Eh ja, sorry dass ich spamme. ._.
Fandom: Original
Challenge: Gefühlsduselei und anderer Kitsch
Wörter: 561
Warnung: Erwähnung von smut?, aber eigentlich safe.
Kommentar: Inspiriert von "Starfuckers inc." von Nine Inch Nails. Umgesetzt auf leider recht erbärmliche Art und Weise. Aber gut, vielleicht kann ich das irgendwann nochmal besser machen. ;)
i play a game
it's called insincerity
Der Moment, in dem sie die Füße über den Rand des Bettes schob, war der beste.
Hinter ihr lag reglos er, in all seiner operierten, trainierten und anderweitig optimierten Schönheit. Traurig, dass sie ihn trotz alldem scheinbar nicht dazu gebracht hatten, sich die Achselhöhlen zu rasieren, dachte sie verärgert. Als Frau hatte schließlich auch alle Haare zu entfernen, die unterhalb der Wangenknochen wuchsen.
„...jetzt schon?“, hörte sie ihn flüstern.
Seine Stimme klang viel höher als in den Shows und Serien. Überhaupt hätte sie das vor einigen Momenten ziemlich überraschen sollen, wenn sie nicht schon Routine entwickelt hätte.
Aber sie hatte Augenblicke wie diesen schon zigmal durchgespielt.
Und obschon sie längst daran hätte gewöhnt sein müssen, war es aufregend und erfrischend wie noch beim ersten Mal.
Sie fischte ihren BH vom teuren Hotelzimmerteppich, atmete zufrieden in die kühle Klimaanlagenluft hinein und blinzelte nicht einmal als hinter sich das Rascheln von teurem Bettbezug auf Laken hörte.
„Bleib doch noch zehn Minuten.“
Seine Hand berührte ihre nackte Hüfte und jedes Mädchen ohne jegliches Selbstbewusstsein hätte in diesem Moment wahrscheinlich Freudentränen geheult.
Aber für sie war er nicht mehr als eine Plastikpuppe, die ein wenig redete und sich, zumindest irgendwie, bewegte.
„Wozu? Um so zu tun, als hätte dieser Witz von drei Minuten Sex etwas bedeutet?“
Sie schaute ihn über ihre Schulter hinweg an und sah den perplexen, fast schon geschockten Ausdruck in seinen dunklen Augen.
Diejenigen, die in der Öffentlichkeit so auf dicke Hose machten, waren in stillen Stunden meistens die, welche kuscheln, Arm in Arm schlafen und andere Gefühlsduseleien anstellen wollten.
„Aber...ich dachte...“, begann er ganz schwach und schaute wie ein zu Boden getretener Hund.
„Was? Dass ich dich vergöttere? Dass ich jetzt alles für dich aufgeben und dich heiraten werde?“
Er blinzelte;
„Nein, eigentlich weniger. Nur...na ja, ich dachte, wenn wir schon hier sind...“
„Bilde dir nichts darauf ein“, sagte sie, was eigentlich eher sein Text hätte sein müssen.
Sie stand inzwischen, schlüpfte in Slip und Minirock zurück. Das Zimmer roch nach Wein, Erdbeeren und Sex.
Sie hatte ihn gesehen, auf den Covern der diesmonatigen Zeitschriften, hell und blank wie eine Märchengestalt. Seine großen Augen hatten sie angelacht- nein- ausgelacht. Und sie hatte sich gedacht; `Ja richtig, fehlt noch´ und ihn auf die Liste in ihrem Kopf gesetzt.
„Ich wollte nur ein bisschen Spaß haben und schauen, wie du bist. So geil war´s ja nicht.“
Sie bedachte ihn mit einem harten, kühlen Blick.
In der untergehenden Sonne, welche durch die überteuerte Suite hereinschien, sah sein Haar glänzend und hell aus, blendend und unwirklich.
„Nach Gefühlskram und anderem Kitsch habe ich kein Bedürfnis. Ich dachte eigentlich, du wärst professionell genug um das zu wissen.“
Sie hatte für Leute wie ihn kein Mitleid übrig. Wer sich darauf einließ, war selbst Schuld. Mädchen, die dasselbe taten wie sie, gab es wie Sand im Meer. Aber die Zeiten, in der Groupies alles mit sich machen ließen, waren vorbei.
Es waren Zeiten angebrochen, in denen Stars menschlicher waren als jemals zuvor. Die Ära, in denen sie nachdenklich in Schwarzweiß auf einen herabsahen wie Götter vom Olymp, war nicht länger. Zumindest für sie.
Sie hüllte sich in ihren Mantel und trat durch die Tür, ließ ihn zurück, als wäre sie der bedeutende Star und er nur der liebesuchende Fremde.
Die Schönheit, die er in diesem riesigen Bett, in all seiner Einsamkeit ausstrahlte, war es, was sie schlussendlich rührte.
