Autor: Jenchan
Team: Sartre
Challenge: unüberbrückbare Differenzen
Word count: 658
Fandom: Prince of Tennis
Charaktere: Tezuka Kunimitsu + Tamano Hinako (random OC)
Titel: Es ist aus
Warnungen: unbetaed, sad?
Kommentar: Auf dem Weg nach Wien konnte ich es nicht lassen und hab im Zug ein wenig getippt. Immerhin fehlen uns ja nur noch ein paar wenige Punkte zum Sieg.
Ich bezweifle auch, dass es für Tezuka oder seine Fans wirklich 'sad' ist ^.~
Es ist aus
Tezuka stand da und sah die Frau vor sich wütend an. Es war bis vor kurzem seine Freundin gewesen und es tat ihm eigentlich Leid, dass es auf diese Weise enden musste. Aber es gab dazu auch nichts mehr zu sagen. Egal, wie sehr sie bettelte und heulte – ihre Tränen machten ihn im Grunde nur noch wütender.
„Du hattest deine Chance, Tamano-san. Mehr als eine...“ Wieso er immer noch darüber diskutierte, war ihm ein Rätsel, aber wahrscheinlich war es, weil Tamano Hinako von seiner eigenen Mutter angeschleppt worden war. Es war jetzt kein Omiai gewesen, aber er wusste, dass Ayana hoffte, er würde bald heiraten. Das Alter dazu hatte er und sie selbst war ja sehr spät drangewesen. Da hatte sie richtig Glück gehabt, dass sie noch so jemanden wie Kuniharu gefunden hatte.
Kunimitsu erinnerte sich gut an das vertrauliche Gespräch, dass seine Mutter mit ihm geführt hatte, bevor er sich dazu breitschlagen hatte lassen, einmal mit Hinako auszugehen. Er hatte sich auch wirklich bemüht und er gestand es Tamano durchaus zu, dass sie hübsch war und wusste, wie man sich in der Öffentlichkeit richtig verhielt.
Aber das war auch schon alles. Sie hatten kaum Gemeinsamkeiten und sie war nie das gewesen, was er im Leben gesucht hatte. Oder in dem Fall immer noch suchte.
„Bitte Tezuka-san... tun Sie mir das nicht an, ich liebe Sie doch...“
Eigentlich war sie ja wirklich bedauernswert und er selbst wäre naiv, wenn er ihr das abnehmen würde. Sie war eine Heuchlerin, das war ihm klar. Sie hatte sich nie um diese Beziehung bemüht und manchmal hatte er sich gefragt, was sie hier eigentlich taten. Zugegeben hatte er den Freiraum genossen. Sie hatte nie an ihm geklebt und im Grunde waren sie nur miteinander ausgegangen, wenn seine Mutter ihn dazu angehalten hatte, sie wieder einmal einzuladen. Oder aber Tamano von ihrer Familie unter Druck gesetzt wurde.
Er hatte schon sehr bald begriffen, dass sie als jüngste Tochter schnell verheiratet werden sollte, um die Kosten der doch recht großen Familie zu senken. Aber Hinako war eine sehr modern denkende Frau und schaffte es nur schwer, die alten Werte zu verkörpern; Dinge, die ihm selbst regelrecht in die Wiege gelegt worden waren und an die er gerne festhielt, weil sie ihm auf seinem Lebensweg schon sehr weitergeholfen hatten.
„Es hat keinen Sinn, diese Verbindung noch zu halten. Ich habe nicht vor, dich zu heiraten.“ Es war das erste Mal, dass er es direkt ausgesprochen hatte, da er wirklich nicht mehr wusste, was er noch tun sollte, um diese Angelegenheit endlich aus dem Weg zu räumen. Seine eigenen Eltern wussten schon, dass es mit Tamano nicht funktioniert hatte. Kunimitsu hatte es schon viel früher beenden wollen und er hatte Hinako nur auf Wunsch von Ayana zurückakzeptiert.
Aber er war nicht, was sie brauchte und er war nicht gewillt, die junge Frau zu dem zu machen, was er selbst suchte. Es würde sie beide nur unglücklich machen und seine Mutter hatte das schließlich auch eingesehen; auch wenn es ihr schwer gefallen war.
