(no subject)
Jul. 28th, 2010 07:35 pmTeam: van Gogh
Challenge: Päckchen 3: Retter der Witwen und Waisen [4/5] (für mich)
Fandom: Original
Charaktere: Lukas und Nuray
Wörter: 895
Warnungen: Ähh...
Kommentar: Okay. Ich wollte dramatisch und endgültig und realistisch.
nachanca wollte beruhigend. - Ratet mal, was es geworden ist. ;)
...Ich wollte die ursprüngliche Version noch mal durchlesen... und hab es spontan neu geschrieben. Außer dem „beruhigend“ ist nicht viel gleich geblieben, aber bevor ich das noch drei mal mache, poste ich es, auch wenn ich weit von zufrieden entfernt bin.
Er stand wie ein verrückter Stalker auf der Straßenecke und starrte durch das Fenster der Apotheke. Natürlich hatte er nicht darüber nachgedacht, dass Semesterferien sein könnten. Und schlechte Planung wurde nun einmal sofort bestraft. Eigentlich war es so typisch für ihn, dass es schon wieder lustig war. Andererseits musste er dieses Rezept abgeben und wollte ihn wirklich nicht sehen. Noch nicht, er wusste noch nicht, was er sagen sollte... Und er wusste auch gar nicht, wieso er derjenige sein sollte, der etwas sagen musste. Philipp hatte den Kontakt abgebrochen. ...Und, okay, Lukas hatte aufgehört, ihm zu schreiben, als er auch auf die zweite Mail keine Antwort bekam. Und sich nicht getraut anzurufen...
Vielleicht waren sie es also eher beide gewesen. Was wiederum hieß, dass es wahrscheinlich einen Grund dafür gab, dass sie schon fast zwei Jahre nicht mehr miteinander geredet hatten.
Ihm war danach, seinen Kopf gegen die Scheibe zu hämmern, aber dann hätte Philipp, der gerade in einem der Regale rumordnete, ihn mit Sicherheit bemerkt. Und das wollte er schließlich nicht. Oder vielleicht doch...
„Gott verdammt, das ist doch lächerlich!“ Entschlossen straffte er die Schultern. „Einfach reingehen.“
Er blieb stehen wo er war.
Nuray schlug die Tür ihres Polo zu und sah auf die Uhr. Keine zehn Minuten zu spät und das trotz des hausfraueninduzierten Staus vor dem Supermarkt. Nicht schlecht. Sie würden es sogar noch rechtzeitig ins Kino schaffen.
Philipp hatte dringend mal wieder Kino nötig. Und ein paar Bier. Seit er sich von Simone getrennt hatte, gammelte er nur noch rum... Jetzt in den Semesterferien half er wenigstens in der Apotheke seiner Eltern aus, aber auch da stand er viel zu oft nur in der Gegend rum und starrte die Tür an, als würde er gleich einfach grinsend hereinspazieren. - Nuray versuchte ihm jetzt schon seit zwei Monaten zu erzählen, dass Lukas es wissen musste, dass Philipp Frauen verließ, weil er noch nicht über ihn hinweg war, aber an der Stelle war er erstaunlich stur. Klar, es war ja auch eine Alternative einfach darauf zu warten, dass Lukas seine Eltern besuchte und sie sich zufällig trafen...
Vielleicht konnte sie ihn ja abfüllen und dazu bringen, dumme, fatale SMS zu schreiben... Grinsend machte sie sich auf den Weg zur Apotheke.
Aber das da vorne...
Konnte nicht sein.
So etwas passierte nur in schlechten Filmen. In sehr, sehr schlechten romantischen Komödien.
