Team: Chopin
Fandom: Original (eine Fantasy-FF von mir)
Challenge: Päckchen 3: Retter von Witwen und Waisen (fürs Team)
Warning: angedeuteter slash?
Mayus fühlte sich nicht wohl in seiner Haut. Zum vierten Mal wollte er sich den Hut vom Kopf nehmen und durch die Haare nervös fahren, aber seine Hand wurde auf der Hälfte des Weges geschlagen. Wie ein wundes Tier sah er zu seiner Rechten und blickte in die Augen seines Mentors Ren von Hirstenfeld. Mürrisch verzog er das Gesicht.
„Kratz dich nicht ständig. Du bist kein verlauster Hund, von Wahlfall“, zischte der Mann streng und leise. Den jungen Mann nur mit einem Blick zurechtweisend, korrigierte er noch hurtig seinen Hut und seinen Mantel.
„Und siehe nicht so drein, als würdest du gleich angefallen werden, Junge! Immerhin wirst du vom König geehrt.“
„Ja“, antwortete Mayus kleinlaut und ließ alles mit sich machen. Noch einmal tief durchatmen. Er spürte, wie es wirkte. Seine Brust schwoll mit Stolz an und seine Statur entsprach nun mehr eines Ritters als einen Augenblick zuvor.
„Gut so“, vernahm er das anerkennende Murmeln von Ren. Sofort wurde aus Mayus' höflichen Anstandslächeln ein breites Strahlen. Natürlich wusste er, weswegen er vor der Tür des Thronsaals stand, aber erst jetzt wurde ihm klarer, dass er nicht nervös zu sein brauchte. Schließlich war er der Held der Stunde, der Retter von Witwen und Waisen!
Die Tür ging auf und zugleich verkündete der Herold Mayus von Wahlfall und seinen Mentor Ren von Hirstenfeld, der ihn wie ein Vater die Braut zum Thron begleiten sollte. Sobald er einsehen konnte, fiel sein Blick sofort auf König Albert auf dem Thron, auf seine Gattin Keylin daneben und Prinzessin Sonia, die auf der anderen Seite des Königs stand. Sie sah wieder bezaubernd aus und warf Mayus einen ihrer süßen Lächeln zu.
Strahlend und mit stolz erhobenem Haupt betrat er den Saal und warf einige Blicke um sich. Irgendwie überraschte es ihn doch, so viele bekannte Gesichter zu sehen, die sich für diesen kleinen Anlass herbequemt hatten. Natürlich seine Freunde und Mitschüler Tymbol, Namian, Lyria und einige andere, aber auch einige Adlige, die sonst ihn keines Blickes würdigten. Schließlich war Mayus, der abgeschriebene Bastard, der strampelt versuchte, Anerkennung zu gewinnen. Aber er hatte einfach keinen Anspruch neben seinem Halbbruder Veris. Einige Schritte vor dem Thron angekommen, sah er diesem kurz ins Gesicht, wie er stoisch neben dem Thron seiner Mutter, der Königin, stand und es sich bequem machte, indem er sich leicht gegen diesen lehnte. Sofort ignorierte Mayus diesen wieder und konzentrierte sich auf den König, den er kurz stolz ansah und schließlich mit gesenktem Kopf auf die Knie ging.
Albert erhob die Stimme und hielt mit angemessener Anerkennung seine kurze Rede. Doch Mayus konnte nicht mehr ganz folgen, so sehr ließ die wieder kommende Nervosität es in seinen Ohren klingeln. Nein, es war schiere Freude und wahnsinniger Stolz. Sein Herz schlug ihm bis zum Hals und in seinem Bauch machte sich ein unheimliches Gefühl breit. Ganz bemüht jedes Wort des Königs aufzusaugen, kniff er konzentriert die Augen zusammen und hob den Kopf, wie ihm befohlen wurde. Doch zu seinem Erstaunen stand der König vor ihm nicht mehr völlig alleine, beziehungsweise nur mit seiner Familie. Kent stand neben ihm und hielt ein samtene Kissen. Ihre Blicke begegneten sich und Mayus' Herz setzte aus. Die offenkundigen Zeichen ignorierend lächelte der junge Priester ihm ermutigend nur zu und wandt sich wieder an den König, der die Kette vom Kissen nahm. Seine Auszeichnung, aus den Händen seines Vaters. Mayus würde die nächsten drei Nächste nicht mehr schlafen können.
„Erhebt Euch, Mayus von Wahlfall“, ertönte die Stimme des Königs gebietrisch.
Sofort stand er auf und spürte das aufregende Prickeln auf seinen Wangen, als ihm das Schmuckstück als Belohnung um den Hals gelegt wurde.
„Dies soll ein kleines Zeichen meines Dankes dafür sein, dass Sie edler Ritter dem Dorf Fenborow bei einem Angriff von Räubern zur Hilfe kamt und mit vollem Einsatz diese auch zurückschlagen konntet. Ihr müsst ein besonders geschickter, aber auch vom Glück verfolgter junger Mann sein.“ Der Saal lachte kurz und verhalten beim letzten Kommentar des Königs, der selber schmunzelte. Und so tat, als hätte er mit Mayus nichts in der Welt gemein. Aber Mayus war es gewohnt. Er freute sich trotzdem.