Die Einzige, die es nun noch begreifen musste, war Tamano selbst und die schien in ihrer Angst vor ihrer Familie richtig aufzugehen. Aber Kunimitsu konnte nichts für sie tun. Er hatte es noch nie gekonnt und er wollte auch nicht damit anfangen. Tränen wegen solchen Dingen zu verlieren war für ihn einfach unverständlich. In seinen Augen sollte Hinako eher Mut haben, sich ihrer Familie endlich zu stellen.
Aber ihr das zu sagen, würde alles nur schlimmer machen. Er hatte seine Ex-Freundin mit dieser Trennung schon genug gekränkt und auch wenn es viele nicht glauben wollten, so war er nicht herzlos.
Nach seinen so direkten Worten schien das auch Hinako einzusehen und auch wenn sie einen Moment viel zu überrascht schien, strich sie sich kurz über die Augen. Dann nickte sie und atemte tief durch.
Es war aus.
Und Kunimitsu fühlte sich zum ersten Mal seit einem halben Jahr wieder frei.
Autor: Jenchan
Team: Sartre
Challenge: Regeln (und ihre Ausnahmen)
Word count: 954
Fandom: Prince of Tennis
Charaktere: Tezuka Kunimitsu + (Fuji Shuusuke)
Titel: Untitled
Warnungen: unbetaed
Kommentar: Und das ist das zweite kleine Stück, dass ich in den 45 Minuten Zugfahrt geschrieben hab. Zwei noch und wir haben Platz eins eingeholt (das natürlich nur, wenn die nicht wieder ihre Kreativität finden >.<)
Unbetitelt
Als Tezuka Kunimitsu seinen heutigen Protegé das erste Mal bewusst wahrgenommen hatte, war er tief beeindruckt gewesen. Damals hatte er noch nicht geahnt, dass er diesen Menschen noch viele Jahre in seiner Nähe haben würde. Damals war er auch noch zu jung gewesen, um überhaupt ein realistisches Ziel vor Augen zu haben. Aber er hatte schon mit seinen reifen zwölf Jahren gewusst, dass dieser braunhaarige Junge etwas ganz besonderes war. Er zumindest hatte bis zu diesem Zeitpunkt keinen Erstklässer getroffen, der eine solch unglaubliche Kontrolle über einen Tennisball haben konnte.
Für Kunimitsu war es fast natürlich, dass er die Herausforderung eben jenen Jungens annahm, auch wenn sich noch am selben Nachmittag herausstellte, dass er unmöglich gegen ihn gewinnen konnte. Anders als Fuji – er hatte sich den Namen schnell gemerkt, auch wenn er sonst den Namen anderer eher weniger Bedeutung beimaß und er deshalb kaum eine Ahnung hatte, wer in seiner Klasse saß; er erkannte sehr wohl die Gesichter derjenigen, die ebenfalls dem Tennisclub beigetreten waren, aber Namen merkte er sich grundsätzlich nur dann, wenn er mit den betreffenden Personen auch etwas zu tun hatte; das hatte sich bis heute nicht geändert – war er im Tennisckub weniger beliebt. Das lag vor allem daran, das er sich nichts sagen ließ, wenn es um diesen Sport ging, den er nun schon einige Jahre trainierte. Warum sollte er auch, wenn er genau wusste, dass er besser war.
Seine Senpais hatten das anders gesehen – wie immer eigentlich – und waren wütend auf ihn losgegangen. In diesem Fall war er die Sache eindeutig falsch angegangen, aber er bereute es nicht. Er wusste nur, dass er es in Zukunft besser machen würde.
Selbige Lektion hatte er bei seinem ersten Match mit Fuji gelernt. Das Leben spielte nach gewissen Regeln und er musste einfach nur herausfinden, welche das waren. Fuji wütend zu machen war also nie in seiner Absicht gewesen, denn bisher war für ihn immer wichtiger gewesen, ein Versprechen zu halten. Auch wenn es grundsätzlich gegen die Schulregeln verstieß, so hatte er zugesagt gehabt und sich davor zu drücken, nur weil ihm sein Arm wehtat war für ihn einfach nicht in Frage gekommen.
Er hatte sich gedacht, dass Fuji es genauso sehen würde.
Er hatte sich geirrt.
