Sommerchallenge Päckchen 2 - Ausgesperrt
Jul. 10th, 2010 12:52 amTitel: Stumm
Fandom: Original
Challenge: #2 Päckchen - Szenario: Ausgesperrt
Team: Byron
Wörter: 1181
Kommentar: Öhm, ja. Gewalt wird impliziert, aber da ich nicht so ein Fan davon bin, ist das Ganz kein bisschen gory oder besonders graphisch geschildert.
Sonst... wer genug von bösen mit DNA experimentierenden Wissenschaftlern und Tier-Menschen (naja... ein bisschen) als Produkte davon hat, sollte das hier nicht lesen xD
Und, äh, ich hab knapp an der Challenge vorbeigeschrieben. Schade auch.
Sie wickelte eine Strähne ihrer kastanienbraunen Haare um die Finger ihrer linken Hand und starrte sie an. Ab und zu streiften ihre Krallen die Strähne, doch sie waren nicht scharf genug, um ihre Haare irgendwie zu beschädigen. Würden die Männer ihre Krallen nicht regelmäßig abstumpfen, sähe das alles ganz anders aus.
Ein Klopfen am Panzerglas-Fenster ließ sie erfreut aufsehen. Ihre Haare waren augenblicklich vergessen, als sie vom Laken des kleinen Metallbetts aufsprang und mit nackten Füßen über den kalten Betonboden ans Fenster hastete.
Das weiße Mondlicht schien ihr entgegen und eine Gestalt mit großen Flügeln zeichnete sich wie eine Silhouette dagegen ab.
Sie formte mit ihrer rechten Hand das Zeichen für Vogel, formte ‚Moho‘ mit ihrem Mund und lächelte den jungen Mann an, der sich auf der anderen Seite hinhockte und eine Hand flach gegen die Scheibe drückte.
Sie ahmte die Geste nach und lehnte ihre Stirn ebenfalls dagegen.
Willst du jedes Mal, wenn ich herkomme, meinen Namen gebären?, fragte er sie, wofür er beide Hände benötigte, die Augenbrauen hochzog und die Augen aufriss.
Sie lächelte ihn bloß noch breiter an und sah, wie seine Mundwinkel sich auseinanderzogen, als er lachte.
Wie geht es dir?, formte Moho dann mit den Händen und wiederholte den fragenden Gesichtsausdruck.
Sie schob sich näher ans Fenster, sodass sie sich mit der Seite anlehnen konnte und blickte Moho in die Augen. Sie sah, dass er bedeutend in ihr linkes Auge schaute, doch sie blinzelte nicht vor Verlegenheit oder Hass auf sich selbst wie die ersten paar Male, die Moho sie besucht hatte. Sie wollte die schlitzartige Pupille oder dir Krallen, die sie hatte, nicht mehr verstecken.
Ihr Blick wanderte zu Mohos gewaltigen, dunklen Flügeln und sie lächelte.
Sie war nicht allein auf der Welt.
Mir geht es gut. Sie haben dieses Mal nichts getan, antwortete sie ihm mit Handzeichen.
Moho erwiderte ihr Lächeln.
Ich bin so froh, dass du jede Nacht kommst, zeigte sie ihm. Etwas, das sie ihm oft, aber ihrer Meinung nach nicht oft genug sagte. Wäre er nicht eines Tages aufgetaucht, wäre sie höchstwahrscheinlich nicht mehr am Leben.
Moho grinste sie plötzlich an.
Weißt du, welche DNA sie für dich verwendet haben?
Sie legte den Kopf zur Seite und bezeichnete ihm, dass sie nachdachte. Irgendwelche seltsamen Worte haben die Männer gebraucht. Fele... Feli... Felis... ja, Felis muss es gewesen sein. Der zweite Begriff war etwas seltsamer...
Sie schlug mit der Faust in ihre Handfläche, als sie sich an den Namen erinnerte.
F-e-l-i-s A-t-i-k-a buchstabierte sie mit ihrer rechten Hand.
Moho sah sie einen Moment nur an, dann breitete sich ein Ausdruck auf seinem Gesicht aus, als sei ihm ein Licht aufgegangen.
A-t-t-i-c-a buchstabierte er zurück.
Sie kratzte sich nur am Hinterkopf und nickte. Alles, was sie über Buchstaben gelernt hatte, wusste sie von Moho. Von daher konnte sie Wörter, die ihr unbekannt waren, nur so übertragen, wie sie sie hörte.
Erinnerst du dich, wie ich zu meinem Namen gekommen bin?, fragte er und wartete, bis sie nickte, bevor er fortfuhr.
Wieso nennst du dich nicht einfach A-t-t-i-c-a?, fragte er sie und machte danach das Zeichen für Katze, als eine einzelne Gebärde für ihren Namen.
