Zwei Challenges [regulär]
Jul. 27th, 2010 07:41 pmFandom: Original
Challenge: Schreibaufgabe (ohne Adjektive und Adverbien)
Genre: Drabble
Warnung: death, angst
Kommentar: Nachdem ich mal nachgeschlagen habe, was eigentlich alles ein Adverb sein kann, bin ich mir fast sicher, dass der ein oder andere hier noch eins finden wird. Nach dem Beitrag von
tristraine frage ich mich, ob das Thema für die Challenge besonders einladend ist. Und nein, ich habe ihn gerade erst gelesen, alle Ähnlichkeit ist vollkommen unbeabsichtigt ;_;
Die Augen des Toten starren ins Nichts. Es sieht aus, als würde er in die Sonne schauen. Und ich kann meinen Blick nicht abwenden.
Ich stelle mir vor, wie seine Seele in den Himmel steigt, in Schwaden und Fäden, wie Rauch.
Wir hocken an diesem Erdwall, der sich wie ein Berg aus Zorn erhebt. Oder Trauer. Vielleicht auch beides. Du schluchzt und was kann ich tun? Ich weiß es nicht.
Zwischen Leben und Tod, zwischen Laufen und Bleiben, steht die Zeit, liegt die Welt, schweigt alles.
„Er war mein Freund“, flüsterst du als wären wir in einem Film.
Ich traue mich nicht, die Hand auf deine Schulter zu legen.
Fandom: Original ("Papierflugzeuge")
Personen: the Return of Samuel und Rufus
Challenge: h/c
Kommentar: Das ist das flauschigste h/c, das ich je geschrieben habe; man findet es wahrscheinlich gar nicht.
„Das glaub ich nicht“, stöhnt Samuel zum dritten Mal. Sein Freund hängt fest in den Armen, nein, Klauen eines Punks mit gepiercter Nase, Tunneln in den Ohrläppchen und lila Haaren.
Himmel, lila Haare.
Das Mädchen daneben grinst und schwingt weiterhin ausgelassen das “Free Hugs”-Schild durch die Luft, so dass es leise siirr suurr macht.
„Schöne Jungs liegen einander in den Armen, das Leben ist geil!“, verkündet es. Was sollte man auch sonst von dem Weib erwarten, immerhin hat es rosa Haare.
Samuel sieht sich das Treiben noch etwa fünf Sekunden lang an, dann beschließt er, dass ein kleiner Akt der Eifersucht vielleicht ganz angebracht wäre.
„Bist du jetzt fertig?“, herrscht er den Punk an.
„Dann kannst du ja jetzt deine Griffel von meinem Freund nehmen!“
Erst eine Schrecksekunde später bemerkt er, wie ungeheuer falsch das geklungen haben muss. Also, wie richtig falsch.
„Mach dir keine Sorgen, Sammy!“, strahlt Rufus ihn an, als er sich endlich von dem anderen Typen löst. „Ich wollte das doch nur mal ausprobieren.“
Das Mädchen mit den rosa Haaren macht seltsame Geräusche. Klingt nach unterdrücktem Quietschen.
„Du kannst mich so oft und soviel und so lange umarmen wie du willst“, zischelt Samuel leise. „Dafür brauchst du keine dahergelaufenen Idioten mit lila Haaren. Oder ist es das, was dir fehlt?“
Rufus blinzelt.
„Soll ich mir die Haare lila färben?“, unterbricht Samuel die offensichtlich langsamen Gedankengänge seines Freundes.
„Ich tu´s. Gar kein Problem. Sieht auch viel besser aus als bei dem Knilch da, das kannste aber wissen!“
„Lila ist die Farbe sexueller Frustration“, mischt sich das rosa Mädchen ein und erntet gleich darauf eine Kopfnuss von seinem Gefährten. Samuel zuckt zusammen, denn offensichtlich spricht er doch lauter als ihm lieb ist.
„Sammy...“, nuschelt Rufus und schaut ihn lange aus großen, blauen Augen an.
„Du musst dir deine Haare nicht färben.“
Samuel muss schlucken. Oh Gott. Wie erbärmlich, Mitleid wegen eines Punks zu bekommen.
Aber dann schließt Rufus ihn auch schon sanft in die Arme, drückt ihn an sich bis Samuels Nase in weichen, dunklen Haaren steckt, die nach Aprikosenshampoo und Sonne riechen. Da ist es ihm sogar egal, dass sie mitten in der Fußgängerzone stehen.
„Ich umarme dich doch gerne“, hört er Rufus´ Stimme an seinem Ohr.
„Und fast noch viel lieber mach ich noch ganz andere Sachen mit dir.“
Das Mädchen mit den rosa Haaren quietscht verzückt und die Welt ist mit einem Mal wieder ganz in Ordnung.
Challenge: Schreibaufgabe (ohne Adjektive und Adverbien)
Genre: Drabble
Warnung: death, angst
Kommentar: Nachdem ich mal nachgeschlagen habe, was eigentlich alles ein Adverb sein kann, bin ich mir fast sicher, dass der ein oder andere hier noch eins finden wird. Nach dem Beitrag von
Die Augen des Toten starren ins Nichts. Es sieht aus, als würde er in die Sonne schauen. Und ich kann meinen Blick nicht abwenden.
