(no subject)
May. 13th, 2007 04:00 pmTitel: Wozu Grenzen...
Autor:
underwater_fu
Fandom: Original
Challenge: Grenzen
Warning: Slash. Aber harmlos. ^^
A/N: Erster Post von mir hier (;
Wörter: 1101
Zwei Uhr morgens. Ich hätte besser nicht auf die Uhr schauen sollen, dann wäre mir nicht bewusst, wie spät – oder besser gesagt früh – es bereits war. Zwei Uhr, normalerweise würde ich jetzt seit mindestens drei Stunden schlafen. Ich war noch nie ein großer Party-Gänger gewesen, aber an diesem Abend fiel mir keine Ausrede ein, als mein bester Kumpel mich mitschleppen wollte. Ich fragte mich sowieso häufig, was er an einem Langweiler wie mir fand, der einen überschaubaren Freundeskreis hatte und so viel Abwechslung bot wie das Wetter am Nordpol.
Er hingegen stand gerne im Mittelpunkt, war ein guter Unterhalter, sah gut aus und – ach, was soll's.
Jedenfalls feierte ein anderer Kumpel seinen Geburtstag und als Mark mich eine halbe Stunde lang bearbeitet hatte, schwand mein Widerstand. Aber auch ohne mein Rückgrat hatte ich es ganz bequem in meiner Couchecke.
Nach ein paar Bieren war ich ganz schläfrig geworden, deshalb hatte ich mir ein gemütliches Plätzchen gesucht, eine Art Beobachtungsposten.
In der Tat war es auch recht interessant anzuschauen, wie manche Menschen ihren Instinkten folgten und um einen paarungswilligen Partner balzten.
Das Geburtstagskind hatte gleich zwei langbeinige Schönheiten auf dem Schoß sitzen, bestimmt gab er wieder mit seiner Geschichte von dem kleinen Kätzchen an, welches er mal tapfer von einem Baum gerettet hatte – was er nicht erwähnte, war, dass der Ast, auf dem die Katze saß, nur einen Meter über dem Boden war. Aber ich wollte bestimmt nicht derjenige sein, der ihm die Tour vermasselte.
Ich bin sowieso der Meinung, dass jeder lügt. Sei es, um andere zu manipulieren oder um vor sich selbst besser da zu stehen. Was gewisse Dinge angeht, bin ich auch nicht zu allen ehrlich. Mal unter uns, wen geht es denn auch was an, dass mir bei meinen Sexpartnern das Geschlecht egal ist? Eben!
Oha, soeben wird es eng auf der Couch, denn ein Pärchen hat wohl vergessen, sich ein Zimmer zu suchen und rückt mir gerade ganz schön auf die Pelle.
Etwas widerwillig stehe ich nun doch auf und drehe eine kleine Runde durch das Haus – vielleicht treffe ich ja Mark irgendwo, als ich ihn das letzte Mal gesehen habe, hatte er sich gerade eine Abfuhr von einer seiner Exfreundinnen eingehandelt.
Er kann einem schon ein bisschen leid tun. Scheinbar ist er sehr liebesbedürftig, verbringt er doch nur selten eine Nacht allein. Leider mag er aber auch Abwechslung – möglicherweise einer der Gründe, warum bislang noch keine seiner Beziehungen von Dauer waren.
"Hey Siev, hassu Sarah 'sehn?"
Ich lächle Mark freundlich zu, während ich mir sein Genuschle von Besoffen nach Normaldeutsch übersetze. "Hey Steve, hast du Sarah gesehen?"
"Nein, aber ich glaube, du solltest sie jetzt auch mal in Ruhe lassen. Ihr Neuer sieht's nicht gern, wenn du den ganzen Abend an ihr herumbaggerst", erkläre ich ihm und halte ihn dabei am Arm fest, damit er nicht umfällt.
"Abaischliebsieunnerisnarsch...", bevor ihm noch Tränchen in die Augen treten, lotse ich Mark in Richtung Ausgang.
"Sarah wollte doch nur, dass du ihren Pc in Ordnung bringst. Mehr war da nicht", erkläre ich ihm, brülle einem anderen zu, dass er dem Geburtstagskind unsere besten Wünsche ausrichten soll, und ziehe Mark hinter mir her.