Sie sah ihn an und hatte Mühe, die Tränen zurückzuhalten, während sie ihm antwortete.
Wenn du mir diesen Namen gibst, nehme ich ihn nur zu gerne an.
Beinah schaffte sie es nicht, dabei zu lächeln, doch irgendwie gelang es ihr doch, sich dazu zu zwingen – die Bedeutung ihrer Antwort hätte sich sonst grob verändert.
Moho legte beide Hände gegen die Scheibe und gerade als sie ihre Hände ebenfalls hob, um Mohos Geste zu spiegeln, hörte sie, wie sich jemand an dem Schloss zu ihrer Zelle zu schaffen machte.
Sie zog ihre Augenbrauen zusammen.
Geh, bedeutete sie Moho, schnell.
Noch bevor die Tür zur Zelle aufgeschlossen wurde, gab es keine Spur mehr von Moho. Nicht eine einzige Feder blieb von ihm zurück.
Atticas Hände zitterten und sie presste diese in ihren Schoß, um es zu unterdrücken, doch als sie den Kopf hob und den großen, schwarzhaarigen Mann mit Brille und weißem Kittel in der Tür stehen sah, half selbst das nicht mehr weiter.
„Los, spritzt ihr das Beruhigungsmittel“, ertönte seine grollende Stimme und zwei weitere, aber jüngere Männer traten hinter ihm herein und gingen vorsichtig auf Attica zu, als sei sie ein gefährliches, wildes Tier. Einer von ihnen ergriff ihre Handgelenke und hielt sie schmerzhaft fest, während der andere ihr eine Spritze in den Oberarm rammte.
Sie quietschte leise auf, doch sie wehrte sich nicht.
Wenn sie eins gelernt hatte, dann dass sie hart dafür bestraft wurde, wenn sie jemandem Probleme bereitete.
Sie sah die beiden Männer nur schielend an, doch ihre Sicht verschwamm leicht und sie fühlte sich sehr schwach.
Im nächsten Moment wurde sie hochgehoben und auf die Tür zu getragen.
Sie schloss ihre Augen und ließ sich von bekannter Schwärze einlullen.
Als sie wieder aufwachte, fühlte sich ihr Hals an, als würde ihn jemand ins Feuer halten. Sie wollte schreien, aber es ging nicht. Es tat viel zu sehr weh, auch nur etwas zu flüstern.
Irgendwann wurde der Schmerz so unerträglich, dass sie schwarz vor Augen sah und das nächste, an das sie sich erinnerte, war die weiße Beton-Decke in ihrer Zelle.
Ihr Hals brannte immer noch und sie konnte nichts weiter tun, als die weiße Farbe anzustarren.
Es tat zu sehr weh, um sich zu bewegen, und ihre Sicht verschwamm immer noch leicht von Zeit zu Zeit. Ihre Glieder fühlten sich schwer wie Blei an und sie hätte selbst dann nicht aufstehen können, wenn es ihr jemand befohlen hätte.
Sie fand nicht einmal die Kraft, ihren Kopf zur Seite zu drehen.
Als die weiße Farbe ihre Augen so sehr schmerzte, dass sie diese nicht mehr aufhalten konnte, drang sie sich doch dazu durch, wenigstens den Kopf zu wenden.
Moho hockte am Fenster und sah sie an. Bei seinem Gesichtsausdruck hätte man glauben können, sie sei gerade gestorben.
Er legte seine linke Hand gegen die Scheibe und machte das Zeichen für ‚Katze‘ mit der rechten, während er mit dem Mund ‚Attica‘ formte.
Attica hätte gelächelt, wenn sie nicht so unsagbar müde gewesen wäre und wenn ihre Muskeln ihr nur ansatzweise gehorchen würden.
Sie schloss die Augen... und als sie sie wieder öffnete, konnte sie am Horizont bereits das Licht der Sonne sehen.
Moho war immer noch da und sah sie traurig an. Wieder legte er eine Hand gegen die Scheibe, als er bemerkte, dass sie wach war.
Attica hob ihre Hand und streckte Daumen, Zeige- und den kleinen Finger aus.
ILY. Das waren die kombinierten Buchstaben dieses Zeichens.
Moho hatte ihr erklärt, dass es als eine Art Gruß unter den Gehörlosen galt. Er hatte auch gesagt, dass diese Buchstaben ein Kürzel für ‚I love you‘ seien, weshalb sie dafür gebraucht wurden.
Doch Attica hatte dieses Zeichen nie nur als Gruß gesehen... sondern genau als dieses Kürzel.
Du bist nicht allein, Attica. Ich werde einen Weg finden.
Sie zwang ihre Gesichtsmuskeln zu einem Lächeln.
Danke, zeigte sie, als sie fühlte, dass es ihr unmöglich war, etwas zu sagen, und schloss die Augen.