Ich stelle mir vor, wie seine Seele in den Himmel steigt, in Schwaden und Fäden, wie Rauch.
Wir hocken an diesem Erdwall, der sich wie ein Berg aus Zorn erhebt. Oder Trauer. Vielleicht auch beides. Du schluchzt und was kann ich tun? Ich weiß es nicht.
Zwischen Leben und Tod, zwischen Laufen und Bleiben, steht die Zeit, liegt die Welt, schweigt alles.
„Er war mein Freund“, flüsterst du als wären wir in einem Film.
Ich traue mich nicht, die Hand auf deine Schulter zu legen.
Fandom: Original ("Papierflugzeuge")
Personen: the Return of Samuel und Rufus
Challenge: h/c
Kommentar: Das ist das flauschigste h/c, das ich je geschrieben habe; man findet es wahrscheinlich gar nicht.
„Das glaub ich nicht“, stöhnt Samuel zum dritten Mal. Sein Freund hängt fest in den Armen, nein, Klauen eines Punks mit gepiercter Nase, Tunneln in den Ohrläppchen und lila Haaren.
Himmel, lila Haare.
Das Mädchen daneben grinst und schwingt weiterhin ausgelassen das “Free Hugs”-Schild durch die Luft, so dass es leise siirr suurr macht.
„Schöne Jungs liegen einander in den Armen, das Leben ist geil!“, verkündet es. Was sollte man auch sonst von dem Weib erwarten, immerhin hat es rosa Haare.
Samuel sieht sich das Treiben noch etwa fünf Sekunden lang an, dann beschließt er, dass ein kleiner Akt der Eifersucht vielleicht ganz angebracht wäre.
„Bist du jetzt fertig?“, herrscht er den Punk an.
„Dann kannst du ja jetzt deine Griffel von meinem Freund nehmen!“
Erst eine Schrecksekunde später bemerkt er, wie ungeheuer falsch das geklungen haben muss. Also, wie richtig falsch.
„Mach dir keine Sorgen, Sammy!“, strahlt Rufus ihn an, als er sich endlich von dem anderen Typen löst. „Ich wollte das doch nur mal ausprobieren.“
Das Mädchen mit den rosa Haaren macht seltsame Geräusche. Klingt nach unterdrücktem Quietschen.
„Du kannst mich so oft und soviel und so lange umarmen wie du willst“, zischelt Samuel leise. „Dafür brauchst du keine dahergelaufenen Idioten mit lila Haaren. Oder ist es das, was dir fehlt?“
Rufus blinzelt.
„Soll ich mir die Haare lila färben?“, unterbricht Samuel die offensichtlich langsamen Gedankengänge seines Freundes.
„Ich tu´s. Gar kein Problem. Sieht auch viel besser aus als bei dem Knilch da, das kannste aber wissen!“
„Lila ist die Farbe sexueller Frustration“, mischt sich das rosa Mädchen ein und erntet gleich darauf eine Kopfnuss von seinem Gefährten. Samuel zuckt zusammen, denn offensichtlich spricht er doch lauter als ihm lieb ist.
„Sammy...“, nuschelt Rufus und schaut ihn lange aus großen, blauen Augen an.
„Du musst dir deine Haare nicht färben.“
Samuel muss schlucken. Oh Gott. Wie erbärmlich, Mitleid wegen eines Punks zu bekommen.
Aber dann schließt Rufus ihn auch schon sanft in die Arme, drückt ihn an sich bis Samuels Nase in weichen, dunklen Haaren steckt, die nach Aprikosenshampoo und Sonne riechen. Da ist es ihm sogar egal, dass sie mitten in der Fußgängerzone stehen.
„Ich umarme dich doch gerne“, hört er Rufus´ Stimme an seinem Ohr.
„Und fast noch viel lieber mach ich noch ganz andere Sachen mit dir.“
Das Mädchen mit den rosa Haaren quietscht verzückt und die Welt ist mit einem Mal wieder ganz in Ordnung.
no subject
Date: 2010-07-27 07:43 pm (UTC)"Zwischen Leben und Tod, zwischen Laufen und Bleiben, steht die Zeit, liegt die Welt, schweigt alles."
Den Satz mag ich unheimlich gern, und überhaupt hat sich das Gefühl des Verlusts in dieser kurzen Geschichte richtig gut übertragen. Nicht zu viel und nicht zu wenig. Und schrecklich traurig.
Die H/C war ... wirklich sehr aufbauend dagegen. XD Übrigens ist das rosa Mädel irgendwie ziemlich großartig, wenn auch nervtötend. Ich mochte ihre profunden Einsichten. Und ich mochte Samuels echt sehr aufrichtige Eifersucht und Rufus' Lebensfreude. Man ist nie zu cool, um sich für seinen Liebsten die Haare lila färben zu wollen. Unheimlich süß.
no subject
Date: 2010-07-27 09:45 pm (UTC)Vielen Dank =D
Naja, was großartig sein kann, kann im selben Atemzug auch nervtötend sein x_x, das sind Geschichten, die einem das Leben erzählt *gg*
Hach, freut mich, dass es gut angekommen ist *-*