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Titel: Lost in Manhattan
Team: Byron
Challenge: Szenario: verlaufen/verirrt/verfahren/verloren
Fandom: Mortal Instruments
Charaktere: Isabelle, Simon
Warnung: Vermutlich kommt Izzy ziemlich gemein und berechnend rüber... aber ich seh sie einfach nicht als jemanden, der ein Interesse an längeren Beziehungen hat. >_<

„Simon?“
„Simon!“
„SIMON!“
„Was ist denn?“
„Gibs endlich zu!“ Isabelle hatte nicht übel Lust ihm eins überzuziehen. Männer. Egal ob Shadowhunter, Mundie oder Downworlder. Sie waren überall gleich.
„Wir haben uns nicht verlaufen!“
„Wenn überhaupt hast du dich nicht verlaufen. Ich weiß, wo wir sind.“
„Beweis es.“
„Nein.“ Soweit kams noch. Sie wollte er hören, wie er es zugab. Dann würde sie ihm vielleicht zeigen, wie sie zum Kino kamen. Warum hatte sie seine Einladung nochmal angenommen? Ach ja, weil sie aus irgendeinem Grund die Illusion hatte, dass er über Clary hinweg war. Wer hätte auch gedacht, dass seine Verwandlung in einen Vampir sich nicht gerade positiv auf seinen Orientierungssinn ausgewirken würde.
„Du weißt es also auch nicht.“ War er etwa beleidigt? Sie fand, dass er dazu nicht das geringste Recht hatte. Er hatte sie eingeladen und es war nun wirklich nicht ihr Job, sein Ego zu streicheln.
„Natürlich weiß ich es.“ Er verzog das Gesicht – was sie im Moment kaum weniger interessieren könnte. Jemand schlich sich in den Schatten herum. Folgte er ihnen?
Als ob er bemerkt hatte, dass sie ihn entdeckt hatte, verschwand der Schatten. Isabelle genügte das als Aufforderung der Sache nachzugehen. Mit einer geübten Bewegung löste sie ihre Peitschte, die momenta wie ein Gürtel um ihre Hüfte hin und ließ Simon einfach stehen. Der begriff zum Glück schnell und folgte ihr langsamer.
„Wer ist da?“, fragte er leise.
„Keine Ahnung, aber ich krieg es raus. Bleib du mir nur aus dem Weg.“
So gut er sich im Kampf gegen Valentines Dämonen offenbar geschlagen hatte, er war immer noch ein Anfänger. Und sie wollte nicht auch noch auf ihn aufpassen müssen.
Eine Bewegung zog ihre Aufmerksamkeit auf sich. „Komm raus! Sofort!“, rief sie scharf und der Schatten wandte sich zur Flucht. Die ungefähr drei Schritte weit ging. Dann hatte sich Isabelles Peitsche um einen Fuß des Flüchtenden geschlungen und brachte ihn zu Fall. Ein eher erschrockener als schmerzerfüllter Schrei war die Reaktion.
„Sei nicht gleich so brutal!“
Die Stimme kannte sie doch.
„Vanessa...“
„Wer?“
„Halt die Klappe.“ Das hatte Simons Ego sicherlich noch mehr angeknackst, als ohnehin schon, aber jetzt musste sie sich erstmal mit dieser penetranten Hexe befassen. War die eigentlich schon alt genug, um auf Magnus Partys zu gehen? „Hab ich dir nicht gesagt, dass ich nicht auf Frauen stehe?“ Zumindest nicht auf welche mit kanllpinken Haaren mit neongrünen Strähnen und Katzenohren in derselben Farbe...
„Doch... schon aber... ein Vampir?“ Meckernd befreite sich Vanessa von der Peitsche, die Isabelle einfach nur um gemein zu sein nochmal fester zog.
„Hör auf!“
„Erst wenn du kapierst, dass ich ausgehe mit wem ich will. Sonst...“ Sie ließ den Satz unvollendet. Eigentlich hatte sie auch keine Ahnung, was sie dann tun wollte, aber es hatte gewisse Vorteile, eine Nephilim zu sein. Jeder schlaue Downworlder erwartete direkt das schlimmste von einem.
„Der Typ ist nicht gut genug für dich“, murrte Vanessa mit einem giftigen Blick auf Simon.
„Das lass mich mal schön selbst entscheiden.“ Isabelles Stimme würde wohl selbst die Sonne gefrieren lassen – ein Umstand, der sie irgendwie stolz machte. Aber sie ließ zu, dass die Hexe zu ihren Füßen sich befreite und aufstand. Und sie dank ihrer Plateauschuhe auch gleich um zehn Zentimeter überragte.
Kein Wunder, dass sie zu Magnus Freundeskreis gehörte. Sie passte total rein.
„Sonst noch was?“
„Ihr habt euch ne komische Gegend für ein Date ausgesucht.“
„Er hat sich verlaufen.“
„Er?“
„Ja.“
„Warum sagst du ihm nicht, wo ihr langmüsst?“
„Weil er erst zugeben soll, dass er sich verlaufen hat.“
„Mädels?“ Oh, der Herr fühlte sich wieder übergangen. Mit einem zuckersüßen Lächeln drehte Isabelle sich zu ihm um. „Ja?“
„Wir verpassen den Film.“
„Ich weiß.“
Schweigen. In seinem Kopf arbeitete es sichtlich und Isabelle ahnte, was gleich kommen würde. „Okay, okay, ich habe keine Ahnung, wo wir sind, zufrieden?“
Wow. Und das vor Zeugen...
„Und wie.“ Sie grinste Vanessa triumphierend an und sagte: „Frag Magnus mal nach der Fee mit den violetten Haaren, die ist ziemlich auf dich abgefahren. Ich bin vergeben.“ Fürs erste. Aber das musste eine Hexe ja nicht wissen. Dann wandte sie sich ab, schlang die Peitsche wieder um ihre Hüfte und hakte sich bei Simon ein. „Die nächste links, dann nach zwei weiteren Straßen rechts. Dann sind wir da.“
Als ob sie zulassen würde, dass Simons mieser Orientierungssinn ihr einen schönen Kinoabend verdarb.

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