Im Laufe der Jahre stellte er fest, dass er sich, was Fuji betraf, recht häufig irrte. Wieso das so war, wusste er bis heute nicht, aber er hatte sich daran gewöhnt, dass er die Ausnahmen aller Regeln bildete. Von anderen war er in der Mittelschule 'Tensai' genannt wurden und Tezuka wagte fast zu behaupten, dass er das tatsächlich war. In allen Lebenslagen.
Fuji war damals nach ihrem ersten Match wütend gewesen und er hatte nichts weiter tun können, als sich bei ihm zu entschuldigen. Die Erkenntnis, dass er nie wieder diesen scharfen Blick von Fuji sehen hatte wollen, hatte ihn genauso überraschend getroffen, wie dieser Blick aus den feurigen blauen Augen, die Shuusuke heute noch ungern zeigte.
Damals hatte er sich gedacht, dass er mit Fuji zukünftig nicht mehr so viel zu tun haben würde, weil er ihn tief enttäuscht und verärgert hatte. Aber er irrte sich. Sie wurden so etwas wie Freunde, auch wenn Kunimitsu bis heute nicht verstand, was es war, dass sie wirklich verband.
Er wusste nur, dass er all die Auf und Ab's mit Fuji auf veerquere Art und Weise genoss.
Es waren genau diese Auf und Ab's, die ihn heute zu dem machten, was er war: Manager und Trainer von Fuji Shuusuke, einem der besten Tennisspieler der Welt.
Wenn er abends nach Hause kam, erwischte er sich manchmal dabei, wie er an ihre Anfänge zurückdachte. Wie er daran dachte, dass er eigentlich auf dem Platz stehen sollte und nicht Fuji. Alle hatten von ihm erwartet, dass in den Profisport wechselte, weil er schon Ende der Mittelschule bewiesen hatte, dass ihm kaum jemand das Wasser reichen konnte. Aber die Verletzung, die er sich zugezogen hatte, waren einfach zu schlimm gewesen und um weiteren Neckereien zu entgehen und niemandem mehr Rechenschaft ablegen zu müssen, hatte er sich klammheimlich an einer deutschen Schule eingeschrieben.
Er war der Meinung gewesen, dass er sein Leben ändern musste und es die beste Möglichkeit war, allem loszusagen. Und doch war letztlich alles anders gekommen als gedacht. Als hätte Fuji Shuusuke das von Anfang an so geplant gehabt, hatte er ihn in Deutschland wiedergetroffen. Auf derselben Schule und in derselben Klasse.
Es hatte absolut keine Wirkung gezeigt, dass er versucht hatte, Shuusuke zu ignorieren. Stattdessen war ihm nur aufgefallen, dass die Art wie Fuji nun trainiert wurde, nie und nimmer dazu führen konnten, dass dieser sich weiterentwickelte. Wenn schon hatte er ihm ansehen können, dass er sich langweilte.
Bis Kunimitsu sich dazu durchgerungen hatte, die Sache in die Hand zu nehmen und er erneut sein Regelbuch des Lebens umschrieb und erweitern musste. Fuji war die einzige Person, die er bis heute kannte, die ihn auf diese subtile Art und Weise dazu brachte, seine eigenen Prinzipien zu biegen – soweit zu biegen, dass er genau das tat, was Fuji zu wollen schien.
Kein Wunder, dass er sich hin und wieder auch als Marionnette fühlte, aber dann wiederum bewies Fuji Shuusuke auch, dass er ihn gut kannte. Besser wahrscheinlich als Kunimitsu sich selbst kannte und das war auch eine Sache, die ihn wurmte. Aber die er kaum ändern konnte.
Für ihn würde Fuji immer eine Ausnahme jeder Regel bilden und er würde wahrscheinlich noch Jahrhunderte brauchen, bis er dieses Mysterium gelüftet hatte. Es war nun einmal so, dass er mit einem Tensai zusammenarbeitete und wenigstens hatte er noch am Court die vollste Kontrolle über ihn. Auch wenn er bis heute nicht begriff, warum Fuji Shuusuke lieber Strafrunden lief, anstatt sich einmal an die Regeln zu halten...
