er leise sein soll, dann schaue ich mich um, sehe, dass Terina nicht da ist und warte, bis sie aufgeholt hat. Dann…"
Die Tür flog auf und Markus verteilte vor Schreck seine Zettel auf den Tisch. Bevor aber einer der anderen einen Blick auf de höchst geheimen Notizen werden könnte, raffte er sie wieder zusammen und funkelte den Neuankömmling wütend an. "Wow, du tauchst auch endlich hier auf?"
"Tut mir Leid! Ich hab's nicht vergessen, ich hab nur nicht dran gedacht!" Bevor Markus allerdings noch irgendetwas erwidern konnte, schaute Thomas auf den Tisch und grinste Natalie an. "Na also! Ich sollte öfters so spät kommen, dann würfelst du auch mal besser."
"Du kommst öfters so spät." Markus' Stimme troff vor Sarkasmus, aber Thomas schien das nicht wirklich zu hören, er war zu sehr damit beschäftigt, sich über die beiden Nuller auf Natalies dunkelgrünen Würfeln zu freuen.
"Leute, es tut mir echt Leid", meinte er dann. "Ernsthaft. Ich hab's total verplant. Aber ihr seid ja offensichtlich auch ganz gut ohne mich ausgekommen."
Markus verdrehte die Augen. "Außer, dass ich den kompletten Anfang des Abenteuers improvisieren musste, weil unser lieber Magier nicht aus dem Lager gekommen ist."
"Es tut mir Leid!"
Natalie schaute zu Sabine, die eingehend ihre violetten Würfel betrachtete. "Ich glaub, er fliegt trotzdem", murmelte die, als sie Natalies Blick bemerkte.
"Möglich." Sie schaute zurück zu den beiden Männern. Markus, der das merkte, schob Thomas aus der WG-Küche. Als angehender Lehrer trug er Konflikte eben nicht vor anderen aus. Thomas war das wohl auch lieber so. Beim Rausgehen warf er einen letzten sehnsüchtigen Blick auf Natalies Würfel.
Sabine stand auf und ging auf den Balkon, wo sie sich eine Zigarette anzündete. Ihr war jeder Grund recht, eine Raucherpause einzulegen.
"Aber es ist ja nochmals alles gut gegangen." Natalie schauderte, als sie hinter Sabine den Balkon betrat.
"Aber nur, weil du verdammt gut gewürfelt hast. Terina reißt heute nichts mehr, das versprech ich dir, meine Würfel wollen einfach nicht."
"Trotzdem. Er kommt öfters zu spät, aber so lange es noch irgendwie funktioniert…"
Die beiden Männer waren zurück in die Küche gekommen. Markus sah immernoch nicht besonders glücklich aus, Thomas allerdings irgendwie erleichtert.
Natalie steckte den Kopf zur Tür herein. "Und?"
"Kommt ihr rein?", fragte Markus zurück. "Ijana hat die Gruppe ja noch einmal gerettet und jetzt, wo euer Magier endlich da ist, habt ihr auch ne Chance gegen die sechs Orks, die leider das Scheppern von Terinas Schulterplatten gehört haben und gerade vor euch um die Ecke biegen."
Fandom: Original, (c) by
Charaktere: Eine pen&paper-Rollenspielgruppe mit weniger Problemen, als gedacht.
Kommentar: Remix-Fics, die erste. Ich wollte den Remix dieser Geschichte schreiben, seit ich von der Challenge gelesen habe. Um zu zeigen, was ein einziger Würfelwurf in einer p&p-Runde alles verändern kann. Viele Passagen sind wörtlich übernommen, um genau die Stellen hervorzuheben, wo es sich dann eben ändert.
Worte: 715
Widmung:
Markus starrte beinahe vorwurfsvoll die beiden Würfel die beiden Würfel vor Natalie auf dem Tisch an. Das war nicht ganz das, was er sich erhofft hatte.
Natalie indessen war von ihrem Stuhl gehüpft und tanzte ein kleines Freudentänzchen durch die WG-Küche. "Kritischer Erfo-olg, kritischer Erfo-olg! Na, Markus, ist das jetzt weibliche Intuition oder nicht? Hä, hä, hä?"
Markus seufzte und sah aus, als wolle er gleich den Kopf auf den Tisch knallen lassen. Gemeiner Spielleiter, der er nun einmal war, hatte er eine diebische Freude daran, wenn seine Spieler gerade die wichtigen Proben versauten, und er sah ziemlich so aus, als hätte er sich schon etwas besonders nettes für Natalie ausgedacht. Abgesehen davon… "Ich hätte nicht schlecht Lust, dich die Probe wiederholen zu lassen. Letztes Mal triffst du noch nichtmal diesen fünf Meter breiten Dämon. Am Abend vorher reißt Ijana die Bogensehne, weil du nen kritischen Patzer hattest. Und davor schmeißt du diesen Stallburschen statt ihn zu verführen versehentlich in den Misthaufen. Und jetzt, wo ich es so gerne gehabt hätte, würgst du mir nen kritischen Erfolg rein?" Er sah ernsthaft etwas angepisst aus. Natalie grinste breit. "Tja, is so. Also?"
