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[personal profile] luinaldawen posting in [community profile] 120_minuten
Team: Byron
Fandom: original
Challenge: Angeber
Charaktere: Ylaine, Yaren (Yen, Mikan)


Sie atmete einmal tief durch
Dann noch einmal.
Und noch einmal.
Dann hob sie ihre Hand und schickte eine Druckwelle in Richtung Rosenstrauch.
Einige einknickende Zweige, ein Schauer von violetten Blüten, die teilweise mitten in der Luft liegen zu blieben schienen und ein empörter Schrei verrieten ihr, dass sie den Störenfried getroffen hatte. Fluchend wurde ihr Bruder sichtbar und rappelte sich unter noch mehr Fluchen und Geraschel und Blütenregen auf, bevor er sich ein paar Dornen aus den Kleidern zupfte.
„Kann ich dir irgendwie helfen?“ Ylaine schenkte dem zerrupften Jungen ein belustigtes Lächeln, erhielt aber nur ein „Brutales Weib“, als Antwort.
Seufzend hob sie wieder ihre Hand und lachte, als Yaren zur Seite sprang. „Keine Sorge, ich hänge zu sehr an diesen Rosen und Mairi wird mir was erzählen, wenn ich sie endgültig ruiniere.“
„Und ich bin dir total egal?“
„Entschuldige mal, du schleichst hier rum, obwohl du hier nichts verloren hast. Geh zurück zu den anderen Anfängern und lern, dann erwische ich dich in zehn Jahren vielleicht nicht mehr.“
„Ich bin kein Anfänger mehr! Ich bin im fünften Jahr!“
„Also ein Anfänger.“ Auch wenn er ein brillianter war.
„Nur weil du diesen Sommer wieder nach Hause fährst...“ Er brach ab.
Sie grinste. Da war also das Problem. „Ich habe nunmal nicht den Ehrgeiz eine höhere Stufe zu erreichen.“
„Papa sagt, du könntest einen hohen Rang bekommen!“
„Ich möchte aber nicht. Ich bin nicht so begabt, wie ihr alle zu glauben scheint.“
Das Talent der Familie hatte eindeutig Yaren geerbt. Ilor hatte wenigstens genügend passive Fähigkeiten. Etwas, was sie einfach nicht ineressierte. Aber wie machte man das dem begabten kleinen Bruder klar, der gerade seine zweite Trotzphase durchmachte?
„Warum willst du nicht?“
Manchmal war es schwer zu glauben, dass er mitten in der Pubertät steckte. Er benahm sich wie ein Kleinkind. „Weil es mir genügt, meine magischen Fähigkeiten so einsetzen zu können, wie jetzt. Ich will keine echte Magierin werden.“
„Aber...“
„Wusste ich doch, dass du das nicht schaffst“, die Stimme des Mädchens klang, als hätte es nur darauf gewartet, das zu sagen.
Und seit wann war der Bereich für die älteren Studenten ein Kindergarten geworden?
„Entschuldige...“ Wenigstens einer der Kinder hatte nicht vergessen, wie man sich benahm. Warum war Yen immer der einzige, der so etwas wie Maß kannte? „Mikan und Yaren haben gewettet...“
„Ja... das dachte ich mir schon. Und jetzt verschwindet allesamt, oder ich werfe euch höchstselbst raus!“ Zumindest Yaren sollte wissen, dass das alles andere als angenehm war. Als die sich die drei Störenfriede aber nicht rührten, half sie mit einem erneuten Energiestoß nach, der Mikan und Yen durch die Tür purzeln ließ. Das brachte wieder Leben in Yaren, der ihr einen wütenden Blick zuwarf, Mikan links liegen ließ und Yen aufhalf. Wenig später waren die drei verschwunden. Besser so.
Ylaine seufzte und betrachtete den lädierten Rosenstrauch. Das würde sie irgendwie erklären müssen.

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