Team: Chopin
Fandom: Original
Challenge:
120_minuten Päckchen 3: Umstandshalber abzugeben (für's Team!)
Warning: /
Kommentar: Nicht beta gelesen. Es ist eine knappe Szene, wie Mayus seinen Mentor Ren von Hirstenfeld kennen lernt. Ich weiß nicht, ob es durchkommt, wie ich die Challenge aufgefasst habe. Hoffentlich liege ich nicht zu sehr daneben, ansonsten tut es mir leid. :(
Seit drei Monaten freute sich der dunkelhaarige Junge auf nichts anderes, als endlich an den Hof des Königs in die Hauptstadt zu kommen. Dann würde er irgendwann auch so ein großartiger Ritter werden wie sein Vater! Der passte nur schon lange nicht mehr in seine Rüsten. Aber das war okay, er war ein bequemer Mann, das wusste Mayus. Seine Mutter war da immer zu nachsichtig gewesen, mit ihnen beiden. Sein Vater sagte ihm immer, dass ihm das einfachere, ruhigere Leben wesentlich besser gefiele als das am Hof. Trotzdem konnte Mayus es nicht mehr erwarten. Er hatte von seinem Vater und von so vielen anderen Leuten, die auf ihrem Gut lebten oder es besuchten, soo viele Geschichten gehört!
Dort wurde immer gefeiert und da waren die Leute immer fröhlich und da war alles bunt und so viele Leute! Mayus konnte sich das gar nicht vorstellen! Es gab da auch unehimlich viele Häuser aufeinmal und nicht nur viele Felder um sie. Kein Meer. Stattdessen viele Wälder und Hügel.
Es war so aufregend, Mayus konnte die letzte Woche vor seiner Reise gar nicht mehr richtig schlafen! Und dann war es so weit! Zusammen mit Fir, einem Ladurpriester, der ihn Zuhause einige Sachen beigebracht hatte, wie zählen, ein wenig lesen und schreiben, wurde er in die Hauptstadt gebracht und es dauerte so unglaublich lange. Kein Wunder, dass er bis dahin nie dort war. Das war ja so langweilig unterwegs! Aber Fir hatte sich bemüht, den Jungen ein wenig bei Laune zu behalten, weil er so nervtötend wurde, wenn er sich erst in sein Quängeln hineinsteigerte.
Aber in der Stadt angekommen, wusste der kleine Mayus gar nicht, wohin er zuerst sehen sollte! Das war ja noch viel großartiger als er es sich ausgemalt hatte. Die anderen hatten wirklich nicht übertrieben! Nur sahen nicht alle fröhlich aus – zumindest nicht in den Straßen, durch die er kam. Auch nicht im Hof der Burg, von der Mayus sich keine Vorstellung machen konnte, wie viel noch größer sie war, weil wo hin er sah – sie schien nur in einer großen Entfernung, vor der Stadt und davor, ein Ende zu nehmen. So musste eine Hauptstadt sein! Aufregend!
Aber angekommen wurde Mayus klar: er wusste gar nicht, wie es jetzt weiterging. Was würde als nächstes kommen? Er würde hier lernen, Ritter zu werden. Ja – aber... Wann würde er seine Eltern wiedersehen? Seine Mutter meinte, er soll sie nicht zu sehr vermissen, weil das etwas länger dauern könnte. Aber zum Sommerfest würde er sie doch sehen? Schließlich feierten sie es immer zusammen! Mit wem solle er sonst Blumenkränze tauschen?
Fir brachte ihn, nachdem einige Sachen erledigt werden mussten, den Jungen in ein Zimmer, in das eine mürrische Stimme sie eintreten ließ. Sobald er drin war und den Mann sah, der am Tisch saß, wusste er, er mochte ihn nicht. Er versteckte sich zwar nicht hinter Fir, schließlich war er ja kein Baby mehr, aber herantreten wollte er ebenfalls nicht und ihn herzlich begrüßen, wie er es sonst gerne tat. Die große Wunde im Gesicht des Mannes, der vielleicht halb so alt wie sein Vater war, stoß ihn ab.
„Das ist er?“, fragte er ohne wirklich interessiert zu wirken.
„Ja, mein Herr. Das ist Mayus von Wahlfall, ich gehe davon aus, dass Ihnen berichtet wurde“, begann Fir und wollte nach einer kurzen Pause weitererzählen, aber der andere Mann winkte nur ab. Er musterte Mayus und der wand sich unter seinem bohrenden Blick. Man, er hasste ihn jetzt schon – wirklich!
„Er sieht nach viel Arbeit aus“, erklärte er knapp. „Noch ein weiteres verwöhntes Gör, um das ich mich scheren muss.“
„Mein Herr!“ Fir klang zur Ausnahme tatsächlich aufgebracht und Mayus sah überrascht auf. Das war doch nicht die Art des alten Mannes.
