Fandom: Original
Challenge: Sinkende Schiffe
Warnungen: Hetero
Ich bräuchte bitte noch einen Autoren-tag! :-)
„Ich trenne mich von dir“, sagte Merit beim Frühstück.
„Das war zu erwarten“, erwiderte ich. „Gibst du mir mal die Butter?“
Ich würde gerne behaupten, dass ich so reagiert habe.
Aber ich hatte es nicht erwartet. Und die Butter wollte ich in diesem Moment schon gar nicht. Ich hatte nicht einmal angefangen mit dem Frühstück und so wie es aussah, sollte ich dazu auch nicht mehr kommen.
Ich glaube, ich habe sie einfach angestarrt.
Merit hat ein schrecklich fabelhaftes Timing in solchen Dingen.
Sogar, wenn sie sich trennt, wartet sie den perfekten Zeitpunkt ab, um niemandem ungelegen zu kommen. Vorher hätte es nicht gut gepasst wegen dem Besuch bei meinen Eltern. Hätte sie noch ein paar Wochen länger gewartet, wäre ich mitten in meiner Prüfungsphase gewesen. Dann hätte sie sich schuldig fühlen müssen, wenn ich durchfalle.
Aber so ein Amateurfehler wäre Merit niemals passiert.
Hatte sie vielleicht im Kalender nachgesehen und festgestellt, dass heute der ideale Tag war, um unsere Beziehung zu beenden? Stand da vielleicht schon seit Wochen ein kleines, rotes Kreuzchen mit der Anmerkung ‚Schluss machen‘ irgendwo zwischen Geburtstagen und Klausurterminen?
Im selben Augenblick, als mir auffiel, dass mir diese ganzen belanglosen Sachen durch den Kopf schossen, wurde mir klar, dass ich nicht einmal nach dem ‚Warum’ gefragt hatte.
„Tatsächlich“, sagte ich schließlich, nach mindestens zwei Minuten.
Ich klang genau wie mein Vater, wenn sie ihm auf Pressekonferenzen unangenehme Fragen stellten. Wenn er seine Brille senkte, den Kopf zur Seite legte und langsam die Augenbrauen hob. ‚Tatsächlich …?’ murmelte er dann.
Es klang gedehnt und herablassend und so, dass man sich unwillkürlich dumm fühlte, jemals etwas gesagt zu haben. Meistens hörten die Reporter danach auf weiterzubohren und ließen sich errötend auf ihren Stuhl zurücksinken.
Irgendwie hatte ich in diesem Moment die vage Hoffnung, dass das bei Merit auch funktionieren würde. Aber das hatte es ja noch nie getan.
„Ich nehme nur das Nötigste mit“, fuhr sie fort, als sei mein ‚Tatsächlich’ nur eine Art Signal für sie zum Weiterreden gewesen. „Ist es in Ordnung, wenn ich meine Sachen innerhalb der nächsten Tage abhole?“ Sie sah mich nicht an, sondern war beschäftigt damit, Dinge in ihrer Handtasche zu sortieren.
Wasser tropfte aus meinen noch feuchten Haaren auf mein T-Shirt und versickert unangenehm kalt im Stoff meines Kragens, während ich nach einer passenden Antwort suchte. Nur, dass es keine gab. Ich hoffte ja immer noch, dass sie gleich anfangen würde ihren Mund zu einem schmalen, spöttischen Lächeln zu verziehen und klarzumachen, dass es nur ein schlechter Scherz gewesen war.
„Was macht dich so sicher, dass ich sie bis dahin nicht in einer Aufwallung von leidenschaftlicher Wut verbrannt habe?“ fragte ich, weil ich irgendetwas sagen wollte.
