Reguläre Challenge
Jul. 19th, 2010 12:26 pmTeam: Byron
Fandom: Prince of Tennis
Challenge: Ich würd sagen, die h/c für Rei hab ich total verpasst. -.- Aber es war als eine geplant. Ehrlich. Also sag ich mal: Verpasst. (und das nicht nur, weil ich meilenweilt an der eigentlichen Challenge vorbeigeschossen bin. XD)
Charaktere: Wie immer, wenn ich PoT schreibe: Fuji und Tezuka (Eiji wird erwähnt)
Wörter: 900
Warnung: Null Handlung? oO Also... wirklich keine. *Lupe raushol* Nope, es passiert rein gar nichts.
Widmung: Trotz der versauten Challenge:
rei17
Das gleichmäßiger Hämmern des Balles war wie Musik in seinen Ohren.
Die einzige, die für ihn zählte.
Nichts anderes nahm er im Moment überhaupt zur Kenntnis.
Seine gesamte Welt schien nur aus diesem Ball zu bestehen.
Und aus seinen schon fast konfusen Gedanken.
Das Schuljahr war vorbei und damit auch sein erstes Jahr auf der High School. Es war nicht so, dass er diesem Jahr hinterhertrauerte... aber er hatte mehr und mehr das Gefühl, dass sich alles wiederholte.
Vor allem das, was nicht so gut gelaufen war. Die verpassten Chancen. Sein Vater würde es ihm sicherlich wieder vorwerfen, dass er sich beim Lernen keine Mühe gegeben hatte – aber das war Fuji gleichgültig. Warum sich mehr als nötig damit langweilen?
Er verstand es wirklich nicht. Die meisten Menschen schienen an nichts anderes zu denken als daran, wie sie die anderen übertrumpfen konnten. Das war ja vielleicht nichts Schlechtes, aber...
Er schlug den Ball heftiger zurück als nötig und kam kurz aus seinem Rhythmus. Bis er ihn wiedergefunden hatte, hatte auch das Karussell in einem Kopf aufgehört, sich zu drehen.
Worüber hatte er gerade noch nachgedacht? Das letzte Schuljahr... und seine verpassten Chancen...
Eiji jammerte ihm immer noch die Ohren voll, dass er es nicht fertiggebracht hatte, den neuesten Streit mit Oishi beizulegen. Was auch immer der Auslöser gewesen war. Sein bester Freund war zu dem Thema zu keiner klaren Antwort fähig gewesen. Auf jeden Fall war aber der andere Schuld. Wie üblich.
Inui vergiftete inzwischen das Tennisteam einer anderen Schule, Taka-san machte seine Ausbildung und die alten Teamkameraden spielten natürlich gerne die Versuchskaninchen aber irgendwie... es war nicht mehr so wie früher.
Auch wenn sich eigentlich gar nicht so viel geändert hatte.
Es war... als hätten sie einfach angefangen verschiedenen Wegen zu folgen und wann immer sie sich kreuzten... verpassten sie doch einander um wenige... Meter... Minuten... wie auch immer man so etwas für ein Leben ausdrückte.
Nachdenklich ließ er den Schläger sinken und fing den Ball mit der Hand auf.
Jemand war gekommen.
Natürlich hatte er nichts gesagt, aber Fuji wusste trotzdem, dass er da war. Ob Tezuka das bei jedem konnte? Mit einem Lächeln das wenigstens zur Hälfte ehrlich war, drehte er sich um.
„Es ist schon spät...“
Tezukas Art zu fragen, warum zur Hölle er noch hier war.
„Ich weiß...“
Seine Art zu sagen, dass er es nicht ausstehen konnte, wenn Tezuka nicht Klartext redete.
„Du solltest nach Hause gehen.“
„Vielleicht sollte ich das...“ Er hatte allerdings nicht die geringste Lust dazu.
Tezuka verzog keine Miene, aber Fuji merkte trotzdem, dass er mit dieser Antwort nicht einverstanden war. Ganz und gar nicht. Es war erstaunlich, wie gut sie inzwischen erkannten, was in dem anderen vorging.
„Würdest du sagen, du hast das Schuljahr... sinnvoll genutzt?“, fragte er, ohne es eigentlich gewollt zu haben. Jetzt bemerkte er eine Reaktion in Tezukas Gesicht. Verwirrung? Ganz sicher konnte man sich da nie sein.
„Natürlich.“
Natürlich. Warum fragte er überhaupt? Tezuka versäumte nichts. Er ließ keine Möglichkeiten ungenutzt verstreichen. Tezuka war effizient in allem was er tat. Er würde wohl nie etwas bereuen. Würde wohl nie das Gefühl haben, dass er sich im Kreis drehte. Das war ein frustrierender Gedanke.
„Wartest du eben? Dann können wir ein Stück zusammen gehen.“ Langsam sollte er wirklich nach Hause gehen, es wurde spät. Er wartete Tezukas Reaktion gar nicht erst ab, sondern ging direkt zur Umkleide, zog sich rasch um und stellte mit einer vollkommen unpassenden Überraschung fest, dass Tezuka wirklich auf ihn gewartet hatte.
