(no subject)
Jul. 4th, 2010 12:55 amTeam: van Gogh
Challenge: Päckchen 2: Regenwetter: Ohne Schirm (fürs Team)
Fandom: Star Wars
Charaktere: Luke Skywalker, Wedge Antilles
Wörter: 684
Warnungen: sentimentale Rebellionshelden, oh teh drama
Kommentar: Nach Yavin, vor Hoth und ich habe eine unglaubliche Schwäche für die Rogues/Sonderstaffel.
Es regnete.
Luke starrte zum verhangenen Nachthimmel Chandrilas hinauf.
Natürlich regnete es. - Das Universum gab sich wirklich richtige Mühe, dem Jungen von Tatooine Wasser im Überschuss vorzuführen. Und das jede Woche auf einem anderen Planeten...
Luke seufzte. Man sollte meinen, dass er sich inzwischen daran gewöhnt hatte, nass zu werden. Es war nun wirklich nicht das erste Mal.
Sein Overall war völlig durchweicht, die Haare klebten ihm im Gesicht und ihm war kalt. Auch das ein Dauerzustand.
„He, Farmboy, fasziniert dich Wasser wirklich so?“
Ohne dass Luke es bemerkt hatte, war Wedge neben ihm aufgetaucht. In der Hand hielt er zwei Flaschen Bier und sein Grinsen war schief und ein gutes Stück zu breit. Corellianer. An die hatte sich Luke, Han sei Dank, inzwischen tatsächlich halbwegs gewöhnt.
„Hm?“
„Du sitzt im Regen.“
„Oh ja, nein... Nein, so faszinierend ist er nicht mehr.“ Er versuchte, den anderen anzugrinsen, schaffte es aber nicht wirklich.
Wedge Antilles war grade einmal zwei Jahre älter als Luke, aber der kam sich ihm gegenüber noch immer vor wie ein Kind. Ein Kind, das zum ersten Mal von zu hause weg durfte und gleich einen Todesstern in die Luft jagte, ein Held wurde, eine Elitekampfjägerstaffel gründete und von da an von einem Einsatz in den nächsten stolperte. Aber ein Kind.
„Also, wenn es nicht die Faszination ist...“ Wedge ließ sich neben ihn auf die Treppenstufe fallen und streckte ihm eine der Flaschen hin. „Ist es entweder Heimweh oder Liebeskummer.“
Luke lachte. Und wurde rot. „Was meinst du?“
„Farmboy, du könntest jetzt im Warmen mit uns und Alkohol im Kasino sitzen, aber du hockst hier draußen und versuchst rauszufinden, ob man bei diesem Scheißwetter ehr ertrinkt oder erfriert. Das macht man nur aus Heimweh oder wegen einer Frau.“
„Du sprichst aus Erfahrung?“
Wedge lachte. „Nein, ich bekämpfe beides mit Corellianischem Ale. Im Warmen.“
„Und trotzdem sitzt du jetzt hier.“
„Man kann dich und die Macht ja nicht mit allem allein lassen.“
Luke griff nach der Bierflasche. „Danke.“
„Also?“
„Heimweh, nehm ich an. Und irgendwie auch nicht...“
Inzwischen klebte auch Wedge das dunkle Haar im Gesicht.
„Ich meine, ich vermisse nicht den Sand, aber ich hatte da Freunde. Es ist noch keine neun Standardmonate her, dass ich das letzte Mal in der Tosche-Station war und ich kann mich kaum noch an sie erinnern. Und keiner von ihnen weiß, dass ich noch lebe, oder dass Biggs tot ist, oder dass es grade auf Chandrila regnet. Wahrscheinlich wissen sie nicht einmal etwas vom Todesstern und bewerben sich weiter an der Akademie...“ Er öffnete die Bierflasche, starrte sie dann aber doch nur an. „Das ist alles so... verrückt.“
Wedge stieß ihm den Ellbogen gegen die Schulter. Sein Grinsen war noch immer schief, aber irgendwie nachdenklich. „Natürlich ist das alles verrückt.“
„Mein ganzes Leben lang wollte ich weg von Tatooine und die Galaxis sehen und reisen und jetzt sitze ich auf Chandrila, sehe Regen, und kann mir nichts schöneres vorstellen als Anchorhead...“ Luke breitete die Arme aus und streckte sein Gesicht zum Regen. „Ich bin eben doch nur ein kleiner Farmerjunge.“
Wedge begann leise zu lachen. „Und ich sollte inzwischen Tankwart sein... Was für eine Scheiße.“
Luke lächelte und trank endlich einen Schluck von seinem Bier. „Glaubst du, dass es irgendwann nicht mehr total verrückt ist? Dass wir irgendwann einfach Piloten sind und Helden und... nichts anderes mehr?“
„Ich... Keine Ahnung. Und ich weiß wirklich nicht, ob ich das überhaupt will.“ Wedge starrte auf seine Stiefel hinab.
