[identity profile] leviathans-moon.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Titel: Hundeaugen, Deals und Unerwartungen
Genre: Original
Wörter: 622
Rating: PG
Challenges: "Zusammen ist man weniger allein", "Was er nicht weiß, macht ihn nicht heiß"
Kommentar: Also, das hier ist so einer Person gewidmet, hm, ihr wisst vielleicht, wen ich meine. die wohnt hier so in meiner Nähe in diesem schönen Städtchen Greifswald und ist so, ähm, ihr wisst schon, Mod of Awesome hier. Also der eine Mod, nicht der andere. Und heute ist halt irgendwas, ich weiß nicht mehr genau was eigentlich, und deshalb geht das Ding an sie. *flausch*
und wie immer kein beta und Null Ahnung von deutscher Grammatik.


„Okay, okay, okay, ich hör ja schon auf,“ lachte Markus. „Lass mich los!“

Lena grinste ihn an. „Das hast du davon. Mit mir macht man solche Scherze nicht.“ Und sie tat so als würde sie schmollen.

„Ich werd’s mir merken.“ Um das letzte Wort zu haben, knuffte er sie noch einmal in die Seite und sie quietschte erschrocken auf und schlug ihn dann leicht in den Arm.

„Ich verschwinde mal kurz.“

„Meine Güte, du gehst ja öfter auf Klo als ich,“ bemerkte sie erstaunt.

„Das liegt nur daran, dass du mich schon den ganzen Abend mit Glühwein abfüllst. Was hast du vor?“ scherzte er und sie errötete. „Ich bring aufm Rückweg die restlichen Chips mit.“

Sie schaute ihm nach, als ob er in den Krieg ziehen würde und nicht nur aufs Klo ging. Sie seufzte und starrte zum Fenster raus. Es fiel leichter Schnee. Vielleicht haben wir doch weiße Weihnachten, schwirrt es ihr durch den Kopf, während sie einer besonders großen Schneeflocke beim Gleitflug nach unten zuguckte. Nicht, dass es sie sonderlich interessieren würde. Sie plante sich am morgigen Tag mit einem Buch und heißer Schokolade auf die Couch zu fläzen, das Telefon auszuschalten und die Welt zu ignorieren. Er, ja er würde morgen Abend bei seiner Familie sitzen, eine große Ente verspeisen mit Klößen und Rotkohl, andächtig Lieder singen, Geschenke auspacken, seine Mutter umarmen, Plätzchen essen. Und dann in einer Woche zu Silvester bei der Party, zu der er geht, seine zukünftige Frau kennen lernen. Sie sah es schon vor sich. Und er würde sie dann total vergessen. Er war heute bestimmt auch nur gekommen, weil sie ihm eigentlich leid tat, sonst würde er sich schon längst von Mutti betüddeln lassen. Er hatte mit Sicherheit eigentlich Besseres zu tun.

„Alles okay?“

Sie hatte nicht gehört, wie die Spülung ging oder wie er die Tür wieder aufgemacht hatte, und auch das Knistern der Chips-Tüte hatte es nicht geschafft ihren Gehörgang zu passieren.

„Ja klar.“ Sie lächelte, er nahm’s nur widerwillig hin.

„Was machst du morgen? Welcher Teil deiner Familie ist Heiligabend dran?“ fragte er und schob sich eine Handvoll Chips in den Mund.

„Ähm, meine Großeltern sind morgen dran.“ Sie griff auch nach der Chips-Tüte.

Er nickte, kaute und schluckte runter. „Und was machst du morgen wirklich?“

Sie schaute ihn erstaunt an.

„Letzte Woche hast du gesagt, du gehst zu deiner Mutter.“

Sie schnappte nach einer Ausrede, doch wie immer, wenn es wirklich wichtig war, schaltete ihr Gehirn sich auf ‚Nö, hab keinen Bock‘ um.

„Wer hat wen ausgeladen?“ fragte er ernst.

Sie gab auf. Ihm jetzt noch was vorzulügen, hätte eh keinen Zweck. „Ich hab mich selber ausgeladen. Ich will einfach nicht. Nicht bei…“

„Dieser Familie. Ja, kann ich verstehen. Aber das heißt doch nicht, dass du dich verkriechen musst. Komm mit zu mir und wir können danach vergleichen, welche Familie bekloppter ist.“ Er stupste sie mit der Schulter an und ein kleines Schmunzeln schlich in ihr Gesicht. „Deal?“

„Die wissen doch gar nicht, wer ich bin.“

„Weil wir auch nur flüchtig miteinander bekannt sind und es nicht möglich wäre, dass ich ihnen was von dir erzählt habe,“ sagte er sarkastisch und hob die rechte Augenbraue. Sie liebte es, wenn er das tat. „Und Silvester auch. Du musst meine Familie zu Silvester erleben, der reinste Wahnsinn. Komm schon, sag ja.“

„Gott ja, okay, pack die Hundeaugen wieder ein, bitte, das ist ja unerträglich.“ Sie lachte und hätte vielleicht vor Freude geweint, wäre es nicht unglaublich peinlich gewesen.

„Die wirken immer.“ Und er war stolz drauf. Für eine Minute waren sie still und schauten sich nur an.

„Ich bin froh, dass du mitkommst,“ sagte er schließlich, als ob er damit die wichtigste Sache seines Lebens gesagt hätte. Und sie konnte nur nicken.

Date: 2010-12-11 10:30 am (UTC)
ext_184151: (coffee)
From: [identity profile] nyx-chan.livejournal.com
Awww~ Danke <3

Hach, jetzt will ich mich wieder in mein Bett kuscheln. Oder nein, eigentlich will ich jetzt einfach nur einen ganz flauschigen, entspannten Tag haben. Markus ist ein Puschel und Lena auch unheimlich süß. Ich will ihn als Hund! XD
*weiter-hach-t*
<3

Date: 2010-12-13 08:01 am (UTC)
From: [identity profile] rei17.livejournal.com
Oh, ich hab ganz vergessen das zu kommentieren. <3
So süß, die zwei. Und endlich mal ein Junge, der dauernd aufs Klo muss. ;P Sehr sympathisch.
Ich find auch interessant wie unheimlich perfekt sie seine Familie wahrnimmt (wo sie das ja gar nicht zu sein scheint, nach seinen Äußerungen zu urteilen wenigstens ;) und dass sie ihre eigene Familie als so unerträglich wahrnimmt. óò Schön, dass ihr Weihnachten doch noch gerettet ist. ^-^

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