Er würde es noch fertig bringen, sich vor Sarah zum Vollhonk zu machen, aber so ist er nun mal. Immer mit vollem Einsatz dabei – auch wenn er dabei auf die Schnauze fällt. Aber dann bin ich ja wieder da, um ihn mit Wundpflastern zu versorgen.
Während dem Fußmarsch zu unserer WG darf ich mir jede Menge Mist anhören. Sarah dies, Sarah das – jetzt weiß ich auch wieder, warum ich sie damals nicht mochte. Von wegen Eifersucht – tze.
Etwas erleichtert bin ich ja schon, als ich ihn endlich aufs Bett schieben kann. Im Schlaf reden hat er noch nie gemacht, also nimmt auch die Sarah-Hymne ein Ende.
Ein lautes "Rumms" lässt mich an der Tür erschrocken herumfahren, einen Teil der dekorativ hochwertigen Ikea-Nachttischlampe verschwindet gerade unter dem Bett.
Mit hochgezogener Augenbraue bekomme ich mit, wie Mark, die Jeans um die Knöchel hängend, neben dem Nachttisch kniet.
"Normalerweise hast du doch auch kein Problem damit, in deinen Klamotten zu pennen. Aber schön. Ich helfe dir doch gerne beim Ausziehen. Morgen früh weißt du ja sowieso nichts mehr", habe ich schon erwähnt, dass ich gerne viel plappere, wenn ich nervös werde?
Okay, ich gebe es ja zu. Ich finde Mark sexy. Aber tut das etwas zur Sache? Man kann schließlich viele Personen sexy finden, ohne gleich mit ihnen in die Kiste zu steigen – nun ja, zumindest ist das dem eigenen Ruf nicht gerade zuträglich.
Irgendwie schaffe ich es, dass Mark wieder auf seinem Bett sitzt, und ziehe seine Schuhe aus, seine Jeans folgt.
"Du solltest nicht aufhören, Fußball zu spielen", murmle ich und hoffe, dass meine Stimme nicht so rau klingt, wie es mir gerade vorkommt, während mein Blick seine braungebrannten und muskulösen Beine hinauf gleitet.
Schließlich sehe ich in seine Augen, und im Anbetracht der merkwürdigen Situation erwidere ich sein Grinsen.
"Bei einer von deinen Bettgeschichten hättest du jetzt wenigstens Musik angemacht und deine Schmutzwäsche unterm Bett versteckt", beschwere ich mich und bin etwas überrascht, als Mark nach der Fernbedienung für seine Anlage greift. Kurz darauf läuft eine CD, die verdächtig nach irgend einer Ausgabe der Kuschelrock-Reihe klingt. Sehr romantisch.
"Halt einfach still, damit ich hier fertig werde. Im Gegensatz zu dir muss ich morgen relativ früh raus", auch wenn die Versuchung groß war, und Mark sich morgen an nichts erinnern würde, ich durfte diese Grenze nicht überschreiten. Deshalb sah ich erst gar nicht hin, als ich Mark von seinem Shirt befreite.
"Komm, ich helf' dir auch!", feixt Mark und ehe ich mich versehe, hat er auch schon meine Hose geöffnet. Ist ja auch alles griffbereit, wie ich da so vor ihm stehe.
"Hey", protestiere ich halbherzig, während ich in Gedanken schon am grübeln bin, wann ich zuletzt richtig guten Sex hatte.
"Verdammt", seufze ich, lasse mir auch noch mein Shirt ausziehen und presse meine Lippen auf Marks. Noch immer warte ich auf ein Zeichen von Gegenwehr – vergeblich. Im Gegenteil, er zieht mich irgendwann ganz zu sich aufs Bett.
Sämtliche Bedenken schwinden und auch ich reihe mich ein in die Gruppe der hormongesteuerten Partnersuchenden ein.
Nach dem Akt schläft Mark ein, ein Arm unterm Kissen, ein Arm um meine Hüfte gelegt. Ich widerstehe dem Drang, mich einfach an ihn zu kuscheln, sondern suche meine Kleidung zusammen und verziehe mich in mein eigenes Zimmer – schließlich muss ich ja früh aufstehen!
- - -
Ich weiß, dass Steve denkt, dass alle Leute lügen. Stimmt. Manche stellen sich auch besoffen, um ihren besten Kumpel besser abschleppen zu können., denkt Mark noch, bevor er endgültig einschläft.
