[identity profile] exiles-diary.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Autor: Jenchan
Team: Sartre
Challenge:  Überdosis
Word count: 462
Fandom: Original 
Charaktere:  drogenabhängiger Er
Titel: Das Rauschen des Meeres
Warnungen: unbetaed, character death

Kommentar: Hmm... das wurde inspiriert von Rammsteins "Adios" und "Hier kommt die Sonne" .  Und meine gängige Meinung über eine bestimmte Schicht Jugendlicher (-.- *schämen geht*)

Das Rauschen des Meeres

Die Welt verschwamm vor seinen Augen, aber es störte ihn nicht. Er bekam es gar nicht mehr mit. Das Rauschen in seinen Ohren wurde lauter und er ließ sich zurückfallen, als wäre er auf dem Meer und könnte sich in den Wellen treiben lassen. Er mochte dieses Gefühl der Schwerelose. Hier gab es niemanden, der ihm etwas tun konnte und das war das Wichtigste. Keine Eltern, die einen für nutzlos hielten und ihm Vorhaltungen machten, was er zu tun oder lassen hatte.
Keine Freunde, die ihn anstiftete irgendwelche Dummheiten zu begehen und sich schlichen, wenn sie erwischt wurden.
Kein Chef, der immer nur nörgeln konnte und dem nie etwas Recht war.
Und auch keine Lehrer, die der Meinung waren, dass sie alles bestimmen konnte und allwissend waren.
Hier gab es nur ihn, das Rauschen des Meeres und dieses glückliche Gefühl, das ihn schweben ließ.
Als die erste Welle etwas nachließ, setzte er sich immer noch trunken von der Wirkung der Droge auf und zündete sich mit zitternden Händen eine Zigarette an. Das kleine Zimmer, das er seit er sechs Jahre alt war, bewohnte, war unordentlich. Leere Bierdosen pflasterten den Boden ebenso wie schmutzige Wäsche und Schulzeug. Die Schulbücher waren teilweise zerrissen und angekokelt, aber eigentlich, wie er fand, noch in einwandfreiem Zustand. Dafür, dass sie eigentlich in die Tonne getreten gehörten.
Er lachte leise, bei den Gedanken und musste zu Husten beginnen. Die Zigarette schaffte es gerade noch - nach einem kurzen Absturz auf den Boden - in den überfüllten Aschenbecher. Mit langsamen Bewegungen putzte er die Asche etwas von dem Textil.
Dann läutete sein Handy und erschrak fast zu Tode. Er brauchte eine Weile, bis er es gefunden hatte und meldete sich mit einem „Hey Maaann, wie gehts?“. Seine Zunge war schwer und er lallte ein wenig, als er sich auf seinem Tisch nach einer vollen Bierdose suchte und versuchte, mit seinem Kumpel zu telefonieren. Der legte glücklicherweise auch bald wieder auf und er nahm die letzten Schlucke von einem Bier, das wohl schon länger dort stand.
Jedenfalls schmeckte es ekelhaft.
Dann rief ihn auch noch seine Mutter, die er einfach nur genervt anfuhr, dass sie ihn in Ruhe lassen solle. Er wollte kein Abendessen und er wollte auch nicht im Haushalt helfen und er wollte sich nicht rechtfertigen oder sonst irgendwas. Er wollte einfach nur seine Ruhe.
Fluchend, weil nun seine gute Laune weg war, suchte er nach dem kleinen Säckchen. Ein kleiner, sehr leiser Teil von ihm, warnte ihn davor, sich noch einen Schuss zu geben, aber seine Handbewegungen waren schon zu sehr an diese Dinge gewöhnt, als er etwas von der Droge aufkochte und auf die Spritze zog. Er grinste, als er wieder an das Rauschen und das erhebende Gefühl dachte und setzte sich seine letzte Spritze...


Autor: Jenchan
Team: Sartre
Challenge: Szenario: gefesselt
Word count: 436
Fandom: Original 
Charaktere: Sie und Partner
Titel: Try Bondage
Warnungen: unbetaed, Sex

Kommentar: Ja... es ist aber glaub ich nicht all zu explizit. Keine Ahnung. Zu junge Leute sollten es nicht lesen ^^ auch wenns nur ein kurzes Vergnügen ist - oder auch nicht.