So saßen sie eine ganze Weile nebeneinander im Regen. Irgendwann, nach Stunden oder auch nur einer Minute, sprang Wedge auf und warf seine Flasche in eine der Pfützen am Fuß der Treppe. „Los, Farmboy. Erwachsen werden oder erfrieren können wir wann anders. Im Kasino saß eben noch diese kleine Technikerin, die dir immer hinterher starrt.“
Luke ließ sich widerstandslos hochziehen und schaffte diesmal sogar ein Grinsen. „Vielleicht sollten wir uns aber vorher trocken legen...“
„Jaja, als ob dich das bisschen Wasser umbringen würde...“
Challenge: Päckchen 2: Regenwetter: Ohne Schirm (fürs Team)
Fandom: Star Wars
Charaktere: Luke Skywalker, Wedge Antilles
Wörter: 684
Warnungen: sentimentale Rebellionshelden, oh teh drama
Kommentar: Nach Yavin, vor Hoth und ich habe eine unglaubliche Schwäche für die Rogues/Sonderstaffel.
Es regnete.
Luke starrte zum verhangenen Nachthimmel Chandrilas hinauf.
Natürlich regnete es. - Das Universum gab sich wirklich richtige Mühe, dem Jungen von Tatooine Wasser im Überschuss vorzuführen. Und das jede Woche auf einem anderen Planeten...
Luke seufzte. Man sollte meinen, dass er sich inzwischen daran gewöhnt hatte, nass zu werden. Es war nun wirklich nicht das erste Mal.
Sein Overall war völlig durchweicht, die Haare klebten ihm im Gesicht und ihm war kalt. Auch das ein Dauerzustand.
„He, Farmboy, fasziniert dich Wasser wirklich so?“
Ohne dass Luke es bemerkt hatte, war Wedge neben ihm aufgetaucht. In der Hand hielt er zwei Flaschen Bier und sein Grinsen war schief und ein gutes Stück zu breit. Corellianer. An die hatte sich Luke, Han sei Dank, inzwischen tatsächlich halbwegs gewöhnt.
„Hm?“
„Du sitzt im Regen.“
„Oh ja, nein... Nein, so faszinierend ist er nicht mehr.“ Er versuchte, den anderen anzugrinsen, schaffte es aber nicht wirklich.
Wedge Antilles war grade einmal zwei Jahre älter als Luke, aber der kam sich ihm gegenüber noch immer vor wie ein Kind. Ein Kind, das zum ersten Mal von zu hause weg durfte und gleich einen Todesstern in die Luft jagte, ein Held wurde, eine Elitekampfjägerstaffel gründete und von da an von einem Einsatz in den nächsten stolperte. Aber ein Kind.
„Also, wenn es nicht die Faszination ist...“ Wedge ließ sich neben ihn auf die Treppenstufe fallen und streckte ihm eine der Flaschen hin. „Ist es entweder Heimweh oder Liebeskummer.“
Luke lachte. Und wurde rot. „Was meinst du?“
„Farmboy, du könntest jetzt im Warmen mit uns und Alkohol im Kasino sitzen, aber du hockst hier draußen und versuchst rauszufinden, ob man bei diesem Scheißwetter ehr ertrinkt oder erfriert. Das macht man nur aus Heimweh oder wegen einer Frau.“
„Du sprichst aus Erfahrung?“
Wedge lachte. „Nein, ich bekämpfe beides mit Corellianischem Ale. Im Warmen.“
„Und trotzdem sitzt du jetzt hier.“
„Man kann dich und die Macht ja nicht mit allem allein lassen.“
Luke griff nach der Bierflasche. „Danke.“
„Also?“
„Heimweh, nehm ich an. Und irgendwie auch nicht...“
Inzwischen klebte auch Wedge das dunkle Haar im Gesicht.
