Autor: Jenchan
Team: Sartre
Challenge: der Kaugummi unter deiner Schuhsohle
Word count: 960
Fandom: Original
Charaktere: Du
Titel: Über schlimme Tage und Kaugummis
Warnungen: unbetaed, random
Kommentar: Solche Tage soll es geben, an denen man vielleicht einfach lieber im Bett bleibt. Schade, dass es dafür nicht die doppelte Punktzahl gibt, das ich es in zweiter Person verfasst habe, aber die neue Challenge hat ja geradezu danach gebettelt, es aus dieser Perspektive zu beschreiben. Ich entschuldige mich demütigst, für alle Zeit- und Grammatikfehler, die darin zu finden sind >.<
Über schlimme Tage und Kaugummis
Heute war nicht dein Tag. Ganz und gar nicht. Es war nicht so, dass du nicht gut geschlafen hättest. Ganz im Gegenteil hattest du eine sehr angenehme Nacht. Schlafen tust du eigentlich immer ausgesprochen gut. Nur mit dem Aufwachen hast du oft Probleme und an diesem Morgen hattest du dir sofort gedacht, dass es besser wäre, sich umzudrehen und weiter zu schlafen. Einfach im Bett zu bleiben.
Aber da hatte sich sofort dein Gewissen eingeschaltet. Dieses blöde Teil, das sich immer mit deinem Pflichtbewusstsein zusammenschließt und dich einkesselt bis du nachgibst. Das passierte auch an diesem Morgen und mit einem mitleidserregendem, quälenden Laut hast du dich aus der Decke geschält und hast die Füße aus dem Bett geschwungen.
Es war kalt und ungemütlich und alles hatte dich dazu gedrängt wieder unter die warme, kuschelige Decke zu schlüpfen. Dich wieder umzudrehen und erneut ein paar Stunden zu schlafen. Solange zu schlafen, bis es draußen genauso kuschelig war, wie in deinem Bett. Und du hattest ja auch ein ungutes Gefühl, als du dich von der Bettkante erhobst und schlaftrunken in dein Badezimmer schlurfste. Die weichen Pantoffeln, die du auf deine Füße gestülpt hast, boten nur bedingt Wärme. Solange du auf dem Teppich in deinem Schlafzimmer standest, war es ja noch erträglich. Nur der Fließenboden im Badezimmer ließ die Kälte deine Beine nur noch schneller hinaufkriechen.
Aber es blieb dir nichts anderes übrig. Jetzt warst du schon wach, also konntest du auch weiterhin auf dein Pflichtbewusstsein hören, das dich ärgerte wie ein Kaugummi unter deiner Schuhsohle. Es war unangenehm und klebrig und ekelhaft. Du wolltest es schon öfters einfach loswerden, aber es ließ sich nicht abkratzen. Desto mehr du daran herumwerktest, umso mehr verklebte und verteilte sich dieses Gefühl. Eben wie Kaugummi.
Du warst nie ein Fan von Kaugummi.
Der Weg in die Küche war die leichter gefallen. Dort stand die Kaffeemaschine und lockte dich mit schwarzem Gold. Mit dem Getränk, das die Welt erobert hatte. Es brauchte keine zwei Minuten, da hattest du schon eine Tasse mit heißem, schwarzen Kaffee in der Hand und konntest dich nach einer weiteren Minuten zu Tisch setzen und an deinem mürben Butterkipferl kauen. Es war letztlich doch ein ganz normaler Morgen und auch wenn du immer Probleme mit dem Aufstehen hast, so war die Welt spätestens zu diesem Zeitpunkt vollkommen in Ordnung.
Wenn da nicht beim Verlassen der Wohnung erneut dieses ungute Gefühl gewesen wäre, dass du lieber im Bett bleiben hättest sollen. Aber du hast es verdrängt und bist zur Arbeit gegangen. Du hast deine Kollegen begrüßt und dich daran gemacht, wie immer alles an Aufgaben zu erledigen, was auf deinem Schreibtisch landete oder schon dort gelegen hatte.