Aktueller Punktestand für Team Sartre: 132 Punkte (Erstplatziert Byron mit 138)
Team: Sartre
Challenge: unüberbrückbare Differenzen
Word count: 658
Fandom: Prince of Tennis
Charaktere: Tezuka Kunimitsu + Tamano Hinako (random OC)
Titel: Es ist aus
Warnungen: unbetaed, sad?
Kommentar: Auf dem Weg nach Wien konnte ich es nicht lassen und hab im Zug ein wenig getippt. Immerhin fehlen uns ja nur noch ein paar wenige Punkte zum Sieg.
Ich bezweifle auch, dass es für Tezuka oder seine Fans wirklich 'sad' ist ^.~
Es ist aus
Tezuka stand da und sah die Frau vor sich wütend an. Es war bis vor kurzem seine Freundin gewesen und es tat ihm eigentlich Leid, dass es auf diese Weise enden musste. Aber es gab dazu auch nichts mehr zu sagen. Egal, wie sehr sie bettelte und heulte – ihre Tränen machten ihn im Grunde nur noch wütender.
„Du hattest deine Chance, Tamano-san. Mehr als eine...“ Wieso er immer noch darüber diskutierte, war ihm ein Rätsel, aber wahrscheinlich war es, weil Tamano Hinako von seiner eigenen Mutter angeschleppt worden war. Es war jetzt kein Omiai gewesen, aber er wusste, dass Ayana hoffte, er würde bald heiraten. Das Alter dazu hatte er und sie selbst war ja sehr spät drangewesen. Da hatte sie richtig Glück gehabt, dass sie noch so jemanden wie Kuniharu gefunden hatte.
Kunimitsu erinnerte sich gut an das vertrauliche Gespräch, dass seine Mutter mit ihm geführt hatte, bevor er sich dazu breitschlagen hatte lassen, einmal mit Hinako auszugehen. Er hatte sich auch wirklich bemüht und er gestand es Tamano durchaus zu, dass sie hübsch war und wusste, wie man sich in der Öffentlichkeit richtig verhielt.
Aber das war auch schon alles. Sie hatten kaum Gemeinsamkeiten und sie war nie das gewesen, was er im Leben gesucht hatte. Oder in dem Fall immer noch suchte.
„Bitte Tezuka-san... tun Sie mir das nicht an, ich liebe Sie doch...“
Eigentlich war sie ja wirklich bedauernswert und er selbst wäre naiv, wenn er ihr das abnehmen würde. Sie war eine Heuchlerin, das war ihm klar. Sie hatte sich nie um diese Beziehung bemüht und manchmal hatte er sich gefragt, was sie hier eigentlich taten. Zugegeben hatte er den Freiraum genossen. Sie hatte nie an ihm geklebt und im Grunde waren sie nur miteinander ausgegangen, wenn seine Mutter ihn dazu angehalten hatte, sie wieder einmal einzuladen. Oder aber Tamano von ihrer Familie unter Druck gesetzt wurde.
Er hatte schon sehr bald begriffen, dass sie als jüngste Tochter schnell verheiratet werden sollte, um die Kosten der doch recht großen Familie zu senken. Aber Hinako war eine sehr modern denkende Frau und schaffte es nur schwer, die alten Werte zu verkörpern; Dinge, die ihm selbst regelrecht in die Wiege gelegt worden waren und an die er gerne festhielt, weil sie ihm auf seinem Lebensweg schon sehr weitergeholfen hatten.
„Es hat keinen Sinn, diese Verbindung noch zu halten. Ich habe nicht vor, dich zu heiraten.“ Es war das erste Mal, dass er es direkt ausgesprochen hatte, da er wirklich nicht mehr wusste, was er noch tun sollte, um diese Angelegenheit endlich aus dem Weg zu räumen. Seine eigenen Eltern wussten schon, dass es mit Tamano nicht funktioniert hatte. Kunimitsu hatte es schon viel früher beenden wollen und er hatte Hinako nur auf Wunsch von Ayana zurückakzeptiert.
Aber er war nicht, was sie brauchte und er war nicht gewillt, die junge Frau zu dem zu machen, was er selbst suchte. Es würde sie beide nur unglücklich machen und seine Mutter hatte das schließlich auch eingesehen; auch wenn es ihr schwer gefallen war.