Sie hielt inne. Schließlich hob sie den Kopf und richtete ihre hellen, blauen Augen ungerührt auf meine bedrohlich vor ihr aufgebauten 1,87 m. „Heißt das, es ist nicht in Ordnung?“
Merit sieht aus wie eine zarte, blonde Porzellanpuppe, die bei der kleinsten Berührung einen Sprung bekommt. Aber Angst hat sie nicht. Nicht vor mir und nicht vor irgendetwas. Sie hat die Spinnen im Bad auch immer ohne meine Hilfe weggemacht.
Vielleicht ist es das, was die meisten Frauen davon abhält, sich von ihren Freunden oder Ehemännern zu trennen – jemand, der immer da ist und die unangenehmen Dinge mit dem Staubsauger aufsaugt. Und ich hatte einfach nur Pech, weil meine Freundin keine Angst hatte, ihre Spinnen alleine zu beseitigen.
War das vielleicht grade die ganze Bilanz unserer Beziehung?
„Es bleibt mir wohl nichts anderes übrig. Aber lass das Zeug nicht zu lange hier stehen.“ Ich verschränkte die Arme und wandte mich ab. Versuchte angewidert, herablassend und wütend zu klingen und so als ob ich alles unter Kontrolle hatte.
Das war doch absurd.
Irgendwie fühlte ich mich bis zu diesem Moment immer noch so, als sei das nur eins unserer Machtkämpfchen, bei dem wir erprobten, wer wem am wenigsten bedeutete. Als ob wir jeden Moment einfach damit aufhören könnten und dann würde Merit einen tadelnden Blick auf ihre Uhr werfen und feststellen, dass wir zu spät zur Uni kämen.
Aber sie nickte bloß und senkte den Blick wieder in ihre Handtasche, die so ordentlich war, dass es darin bestimmt nichts zu sortieren gab. Sonne fiel auf ihre hellen, fast weißblonden Haare, und ich sah die Wolke zarter, krauser Löckchen, die gegen den straffen Zopf protestierten, in den sie gezwungen wurden. Sie sagte kein Wort mehr. Und da wusste ich, dass es wirklich vorbei war.
Das war sie auch schon. Das war unsere Trennung. Es war ein bisschen wenig nach immerhin viereinhalb Jahren, aber mir fiel auch nachträglich nichts ein, was ich noch hätte sagen sollen.
‚Danke, für die investierte Zeit.’
‚War nett, dich gekannt zu haben.’
‚Wie teilen wir unsere DVD-Sammlung am besten auf?’
‚Warum …?’
Aber das fragte ich alles nicht. Ich hatte überhaupt keine Fragen.
Vielleicht wäre es angenehmer gewesen ein paar Dinge an die Wand zu werfen und das befriedigende Geräusch splitternden Glases zu hören. Auf jeden Fall wäre es angenehmer gewesen als ihr schweigend dabei zu zusehen, wie sie einige Bücher einpackte. Sonst nahm sie nichts mit, aber das wunderte mich nicht. Merit liebte ihre Bücher. Vermutlich mehr als mich.
Ich stand am Fenster in der Küche und rauchte, als sie ging. Jetzt, wo sie dabei war, mich zu verlassen, hätte ich das eigentlich überall tun können, denn es kümmerte ja niemanden mehr, dass unsere Gardinen davon grau wurden. Aber alte Gewohnheiten sind schwer zu brechen.
„Auf Wiedersehen“, ertönte es leise hinter mir und ich spürte, wie sie in der Küchentür stand und mich ansah. Ich nickte, aber drehte mich nicht um, sondern starrte auf den gegenüberliegenden Horizont. Der Morgenhimmel war zartblau, die Luft noch ganz frisch, und unten auf der Straße versammelte sich der übliche Pulk plappernder Kinder, die sich zur Schule trafen. Alles war so schrecklich unspektakulär, dass es sich beinah unwirklich anfühlte.
Ich hörte wie sie im Flur ihre Jacke überstreifte.
Draußen auf der Straße hielt ein Wagen, der frische Brötchen verkaufte. Kinder lachten. Die Sonne schien.
Merits Schlüssel klapperten leise.