Und fast hätte ich es in der Stunde geschafft. (;
Autor:
Fandom: Original
Challenge: Grenzen
Warning: Slash. Aber harmlos. ^^
A/N: Erster Post von mir hier (;
Wörter: 1101
Zwei Uhr morgens. Ich hätte besser nicht auf die Uhr schauen sollen, dann wäre mir nicht bewusst, wie spät – oder besser gesagt früh – es bereits war. Zwei Uhr, normalerweise würde ich jetzt seit mindestens drei Stunden schlafen. Ich war noch nie ein großer Party-Gänger gewesen, aber an diesem Abend fiel mir keine Ausrede ein, als mein bester Kumpel mich mitschleppen wollte. Ich fragte mich sowieso häufig, was er an einem Langweiler wie mir fand, der einen überschaubaren Freundeskreis hatte und so viel Abwechslung bot wie das Wetter am Nordpol.
Er hingegen stand gerne im Mittelpunkt, war ein guter Unterhalter, sah gut aus und – ach, was soll's.
Jedenfalls feierte ein anderer Kumpel seinen Geburtstag und als Mark mich eine halbe Stunde lang bearbeitet hatte, schwand mein Widerstand. Aber auch ohne mein Rückgrat hatte ich es ganz bequem in meiner Couchecke.
Nach ein paar Bieren war ich ganz schläfrig geworden, deshalb hatte ich mir ein gemütliches Plätzchen gesucht, eine Art Beobachtungsposten.
In der Tat war es auch recht interessant anzuschauen, wie manche Menschen ihren Instinkten folgten und um einen paarungswilligen Partner balzten.
Das Geburtstagskind hatte gleich zwei langbeinige Schönheiten auf dem Schoß sitzen, bestimmt gab er wieder mit seiner Geschichte von dem kleinen Kätzchen an, welches er mal tapfer von einem Baum gerettet hatte – was er nicht erwähnte, war, dass der Ast, auf dem die Katze saß, nur einen Meter über dem Boden war. Aber ich wollte bestimmt nicht derjenige sein, der ihm die Tour vermasselte.
Ich bin sowieso der Meinung, dass jeder lügt. Sei es, um andere zu manipulieren oder um vor sich selbst besser da zu stehen. Was gewisse Dinge angeht, bin ich auch nicht zu allen ehrlich. Mal unter uns, wen geht es denn auch was an, dass mir bei meinen Sexpartnern das Geschlecht egal ist? Eben!
Oha, soeben wird es eng auf der Couch, denn ein Pärchen hat wohl vergessen, sich ein Zimmer zu suchen und rückt mir gerade ganz schön auf die Pelle.
Etwas widerwillig stehe ich nun doch auf und drehe eine kleine Runde durch das Haus – vielleicht treffe ich ja Mark irgendwo, als ich ihn das letzte Mal gesehen habe, hatte er sich gerade eine Abfuhr von einer seiner Exfreundinnen eingehandelt.
Er kann einem schon ein bisschen leid tun. Scheinbar ist er sehr liebesbedürftig, verbringt er doch nur selten eine Nacht allein. Leider mag er aber auch Abwechslung – möglicherweise einer der Gründe, warum bislang noch keine seiner Beziehungen von Dauer waren.
"Hey Siev, hassu Sarah 'sehn?"
Ich lächle Mark freundlich zu, während ich mir sein Genuschle von Besoffen nach Normaldeutsch übersetze. "Hey Steve, hast du Sarah gesehen?"
"Nein, aber ich glaube, du solltest sie jetzt auch mal in Ruhe lassen. Ihr Neuer sieht's nicht gern, wenn du den ganzen Abend an ihr herumbaggerst", erkläre ich ihm und halte ihn dabei am Arm fest, damit er nicht umfällt.
"Abaischliebsieunnerisnarsch...", bevor ihm noch Tränchen in die Augen treten, lotse ich Mark in Richtung Ausgang.
"Sarah wollte doch nur, dass du ihren Pc in Ordnung bringst. Mehr war da nicht", erkläre ich ihm, brülle einem anderen zu, dass er dem Geburtstagskind unsere besten Wünsche ausrichten soll, und ziehe Mark hinter mir her.
Er würde es noch fertig bringen, sich vor Sarah zum Vollhonk zu machen, aber so ist er nun mal. Immer mit vollem Einsatz dabei – auch wenn er dabei auf die Schnauze fällt. Aber dann bin ich ja wieder da, um ihn mit Wundpflastern zu versorgen.