Immer noch lächelnd schlief sie schließlich ein.
Fandom: Original
Challenge: #2 Päckchen - Szenario: Ausgesperrt
Team: Byron
Wörter: 1181
Kommentar: Öhm, ja. Gewalt wird impliziert, aber da ich nicht so ein Fan davon bin, ist das Ganz kein bisschen gory oder besonders graphisch geschildert.
Sonst... wer genug von bösen mit DNA experimentierenden Wissenschaftlern und Tier-Menschen (naja... ein bisschen) als Produkte davon hat, sollte das hier nicht lesen xD
Und, äh, ich hab knapp an der Challenge vorbeigeschrieben. Schade auch.
Sie wickelte eine Strähne ihrer kastanienbraunen Haare um die Finger ihrer linken Hand und starrte sie an. Ab und zu streiften ihre Krallen die Strähne, doch sie waren nicht scharf genug, um ihre Haare irgendwie zu beschädigen. Würden die Männer ihre Krallen nicht regelmäßig abstumpfen, sähe das alles ganz anders aus.
Ein Klopfen am Panzerglas-Fenster ließ sie erfreut aufsehen. Ihre Haare waren augenblicklich vergessen, als sie vom Laken des kleinen Metallbetts aufsprang und mit nackten Füßen über den kalten Betonboden ans Fenster hastete.
Das weiße Mondlicht schien ihr entgegen und eine Gestalt mit großen Flügeln zeichnete sich wie eine Silhouette dagegen ab.
Sie formte mit ihrer rechten Hand das Zeichen für Vogel, formte ‚Moho‘ mit ihrem Mund und lächelte den jungen Mann an, der sich auf der anderen Seite hinhockte und eine Hand flach gegen die Scheibe drückte.
Sie ahmte die Geste nach und lehnte ihre Stirn ebenfalls dagegen.
Willst du jedes Mal, wenn ich herkomme, meinen Namen gebären?, fragte er sie, wofür er beide Hände benötigte, die Augenbrauen hochzog und die Augen aufriss.
Sie lächelte ihn bloß noch breiter an und sah, wie seine Mundwinkel sich auseinanderzogen, als er lachte.
Wie geht es dir?, formte Moho dann mit den Händen und wiederholte den fragenden Gesichtsausdruck.
Sie schob sich näher ans Fenster, sodass sie sich mit der Seite anlehnen konnte und blickte Moho in die Augen. Sie sah, dass er bedeutend in ihr linkes Auge schaute, doch sie blinzelte nicht vor Verlegenheit oder Hass auf sich selbst wie die ersten paar Male, die Moho sie besucht hatte. Sie wollte die schlitzartige Pupille oder dir Krallen, die sie hatte, nicht mehr verstecken.
Ihr Blick wanderte zu Mohos gewaltigen, dunklen Flügeln und sie lächelte.
Sie war nicht allein auf der Welt.
Mir geht es gut. Sie haben dieses Mal nichts getan, antwortete sie ihm mit Handzeichen.
Moho erwiderte ihr Lächeln.
Ich bin so froh, dass du jede Nacht kommst, zeigte sie ihm. Etwas, das sie ihm oft, aber ihrer Meinung nach nicht oft genug sagte. Wäre er nicht eines Tages aufgetaucht, wäre sie höchstwahrscheinlich nicht mehr am Leben.
Moho grinste sie plötzlich an.
Weißt du, welche DNA sie für dich verwendet haben?
Sie legte den Kopf zur Seite und bezeichnete ihm, dass sie nachdachte. Irgendwelche seltsamen Worte haben die Männer gebraucht. Fele... Feli... Felis... ja, Felis muss es gewesen sein. Der zweite Begriff war etwas seltsamer...
Sie schlug mit der Faust in ihre Handfläche, als sie sich an den Namen erinnerte.
F-e-l-i-s A-t-i-k-a buchstabierte sie mit ihrer rechten Hand.
Moho sah sie einen Moment nur an, dann breitete sich ein Ausdruck auf seinem Gesicht aus, als sei ihm ein Licht aufgegangen.
A-t-t-i-c-a buchstabierte er zurück.
Sie kratzte sich nur am Hinterkopf und nickte. Alles, was sie über Buchstaben gelernt hatte, wusste sie von Moho. Von daher konnte sie Wörter, die ihr unbekannt waren, nur so übertragen, wie sie sie hörte.
Erinnerst du dich, wie ich zu meinem Namen gekommen bin?, fragte er und wartete, bis sie nickte, bevor er fortfuhr.
Wieso nennst du dich nicht einfach A-t-t-i-c-a?, fragte er sie und machte danach das Zeichen für Katze, als eine einzelne Gebärde für ihren Namen.
Sie sah ihn an und hatte Mühe, die Tränen zurückzuhalten, während sie ihm antwortete.