„Jaja. Und Sie verhätscheln den Kleinen nur noch mehr. Ich merk schon. Sie wissen aber schon, dass Sie spätestens nach einem Besuch beim Ordensvorsteher und einiger anderer Gelegenheiten, die Sie womöglich erledigen sollten, wieder verschwinden? Ich gehe davon aus, dass Sie sein Erzieher sind. Ich dulde solche nicht in Gegendwart meiner Schüler. So wird nie etwas aus denen.“
Der Mann mit der Wunde stand endlich auf, trat heran und griff nach Mayus' Gesicht. Dieser wollte sich wehren, aber der Mann ruckte kurz an ihn, sah ihn böse an, und Mayus fügte sich, widerwillig. Sein Kopf wurde zur rechten und zur linken Seite gedreht, gemustert, schließlich kniete sich der Mann vor ihm hin und musterte ihn weiter, ungehemmt ihn grob anfassend.
„Wenigstens wirkt er gesund.“
„Natürlich! Sonst hätten die Herrschaften den Jungen nicht an den Hof gelassen!“
„Der alte Wallfahl hat sich wirklich gut um den Welpen gekümmert, der ihm gegenben wurde. Hat eben seine einzige Chance auf Nachwuchs genutzt, nicht?“
Fir verkniff sich jede Bemerkung und Mayus hörte dessen Zähne knirschen. Währenddessen stand der Mann auf und setzte das erste Mal sowas wie ein Lächeln auf, auch wenn es nicht nett, eher durchtrieben wirkte.
„Mal sehen, wann du anfängst nach deiner Mama zu rufen, Bursche.“
„Gar nicht! Ich bin doch kein Baby mehr!!“, schnappte Mayus beleidigt und hätte fast eine Beleidigung hinterhergeschoben, konnte sich aber noch beherrschen. Blöder Idiot!
„Nun.“ Der Mann wand sich wieder an Fir. „Ihr Job ist hiermit erledigt. Verabschieden Sie sich ein letztes Mal von ihm, bitte sentimentalfrei, das schlägt mir sonst auf den Magen, und dann gehört der Bengel mir.“
Mayus wurde mulmig. Er freute sich grad gar nicht mehr darauf Ritter zu werden, höchstens, um diesen Idioten zu verprügeln.
Fandom: Original
Challenge:
Warning: /
Kommentar: Nicht beta gelesen. Es ist eine knappe Szene, wie Mayus seinen Mentor Ren von Hirstenfeld kennen lernt. Ich weiß nicht, ob es durchkommt, wie ich die Challenge aufgefasst habe. Hoffentlich liege ich nicht zu sehr daneben, ansonsten tut es mir leid. :(
Seit drei Monaten freute sich der dunkelhaarige Junge auf nichts anderes, als endlich an den Hof des Königs in die Hauptstadt zu kommen. Dann würde er irgendwann auch so ein großartiger Ritter werden wie sein Vater! Der passte nur schon lange nicht mehr in seine Rüsten. Aber das war okay, er war ein bequemer Mann, das wusste Mayus. Seine Mutter war da immer zu nachsichtig gewesen, mit ihnen beiden. Sein Vater sagte ihm immer, dass ihm das einfachere, ruhigere Leben wesentlich besser gefiele als das am Hof. Trotzdem konnte Mayus es nicht mehr erwarten. Er hatte von seinem Vater und von so vielen anderen Leuten, die auf ihrem Gut lebten oder es besuchten, soo viele Geschichten gehört!
Dort wurde immer gefeiert und da waren die Leute immer fröhlich und da war alles bunt und so viele Leute! Mayus konnte sich das gar nicht vorstellen! Es gab da auch unehimlich viele Häuser aufeinmal und nicht nur viele Felder um sie. Kein Meer. Stattdessen viele Wälder und Hügel.
Es war so aufregend, Mayus konnte die letzte Woche vor seiner Reise gar nicht mehr richtig schlafen! Und dann war es so weit! Zusammen mit Fir, einem Ladurpriester, der ihn Zuhause einige Sachen beigebracht hatte, wie zählen, ein wenig lesen und schreiben, wurde er in die Hauptstadt gebracht und es dauerte so unglaublich lange. Kein Wunder, dass er bis dahin nie dort war. Das war ja so langweilig unterwegs! Aber Fir hatte sich bemüht, den Jungen ein wenig bei Laune zu behalten, weil er so nervtötend wurde, wenn er sich erst in sein Quängeln hineinsteigerte.