„Lukas?“
Er fuhr herum, als hätte sie ihn auf frischer Tat ertappt, aber dann begann er doch so idiotisch breit zu grinsen, wie er das immer getan hatte. „Nuray!“ Überhaupt hatte er sich nicht verändert. Vielleicht hatte er ein paar Muskeln aufgebaut, die ihn nicht mehr ganz so unnatürlich schlaksig wirken ließen und vielleicht hatte er ohne die Aufsicht seiner Mutter noch seltener das Bedürfnis, einen Frisör aufzusuchen, aber alles in allem... Abgesehen natürlich von den Schürfwunden.
„Was ist denn mit dir passiert?“
Noch immer grinsend tippte er die verschorfte Fläche unter seinem Auge an. „Oh das... Ich hab einen Kleintransporter übersehen. Oder er mich. - Nichts schlimmes.“
„Du hast einen Arm in Gips.“
„Ich sag doch, nichts schlimmes. Und, wie geht es dir?“
Sie war immer noch nicht darüber hinweg, dass er einfach hier rumstand, während auf der anderen Seite der Scheibe wahrscheinlich Philipp stand und sich nach ihm verzehrte... „Kann nicht klagen, nicht wirklich. Außer natürlich darüber, dass ich deinen Ex babysitten muss.“
Lukas wurde tatsächlich rot, als sie Philipp erwähnte, und schielte in die Apotheke. Es hatte sich wirklich nichts verändert. „Babysitten?“
Nuray zuckte mit den Achseln. Irgendwann würden ihr die beiden Dankesbriefe schreiben müssen. „Na ja... Wir wollten ins Kino. Seit der Trennung von Simone ist mit ihm nicht mehr viel los.“
„Simone hat Schluss gemacht?“
„Nein, er.“
„Warum?“
„Frag ihn doch.“ Sie grinste ihn herausfordernd an und wieder huschte ein leichter Rotschimmer über seine Wangen. Niedlich.
„Ja... vielleicht... Aber wenn ihr ins Kino wollt, solltet ihr los. Ich kann das ja auch immer noch morgen machen...“
Nuray verdrehte die Augen. „Wie lange stehst du hier schon und starrst ihn an?“
„Zu lange für mein Ego.“ Er schüttelte den Kopf. „Aber verdammt, soll ich da rein spazieren und sagen 'Hallo, da bin ich'?“
„Zum Beispiel.“
„Wir haben seit zwei Jahren kein Wort gewechselt.“
„Ich weiß.“
„Das hatte nen Grund!“
Sie nickte langsam. „Und welchen?“
Lukas schenkte ihr ein breites, sorgloses Grinsen. „Als ob ich das wüsste.“
Nuray schüttelte den Kopf. „Hat man dir schon mal gesagt, dass du ein Idiot bist?“
„Selten.“
„Also rein da mit dir, du Idiot, ich hab heut eigentlich eh keine Zeit für Kino. Beschäftige du ihn.“ Und sie ließ ihn wirklich einfach stehen. Sie war zwar gerne bereit, den beiden in den Arsch zu treten, bis sie einander wieder hatten, aber sie dahin tragen? - Sah sie aus wie Mutter Theresa?
Im Auto schrieb sie Philipp eine SMS, dass sie bei der Arbeit nicht rechtzeitig losgekommen war und dass es ihr leid tue. Fröhlich vor sich hinsummend parkte sie aus und beschloss, Cem einzusammeln und mit ihm ins Kino zu fahren.
Noch bevor sie wieder angekommen war, bekam sie eine SMS zurück.
Schon okay. Eben ist Lukas durch die Tür spaziert... So viel zum Thema, so was passiert nur im Film.
Sie musste grinsen. Na also.
Challenge: Päckchen 3: Retter der Witwen und Waisen [4/5] (für mich)
Fandom: Original
Charaktere: Lukas und Nuray
Wörter: 895
Warnungen: Ähh...
Kommentar: Okay. Ich wollte dramatisch und endgültig und realistisch.
...Ich wollte die ursprüngliche Version noch mal durchlesen... und hab es spontan neu geschrieben. Außer dem „beruhigend“ ist nicht viel gleich geblieben, aber bevor ich das noch drei mal mache, poste ich es, auch wenn ich weit von zufrieden entfernt bin.
