Sommerpäckchen #3 (3 von 5)
Jul. 24th, 2010 10:16 pmFandom: Original
Team: Monroe ♥
Challange: Umständehalber abzugeben + versuchshalber ohne Adjektive und Adverben
Wörter: 363
Warnung: Gewalt! Verzweifelung! Blut!
Es gibt im Raum nichts, dass sie nutzen könnten, um sich zu verbarrikadieren. Mira und Marc sitzen gegen die Wand gelehnt auf dem Betonfußboden und starren auf die Tür. Sie können nicht davon laufen. Marc blutet und kann seine Arme kaum heben. Sein Kopf lehnt an Miras Schulter, ihre Arme halten ihn. Es gibt keinen Ausweg.
„Wir hätten uns anders entscheiden können.“ Marc hustet.
„Nein.“ Mira schüttelt den Kopf „Hätten wir nicht.“ Sie wischt mit ihrem Ärmel Blut aus seinem Gesicht. Er fängt an zu weinen. „Hätte ich gewusst, dass du so ne Heulsuse bist, hätte ich dich nicht mitgenommen.“ Sie lacht und muss sich anstrengen nicht selber zu weinen. Sie bedauert, dass sie ihn mitgenommen hat. Und das sie nicht am morgen wieder mit dem rauchen angefangen hat. Die Kippen liegen noch in ihrem Nachtisch.
„Wir werden das nicht überleben.“ Er keucht.
Stille.
Mira weiß es. „Guck. Stromspannungen.“ Sie zeigt auf die Lampe, deren Licht immer wieder erlischt. Ein Ablenkungsversuch. Beide beobachten das Lichtspiel im Raum ohne ein weiteres Wort zu sagen. Nur Marcs Stöhnen. Blut, das sich mit dem Dreck des Fussbodens mischt.
Er sieht sie an. „Ich liebe dich.“
Sie lacht. „Idiot!“
Das hatte er nicht erwartet. Er unterdrückt das Verlangen sie für ihr Lachen zu schlagen, das werden die ohnehin mit ihr tun. Und dann werden sie ihr andere Dinge antun bis sie bricht, ihren Stolz verliert und ihren Namen vergisst. Dann werden sie mit ihrem eigentlichen Programm anfangen. Und Lachen. Es wird Wochen dauern bis sie stirbt.
Marc schluchzt. Die dürfen sie nicht bekommen. Er weiß, was zu tun ist und greift nach der Waffe. In der Trommel befindet sich noch eine Kugel. Er lächelt und zittert. Marc liebt Mira für ihre Intelligenz aber nicht für ihren Starrsinn. Sie kennt ihn. Sie versteht, was er tun will und entwendet ihm die Waffe.
Stille.
Dann drückt sie ihm die Waffe gegen die Stirn und drückt ab.
Blut und Gewebe spritzt, sein Gesicht löst sich auf.
„Ich liebe dich auch, du Idiot!“
Die Glühbirne kapituliert. Mira widersteht dem Wunsch in eine Ecke zu kriechen und hält sich an Marcs Körper fest. Die Dunkelheit ist da, jetzt werden auch sie kommen.
Team: Monroe ♥
Challange: Umständehalber abzugeben + versuchshalber ohne Adjektive und Adverben
Wörter: 363
Warnung: Gewalt! Verzweifelung! Blut!
Es gibt im Raum nichts, dass sie nutzen könnten, um sich zu verbarrikadieren. Mira und Marc sitzen gegen die Wand gelehnt auf dem Betonfußboden und starren auf die Tür. Sie können nicht davon laufen. Marc blutet und kann seine Arme kaum heben. Sein Kopf lehnt an Miras Schulter, ihre Arme halten ihn. Es gibt keinen Ausweg.
„Wir hätten uns anders entscheiden können.“ Marc hustet.
„Nein.“ Mira schüttelt den Kopf „Hätten wir nicht.“ Sie wischt mit ihrem Ärmel Blut aus seinem Gesicht. Er fängt an zu weinen. „Hätte ich gewusst, dass du so ne Heulsuse bist, hätte ich dich nicht mitgenommen.“ Sie lacht und muss sich anstrengen nicht selber zu weinen. Sie bedauert, dass sie ihn mitgenommen hat. Und das sie nicht am morgen wieder mit dem rauchen angefangen hat. Die Kippen liegen noch in ihrem Nachtisch.
„Wir werden das nicht überleben.“ Er keucht.
Stille.
Mira weiß es. „Guck. Stromspannungen.“ Sie zeigt auf die Lampe, deren Licht immer wieder erlischt. Ein Ablenkungsversuch. Beide beobachten das Lichtspiel im Raum ohne ein weiteres Wort zu sagen. Nur Marcs Stöhnen. Blut, das sich mit dem Dreck des Fussbodens mischt.
Er sieht sie an. „Ich liebe dich.“
Sie lacht. „Idiot!“
Das hatte er nicht erwartet. Er unterdrückt das Verlangen sie für ihr Lachen zu schlagen, das werden die ohnehin mit ihr tun. Und dann werden sie ihr andere Dinge antun bis sie bricht, ihren Stolz verliert und ihren Namen vergisst. Dann werden sie mit ihrem eigentlichen Programm anfangen. Und Lachen. Es wird Wochen dauern bis sie stirbt.
Marc schluchzt. Die dürfen sie nicht bekommen. Er weiß, was zu tun ist und greift nach der Waffe. In der Trommel befindet sich noch eine Kugel. Er lächelt und zittert. Marc liebt Mira für ihre Intelligenz aber nicht für ihren Starrsinn. Sie kennt ihn. Sie versteht, was er tun will und entwendet ihm die Waffe.
Stille.
Dann drückt sie ihm die Waffe gegen die Stirn und drückt ab.
Blut und Gewebe spritzt, sein Gesicht löst sich auf.
„Ich liebe dich auch, du Idiot!“
Die Glühbirne kapituliert. Mira widersteht dem Wunsch in eine Ecke zu kriechen und hält sich an Marcs Körper fest. Die Dunkelheit ist da, jetzt werden auch sie kommen.
no subject
Date: 2010-07-25 09:28 am (UTC)Wahnsinn. OO!
Das war ja unglaublich intensiv und beeindruckend. Ich bin hin und weg. Und absolut keine Adjektive soweit ich überblicken kann! *_* Respekt.
Aber trotzdem ist es so emotional geworden und so beklemmend. Auch wenn du kaum etwas preisgibt von der Handlung kam man viel erahnen und zusammenreimen. óò
Tolle Geschichte.
no subject
Date: 2010-07-25 12:54 pm (UTC)Das ist echt beeindruckend.
Hab weder Adjektive noch Adverbien gefunden (was krass is, wenn man bedenkt, dass Adverbien selbst Wörter wie 'vielleicht, später, rechts, links' etc. mit einschließt) und dennoch liest es sich gut und flüssig und hat Emotionen.
Wow.
no subject
Date: 2010-07-27 12:39 pm (UTC)Ach so, und was ich schon immer mal sagen wollte: ich liebe deinen Octopus-Icon! :)
no subject
Date: 2010-07-28 06:02 pm (UTC)Richtig, richtig gut...