Ruckartig wandte ich mich ab, weil ich so viel Postkartenidylle plötzlich nicht mehr ertragen konnte.
Ich ging zu dem Küchentisch, an dem wir eben noch gesessen hatten. Prüfend griff ich nach einer Kaffeetasse und wog sie in der Hand, starrte auf die leere Stelle in der Tür, in der sie eben noch gestanden hatte. Vielleicht konnte ich immer noch damit anfangen, stilistisch korrekt Gegenstände an die Wand zu werfen.
Damit wäre ich garantiert der neue Liebling der Presse geworden. ‚Ältester Sohn von Konzernmanager randaliert nach Trennung in seiner Wohnung. Nachbarn sahen sich genötigt, die Polizei zu verständigen. Vater droht mit Enterbung.’
Ich stellte die Kaffeetasse wieder zurück auf den Tisch. Vielleicht war es doch keine so gute Idee.
Bei näherem Hinsehen stellte ich fest, dass es nicht einmal meine Tasse war. Es war Merits Tasse, die mit der blauen Katze darauf. Sie war noch halbvoll, auch wenn der Inhalt inzwischen mit Sicherheit kalt geworden war.
Merit hatte nicht einmal ihren Kaffee ausgetrunken. Aus irgendeinem Grund beleidigte das meinen Stolz fast mehr als alles andere.
Erst als ich hörte, wie sie behutsam die Tür hinter sich zumachte, fiel mir auf, dass wir nichts von den Dingen gesagt hatten, die sonst bei einer Trennung gesagt werden.
‚Es tut mir leid.’
‚Es liegt nicht an dir … es liegt an mir.’
‚Es läuft einfach nicht mehr so gut zwischen uns.’
Aber vielleicht lag es daran, dass jeder dieser Sätze eine Lüge gewesen wäre.
Es lief immer gut zwischen uns und absolut nichts in den letzten Tagen hatte mich auf diesen Moment vorbereitet.
Genau deswegen verstand ich nicht, wieso ich so wenig überrascht war, als Merit heute Morgen vom Tisch aufstand, ohne ihren Kaffee auszutrinken, die Zeitung ordentlich zusammenfaltete und sagte: „Ich trenne mich von dir.“
Challenge: Sinkende Schiffe
Warnungen: Hetero
Ich bräuchte bitte noch einen Autoren-tag! :-)
„Ich trenne mich von dir“, sagte Merit beim Frühstück.
„Das war zu erwarten“, erwiderte ich. „Gibst du mir mal die Butter?“
Ich würde gerne behaupten, dass ich so reagiert habe.
Aber ich hatte es nicht erwartet. Und die Butter wollte ich in diesem Moment schon gar nicht. Ich hatte nicht einmal angefangen mit dem Frühstück und so wie es aussah, sollte ich dazu auch nicht mehr kommen.
Ich glaube, ich habe sie einfach angestarrt.
Merit hat ein schrecklich fabelhaftes Timing in solchen Dingen.
Sogar, wenn sie sich trennt, wartet sie den perfekten Zeitpunkt ab, um niemandem ungelegen zu kommen. Vorher hätte es nicht gut gepasst wegen dem Besuch bei meinen Eltern. Hätte sie noch ein paar Wochen länger gewartet, wäre ich mitten in meiner Prüfungsphase gewesen. Dann hätte sie sich schuldig fühlen müssen, wenn ich durchfalle.
Aber so ein Amateurfehler wäre Merit niemals passiert.
Hatte sie vielleicht im Kalender nachgesehen und festgestellt, dass heute der ideale Tag war, um unsere Beziehung zu beenden? Stand da vielleicht schon seit Wochen ein kleines, rotes Kreuzchen mit der Anmerkung ‚Schluss machen‘ irgendwo zwischen Geburtstagen und Klausurterminen?