Try Bondage

Es würde ihr gefallen, hatte er gesagt. Sie solle sich nicht so anstellen und sich einen Ruck geben. Es war vollkommen normal, dass man sowas tat. Es würde nie jemand davon erfahren. Er hatte sie angefleht, regelrecht darum gebettelt.
Aber sie bereute. Sie bereute, dass sie nachgegeben hatte.
Nun hatte sie den Salat, lag gefesselt und zusammengeschnürt wie ein Spanferkel auf ihrem eigenen Bett und musste befürchten, dass ihr ihre Arme abfielen. Jedenfalls schliefen die schon tief und fest und sie konnte nur bedingt die Durchblutung fördern, indem sie immer wieder die Handgelenke drehte.
Musste das wirklich sein? Konnten sie nicht einfach ganz normal miteinander schlafen?
Offenbar nicht, denn nun bekam sie auch noch eine Augenbinde. Sie fühlte sich wirklich unwohl. So gar nicht zu wissen, was passierte und keine Möglichkeit zu haben irgendetwas zu tun. Sie fand das nicht im geringsten erregend.
Ihr Freund scheinbar umso mehr. Sie hörte ihn schnaufen und er gab ihr Komplimente, wie sexy sie gerade aussah. Das war schwer vorstellbar, denn sie spürte, wie die Seile ihren Speck einschnürten. Sie war nicht dick, aber gerade jetzt spürte sie jeden winzigen Gramm, der zuviel an ihr war.
Dann waren da diese Hände, sie berührten und sie erschaudern ließen. Aber sie konnte sich nicht wirklich entspannen, auch wenn ihr Freund versuchte, ihr gut zuzureden. Für sie war das einfach nichts und leise bat sie, ob sie das nicht vielleicht abbrechen konnten.
Er hielt es für einen Scherz und spielte einfach mit. Nahm an, sie würde sich in die Rolle des Opfers einfinden. Ein Opfer war sie, das musste sie nicht erst spielen. Aber sie konnte sich auch nicht wirklich beschweren, da sie ja dem ganzen freiwillig zugestimmt hatte. Mehr oder minder.
Sie liebte ihren Freund und sie konnte ihm nur eine begrenzte Zeit lang Wünsche abschlagen. Im Normalfall reichte es, wenn sie ihn einmal oder maximal zweimal abwies. Aber das schien er so sehr gewollt zu haben, dass er sie wochenlang immer wieder fragte, ob sie sich nicht dazu durchringen konnte.
Wenigstens war er so umsichtig und benutzte Gleitcreme, wenn er so an ihr herumspielte. Ihr war das ziemlich peinlich, aber solange sie sich ruhig verhielt, war es vielleicht schnell vorbei. Außerdem, so hoffte sie, würde es sich besser anfühlen, wenn er ihn erst einmal reinschob. Ihrer Meinungen nach passten sie perfekt zusammen und bisher hatte er immer einen für sie sehr angenehmen Rhythmus gefunden.
Wenn er das beibehielt, sah sie darüber hinweg, dass sie gerade ziemliche Schmerzen hatte. Dann würde sie sich vielleicht sogar etwas mehr fallen lassen können. Aber eins schwor sie sich... das würde sie ihm nie wieder erlauben!

Weils dasselbe Päckchen ist, hab ich's zusammengefasst ^^ ich denke heute kommen noch ein paar Challenges (three to go for No 1 XD) - und bitte verzeiht die Alleinunterhaltung >.< mein Team hat ein paar Ausfälle


Date: 2010-08-21 06:55 pm (UTC)
From: [identity profile] somali77.livejournal.com
Das erste erinnert mich irgendwie an eine Mischung aus "Bahnhof Zoo" und "Das weiße Rauschen", und beim zweiten dachte ich nur ähm, Safeword...? Oh mann, ich hasse solche hilflosen Opfer-Frauchen-Figuren. ô_o" Aber vermutlich ist die Geschichte ziemlich realitätsnah.

Unser Team hat Ausfälle? ô_o Welche denn? Hab gar nix mitbekommen?

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