Die Einzige, die es nun noch begreifen musste, war Tamano selbst und die schien in ihrer Angst vor ihrer Familie richtig aufzugehen. Aber Kunimitsu konnte nichts für sie tun. Er hatte es noch nie gekonnt und er wollte auch nicht damit anfangen. Tränen wegen solchen Dingen zu verlieren war für ihn einfach unverständlich. In seinen Augen sollte Hinako eher Mut haben, sich ihrer Familie endlich zu stellen.
Aber ihr das zu sagen, würde alles nur schlimmer machen. Er hatte seine Ex-Freundin mit dieser Trennung schon genug gekränkt und auch wenn es viele nicht glauben wollten, so war er nicht herzlos.
Nach seinen so direkten Worten schien das auch Hinako einzusehen und auch wenn sie einen Moment viel zu überrascht schien, strich sie sich kurz über die Augen. Dann nickte sie und atemte tief durch.
Es war aus.
Und Kunimitsu fühlte sich zum ersten Mal seit einem halben Jahr wieder frei.
Autor: Jenchan
Team: Sartre
Challenge: Regeln (und ihre Ausnahmen)
Word count: 954
Fandom: Prince of Tennis
Charaktere: Tezuka Kunimitsu + (Fuji Shuusuke)
Titel: Untitled
Warnungen: unbetaed
Kommentar: Und das ist das zweite kleine Stück, dass ich in den 45 Minuten Zugfahrt geschrieben hab. Zwei noch und wir haben Platz eins eingeholt (das natürlich nur, wenn die nicht wieder ihre Kreativität finden >.<)
Unbetitelt
Als Tezuka Kunimitsu seinen heutigen Protegé das erste Mal bewusst wahrgenommen hatte, war er tief beeindruckt gewesen. Damals hatte er noch nicht geahnt, dass er diesen Menschen noch viele Jahre in seiner Nähe haben würde. Damals war er auch noch zu jung gewesen, um überhaupt ein realistisches Ziel vor Augen zu haben. Aber er hatte schon mit seinen reifen zwölf Jahren gewusst, dass dieser braunhaarige Junge etwas ganz besonderes war. Er zumindest hatte bis zu diesem Zeitpunkt keinen Erstklässer getroffen, der eine solch unglaubliche Kontrolle über einen Tennisball haben konnte.
Für Kunimitsu war es fast natürlich, dass er die Herausforderung eben jenen Jungens annahm, auch wenn sich noch am selben Nachmittag herausstellte, dass er unmöglich gegen ihn gewinnen konnte. Anders als Fuji – er hatte sich den Namen schnell gemerkt, auch wenn er sonst den Namen anderer eher weniger Bedeutung beimaß und er deshalb kaum eine Ahnung hatte, wer in seiner Klasse saß; er erkannte sehr wohl die Gesichter derjenigen, die ebenfalls dem Tennisclub beigetreten waren, aber Namen merkte er sich grundsätzlich nur dann, wenn er mit den betreffenden Personen auch etwas zu tun hatte; das hatte sich bis heute nicht geändert – war er im Tennisckub weniger beliebt. Das lag vor allem daran, das er sich nichts sagen ließ, wenn es um diesen Sport ging, den er nun schon einige Jahre trainierte. Warum sollte er auch, wenn er genau wusste, dass er besser war.
Seine Senpais hatten das anders gesehen – wie immer eigentlich – und waren wütend auf ihn losgegangen. In diesem Fall war er die Sache eindeutig falsch angegangen, aber er bereute es nicht. Er wusste nur, dass er es in Zukunft besser machen würde.
Selbige Lektion hatte er bei seinem ersten Match mit Fuji gelernt. Das Leben spielte nach gewissen Regeln und er musste einfach nur herausfinden, welche das waren. Fuji wütend zu machen war also nie in seiner Absicht gewesen, denn bisher war für ihn immer wichtiger gewesen, ein Versprechen zu halten. Auch wenn es grundsätzlich gegen die Schulregeln verstieß, so hatte er zugesagt gehabt und sich davor zu drücken, nur weil ihm sein Arm wehtat war für ihn einfach nicht in Frage gekommen.
Er hatte sich gedacht, dass Fuji es genauso sehen würde.
Er hatte sich geirrt.