„Das Dorf und auch die Priester von Ladur bedanken sich herzlichst bei Euch“, sprach Kent unerwartet und auch leiser als der König. Es schien ihm aber trotzdem der Saal zuzuhören und verstummte, sobald der junge Mann in weiter brauner Robe gesprochen hatte. Er kam Mayus ein Schritt entgegen und beschrieb ein segnendes Zeichen vor ihm in der Luft ehe er dankend die Hand auf seine Schulter legte.
In Mayus überschlug sich sein Magen aufs Neue und versuchte sein Strahlen an Kent so gut wie möglich zu unterdrücken. Höflich bleiben!
„Vielen Dank, Eure Hochheit! Meister Kent!“ Schnell war der Kopf wieder gesenkt und Mayus auf seinen Knien. Durchatmen!
„Nun, nun, mein junger Herr. Lassen Sie uns wieder zur Tagesordnung kommen!“, verlautete König Albert und setzte sich wieder auf seinen Thron, während im Saal das übliche Gedränge anfing sich zu organisieren.
Oh, stimmt – Tagesordnung. Mayus war auch nur ein Punkt auf diesem gewesen.
Wieder im Alltag, griff Ren nach seiner Schulter und kommendierte ihn zum Abzug. Ein letzter Blick über die Schulter und da war noch ein Lächeln von Kent gewesen.
Es war verzückender als jedes andere von Sonia.
Fandom: Original (eine Fantasy-FF von mir)
Challenge: Päckchen 3: Retter von Witwen und Waisen (fürs Team)
Warning: angedeuteter slash?
Mayus fühlte sich nicht wohl in seiner Haut. Zum vierten Mal wollte er sich den Hut vom Kopf nehmen und durch die Haare nervös fahren, aber seine Hand wurde auf der Hälfte des Weges geschlagen. Wie ein wundes Tier sah er zu seiner Rechten und blickte in die Augen seines Mentors Ren von Hirstenfeld. Mürrisch verzog er das Gesicht.
„Kratz dich nicht ständig. Du bist kein verlauster Hund, von Wahlfall“, zischte der Mann streng und leise. Den jungen Mann nur mit einem Blick zurechtweisend, korrigierte er noch hurtig seinen Hut und seinen Mantel.
„Und siehe nicht so drein, als würdest du gleich angefallen werden, Junge! Immerhin wirst du vom König geehrt.“
„Ja“, antwortete Mayus kleinlaut und ließ alles mit sich machen. Noch einmal tief durchatmen. Er spürte, wie es wirkte. Seine Brust schwoll mit Stolz an und seine Statur entsprach nun mehr eines Ritters als einen Augenblick zuvor.
„Gut so“, vernahm er das anerkennende Murmeln von Ren. Sofort wurde aus Mayus' höflichen Anstandslächeln ein breites Strahlen. Natürlich wusste er, weswegen er vor der Tür des Thronsaals stand, aber erst jetzt wurde ihm klarer, dass er nicht nervös zu sein brauchte. Schließlich war er der Held der Stunde, der Retter von Witwen und Waisen!
Die Tür ging auf und zugleich verkündete der Herold Mayus von Wahlfall und seinen Mentor Ren von Hirstenfeld, der ihn wie ein Vater die Braut zum Thron begleiten sollte. Sobald er einsehen konnte, fiel sein Blick sofort auf König Albert auf dem Thron, auf seine Gattin Keylin daneben und Prinzessin Sonia, die auf der anderen Seite des Königs stand. Sie sah wieder bezaubernd aus und warf Mayus einen ihrer süßen Lächeln zu.
Strahlend und mit stolz erhobenem Haupt betrat er den Saal und warf einige Blicke um sich. Irgendwie überraschte es ihn doch, so viele bekannte Gesichter zu sehen, die sich für diesen kleinen Anlass herbequemt hatten. Natürlich seine Freunde und Mitschüler Tymbol, Namian, Lyria und einige andere, aber auch einige Adlige, die sonst ihn keines Blickes würdigten. Schließlich war Mayus, der abgeschriebene Bastard, der strampelt versuchte, Anerkennung zu gewinnen. Aber er hatte einfach keinen Anspruch neben seinem Halbbruder Veris. Einige Schritte vor dem Thron angekommen, sah er diesem kurz ins Gesicht, wie er stoisch neben dem Thron seiner Mutter, der Königin, stand und es sich bequem machte, indem er sich leicht gegen diesen lehnte. Sofort ignorierte Mayus diesen wieder und konzentrierte sich auf den König, den er kurz stolz ansah und schließlich mit gesenktem Kopf auf die Knie ging.