Es hatte in diesem Schuljahr nur wenige Momente gegeben, wo er wirklich mit Tezuka alleine gewesen war, etwas was er manchmal bedauerte, manchmal nicht. Das hing von seiner Tagesform ab. Im Moment aber... Tezuka stellte keine Fragen.
Das tat er nie.
Oder eher: Nur sehr selten.
Wenn er es tat, war es äußerst wichtig. Oder es beschäftigte ihn sehr. Er war niemand, der sich lange mit Dingen beschäftigte, die er für überflüssig hielt. Manchmal beneidete Fuji ihn um diese Fähigkeit. So war das Leben bestimmt viel einfacher.
„Und du?“
Die Frage kam vollkommen unvermittelt und eine Sekunde sah er Tezuka verwirrt an. Der präzisierte sofort: „Hast du das Jahr sinnvoll genutzt?“
Hatte er das? Nachdenklich hob er den Kopf und beobachtete die wenigen Wolken, wie sie über den sich verfärbenden Himmel zogen. Bald würde die Sonne untergegangen sein und in anderen Teilen der Stadt das Leben erst richtig beginnen. Hier war alles, wie es sein sollte.
Die Vögel zwitscherten noch, die berufstätige Bevölkerung, die keine Überstunden machte fuhr nach Hause zu ihrer Familie, Kinder wurden zum Abendessen gerufen. Der Tag war vorbei, alles bereitete sich auf die Nacht vor – auf die eine oder andere Art und Weise.
Und es war gut so. Es war ein guter Tag gewesen. Und jetzt, wo er hier mit Tezuka über den vollkommen leeren Schulhof ging, war die Antwort eigentlich vollkommen logisch.
„Ja... ich denke schon.“
Fandom: Prince of Tennis
Challenge: Ich würd sagen, die h/c für Rei hab ich total verpasst. -.- Aber es war als eine geplant. Ehrlich. Also sag ich mal: Verpasst. (und das nicht nur, weil ich meilenweilt an der eigentlichen Challenge vorbeigeschossen bin. XD)
Charaktere: Wie immer, wenn ich PoT schreibe: Fuji und Tezuka (Eiji wird erwähnt)
Wörter: 900
Warnung: Null Handlung? oO Also... wirklich keine. *Lupe raushol* Nope, es passiert rein gar nichts.
Widmung: Trotz der versauten Challenge:
Das gleichmäßiger Hämmern des Balles war wie Musik in seinen Ohren.
Die einzige, die für ihn zählte.
Nichts anderes nahm er im Moment überhaupt zur Kenntnis.
Seine gesamte Welt schien nur aus diesem Ball zu bestehen.
Und aus seinen schon fast konfusen Gedanken.
Das Schuljahr war vorbei und damit auch sein erstes Jahr auf der High School. Es war nicht so, dass er diesem Jahr hinterhertrauerte... aber er hatte mehr und mehr das Gefühl, dass sich alles wiederholte.
Vor allem das, was nicht so gut gelaufen war. Die verpassten Chancen. Sein Vater würde es ihm sicherlich wieder vorwerfen, dass er sich beim Lernen keine Mühe gegeben hatte – aber das war Fuji gleichgültig. Warum sich mehr als nötig damit langweilen?
Er verstand es wirklich nicht. Die meisten Menschen schienen an nichts anderes zu denken als daran, wie sie die anderen übertrumpfen konnten. Das war ja vielleicht nichts Schlechtes, aber...
Er schlug den Ball heftiger zurück als nötig und kam kurz aus seinem Rhythmus. Bis er ihn wiedergefunden hatte, hatte auch das Karussell in einem Kopf aufgehört, sich zu drehen.
Worüber hatte er gerade noch nachgedacht? Das letzte Schuljahr... und seine verpassten Chancen...
Eiji jammerte ihm immer noch die Ohren voll, dass er es nicht fertiggebracht hatte, den neuesten Streit mit Oishi beizulegen. Was auch immer der Auslöser gewesen war. Sein bester Freund war zu dem Thema zu keiner klaren Antwort fähig gewesen. Auf jeden Fall war aber der andere Schuld. Wie üblich.
Inui vergiftete inzwischen das Tennisteam einer anderen Schule, Taka-san machte seine Ausbildung und die alten Teamkameraden spielten natürlich gerne die Versuchskaninchen aber irgendwie... es war nicht mehr so wie früher.
Auch wenn sich eigentlich gar nicht so viel geändert hatte.
Es war... als hätten sie einfach angefangen verschiedenen Wegen zu folgen und wann immer sie sich kreuzten... verpassten sie doch einander um wenige... Meter... Minuten... wie auch immer man so etwas für ein Leben ausdrückte.
Nachdenklich ließ er den Schläger sinken und fing den Ball mit der Hand auf.
Jemand war gekommen.