Markus seufzte. "Okay. Terina stolpert über einen Stein und legt sich volle Kanne auf die Fresse", Sabine, deinen kritischen Patzer lass ich dir natürlich nicht durchgehen, "während Sarus und Ijana langsam in die Höhle vordringen. Je tiefer ihr gelt, desto kälter wird es, aber ihr bräuchtet eure Fackeln gar nicht, um für Licht zu sorgen. Trotz der Flammen seht ihr einen grünlichen Schein von den Wänden ausgehen. Ihr merkt, dass das Licht von dem Moos ausgeht, was Ijana leicht beunruhigt. Von irgendwoher hört ihr ein leises Tropfen und Stimmen. Ijana, dir ist das alles wirklich nicht geheuer."
"Okay. Ich hebe eine Hand und bedeute Sarus so, dass er leise sein soll, dann schaue ich mich um, sehe, dass Terina nicht da ist und warte, bis sie aufgeholt hat. Dann…"
Die Tür flog auf und Markus verteilte vor Schreck seine Zettel auf den Tisch. Bevor aber einer der anderen einen Blick auf de höchst geheimen Notizen werden könnte, raffte er sie wieder zusammen und funkelte den Neuankömmling wütend an. "Wow, du tauchst auch endlich hier auf?"
"Tut mir Leid! Ich hab's nicht vergessen, ich hab nur nicht dran gedacht!" Bevor Markus allerdings noch irgendetwas erwidern konnte, schaute Thomas auf den Tisch und grinste Natalie an. "Na also! Ich sollte öfters so spät kommen, dann würfelst du auch mal besser."
"Du kommst öfters so spät." Markus' Stimme troff vor Sarkasmus, aber Thomas schien das nicht wirklich zu hören, er war zu sehr damit beschäftigt, sich über die beiden Nuller auf Natalies dunkelgrünen Würfeln zu freuen.
"Leute, es tut mir echt Leid", meinte er dann. "Ernsthaft. Ich hab's total verplant. Aber ihr seid ja offensichtlich auch ganz gut ohne mich ausgekommen."
Markus verdrehte die Augen. "Außer, dass ich den kompletten Anfang des Abenteuers improvisieren musste, weil unser lieber Magier nicht aus dem Lager gekommen ist."
"Es tut mir Leid!"
Natalie schaute zu Sabine, die eingehend ihre violetten Würfel betrachtete. "Ich glaub, er fliegt trotzdem", murmelte die, als sie Natalies Blick bemerkte.
"Möglich." Sie schaute zurück zu den beiden Männern. Markus, der das merkte, schob Thomas aus der WG-Küche. Als angehender Lehrer trug er Konflikte eben nicht vor anderen aus. Thomas war das wohl auch lieber so. Beim Rausgehen warf er einen letzten sehnsüchtigen Blick auf Natalies Würfel.
Sabine stand auf und ging auf den Balkon, wo sie sich eine Zigarette anzündete. Ihr war jeder Grund recht, eine Raucherpause einzulegen.
"Aber es ist ja nochmals alles gut gegangen." Natalie schauderte, als sie hinter Sabine den Balkon betrat.
"Aber nur, weil du verdammt gut gewürfelt hast. Terina reißt heute nichts mehr, das versprech ich dir, meine Würfel wollen einfach nicht."
"Trotzdem. Er kommt öfters zu spät, aber so lange es noch irgendwie funktioniert…"
Die beiden Männer waren zurück in die Küche gekommen. Markus sah immernoch nicht besonders glücklich aus, Thomas allerdings irgendwie erleichtert.
Natalie steckte den Kopf zur Tür herein. "Und?"
"Kommt ihr rein?", fragte Markus zurück. "Ijana hat die Gruppe ja noch einmal gerettet und jetzt, wo euer Magier endlich da ist, habt ihr auch ne Chance gegen die sechs Orks, die leider das Scheppern von Terinas Schulterplatten gehört haben und gerade vor euch um die Ecke biegen."
no subject
Date: 2011-02-04 01:30 pm (UTC)Genauso muss ein Spielleiter sein, fies und gemein und aus der tollsten Probe noch eine Katastrophe basteln. ^-^ (natürlich nur, wenn die Gruppe da lebend wieder rauskommt *hust*)
Und schön, dass Thomas bei dir sein Happy End hatte und bleiben durfte. XD