Nur dass dir öfters auffiel, wie du unkonzentriert aus dem Fenster gestarrt hast und du hin und wieder kleine Flüchtigkeitsfehler machtest. Außerdem hast du am vormittag dann noch Kaffee verschüttet und dein Computer kam irgendwie schon den ganzen Tag nicht in die Gänge. Jedenfalls brauchte er ewig lange zum Laden und schrieb auch immer wieder irgendwelche Fehlermeldungen.
Es waren Zeichen. Dein Herz sagte dir, dass es unheilvolle Zeichen waren.
Waren es dann auch gewesen, denn zu Mittag - gerade als du in die Mittagspause hattest gehen wollen - wurdest du zum Chef gerufen, der dir mit ein wenig herumdrucksen schließlich erklärte, dass du gefeuert warst. Du durftest nach Hause gehen und hattest die restliche Zeit Urlaub. Immerhin solltest du ja keinen Schaden anrichten und so hattest du auch noch genügend Zeit, dir etwas anderes zu suchen.
Es tat ihm wirklich Leid, während du dir nur dachtest, was für ein Arschloch er war und er sich lieber seine Worte schenken sollte. Aber du bliebst höflich und nahmst es mit Fassung, auch wenn du dir schon ausmaltest, was du alles mit ihm anstellen wolltest. Von Augen auskratzen bis hin zu Köpfen und vierteilen war alles darunter.
Aber du hast schweigend deine Sachen gepackt und hast die Firma verlassen. Ohne zurückzublicken, denn das hätte einfach nur zu wehgetan. Außerdem half in solchen Fällen nur, wenn man nach vorne sah. Immer einen Blick in die Zukunft.
Deine Augen verengten sich, als du dort am Horizont nur schwarze Wolken auftürmen sahst. Du hast dich kaum in Bewegung gesetzt, waren sie schließlich auch schon über die Stadt gezogen und durchnässten dich zu allem Überfluss auch gleich. Dich und deine Sachen, die du aus dem Büro mitgenommen hattest. Das war der Zeitpunkt, an dem du nur noch schreiben wolltest.
Stattdessen bist du ins nächste Lokal gegangen und hast dir dort einen Tisch gesucht. Einen ganz in der Ecke, wo du warten konntest, bis das Unwetter vorbei war. Denn einen Schirm hattest du nicht mit und selbst wenn, hättest du ihn nicht halten können. Mit einander Hand deine Habseligkeiten zu Tragen war einfach zu schwer.
Schwermütig hattest du dich schließlich zurückgelehnt, nachdem du eine Bestellung aufgegeben hattest und als dir die Kellnerin den Kaffee hinstellte und dich wieder vorbeugest, stieg dir ein verräterischer Geruch von Kaugummi in die Nase. Zuerst hattest du dir dabei nichts gedacht, erst als du an deinem Ärmel etwas kleben fühltest. Also du dieses ekelhafte blassblaue Ding an deinem Ärmel sahst, hättest du beinahe erneut einen Schreikrampf bekommen. Dir stiegen die Tränen in die Augen, aber du hast dir einfach nur deine Tasche geschnappt und verschwandest auf die Toilette. Natürlich war es einer dieser besonders hartnäckigen Teile gewesen und frustriert bist du an deinen Tisch zurückgekehrt. Der Kaffee war natürlich jetzt schon beträchtlich abgekühlt, aber im Grunde wolltest du ihn schon gar nicht mehr trinken. Du hast den Tag abgehakt. Zu Hause würde er ein schwarzes Kreuz auf deinem Kalender bekommen.
Dass heute noch etwas Gutes passieren würde, daran glaubst du schon gar nicht mehr. Was dir bleibt, ist einfach nur die Hoffnung, dass es morgen nicht ganz so düster aussieht.
