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[personal profile] luinaldawen posting in [community profile] 120_minuten
Team: Byron
Challenge: "Nicht mit mir!"
Fandom: Digimon
Charaktere: Ruki & Rumiko Makino, Ryo Akiyama
Wörter: ~900
Warnung: Eine pubertierende Ruki ^^°°°

„Nicht mit mir! Niemals!“ Wütend warf Ruki ihrer Mutter den albernen Fummel ins Gesicht. So etwas würde sie ganz sicher nicht anziehen.
Es war grün.
Es glitzerte!
Es hatte am Rock einen Schlitz bis zur Hüfte!!
Und wenn es zehnmal der 70. Geburtstag ihrer Großmutter war und die unbedingt in die Oper gehen wollte! Es gab Dinge, die gingen einfach nicht und dieses Kleid zählte ganz eindeutig dazu. Lächerlich machen konnte sie sich auch anders.
„Aber Ruki-chan, es bedeutet Mama doch so viel...“
„Es wird ihr auch noch viel bedeuten, wenn ich nicht aussehe wie eine billige Weihnachtskugel!“
Ihre Großmutter verstand sie wenigstens. Nicht so wie Rumiko.
„Ruki, nicht in diesem Ton!“
„Du hast mir gar nichts zu sagen!“, schrie Ruki und ließ ihre fassungslose Mutter einfach stehen. 16 sein war scheiße. Wirklich scheiße.
Vor allem, wenn die Mutter sich plötzlich als beste Freundin ausspielen wollte, weil sie noch so jung war. Danke, sie hatte schon eine. Kein Bedarf für eine zweite.
Ohne darauf zu achten, wie viele Leute sie anrempelte – es waren sehr viele – lief sie durch die volle Einkaufsstraße und wartete darauf, dass ihre Wut wieder verrauchte. Vielleicht war sie zu schroff gewesen... wie immer eigentlich.
Aber warum versuchte ihre Mutter auch immer wieder, sie in diese... Dinger zu kriegen. Sie mochte keine Kleider. Der Rock ihrer Schuluniform war schon schlimm genug. Und Kimono waren ihr einfach zu umbequem. Sie behielt einfach gerne ihre Bewegungsfreiheit. Sollte sie wieder zurückgehen? Es gab doch auch schicke andere Sachen. Nicht alles sah tussihaft aus...
Sie beschleunigte ihre Schritte wieder. Nie im Leben! Nachgeben? Nein! Nicht Ruki Makino.
Nicht gegenüber ihrer Mutter.
Allerdings war es für ihre Großmutter.
Ruki wusste, Seiko würde sich sehr freuen, wenn sie sich für ihren Geburtstag schick machte.
Ihr Handy piepte. Oder sollte es zumindest. Was dabei herauskam war ein grauenhafter Klingelton, den Juri ihr eingestellt hatte. Für eine bestimmte Person. Für welche, hatte sie nicht verraten und Ruki hatte keine Lust gehabt, nachzuschauen.
Jetzt wusste sie es.
Auf dem Display blinkte ihr zu einem hirnverbrannten Lied, das Juri irgendwo aus dem Internet gezogen haben musste, der Name Ryo entgegen. Großartig. Einen Moment starrte sie den Namen einfach nur an und versuchte vergeblich, sich einzureden dass sie nur deswegen zögerte dranzugehen, weil Ryo nur eines konnte: nerven. Und nicht weil ihr Herz einen sehr verräterischen Hüpfer machte. Genervt von sich selbst drückte sie auf Annehmen und fragte kühl: „Was willst du?“
„Gut gelaunt wie immer, was?“ Er hatte jedenfalls gute Laune, so viel stand fest.
„Ich hab nicht ewig Zeit. Also?“
Eine Weile herrschte Schweigen und Ruki schwankte zwischen genervt auflegen und fragen, was los war. Aber sie beließ es dann beim Warten. Was rief er auch an, wenn sie gerade mit sich selbst stritt.