Im selben Augenblick, als mir auffiel, dass mir diese ganzen belanglosen Sachen durch den Kopf schossen, wurde mir klar, dass ich nicht einmal nach dem ‚Warum’ gefragt hatte.
„Tatsächlich“, sagte ich schließlich, nach mindestens zwei Minuten.
Ich klang genau wie mein Vater, wenn sie ihm auf Pressekonferenzen unangenehme Fragen stellten. Wenn er seine Brille senkte, den Kopf zur Seite legte und langsam die Augenbrauen hob. ‚Tatsächlich …?’ murmelte er dann.
Es klang gedehnt und herablassend und so, dass man sich unwillkürlich dumm fühlte, jemals etwas gesagt zu haben. Meistens hörten die Reporter danach auf weiterzubohren und ließen sich errötend auf ihren Stuhl zurücksinken.
Irgendwie hatte ich in diesem Moment die vage Hoffnung, dass das bei Merit auch funktionieren würde. Aber das hatte es ja noch nie getan.
„Ich nehme nur das Nötigste mit“, fuhr sie fort, als sei mein ‚Tatsächlich’ nur eine Art Signal für sie zum Weiterreden gewesen. „Ist es in Ordnung, wenn ich meine Sachen innerhalb der nächsten Tage abhole?“ Sie sah mich nicht an, sondern war beschäftigt damit, Dinge in ihrer Handtasche zu sortieren.
Wasser tropfte aus meinen noch feuchten Haaren auf mein T-Shirt und versickert unangenehm kalt im Stoff meines Kragens, während ich nach einer passenden Antwort suchte. Nur, dass es keine gab. Ich hoffte ja immer noch, dass sie gleich anfangen würde ihren Mund zu einem schmalen, spöttischen Lächeln zu verziehen und klarzumachen, dass es nur ein schlechter Scherz gewesen war.
„Was macht dich so sicher, dass ich sie bis dahin nicht in einer Aufwallung von leidenschaftlicher Wut verbrannt habe?“ fragte ich, weil ich irgendetwas sagen wollte.
Sie hielt inne. Schließlich hob sie den Kopf und richtete ihre hellen, blauen Augen ungerührt auf meine bedrohlich vor ihr aufgebauten 1,87 m. „Heißt das, es ist nicht in Ordnung?“
Merit sieht aus wie eine zarte, blonde Porzellanpuppe, die bei der kleinsten Berührung einen Sprung bekommt. Aber Angst hat sie nicht. Nicht vor mir und nicht vor irgendetwas. Sie hat die Spinnen im Bad auch immer ohne meine Hilfe weggemacht.
Vielleicht ist es das, was die meisten Frauen davon abhält, sich von ihren Freunden oder Ehemännern zu trennen – jemand, der immer da ist und die unangenehmen Dinge mit dem Staubsauger aufsaugt. Und ich hatte einfach nur Pech, weil meine Freundin keine Angst hatte, ihre Spinnen alleine zu beseitigen.
War das vielleicht grade die ganze Bilanz unserer Beziehung?
„Es bleibt mir wohl nichts anderes übrig. Aber lass das Zeug nicht zu lange hier stehen.“ Ich verschränkte die Arme und wandte mich ab. Versuchte angewidert, herablassend und wütend zu klingen und so als ob ich alles unter Kontrolle hatte.
Das war doch absurd.
Irgendwie fühlte ich mich bis zu diesem Moment immer noch so, als sei das nur eins unserer Machtkämpfchen, bei dem wir erprobten, wer wem am wenigsten bedeutete. Als ob wir jeden Moment einfach damit aufhören könnten und dann würde Merit einen tadelnden Blick auf ihre Uhr werfen und feststellen, dass wir zu spät zur Uni kämen.
Aber sie nickte bloß und senkte den Blick wieder in ihre Handtasche, die so ordentlich war, dass es darin bestimmt nichts zu sortieren gab. Sonne fiel auf ihre hellen, fast weißblonden Haare, und ich sah die Wolke zarter, krauser Löckchen, die gegen den straffen Zopf protestierten, in den sie gezwungen wurden. Sie sagte kein Wort mehr. Und da wusste ich, dass es wirklich vorbei war.