Er stand wie ein verrückter Stalker auf der Straßenecke und starrte durch das Fenster der Apotheke. Natürlich hatte er nicht darüber nachgedacht, dass Semesterferien sein könnten. Und schlechte Planung wurde nun einmal sofort bestraft. Eigentlich war es so typisch für ihn, dass es schon wieder lustig war. Andererseits musste er dieses Rezept abgeben und wollte ihn wirklich nicht sehen. Noch nicht, er wusste noch nicht, was er sagen sollte... Und er wusste auch gar nicht, wieso er derjenige sein sollte, der etwas sagen musste. Philipp hatte den Kontakt abgebrochen. ...Und, okay, Lukas hatte aufgehört, ihm zu schreiben, als er auch auf die zweite Mail keine Antwort bekam. Und sich nicht getraut anzurufen...
Vielleicht waren sie es also eher beide gewesen. Was wiederum hieß, dass es wahrscheinlich einen Grund dafür gab, dass sie schon fast zwei Jahre nicht mehr miteinander geredet hatten.
Ihm war danach, seinen Kopf gegen die Scheibe zu hämmern, aber dann hätte Philipp, der gerade in einem der Regale rumordnete, ihn mit Sicherheit bemerkt. Und das wollte er schließlich nicht. Oder vielleicht doch...
„Gott verdammt, das ist doch lächerlich!“ Entschlossen straffte er die Schultern. „Einfach reingehen.“
Er blieb stehen wo er war.
Nuray schlug die Tür ihres Polo zu und sah auf die Uhr. Keine zehn Minuten zu spät und das trotz des hausfraueninduzierten Staus vor dem Supermarkt. Nicht schlecht. Sie würden es sogar noch rechtzeitig ins Kino schaffen.
Philipp hatte dringend mal wieder Kino nötig. Und ein paar Bier. Seit er sich von Simone getrennt hatte, gammelte er nur noch rum... Jetzt in den Semesterferien half er wenigstens in der Apotheke seiner Eltern aus, aber auch da stand er viel zu oft nur in der Gegend rum und starrte die Tür an, als würde er gleich einfach grinsend hereinspazieren. - Nuray versuchte ihm jetzt schon seit zwei Monaten zu erzählen, dass Lukas es wissen musste, dass Philipp Frauen verließ, weil er noch nicht über ihn hinweg war, aber an der Stelle war er erstaunlich stur. Klar, es war ja auch eine Alternative einfach darauf zu warten, dass Lukas seine Eltern besuchte und sie sich zufällig trafen...
Vielleicht konnte sie ihn ja abfüllen und dazu bringen, dumme, fatale SMS zu schreiben... Grinsend machte sie sich auf den Weg zur Apotheke.
Aber das da vorne...
Konnte nicht sein.
So etwas passierte nur in schlechten Filmen. In sehr, sehr schlechten romantischen Komödien.
„Lukas?“
Er fuhr herum, als hätte sie ihn auf frischer Tat ertappt, aber dann begann er doch so idiotisch breit zu grinsen, wie er das immer getan hatte. „Nuray!“ Überhaupt hatte er sich nicht verändert. Vielleicht hatte er ein paar Muskeln aufgebaut, die ihn nicht mehr ganz so unnatürlich schlaksig wirken ließen und vielleicht hatte er ohne die Aufsicht seiner Mutter noch seltener das Bedürfnis, einen Frisör aufzusuchen, aber alles in allem... Abgesehen natürlich von den Schürfwunden.