Im Laufe der Jahre stellte er fest, dass er sich, was Fuji betraf, recht häufig irrte. Wieso das so war, wusste er bis heute nicht, aber er hatte sich daran gewöhnt, dass er die Ausnahmen aller Regeln bildete. Von anderen war er in der Mittelschule 'Tensai' genannt wurden und Tezuka wagte fast zu behaupten, dass er das tatsächlich war. In allen Lebenslagen.
Fuji war damals nach ihrem ersten Match wütend gewesen und er hatte nichts weiter tun können, als sich bei ihm zu entschuldigen. Die Erkenntnis, dass er nie wieder diesen scharfen Blick von Fuji sehen hatte wollen, hatte ihn genauso überraschend getroffen, wie dieser Blick aus den feurigen blauen Augen, die Shuusuke heute noch ungern zeigte.
Damals hatte er sich gedacht, dass er mit Fuji zukünftig nicht mehr so viel zu tun haben würde, weil er ihn tief enttäuscht und verärgert hatte. Aber er irrte sich. Sie wurden so etwas wie Freunde, auch wenn Kunimitsu bis heute nicht verstand, was es war, dass sie wirklich verband.
Er wusste nur, dass er all die Auf und Ab's mit Fuji auf veerquere Art und Weise genoss.
Es waren genau diese Auf und Ab's, die ihn heute zu dem machten, was er war: Manager und Trainer von Fuji Shuusuke, einem der besten Tennisspieler der Welt.
Wenn er abends nach Hause kam, erwischte er sich manchmal dabei, wie er an ihre Anfänge zurückdachte. Wie er daran dachte, dass er eigentlich auf dem Platz stehen sollte und nicht Fuji. Alle hatten von ihm erwartet, dass in den Profisport wechselte, weil er schon Ende der Mittelschule bewiesen hatte, dass ihm kaum jemand das Wasser reichen konnte. Aber die Verletzung, die er sich zugezogen hatte, waren einfach zu schlimm gewesen und um weiteren Neckereien zu entgehen und niemandem mehr Rechenschaft ablegen zu müssen, hatte er sich klammheimlich an einer deutschen Schule eingeschrieben.
Er war der Meinung gewesen, dass er sein Leben ändern musste und es die beste Möglichkeit war, allem loszusagen. Und doch war letztlich alles anders gekommen als gedacht. Als hätte Fuji Shuusuke das von Anfang an so geplant gehabt, hatte er ihn in Deutschland wiedergetroffen. Auf derselben Schule und in derselben Klasse.
Es hatte absolut keine Wirkung gezeigt, dass er versucht hatte, Shuusuke zu ignorieren. Stattdessen war ihm nur aufgefallen, dass die Art wie Fuji nun trainiert wurde, nie und nimmer dazu führen konnten, dass dieser sich weiterentwickelte. Wenn schon hatte er ihm ansehen können, dass er sich langweilte.
Bis Kunimitsu sich dazu durchgerungen hatte, die Sache in die Hand zu nehmen und er erneut sein Regelbuch des Lebens umschrieb und erweitern musste. Fuji war die einzige Person, die er bis heute kannte, die ihn auf diese subtile Art und Weise dazu brachte, seine eigenen Prinzipien zu biegen – soweit zu biegen, dass er genau das tat, was Fuji zu wollen schien.
Kein Wunder, dass er sich hin und wieder auch als Marionnette fühlte, aber dann wiederum bewies Fuji Shuusuke auch, dass er ihn gut kannte. Besser wahrscheinlich als Kunimitsu sich selbst kannte und das war auch eine Sache, die ihn wurmte. Aber die er kaum ändern konnte.
Für ihn würde Fuji immer eine Ausnahme jeder Regel bilden und er würde wahrscheinlich noch Jahrhunderte brauchen, bis er dieses Mysterium gelüftet hatte. Es war nun einmal so, dass er mit einem Tensai zusammenarbeitete und wenigstens hatte er noch am Court die vollste Kontrolle über ihn. Auch wenn er bis heute nicht begriff, warum Fuji Shuusuke lieber Strafrunden lief, anstatt sich einmal an die Regeln zu halten...
Aktueller Punktestand für Team Sartre: 132 Punkte (Erstplatziert Byron mit 138)