Natürlich hatte er nichts gesagt, aber Fuji wusste trotzdem, dass er da war. Ob Tezuka das bei jedem konnte? Mit einem Lächeln das wenigstens zur Hälfte ehrlich war, drehte er sich um.
„Es ist schon spät...“
Tezukas Art zu fragen, warum zur Hölle er noch hier war.
„Ich weiß...“
Seine Art zu sagen, dass er es nicht ausstehen konnte, wenn Tezuka nicht Klartext redete.
„Du solltest nach Hause gehen.“
„Vielleicht sollte ich das...“ Er hatte allerdings nicht die geringste Lust dazu.
Tezuka verzog keine Miene, aber Fuji merkte trotzdem, dass er mit dieser Antwort nicht einverstanden war. Ganz und gar nicht. Es war erstaunlich, wie gut sie inzwischen erkannten, was in dem anderen vorging.
„Würdest du sagen, du hast das Schuljahr... sinnvoll genutzt?“, fragte er, ohne es eigentlich gewollt zu haben. Jetzt bemerkte er eine Reaktion in Tezukas Gesicht. Verwirrung? Ganz sicher konnte man sich da nie sein.
„Natürlich.“
Natürlich. Warum fragte er überhaupt? Tezuka versäumte nichts. Er ließ keine Möglichkeiten ungenutzt verstreichen. Tezuka war effizient in allem was er tat. Er würde wohl nie etwas bereuen. Würde wohl nie das Gefühl haben, dass er sich im Kreis drehte. Das war ein frustrierender Gedanke.
„Wartest du eben? Dann können wir ein Stück zusammen gehen.“ Langsam sollte er wirklich nach Hause gehen, es wurde spät. Er wartete Tezukas Reaktion gar nicht erst ab, sondern ging direkt zur Umkleide, zog sich rasch um und stellte mit einer vollkommen unpassenden Überraschung fest, dass Tezuka wirklich auf ihn gewartet hatte.
Es hatte in diesem Schuljahr nur wenige Momente gegeben, wo er wirklich mit Tezuka alleine gewesen war, etwas was er manchmal bedauerte, manchmal nicht. Das hing von seiner Tagesform ab. Im Moment aber... Tezuka stellte keine Fragen.
Das tat er nie.
Oder eher: Nur sehr selten.
Wenn er es tat, war es äußerst wichtig. Oder es beschäftigte ihn sehr. Er war niemand, der sich lange mit Dingen beschäftigte, die er für überflüssig hielt. Manchmal beneidete Fuji ihn um diese Fähigkeit. So war das Leben bestimmt viel einfacher.
„Und du?“
Die Frage kam vollkommen unvermittelt und eine Sekunde sah er Tezuka verwirrt an. Der präzisierte sofort: „Hast du das Jahr sinnvoll genutzt?“
Hatte er das? Nachdenklich hob er den Kopf und beobachtete die wenigen Wolken, wie sie über den sich verfärbenden Himmel zogen. Bald würde die Sonne untergegangen sein und in anderen Teilen der Stadt das Leben erst richtig beginnen. Hier war alles, wie es sein sollte.
Die Vögel zwitscherten noch, die berufstätige Bevölkerung, die keine Überstunden machte fuhr nach Hause zu ihrer Familie, Kinder wurden zum Abendessen gerufen. Der Tag war vorbei, alles bereitete sich auf die Nacht vor – auf die eine oder andere Art und Weise.
Und es war gut so. Es war ein guter Tag gewesen. Und jetzt, wo er hier mit Tezuka über den vollkommen leeren Schulhof ging, war die Antwort eigentlich vollkommen logisch.
„Ja... ich denke schon.“
no subject
Date: 2010-07-25 08:52 am (UTC)Das ist so schön und bittersüß.
Ich liebe Fuji in schwermütiger, nachdenklicher Stimmung. Ich kann mir immer total gut vorstellen, dass er oft so drauf ist, ein bisschen morbide und melancholisch. óò Auch dieses einsam irgendwo stehen und Bälle an die Wand schlagen, bis ihm der Kropf kreist, ist totales canon bei mir.
Aber schön, dass Tezuka aufgetaucht ist und ihn da rausholt. ;)
Ich denke, er kann das auch seine sachlich, matter-of-fact-Art ziemlich gut und macht das gar nicht so selten.
Vielen lieben Dank für die wunderschöne FF. Ich habe mich sehr gefreut! Und sorry, dass ich erst so spät kommentiere. Diese Woche war ein Horror-Trip. ._.
no subject
Date: 2010-07-26 10:30 am (UTC)Ich schreibe wahnsinnig gerne einen etwas deprimierten Fuji, ich bin der festen Überzeugung, dass sich bei ihm eine ganze Menge anstauen kann. >_< Und Tezuka ist einfach genau der Richtige für diesen Moment. Sonst kann doch eh keine wirklich mit Fuji umgehen, der kleinen Diva. X3
Oje, ich hoffe, jetzt wirds etwas besser bei dir... ._.