Fandom: Original
Challenge: Gefühlsduselei und anderer Kitsch
Wörter: 561
Warnung: Erwähnung von smut?, aber eigentlich safe.
Kommentar: Inspiriert von "Starfuckers inc." von Nine Inch Nails. Umgesetzt auf leider recht erbärmliche Art und Weise. Aber gut, vielleicht kann ich das irgendwann nochmal besser machen. ;)
i play a game
it's called insincerity
Der Moment, in dem sie die Füße über den Rand des Bettes schob, war der beste.
Hinter ihr lag reglos er, in all seiner operierten, trainierten und anderweitig optimierten Schönheit. Traurig, dass sie ihn trotz alldem scheinbar nicht dazu gebracht hatten, sich die Achselhöhlen zu rasieren, dachte sie verärgert. Als Frau hatte schließlich auch alle Haare zu entfernen, die unterhalb der Wangenknochen wuchsen.
„...jetzt schon?“, hörte sie ihn flüstern.
Seine Stimme klang viel höher als in den Shows und Serien. Überhaupt hätte sie das vor einigen Momenten ziemlich überraschen sollen, wenn sie nicht schon Routine entwickelt hätte.
Aber sie hatte Augenblicke wie diesen schon zigmal durchgespielt.
Und obschon sie längst daran hätte gewöhnt sein müssen, war es aufregend und erfrischend wie noch beim ersten Mal.
Sie fischte ihren BH vom teuren Hotelzimmerteppich, atmete zufrieden in die kühle Klimaanlagenluft hinein und blinzelte nicht einmal als hinter sich das Rascheln von teurem Bettbezug auf Laken hörte.
„Bleib doch noch zehn Minuten.“
Seine Hand berührte ihre nackte Hüfte und jedes Mädchen ohne jegliches Selbstbewusstsein hätte in diesem Moment wahrscheinlich Freudentränen geheult.
Aber für sie war er nicht mehr als eine Plastikpuppe, die ein wenig redete und sich, zumindest irgendwie, bewegte.
„Wozu? Um so zu tun, als hätte dieser Witz von drei Minuten Sex etwas bedeutet?“
Sie schaute ihn über ihre Schulter hinweg an und sah den perplexen, fast schon geschockten Ausdruck in seinen dunklen Augen.
Diejenigen, die in der Öffentlichkeit so auf dicke Hose machten, waren in stillen Stunden meistens die, welche kuscheln, Arm in Arm schlafen und andere Gefühlsduseleien anstellen wollten.
„Aber...ich dachte...“, begann er ganz schwach und schaute wie ein zu Boden getretener Hund.
„Was? Dass ich dich vergöttere? Dass ich jetzt alles für dich aufgeben und dich heiraten werde?“
Er blinzelte;
„Nein, eigentlich weniger. Nur...na ja, ich dachte, wenn wir schon hier sind...“
„Bilde dir nichts darauf ein“, sagte sie, was eigentlich eher sein Text hätte sein müssen.
Sie stand inzwischen, schlüpfte in Slip und Minirock zurück. Das Zimmer roch nach Wein, Erdbeeren und Sex.
Sie hatte ihn gesehen, auf den Covern der diesmonatigen Zeitschriften, hell und blank wie eine Märchengestalt. Seine großen Augen hatten sie angelacht- nein- ausgelacht. Und sie hatte sich gedacht; `Ja richtig, fehlt noch´ und ihn auf die Liste in ihrem Kopf gesetzt.
„Ich wollte nur ein bisschen Spaß haben und schauen, wie du bist. So geil war´s ja nicht.“
Sie bedachte ihn mit einem harten, kühlen Blick.
In der untergehenden Sonne, welche durch die überteuerte Suite hereinschien, sah sein Haar glänzend und hell aus, blendend und unwirklich.
„Nach Gefühlskram und anderem Kitsch habe ich kein Bedürfnis. Ich dachte eigentlich, du wärst professionell genug um das zu wissen.“
Sie hatte für Leute wie ihn kein Mitleid übrig. Wer sich darauf einließ, war selbst Schuld. Mädchen, die dasselbe taten wie sie, gab es wie Sand im Meer. Aber die Zeiten, in der Groupies alles mit sich machen ließen, waren vorbei.
Es waren Zeiten angebrochen, in denen Stars menschlicher waren als jemals zuvor. Die Ära, in denen sie nachdenklich in Schwarzweiß auf einen herabsahen wie Götter vom Olymp, war nicht länger. Zumindest für sie.
Sie hüllte sich in ihren Mantel und trat durch die Tür, ließ ihn zurück, als wäre sie der bedeutende Star und er nur der liebesuchende Fremde.
Die Schönheit, die er in diesem riesigen Bett, in all seiner Einsamkeit ausstrahlte, war es, was sie schlussendlich rührte.