„Was ist denn mit dir passiert?“
Noch immer grinsend tippte er die verschorfte Fläche unter seinem Auge an. „Oh das... Ich hab einen Kleintransporter übersehen. Oder er mich. - Nichts schlimmes.“
„Du hast einen Arm in Gips.“
„Ich sag doch, nichts schlimmes. Und, wie geht es dir?“
Sie war immer noch nicht darüber hinweg, dass er einfach hier rumstand, während auf der anderen Seite der Scheibe wahrscheinlich Philipp stand und sich nach ihm verzehrte... „Kann nicht klagen, nicht wirklich. Außer natürlich darüber, dass ich deinen Ex babysitten muss.“
Lukas wurde tatsächlich rot, als sie Philipp erwähnte, und schielte in die Apotheke. Es hatte sich wirklich nichts verändert. „Babysitten?“
Nuray zuckte mit den Achseln. Irgendwann würden ihr die beiden Dankesbriefe schreiben müssen. „Na ja... Wir wollten ins Kino. Seit der Trennung von Simone ist mit ihm nicht mehr viel los.“
„Simone hat Schluss gemacht?“
„Nein, er.“
„Warum?“
„Frag ihn doch.“ Sie grinste ihn herausfordernd an und wieder huschte ein leichter Rotschimmer über seine Wangen. Niedlich.
„Ja... vielleicht... Aber wenn ihr ins Kino wollt, solltet ihr los. Ich kann das ja auch immer noch morgen machen...“
Nuray verdrehte die Augen. „Wie lange stehst du hier schon und starrst ihn an?“
„Zu lange für mein Ego.“ Er schüttelte den Kopf. „Aber verdammt, soll ich da rein spazieren und sagen 'Hallo, da bin ich'?“
„Zum Beispiel.“
„Wir haben seit zwei Jahren kein Wort gewechselt.“
„Ich weiß.“
„Das hatte nen Grund!“
Sie nickte langsam. „Und welchen?“
Lukas schenkte ihr ein breites, sorgloses Grinsen. „Als ob ich das wüsste.“
Nuray schüttelte den Kopf. „Hat man dir schon mal gesagt, dass du ein Idiot bist?“
„Selten.“
„Also rein da mit dir, du Idiot, ich hab heut eigentlich eh keine Zeit für Kino. Beschäftige du ihn.“ Und sie ließ ihn wirklich einfach stehen. Sie war zwar gerne bereit, den beiden in den Arsch zu treten, bis sie einander wieder hatten, aber sie dahin tragen? - Sah sie aus wie Mutter Theresa?
Im Auto schrieb sie Philipp eine SMS, dass sie bei der Arbeit nicht rechtzeitig losgekommen war und dass es ihr leid tue. Fröhlich vor sich hinsummend parkte sie aus und beschloss, Cem einzusammeln und mit ihm ins Kino zu fahren.
Noch bevor sie wieder angekommen war, bekam sie eine SMS zurück.
Schon okay. Eben ist Lukas durch die Tür spaziert... So viel zum Thema, so was passiert nur im Film.
Sie musste grinsen. Na also.
no subject
Date: 2010-07-28 09:34 pm (UTC)Du darfst natürlich auch noch gern ein alternatives Ende nur für dich schreiben, dann ist das hier mein ganz persönliches Ende...<3
no subject
Date: 2010-07-30 06:04 pm (UTC)Krieg ich was zu ihr und Cem? Wer auch immer Cem ist? ;P
Hach - wuuuunderschön. *_* *fühlt sich ganz warm und fluffig*
Und awwww - armer Lukas. óò Gegen einen Kleintransporter kann man nur verlieren. Autsch. >_<
(Das hätte auch h/c werden können, meine Liebe!)
no subject
Date: 2010-08-02 04:09 pm (UTC)(Das hätte auch h/c werden können, meine Liebe!)
Zu meiner Verteidigung: Ich habe es probiert... Aber dann habe ich beschlossen, dass comfort doch ehr meine Sache ist und Nuray wollte sowieso keine leidenden Männer. *hust*
no subject
Date: 2010-08-02 04:12 pm (UTC)*fangirlt mit* *auch ohne sie zu kennen* XD