Das war sie auch schon. Das war unsere Trennung. Es war ein bisschen wenig nach immerhin viereinhalb Jahren, aber mir fiel auch nachträglich nichts ein, was ich noch hätte sagen sollen.
‚Danke, für die investierte Zeit.’
‚War nett, dich gekannt zu haben.’
‚Wie teilen wir unsere DVD-Sammlung am besten auf?’
‚Warum …?’
Aber das fragte ich alles nicht. Ich hatte überhaupt keine Fragen.
Vielleicht wäre es angenehmer gewesen ein paar Dinge an die Wand zu werfen und das befriedigende Geräusch splitternden Glases zu hören. Auf jeden Fall wäre es angenehmer gewesen als ihr schweigend dabei zu zusehen, wie sie einige Bücher einpackte. Sonst nahm sie nichts mit, aber das wunderte mich nicht. Merit liebte ihre Bücher. Vermutlich mehr als mich.
Ich stand am Fenster in der Küche und rauchte, als sie ging. Jetzt, wo sie dabei war, mich zu verlassen, hätte ich das eigentlich überall tun können, denn es kümmerte ja niemanden mehr, dass unsere Gardinen davon grau wurden. Aber alte Gewohnheiten sind schwer zu brechen.
„Auf Wiedersehen“, ertönte es leise hinter mir und ich spürte, wie sie in der Küchentür stand und mich ansah. Ich nickte, aber drehte mich nicht um, sondern starrte auf den gegenüberliegenden Horizont. Der Morgenhimmel war zartblau, die Luft noch ganz frisch, und unten auf der Straße versammelte sich der übliche Pulk plappernder Kinder, die sich zur Schule trafen. Alles war so schrecklich unspektakulär, dass es sich beinah unwirklich anfühlte.
Ich hörte wie sie im Flur ihre Jacke überstreifte.
Draußen auf der Straße hielt ein Wagen, der frische Brötchen verkaufte. Kinder lachten. Die Sonne schien.
Merits Schlüssel klapperten leise.
Ruckartig wandte ich mich ab, weil ich so viel Postkartenidylle plötzlich nicht mehr ertragen konnte.
Ich ging zu dem Küchentisch, an dem wir eben noch gesessen hatten. Prüfend griff ich nach einer Kaffeetasse und wog sie in der Hand, starrte auf die leere Stelle in der Tür, in der sie eben noch gestanden hatte. Vielleicht konnte ich immer noch damit anfangen, stilistisch korrekt Gegenstände an die Wand zu werfen.
Damit wäre ich garantiert der neue Liebling der Presse geworden. ‚Ältester Sohn von Konzernmanager randaliert nach Trennung in seiner Wohnung. Nachbarn sahen sich genötigt, die Polizei zu verständigen. Vater droht mit Enterbung.’
Ich stellte die Kaffeetasse wieder zurück auf den Tisch. Vielleicht war es doch keine so gute Idee.
Bei näherem Hinsehen stellte ich fest, dass es nicht einmal meine Tasse war. Es war Merits Tasse, die mit der blauen Katze darauf. Sie war noch halbvoll, auch wenn der Inhalt inzwischen mit Sicherheit kalt geworden war.
Merit hatte nicht einmal ihren Kaffee ausgetrunken. Aus irgendeinem Grund beleidigte das meinen Stolz fast mehr als alles andere.
Erst als ich hörte, wie sie behutsam die Tür hinter sich zumachte, fiel mir auf, dass wir nichts von den Dingen gesagt hatten, die sonst bei einer Trennung gesagt werden.
‚Es tut mir leid.’
‚Es liegt nicht an dir … es liegt an mir.’
‚Es läuft einfach nicht mehr so gut zwischen uns.’