Nein, ich entschuldige mich nicht für's spammen -.- viel eher dafür, dass ich so post-faul bin. Vorherige Geschichte liegt nun schon gut ne Woche. Naja... irgendwann muss man ja die Punkte sammeln. ^^**
Team: Sartre
Challenge: der Kaugummi unter deiner Schuhsohle
Word count: 960
Fandom: Original
Charaktere: Du
Titel: Über schlimme Tage und Kaugummis
Warnungen: unbetaed, random
Kommentar: Solche Tage soll es geben, an denen man vielleicht einfach lieber im Bett bleibt. Schade, dass es dafür nicht die doppelte Punktzahl gibt, das ich es in zweiter Person verfasst habe, aber die neue Challenge hat ja geradezu danach gebettelt, es aus dieser Perspektive zu beschreiben. Ich entschuldige mich demütigst, für alle Zeit- und Grammatikfehler, die darin zu finden sind >.<
Über schlimme Tage und Kaugummis
Heute war nicht dein Tag. Ganz und gar nicht. Es war nicht so, dass du nicht gut geschlafen hättest. Ganz im Gegenteil hattest du eine sehr angenehme Nacht. Schlafen tust du eigentlich immer ausgesprochen gut. Nur mit dem Aufwachen hast du oft Probleme und an diesem Morgen hattest du dir sofort gedacht, dass es besser wäre, sich umzudrehen und weiter zu schlafen. Einfach im Bett zu bleiben.
Aber da hatte sich sofort dein Gewissen eingeschaltet. Dieses blöde Teil, das sich immer mit deinem Pflichtbewusstsein zusammenschließt und dich einkesselt bis du nachgibst. Das passierte auch an diesem Morgen und mit einem mitleidserregendem, quälenden Laut hast du dich aus der Decke geschält und hast die Füße aus dem Bett geschwungen.
Es war kalt und ungemütlich und alles hatte dich dazu gedrängt wieder unter die warme, kuschelige Decke zu schlüpfen. Dich wieder umzudrehen und erneut ein paar Stunden zu schlafen. Solange zu schlafen, bis es draußen genauso kuschelig war, wie in deinem Bett. Und du hattest ja auch ein ungutes Gefühl, als du dich von der Bettkante erhobst und schlaftrunken in dein Badezimmer schlurfste. Die weichen Pantoffeln, die du auf deine Füße gestülpt hast, boten nur bedingt Wärme. Solange du auf dem Teppich in deinem Schlafzimmer standest, war es ja noch erträglich. Nur der Fließenboden im Badezimmer ließ die Kälte deine Beine nur noch schneller hinaufkriechen.
Aber es blieb dir nichts anderes übrig. Jetzt warst du schon wach, also konntest du auch weiterhin auf dein Pflichtbewusstsein hören, das dich ärgerte wie ein Kaugummi unter deiner Schuhsohle. Es war unangenehm und klebrig und ekelhaft. Du wolltest es schon öfters einfach loswerden, aber es ließ sich nicht abkratzen. Desto mehr du daran herumwerktest, umso mehr verklebte und verteilte sich dieses Gefühl. Eben wie Kaugummi.
Du warst nie ein Fan von Kaugummi.
Der Weg in die Küche war die leichter gefallen. Dort stand die Kaffeemaschine und lockte dich mit schwarzem Gold. Mit dem Getränk, das die Welt erobert hatte. Es brauchte keine zwei Minuten, da hattest du schon eine Tasse mit heißem, schwarzen Kaffee in der Hand und konntest dich nach einer weiteren Minuten zu Tisch setzen und an deinem mürben Butterkipferl kauen. Es war letztlich doch ein ganz normaler Morgen und auch wenn du immer Probleme mit dem Aufstehen hast, so war die Welt spätestens zu diesem Zeitpunkt vollkommen in Ordnung.
Wenn da nicht beim Verlassen der Wohnung erneut dieses ungute Gefühl gewesen wäre, dass du lieber im Bett bleiben hättest sollen. Aber du hast es verdrängt und bist zur Arbeit gegangen. Du hast deine Kollegen begrüßt und dich daran gemacht, wie immer alles an Aufgaben zu erledigen, was auf deinem Schreibtisch landete oder schon dort gelegen hatte.