Aber in der Stadt angekommen, wusste der kleine Mayus gar nicht, wohin er zuerst sehen sollte! Das war ja noch viel großartiger als er es sich ausgemalt hatte. Die anderen hatten wirklich nicht übertrieben! Nur sahen nicht alle fröhlich aus – zumindest nicht in den Straßen, durch die er kam. Auch nicht im Hof der Burg, von der Mayus sich keine Vorstellung machen konnte, wie viel noch größer sie war, weil wo hin er sah – sie schien nur in einer großen Entfernung, vor der Stadt und davor, ein Ende zu nehmen. So musste eine Hauptstadt sein! Aufregend!
Aber angekommen wurde Mayus klar: er wusste gar nicht, wie es jetzt weiterging. Was würde als nächstes kommen? Er würde hier lernen, Ritter zu werden. Ja – aber... Wann würde er seine Eltern wiedersehen? Seine Mutter meinte, er soll sie nicht zu sehr vermissen, weil das etwas länger dauern könnte. Aber zum Sommerfest würde er sie doch sehen? Schließlich feierten sie es immer zusammen! Mit wem solle er sonst Blumenkränze tauschen?
Fir brachte ihn, nachdem einige Sachen erledigt werden mussten, den Jungen in ein Zimmer, in das eine mürrische Stimme sie eintreten ließ. Sobald er drin war und den Mann sah, der am Tisch saß, wusste er, er mochte ihn nicht. Er versteckte sich zwar nicht hinter Fir, schließlich war er ja kein Baby mehr, aber herantreten wollte er ebenfalls nicht und ihn herzlich begrüßen, wie er es sonst gerne tat. Die große Wunde im Gesicht des Mannes, der vielleicht halb so alt wie sein Vater war, stoß ihn ab.
„Das ist er?“, fragte er ohne wirklich interessiert zu wirken.
„Ja, mein Herr. Das ist Mayus von Wahlfall, ich gehe davon aus, dass Ihnen berichtet wurde“, begann Fir und wollte nach einer kurzen Pause weitererzählen, aber der andere Mann winkte nur ab. Er musterte Mayus und der wand sich unter seinem bohrenden Blick. Man, er hasste ihn jetzt schon – wirklich!
„Er sieht nach viel Arbeit aus“, erklärte er knapp. „Noch ein weiteres verwöhntes Gör, um das ich mich scheren muss.“
„Mein Herr!“ Fir klang zur Ausnahme tatsächlich aufgebracht und Mayus sah überrascht auf. Das war doch nicht die Art des alten Mannes.
„Jaja. Und Sie verhätscheln den Kleinen nur noch mehr. Ich merk schon. Sie wissen aber schon, dass Sie spätestens nach einem Besuch beim Ordensvorsteher und einiger anderer Gelegenheiten, die Sie womöglich erledigen sollten, wieder verschwinden? Ich gehe davon aus, dass Sie sein Erzieher sind. Ich dulde solche nicht in Gegendwart meiner Schüler. So wird nie etwas aus denen.“
Der Mann mit der Wunde stand endlich auf, trat heran und griff nach Mayus' Gesicht. Dieser wollte sich wehren, aber der Mann ruckte kurz an ihn, sah ihn böse an, und Mayus fügte sich, widerwillig. Sein Kopf wurde zur rechten und zur linken Seite gedreht, gemustert, schließlich kniete sich der Mann vor ihm hin und musterte ihn weiter, ungehemmt ihn grob anfassend.
„Wenigstens wirkt er gesund.“
„Natürlich! Sonst hätten die Herrschaften den Jungen nicht an den Hof gelassen!“
„Der alte Wallfahl hat sich wirklich gut um den Welpen gekümmert, der ihm gegenben wurde. Hat eben seine einzige Chance auf Nachwuchs genutzt, nicht?“
Fir verkniff sich jede Bemerkung und Mayus hörte dessen Zähne knirschen. Währenddessen stand der Mann auf und setzte das erste Mal sowas wie ein Lächeln auf, auch wenn es nicht nett, eher durchtrieben wirkte.
„Mal sehen, wann du anfängst nach deiner Mama zu rufen, Bursche.“
„Gar nicht! Ich bin doch kein Baby mehr!!“, schnappte Mayus beleidigt und hätte fast eine Beleidigung hinterhergeschoben, konnte sich aber noch beherrschen. Blöder Idiot!
„Nun.“ Der Mann wand sich wieder an Fir. „Ihr Job ist hiermit erledigt. Verabschieden Sie sich ein letztes Mal von ihm, bitte sentimentalfrei, das schlägt mir sonst auf den Magen, und dann gehört der Bengel mir.“
Mayus wurde mulmig. Er freute sich grad gar nicht mehr darauf Ritter zu werden, höchstens, um diesen Idioten zu verprügeln.