„Ich meine, ich vermisse nicht den Sand, aber ich hatte da Freunde. Es ist noch keine neun Standardmonate her, dass ich das letzte Mal in der Tosche-Station war und ich kann mich kaum noch an sie erinnern. Und keiner von ihnen weiß, dass ich noch lebe, oder dass Biggs tot ist, oder dass es grade auf Chandrila regnet. Wahrscheinlich wissen sie nicht einmal etwas vom Todesstern und bewerben sich weiter an der Akademie...“ Er öffnete die Bierflasche, starrte sie dann aber doch nur an. „Das ist alles so... verrückt.“
Wedge stieß ihm den Ellbogen gegen die Schulter. Sein Grinsen war noch immer schief, aber irgendwie nachdenklich. „Natürlich ist das alles verrückt.“
„Mein ganzes Leben lang wollte ich weg von Tatooine und die Galaxis sehen und reisen und jetzt sitze ich auf Chandrila, sehe Regen, und kann mir nichts schöneres vorstellen als Anchorhead...“ Luke breitete die Arme aus und streckte sein Gesicht zum Regen. „Ich bin eben doch nur ein kleiner Farmerjunge.“
Wedge begann leise zu lachen. „Und ich sollte inzwischen Tankwart sein... Was für eine Scheiße.“
Luke lächelte und trank endlich einen Schluck von seinem Bier. „Glaubst du, dass es irgendwann nicht mehr total verrückt ist? Dass wir irgendwann einfach Piloten sind und Helden und... nichts anderes mehr?“
„Ich... Keine Ahnung. Und ich weiß wirklich nicht, ob ich das überhaupt will.“ Wedge starrte auf seine Stiefel hinab.
So saßen sie eine ganze Weile nebeneinander im Regen. Irgendwann, nach Stunden oder auch nur einer Minute, sprang Wedge auf und warf seine Flasche in eine der Pfützen am Fuß der Treppe. „Los, Farmboy. Erwachsen werden oder erfrieren können wir wann anders. Im Kasino saß eben noch diese kleine Technikerin, die dir immer hinterher starrt.“
Luke ließ sich widerstandslos hochziehen und schaffte diesmal sogar ein Grinsen. „Vielleicht sollten wir uns aber vorher trocken legen...“
„Jaja, als ob dich das bisschen Wasser umbringen würde...“
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Date: 2010-07-03 11:07 pm (UTC)Ich mag Wedge. Ich mag Corellianer. Luke mag ich sowieso. Das er sich bei Heimweh nassregnen lässt, wo es auf Tatooine doch staubtrocken ist, geht mir allerdings nicht so ganz auf. XD
Ich muss mir unbedingt nochmal Chandrilas Jedipedia-Artikel reinziehen. Den von Hoth kann ich schon fast auswendig. Aber irgendwo hab ich da noch starke Bildungslücken, hab die Filme zu lang nicht mehr gesehen...
Ich finde, du hast Lukes Gefühle sehr gut deutlich gemacht...die von einem Farmjungen, der immer von Zuhause weg wollte und plötzlich überall im weiten Universum herumreist und ein Held ist. Das kam gut rüber. Und ich finde ihn niedlich. Und ich möchte wissen, was da jetzt mit der Technikerin läuft. XD
Habe ich erwähnt, dass ich Corellianer mag?
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Date: 2010-07-03 11:14 pm (UTC)Habe ich erwähnt, dass das die Kernaussage von allem, was ich je zu Star Wars schreiben werde, sein wird? ;)
Das er sich bei Heimweh nassregnen lässt, wo es auf Tatooine doch staubtrocken ist, geht mir allerdings nicht so ganz auf. XD
Hey, als ich angefangen habe, war's noch Liebeskummer! ...Äh, ja, es macht wirklich keinen Sinn. Irgendwas störte mich daran auch sehr... Aber... er wollte halt draußen sein. Und jeder Mensch hat naturgemäß das Gefühl, dass Regen ein gutes Szenario für emoness ist. ...Oder so.
Chandrila selbst ist vor allem schön. - Sie sind da, weil es einer der Sonderstaffeleinsätze vor Hoth da war und alle anderen, die ich gefunden habe, Eis-oder Gasplaneten waren. Du weißt doch: Was der Leser nicht weiß...
Oh, ja, die Technikerin. Sie heißt Leslie. *gg*
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Date: 2010-07-03 11:18 pm (UTC)Klar, Regen passt sehr gut zu Emoness. ;)
...macht ihn nicht heiß, schon klar. Dass es solche Einsätze dazwischen gab, weiß ich. Zuviel Jedipedia.
Yeah! Ich mag Leslie.