Wenn du mir diesen Namen gibst, nehme ich ihn nur zu gerne an.
Beinah schaffte sie es nicht, dabei zu lächeln, doch irgendwie gelang es ihr doch, sich dazu zu zwingen – die Bedeutung ihrer Antwort hätte sich sonst grob verändert.
Moho legte beide Hände gegen die Scheibe und gerade als sie ihre Hände ebenfalls hob, um Mohos Geste zu spiegeln, hörte sie, wie sich jemand an dem Schloss zu ihrer Zelle zu schaffen machte.
Sie zog ihre Augenbrauen zusammen.
Geh, bedeutete sie Moho, schnell.
Noch bevor die Tür zur Zelle aufgeschlossen wurde, gab es keine Spur mehr von Moho. Nicht eine einzige Feder blieb von ihm zurück.
Atticas Hände zitterten und sie presste diese in ihren Schoß, um es zu unterdrücken, doch als sie den Kopf hob und den großen, schwarzhaarigen Mann mit Brille und weißem Kittel in der Tür stehen sah, half selbst das nicht mehr weiter.
„Los, spritzt ihr das Beruhigungsmittel“, ertönte seine grollende Stimme und zwei weitere, aber jüngere Männer traten hinter ihm herein und gingen vorsichtig auf Attica zu, als sei sie ein gefährliches, wildes Tier. Einer von ihnen ergriff ihre Handgelenke und hielt sie schmerzhaft fest, während der andere ihr eine Spritze in den Oberarm rammte.
Sie quietschte leise auf, doch sie wehrte sich nicht.
Wenn sie eins gelernt hatte, dann dass sie hart dafür bestraft wurde, wenn sie jemandem Probleme bereitete.
Sie sah die beiden Männer nur schielend an, doch ihre Sicht verschwamm leicht und sie fühlte sich sehr schwach.
Im nächsten Moment wurde sie hochgehoben und auf die Tür zu getragen.
Sie schloss ihre Augen und ließ sich von bekannter Schwärze einlullen.
Als sie wieder aufwachte, fühlte sich ihr Hals an, als würde ihn jemand ins Feuer halten. Sie wollte schreien, aber es ging nicht. Es tat viel zu sehr weh, auch nur etwas zu flüstern.
Irgendwann wurde der Schmerz so unerträglich, dass sie schwarz vor Augen sah und das nächste, an das sie sich erinnerte, war die weiße Beton-Decke in ihrer Zelle.
Ihr Hals brannte immer noch und sie konnte nichts weiter tun, als die weiße Farbe anzustarren.
Es tat zu sehr weh, um sich zu bewegen, und ihre Sicht verschwamm immer noch leicht von Zeit zu Zeit. Ihre Glieder fühlten sich schwer wie Blei an und sie hätte selbst dann nicht aufstehen können, wenn es ihr jemand befohlen hätte.
Sie fand nicht einmal die Kraft, ihren Kopf zur Seite zu drehen.
Als die weiße Farbe ihre Augen so sehr schmerzte, dass sie diese nicht mehr aufhalten konnte, drang sie sich doch dazu durch, wenigstens den Kopf zu wenden.
Moho hockte am Fenster und sah sie an. Bei seinem Gesichtsausdruck hätte man glauben können, sie sei gerade gestorben.
Er legte seine linke Hand gegen die Scheibe und machte das Zeichen für ‚Katze‘ mit der rechten, während er mit dem Mund ‚Attica‘ formte.
Attica hätte gelächelt, wenn sie nicht so unsagbar müde gewesen wäre und wenn ihre Muskeln ihr nur ansatzweise gehorchen würden.
Sie schloss die Augen... und als sie sie wieder öffnete, konnte sie am Horizont bereits das Licht der Sonne sehen.
Moho war immer noch da und sah sie traurig an. Wieder legte er eine Hand gegen die Scheibe, als er bemerkte, dass sie wach war.
Attica hob ihre Hand und streckte Daumen, Zeige- und den kleinen Finger aus.
ILY. Das waren die kombinierten Buchstaben dieses Zeichens.
Moho hatte ihr erklärt, dass es als eine Art Gruß unter den Gehörlosen galt. Er hatte auch gesagt, dass diese Buchstaben ein Kürzel für ‚I love you‘ seien, weshalb sie dafür gebraucht wurden.
Doch Attica hatte dieses Zeichen nie nur als Gruß gesehen... sondern genau als dieses Kürzel.
Du bist nicht allein, Attica. Ich werde einen Weg finden.
Sie zwang ihre Gesichtsmuskeln zu einem Lächeln.
Danke, zeigte sie, als sie fühlte, dass es ihr unmöglich war, etwas zu sagen, und schloss die Augen.
Immer noch lächelnd schlief sie schließlich ein.