[Sommerpäckchen # 4] "Du"-Perspektive
Aug. 19th, 2010 08:51 amAutor: Jenchan
Team: Sartre
Challenge: Aufgabe: Schreibe aus der 2. Person (also "Du"-Perspektive)
Word count: 318
Fandom: Original
Charaktere: Du-Frau
Titel: Spiegelbild
Warnungen: unbetaed, short
Kommentar: So... das ist zwar etwas kurz geworden, aber ich dachte, viel länger würde irgendwie denn Sinn des ganzen zerstören. Inspiriert wurde ich dazu, als ich gestern unterwegs von Pur das Lied "Allein vorm Spiegel" gehört habe. Das hat dann richtig schön zu dieser Challenge gepasst und diesmal musste ich micht nicht zwischen zwei Begriffen entscheiden XD
Die nächste Challenge ist auch schon postfertig, aber sie ist länger, also mache ich darauf einen extra-post. (Zumals sie nicht dazupasst)
Spiegelbild
Wieder einmal stehst du alleine vor dem Spiegel und fragst dich, was du da eigentlich machst. Du möchtest dich im Grunde gar nicht ansehen, aber du siehst dennoch deinem Spiegelbild fest in die Augen. Dein Blick ist kalt und angewidert, dabei kannst du dich noch gut daran erinnern, dass es nicht immer so gewesen war. Als kleines Kind bist du gerne vor dem Spiegel gestanden und hast dich gefreut, dass du aussahst wie deine Mutter. Dein Blick war glücklich und liebevoll, als du deine Puppe wie ein Baby in den Armen gewogen hast.
Wann hatte sich das nur geändert?
Wann warst du nur zu dieser eiskalten Person geworden, die nichts anderes mehr im Kopf hatte, als ihre Karriere.
Natürlich war es nicht leicht in so einer männerdominierten Welt sich durchzusetzen, aber hatte der Ehrgeiz nicht auch seine Grenzen? Wolltest du überhaupt jemals so leben, dass du dich nicht einmal mehr im Spiegel ansehen kannst, ohne dich vor dich selbst zu ekeln?
Es macht dich schlichtweg wütend, dass so ein Biest aus dir geworden ist. Du gehst über Leichen und hast dabei noch nicht einmal ein schlechtes Gewissen. Nicht in dem Moment, wo du es tust. Ein Verhalten, dass du früher an anderen schärfstens kritisiert hast. Nun machst du es selbst und dir fehlt das Mitleid. Du hast für Geld dein Herz verkauft und langsam kommst du in das Alter, in dem sich nach und nach deine Augen öffnen.
Immer häufiger bleibst du nun vor dem Spiegel stehen und stellst dir Fragen über Fragen während du dich zu Tode starrst und in Selbsthass zerfließt. Die Person, die dich da anstarrt, willst du gar nicht sein.
Dennoch wird dir klar, als du dich zum Gehen wendest, dass sich nichts ändern wird. Wenn du die Firma betrittst, wirst du wieder die eiskalte Geschäftsfrau sein, die sich ihre Führungsposition hart erarbeitet hat. Aufgeben war schon lange nicht mehr in deinem Wortschatz vertreten.
Team: Sartre
Challenge: Aufgabe: Schreibe aus der 2. Person (also "Du"-Perspektive)
Word count: 318
Fandom: Original
Charaktere: Du-Frau
Titel: Spiegelbild
Warnungen: unbetaed, short
Kommentar: So... das ist zwar etwas kurz geworden, aber ich dachte, viel länger würde irgendwie denn Sinn des ganzen zerstören. Inspiriert wurde ich dazu, als ich gestern unterwegs von Pur das Lied "Allein vorm Spiegel" gehört habe. Das hat dann richtig schön zu dieser Challenge gepasst und diesmal musste ich micht nicht zwischen zwei Begriffen entscheiden XD
Die nächste Challenge ist auch schon postfertig, aber sie ist länger, also mache ich darauf einen extra-post. (Zumals sie nicht dazupasst)
Spiegelbild
Wieder einmal stehst du alleine vor dem Spiegel und fragst dich, was du da eigentlich machst. Du möchtest dich im Grunde gar nicht ansehen, aber du siehst dennoch deinem Spiegelbild fest in die Augen. Dein Blick ist kalt und angewidert, dabei kannst du dich noch gut daran erinnern, dass es nicht immer so gewesen war. Als kleines Kind bist du gerne vor dem Spiegel gestanden und hast dich gefreut, dass du aussahst wie deine Mutter. Dein Blick war glücklich und liebevoll, als du deine Puppe wie ein Baby in den Armen gewogen hast.
Wann hatte sich das nur geändert?
Wann warst du nur zu dieser eiskalten Person geworden, die nichts anderes mehr im Kopf hatte, als ihre Karriere.
Natürlich war es nicht leicht in so einer männerdominierten Welt sich durchzusetzen, aber hatte der Ehrgeiz nicht auch seine Grenzen? Wolltest du überhaupt jemals so leben, dass du dich nicht einmal mehr im Spiegel ansehen kannst, ohne dich vor dich selbst zu ekeln?
Es macht dich schlichtweg wütend, dass so ein Biest aus dir geworden ist. Du gehst über Leichen und hast dabei noch nicht einmal ein schlechtes Gewissen. Nicht in dem Moment, wo du es tust. Ein Verhalten, dass du früher an anderen schärfstens kritisiert hast. Nun machst du es selbst und dir fehlt das Mitleid. Du hast für Geld dein Herz verkauft und langsam kommst du in das Alter, in dem sich nach und nach deine Augen öffnen.
Immer häufiger bleibst du nun vor dem Spiegel stehen und stellst dir Fragen über Fragen während du dich zu Tode starrst und in Selbsthass zerfließt. Die Person, die dich da anstarrt, willst du gar nicht sein.
Dennoch wird dir klar, als du dich zum Gehen wendest, dass sich nichts ändern wird. Wenn du die Firma betrittst, wirst du wieder die eiskalte Geschäftsfrau sein, die sich ihre Führungsposition hart erarbeitet hat. Aufgeben war schon lange nicht mehr in deinem Wortschatz vertreten.