Aber vielleicht lag es daran, dass jeder dieser Sätze eine Lüge gewesen wäre.
Es lief immer gut zwischen uns und absolut nichts in den letzten Tagen hatte mich auf diesen Moment vorbereitet.
Genau deswegen verstand ich nicht, wieso ich so wenig überrascht war, als Merit heute Morgen vom Tisch aufstand, ohne ihren Kaffee auszutrinken, die Zeitung ordentlich zusammenfaltete und sagte: „Ich trenne mich von dir.“
no subject
Date: 2010-07-13 09:45 pm (UTC)Ich hätte nur einen Vorschlag. und zwar: Obwohl es das noch nie getan hatte., da überlege ich, ob es nicht noch schärfer ist, wenn du den Satz mit einem 'Aber' schreibst, also so ungefähr: Aber das hatte sie noch nie getan.
Ist nur ein Vorschlag, musst ihn nicht anwenden, und ansonsten, fand ich das wirklich sehr gut.
no subject
Date: 2010-07-13 09:49 pm (UTC)Ich finde rein schriftstellerisch die Trennung immer am spannendsten an einer Beziehung. Was immer das jetzt über mich aussagt. ;-)
no subject
Date: 2010-07-13 10:03 pm (UTC)Du hast einen wirklich schönen Stil. :)
no subject
Date: 2010-07-13 10:07 pm (UTC)Ich denke unter ihrer ungerührten Oberfläche brodelt es ganz schön.
Danke, Maus!
no subject
Date: 2010-07-13 10:13 pm (UTC)Die zwei hatten sich eindeutig gefunden. ;) Und wer kann schon Nein zu den kühlen Blonden sagen? Besonders bei dem Wetter.
Schreibst du vielleicht noch etwas zu ihnen? Irgendwie interessiert mich der Protagonist doch sehr mit seinem nebenher erwähnten Vater. Ich mag verzwickte Familiensituationen! :)
no subject
Date: 2010-07-13 10:15 pm (UTC)Ich hoff, ich komm die Woche dazu noch was zu schreiben. *sich selbst die Daumen drück*
Lass uns bei Gelegenheit plotten! Deins und meins! ;-)
no subject
Date: 2010-07-13 10:18 pm (UTC)Ja, ich muss bei mir auch schauen, aber ich bin voller Elan!
Und nochmals JA! Lass uns plotten, das macht immer so viel Spaß mit dir! ♥
no subject
Date: 2010-07-14 05:02 pm (UTC)Du hast wirklich nen klasse Schreibstil und ich mag die Gleichgültigkeit, das nicht überrascht sein, die ganze atypische Situation... Sehr schön. Sehr, sehr gut.
- Und ich stehe auf das "Tasächlich." und die zugehörige Vater-Geschichte. ...Das funktioniert alles wahnsinnig gut, lässt sich mitfühlen, miterleben... Toll, sagte ich das bereits? ;)
no subject
Date: 2010-07-14 05:14 pm (UTC)Laut Nili muss ich ja auch dringend was zu der dazugehörigen Vater-Sohn-Kiste schreiben ... werde ich noch. Vielleicht. ;-)
no subject
Date: 2010-07-14 08:42 pm (UTC)no subject
Date: 2010-07-14 08:47 pm (UTC)Und schonmal danke im Voraus!
no subject
Date: 2010-07-18 06:06 pm (UTC)„Das war zu erwarten“, erwiderte ich. „Gibst du mir mal die Butter?“
Schon damit hattest du mich. Ich mag deinen lakonischen Stil und generell deine Wortwahl und deinen Satzbau und lauter andere Dinge an dieser Geschichte.
no subject
Date: 2010-07-19 08:41 pm (UTC)Es freut mich, dass es dir gefallen hat. Wenn ich nicht lakonisch schreibe, schreibe ich wahnsinnig kitschig. Aber das kann ja auch Spaß machen ...