Albert erhob die Stimme und hielt mit angemessener Anerkennung seine kurze Rede. Doch Mayus konnte nicht mehr ganz folgen, so sehr ließ die wieder kommende Nervosität es in seinen Ohren klingeln. Nein, es war schiere Freude und wahnsinniger Stolz. Sein Herz schlug ihm bis zum Hals und in seinem Bauch machte sich ein unheimliches Gefühl breit. Ganz bemüht jedes Wort des Königs aufzusaugen, kniff er konzentriert die Augen zusammen und hob den Kopf, wie ihm befohlen wurde. Doch zu seinem Erstaunen stand der König vor ihm nicht mehr völlig alleine, beziehungsweise nur mit seiner Familie. Kent stand neben ihm und hielt ein samtene Kissen. Ihre Blicke begegneten sich und Mayus' Herz setzte aus. Die offenkundigen Zeichen ignorierend lächelte der junge Priester ihm ermutigend nur zu und wandt sich wieder an den König, der die Kette vom Kissen nahm. Seine Auszeichnung, aus den Händen seines Vaters. Mayus würde die nächsten drei Nächste nicht mehr schlafen können.
„Erhebt Euch, Mayus von Wahlfall“, ertönte die Stimme des Königs gebietrisch.
Sofort stand er auf und spürte das aufregende Prickeln auf seinen Wangen, als ihm das Schmuckstück als Belohnung um den Hals gelegt wurde.
„Dies soll ein kleines Zeichen meines Dankes dafür sein, dass Sie edler Ritter dem Dorf Fenborow bei einem Angriff von Räubern zur Hilfe kamt und mit vollem Einsatz diese auch zurückschlagen konntet. Ihr müsst ein besonders geschickter, aber auch vom Glück verfolgter junger Mann sein.“ Der Saal lachte kurz und verhalten beim letzten Kommentar des Königs, der selber schmunzelte. Und so tat, als hätte er mit Mayus nichts in der Welt gemein. Aber Mayus war es gewohnt. Er freute sich trotzdem.
„Das Dorf und auch die Priester von Ladur bedanken sich herzlichst bei Euch“, sprach Kent unerwartet und auch leiser als der König. Es schien ihm aber trotzdem der Saal zuzuhören und verstummte, sobald der junge Mann in weiter brauner Robe gesprochen hatte. Er kam Mayus ein Schritt entgegen und beschrieb ein segnendes Zeichen vor ihm in der Luft ehe er dankend die Hand auf seine Schulter legte.
In Mayus überschlug sich sein Magen aufs Neue und versuchte sein Strahlen an Kent so gut wie möglich zu unterdrücken. Höflich bleiben!
„Vielen Dank, Eure Hochheit! Meister Kent!“ Schnell war der Kopf wieder gesenkt und Mayus auf seinen Knien. Durchatmen!
„Nun, nun, mein junger Herr. Lassen Sie uns wieder zur Tagesordnung kommen!“, verlautete König Albert und setzte sich wieder auf seinen Thron, während im Saal das übliche Gedränge anfing sich zu organisieren.
Oh, stimmt – Tagesordnung. Mayus war auch nur ein Punkt auf diesem gewesen.
Wieder im Alltag, griff Ren nach seiner Schulter und kommendierte ihn zum Abzug. Ein letzter Blick über die Schulter und da war noch ein Lächeln von Kent gewesen.
Es war verzückender als jedes andere von Sonia.
no subject
Date: 2010-07-13 10:00 pm (UTC)ich find's außerdem gut, dass du immer wieder auf die Nervosität zurückgekommen bist, was ja auch unterstreicht, dass es ein kurzer Moment nur ist, denn bei langen Momenten verfliegt Nervosität irgendwann. sehr schön. ein zwei rechtschreibfehler, aber gut, das passiert, es ist spät^^, war nichts schlimmes.
no subject
Date: 2010-07-13 10:08 pm (UTC)Ja, ich wollte noch was zu Kent und Mayus schreiben, hab da schon eine Idee. *g* Ich find die beiden auch nur herzallerliebst und sie drangalieren mich schon eine geraume Weile. Ich bau darauf die Chance mit dem Sommerpäckchen zu ergreifen und an meiner Original etwas zu werkeln. :)
Mir war es wichtig die Kürze ein wenig trotz der Langatmigkeit bisschen zu unterstreichen, weil es im Endeffekt wirklich nur ein kleines Prozedere nebenher ist, während es für Mayus die Welt irgendwo bedeutet. ^^
Und ja, es ist spät und ich schau morgen nochmal wegen den Fehlern drüber. Thanks again.
no subject
Date: 2010-07-13 10:13 pm (UTC)Und der slash ist total da und nicht nur angedeutet! Nix da.
Mayus ist ein ganz hinreißender Name - und Ren und Kent mag ich auch. Wann gibt es mehr? *klimper*
no subject
Date: 2010-07-13 10:16 pm (UTC)Mal schauen, wann ich den nächsten Schub kriege, aber ich muss eindeutig an der ganzen Struktur arbeiten. Darf ich dich um Rat nerven, Süße? *g*
Danke für deinen Kommentar - ich hoffe, es wird dir auch weiterhin gefallen! ♥