„Ich komme nächste Woche nach Tokyo...“ Wieder Schweigen.
„Und?“ Die Neugierde, die sich in ihre Stimme schlich sorgte dafür, dass sie fast wieder auflegte, aber Ryo kam ihr zuvor: „Ich wollte fragen, ob du dann etwas mit mir unternehmen willst.“
Sie erstarrte und jetzt konnte sie das heftigere Schlagen ihres Herzens nicht mehr ignorieren. Fragte er sie gerade nach einem Date? „Und.... und was?“
„Was dir gefällt. Kino... Eis essen... auf das Sommerfest bei euch...“
Date. Ganz eindeutig.
Ruki konnte es nicht fassen. Ryo Akiyama fragte sie gerade nach einem Date!
„Ich... ähm...“ Warum fing sie an zu stottern? Verdammt! Das war nur Ryo! Der Sunnyboy, für den der Mond noch viel zu nahe wäre!
Er wartete schweigend am anderen Ende der Leitung. War er gerade ebenso nervös wie sie? Wie viel Überwindung hatte es ihn gekostet, sie anzurufen? Sie waren schließlich nie Freunde gewesen, oder sowas. Das wäre ja auch noch schöner gewesen!
„O-okay.“
„Okay?“ Sie konnte sein Grinsen richtig hören. Klar. Sunnyboy.
„Ja. Okay. Kino... klingt gut. Aber nicht dieser Twilight-Schrott.“ Wie hieß der dritte Teil nochmal? Egal. Das würde sie sich jedenfalls nicht freiwillig angucken. Eher zog sie ein Kleid an! Außer vielleicht dieses Weihnachtsbaumkleid, das ihre Mutter so toll fand.
„Super!“ Verhörte sie sich gerade oder klang Ryo wirklich unglaublich erleichtert? „Ich ruf dich nochmal an. Du hast ja anscheinend noch zu tun.“
„Äh... ja. Klar. Mit meiner Mutter einkaufen.“
„Sie muss starke Nerven haben.“ Er lachte. Und irgendwie fand Ruki es gar nicht schlimm, dass er lachte.
„Die brauche ich auch.“
„Ohne jeden Zweifel.“
„Heute Abend sind wir auf jeden Fall wieder zu Hause... ich kann dich dann zurückrufen.“
„Okay. Bis dann.“ Jetzt hatte sie keine Zweifel mehr, er klang wesentlich besser gelaunt als noch am Anfang des Gesprächs. Lag das an ihrer Zusage? Sie verabschiedete sich sicherheitshalber schnell und legte auf.
Und sah das Handy eine gewühlte Ewigkeit mit einem dümmlichen Lächeln an.
Erst als sie merkte, wie affig sie sich gerade anstellte, steckte sie es weg und machte sich auf den Rückweg. Ihre Mutter war sicherlich noch in dem Laden und suchte nach Kleidern. Sie kannte Rumiko doch. Die ließ sich nicht von einem Wutanfall ihrer Tochter bremsen.
„Ah, Ruki-chan, da bist du ja wieder! Schau mal, ist das nicht süß?“
Es war schwarz, zweiteilig. Top und ein knielanger Rock.
Wohl der beste Kompromiss, der möglich war.
„Dazu gehört noch ein schickes Jäckchen“, bei dem -chen drehte sich fast ihr Magen um, „und wir kaufen dann noch Schuhe, einverstanden?“
Nein. „Ja.“

Date: 2010-08-14 08:55 pm (UTC)
From: [identity profile] bananasea.livejournal.com
Dooooooooch, Twilight! XD Oder Beilight. Naja, oder auch nicht. Kein Film für ein erstes Date. Nicht, dass bei den beiden die Naturgesetze noch gelten würden natürlich, aber... hey.

Und Ruki übertreibt mal wieder ûu Es gibt auch Kleider, in denen man angemesen mieseligfieseligevil auussieht.

However, Feli likes =D

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