Nur dass dir öfters auffiel, wie du unkonzentriert aus dem Fenster gestarrt hast und du hin und wieder kleine Flüchtigkeitsfehler machtest. Außerdem hast du am vormittag dann noch Kaffee verschüttet und dein Computer kam irgendwie schon den ganzen Tag nicht in die Gänge. Jedenfalls brauchte er ewig lange zum Laden und schrieb auch immer wieder irgendwelche Fehlermeldungen.
Es waren Zeichen. Dein Herz sagte dir, dass es unheilvolle Zeichen waren.
Waren es dann auch gewesen, denn zu Mittag - gerade als du in die Mittagspause hattest gehen wollen - wurdest du zum Chef gerufen, der dir mit ein wenig herumdrucksen schließlich erklärte, dass du gefeuert warst. Du durftest nach Hause gehen und hattest die restliche Zeit Urlaub. Immerhin solltest du ja keinen Schaden anrichten und so hattest du auch noch genügend Zeit, dir etwas anderes zu suchen.
Es tat ihm wirklich Leid, während du dir nur dachtest, was für ein Arschloch er war und er sich lieber seine Worte schenken sollte. Aber du bliebst höflich und nahmst es mit Fassung, auch wenn du dir schon ausmaltest, was du alles mit ihm anstellen wolltest. Von Augen auskratzen bis hin zu Köpfen und vierteilen war alles darunter.
Aber du hast schweigend deine Sachen gepackt und hast die Firma verlassen. Ohne zurückzublicken, denn das hätte einfach nur zu wehgetan. Außerdem half in solchen Fällen nur, wenn man nach vorne sah. Immer einen Blick in die Zukunft.
Deine Augen verengten sich, als du dort am Horizont nur schwarze Wolken auftürmen sahst. Du hast dich kaum in Bewegung gesetzt, waren sie schließlich auch schon über die Stadt gezogen und durchnässten dich zu allem Überfluss auch gleich. Dich und deine Sachen, die du aus dem Büro mitgenommen hattest. Das war der Zeitpunkt, an dem du nur noch schreiben wolltest.
Stattdessen bist du ins nächste Lokal gegangen und hast dir dort einen Tisch gesucht. Einen ganz in der Ecke, wo du warten konntest, bis das Unwetter vorbei war. Denn einen Schirm hattest du nicht mit und selbst wenn, hättest du ihn nicht halten können. Mit einander Hand deine Habseligkeiten zu Tragen war einfach zu schwer.
Schwermütig hattest du dich schließlich zurückgelehnt, nachdem du eine Bestellung aufgegeben hattest und als dir die Kellnerin den Kaffee hinstellte und dich wieder vorbeugest, stieg dir ein verräterischer Geruch von Kaugummi in die Nase. Zuerst hattest du dir dabei nichts gedacht, erst als du an deinem Ärmel etwas kleben fühltest. Also du dieses ekelhafte blassblaue Ding an deinem Ärmel sahst, hättest du beinahe erneut einen Schreikrampf bekommen. Dir stiegen die Tränen in die Augen, aber du hast dir einfach nur deine Tasche geschnappt und verschwandest auf die Toilette. Natürlich war es einer dieser besonders hartnäckigen Teile gewesen und frustriert bist du an deinen Tisch zurückgekehrt. Der Kaffee war natürlich jetzt schon beträchtlich abgekühlt, aber im Grunde wolltest du ihn schon gar nicht mehr trinken. Du hast den Tag abgehakt. Zu Hause würde er ein schwarzes Kreuz auf deinem Kalender bekommen.
Dass heute noch etwas Gutes passieren würde, daran glaubst du schon gar nicht mehr. Was dir bleibt, ist einfach nur die Hoffnung, dass es morgen nicht ganz so düster aussieht.
Nein, ich entschuldige mich nicht für's spammen -.- viel eher dafür, dass ich so post-faul bin. Vorherige Geschichte liegt nun schon gut ne Woche. Naja... irgendwann muss man ja die Punkte sammeln. ^^**