*auch will*

Feb. 4th, 2007 04:32 pm
[identity profile] lady-hargreaves.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Sooo, ich hab auch wieder mitgemacht ^.^ Aber diesmal bin ich irgendwie so ein bisschen unzfrieden. Das ist ungefähr meine erste FF seit Ewigkeiten, in der es nicht um ein SA Couple geht ^^"
Na egal. Versuch war es Wert *gg*

Titel: Farewell
Fandom: Naruto
Challenge: #2 Abschied „Was ich noch sagen wollte…“
Warnungen: Eigentlich keine. Pairings sind nur angedeutet, aber wenn ich sie mal nenne dann wären das: SasuSaku, NaruHina, NaruSaku. Aber nichts bedrohliches, also lasst euch davon nicht abschrecken ^^
Disclaimer: Alle Charaktere gehören Masashi Kishimoto.
Kommentar: Es ist niemals leicht, sich von jemandem zu verabschieden, auch nicht für Haruno Sakura.
Worte: 855 


 

 

Manchmal kann Haruno Sakura die Wahrheit einfach nicht ertragen. Dann schließt sie ihre Augen und versucht vor der Realität davon zu laufen. Dann stellt sie sich vor, dass alles wieder so wie früher wäre und dass sich nie etwas geändert hätte.

Aber sobald sie ihre Augen wieder öffnet, muss sie erkennen, dass sie nicht fliehen kann. Sie steht noch immer in ihrem Wohnzimmer und ihre Hände zittern. Und sie fragt sich, wann genau alles angefangen hat und warum. Warum muss sie immer die Menschen verlieren, die ihr am Wichtigsten sind?

 

Es ist ungerecht und sie will, dass es aufhört, aber das wird es nicht. Es geht immer weiter, weil die Welt sich nun mal dreht und weil das Leben grausam ist.

 

Der Erste, der sie verlassen hat, war Uchiha Sasuke. Sie hat versucht ihn aufzuhalten, hat geweint, gefleht und doch rein gar nichts ausrichten können. Er ist einfach gegangen. Sie konnte ihn nicht halten, niemand konnte das. Sasuke Uchiha ist nämlich kein Mensch, der sich umstimmen lässt. Schon gar nicht von einem kleinen Mädchen, das nichts konnte, außer Weinen.

Mit ihm hat sie ihre erste große Liebe verloren und obwohl sie heute nicht mehr in den Jungen von damals verliebt ist, so trauert sie noch immer darum, dass er gegangen ist. Das ist etwas, das sich nicht ändern wird.

 

Danach hat sich Haruno Sakura verändert. Sie wollte nicht mehr weinen und sie wollte nie wieder einen Menschen verlieren. Sie wollte stark sein und sie wollte Lernen. Aber wenn man jung ist, will man vieles und das Wenigste davon schafft man wirklich.

 

Haruno Sakura ist stark geworden. Sie ist kein kleines, weinerliches Mädchen mehr und sie hat viel gelernt in den letzten Jahren. Nur eins nicht: Sie hat noch immer nicht gelernt, mit dem Verlust eines geliebten Menschen umzugehen.

 

In diesem Moment steht Uzumaki Naruto vor ihr. Er hat ihr gesagt, dass er heiraten wird. Hyuuga Hinata wird schon bald seine Frau werden. Und Haruno Sakura sollte sich für ihren Freund freuen. Aber es fällt ihr schwer, ihre Tränen zurückzuhalten. Sie sieht ihren Freund still an und ihre Gedanken überschlagen sich, während sie noch nach Worten sucht.

 

Sie hat immer geglaubt, Uzumaki Naruto würde sie niemals verlassen. Er ist doch immer für sie da gewesen, wenn sie jemanden gebraucht hat. Er war doch in sie verliebt! Schon immer. Er hat es ihr doch gesagt, er hat ihr doch versprochen, dass sie immer die Einzige für ihn sein wird, egal wie oft sie ihn abgewiesen hat.

Vielleicht redet man so etwas auch nur dahin, wenn man jung ist und wenn man glaubt, dass alles sich irgendwann zum Guten wendet, denkt sie dann und versteht, dass Uzumaki Naruto sich verändert hat und sie nie dafür bereit war.

 

Naruto: Sakura? Ist alles in Ordnung?

 

Er sieht sie mit einem Blick an, der sie glauben lässt, er könnte alles sehen und in ihr lesen, wie in einem offenen Buch. Sie erschreckt und bemerkt, dass sie ihn wohl ziemlich lange angestarrt haben muss, ohne auch nur die geringste Regung zu zeigen.

 

Sakura: Nein. Ich freue mich natürlich für dich. Richte doch bitte auch Hinata meine Grüße aus.

 

Sie zwingt sich zu einem Lächeln und wünscht sich dabei auf der Stelle zu sterben. Sie fühlt sich unglaublich einsam und verloren. Sie hat sich zu sehr darauf verlassen, dass Uzumaki Naruto immer da sein würde und nicht bemerkt, dass der Abschied mit jedem Tag näher kam. Unaufhaltsam und sie kann nichts tun.

 

Auch Uzumaki Naruto lächelt nun wieder und nimmt seine Freundin in den Arm. Sie zittert noch immer als sie vorsichtig ihre Arme um ihn legt und er kann dieses Zittern nicht deuten. Obwohl er ihr so nah ist, scheint er für sie nun unerreichbar. Er verschwindet mit jedem Augenblick ein Stückchen mehr und sie bleibt allein zurück. Wie jedes Mal.

 

Schließlich bringt sie ihn zur Tür und als er sich schon zum Gehen gewandt hat, versucht sie ihn aufzuhalten. Sie sieht ihn nicht an, starrt auf ihre zitternden Hände und versucht nicht zu Weinen. Denn sie ist kein kleines Mädchen mehr und hat sich doch geschworen nie wieder zu Weinen.

 

Sakura: Was ich noch sagen wollte…

 

Der Blonde dreht sich um und sieht sie direkt an. Erwartungsvoll und fragend zugleich. Sie fühlt sich unwohl unter diesem Blick. Sie weiß, dass Naruto glücklich ist und dass er es wahrscheinlich mehr als jeder Andere verdient hat. Plötzlich spürt sie, dass es auch diesmal keinen Sinn hat. Sie hat Uzumaki Naruto schon lange verloren und es nur nicht bemerkt, oder nicht bemerken wollen. Genau wie damals, als Uchiha Sasuke sie verlassen hat.

 

Sakura: Nichts. Nein, ich wollte nichts sagen.

 

Sie sieht ihn noch mal an und lächelt, bevor sie die Tür schließt und endlich ihren Tränen freien Lauf lässt. Haruno Sakura ist eben immer noch ein Mädchen und es gibt Zeiten, da kann man nicht anders tun, als einfach zu Weinen.

 

Manchmal ist es einfach zu spät und man kommt nicht drum herum Abschied zu nehmen. Auf die eine oder andere Art. Es tut immer weh und es wird nie aufhören. Zeit heilt vielleicht alle Wunden, aber die Narben, die sie hinterlässt, vergehen nicht.

 

 



Date: 2007-02-05 07:33 am (UTC)
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From: [identity profile] schwarze-elster.livejournal.com
Mit dem Fandom Naruto kann ich kaum was anfangen, aber der Stil gefällt mir echt gut. Sehr ruhig und emotional.
Sakura nervt mich spontan wegen ihrer Passivität, aber dass sie das schafft, spricht denke ich für deine Geschichte ^^
War jedenfalls schön zu lesen.

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