Während dem Fußmarsch zu unserer WG darf ich mir jede Menge Mist anhören. Sarah dies, Sarah das – jetzt weiß ich auch wieder, warum ich sie damals nicht mochte. Von wegen Eifersucht – tze.
Etwas erleichtert bin ich ja schon, als ich ihn endlich aufs Bett schieben kann. Im Schlaf reden hat er noch nie gemacht, also nimmt auch die Sarah-Hymne ein Ende.
Ein lautes "Rumms" lässt mich an der Tür erschrocken herumfahren, einen Teil der dekorativ hochwertigen Ikea-Nachttischlampe verschwindet gerade unter dem Bett.
Mit hochgezogener Augenbraue bekomme ich mit, wie Mark, die Jeans um die Knöchel hängend, neben dem Nachttisch kniet.
"Normalerweise hast du doch auch kein Problem damit, in deinen Klamotten zu pennen. Aber schön. Ich helfe dir doch gerne beim Ausziehen. Morgen früh weißt du ja sowieso nichts mehr", habe ich schon erwähnt, dass ich gerne viel plappere, wenn ich nervös werde?
Okay, ich gebe es ja zu. Ich finde Mark sexy. Aber tut das etwas zur Sache? Man kann schließlich viele Personen sexy finden, ohne gleich mit ihnen in die Kiste zu steigen – nun ja, zumindest ist das dem eigenen Ruf nicht gerade zuträglich.
Irgendwie schaffe ich es, dass Mark wieder auf seinem Bett sitzt, und ziehe seine Schuhe aus, seine Jeans folgt.
"Du solltest nicht aufhören, Fußball zu spielen", murmle ich und hoffe, dass meine Stimme nicht so rau klingt, wie es mir gerade vorkommt, während mein Blick seine braungebrannten und muskulösen Beine hinauf gleitet.
Schließlich sehe ich in seine Augen, und im Anbetracht der merkwürdigen Situation erwidere ich sein Grinsen.
"Bei einer von deinen Bettgeschichten hättest du jetzt wenigstens Musik angemacht und deine Schmutzwäsche unterm Bett versteckt", beschwere ich mich und bin etwas überrascht, als Mark nach der Fernbedienung für seine Anlage greift. Kurz darauf läuft eine CD, die verdächtig nach irgend einer Ausgabe der Kuschelrock-Reihe klingt. Sehr romantisch.
"Halt einfach still, damit ich hier fertig werde. Im Gegensatz zu dir muss ich morgen relativ früh raus", auch wenn die Versuchung groß war, und Mark sich morgen an nichts erinnern würde, ich durfte diese Grenze nicht überschreiten. Deshalb sah ich erst gar nicht hin, als ich Mark von seinem Shirt befreite.
"Komm, ich helf' dir auch!", feixt Mark und ehe ich mich versehe, hat er auch schon meine Hose geöffnet. Ist ja auch alles griffbereit, wie ich da so vor ihm stehe.
"Hey", protestiere ich halbherzig, während ich in Gedanken schon am grübeln bin, wann ich zuletzt richtig guten Sex hatte.
"Verdammt", seufze ich, lasse mir auch noch mein Shirt ausziehen und presse meine Lippen auf Marks. Noch immer warte ich auf ein Zeichen von Gegenwehr – vergeblich. Im Gegenteil, er zieht mich irgendwann ganz zu sich aufs Bett.
Sämtliche Bedenken schwinden und auch ich reihe mich ein in die Gruppe der hormongesteuerten Partnersuchenden ein.
Nach dem Akt schläft Mark ein, ein Arm unterm Kissen, ein Arm um meine Hüfte gelegt. Ich widerstehe dem Drang, mich einfach an ihn zu kuscheln, sondern suche meine Kleidung zusammen und verziehe mich in mein eigenes Zimmer – schließlich muss ich ja früh aufstehen!
- - -
Ich weiß, dass Steve denkt, dass alle Leute lügen. Stimmt. Manche stellen sich auch besoffen, um ihren besten Kumpel besser abschleppen zu können., denkt Mark noch, bevor er endgültig einschläft.
Und fast hätte ich es in der Stunde geschafft. (;
no subject
Date: 2008-04-27 05:00 pm (UTC)was wohl am morgen "danach" losgewesen ist?