Eins zu einer Million
Jun. 30th, 2010 09:49 pmFandom: Original
Challange: 1:1.000.000 [regulär]
Wörter: 294
Anmerkung: Ein wenig traurig. Ein wenig hoffnungsvoll. Vielleicht.
Die Sonne scheint über dem Meer, ein wenig wie sie das von Postkarten kennt. Ihre Schwester hat ihnen beiden ein Eis gekauft und lässt sich wieder neben sie fallen. Urlaub zu zweit ist wunderschön. Sie versteht nicht, warum ihre Schwester sie und keine ihre Freundinnen mitgenommen hat. Sie versteht nicht wie sehr ihre Schwester sie liebt, obwohl sie nichts gemein haben.
Das Meer rauscht.
Sie kann sie selbst sein.
Loslassen.
Als sie die Augen öffnet, verschwindet die Sonne ihrer Erinnerung und verwandelt sich in die Neonleuchte der Toilette.
Einatmen, bis drei zählen, ausatmen.
Ein Blick auf die Uhr verrät, dass die Hälfte der Pause noch vor ihr liegt.
Sie zählt die Fliesen, obwohl sie genau weiß, dass es 43 sind.
Ihre Mutter gibt ihr bestes, um ihr wenigstens modisch ein wenig auf die Sprünge zu helfen.
„Wenn Du dich weiter so unsichtbar machst, wird die Welt dich irgendwann nicht mehr sehen können.“ sagt sie manchmal beim Abendessen zu ihr.
Sie wünscht sich, dass es so wäre.
Aber die Welt findet sie und beißt zu.
Immer und immer wieder mit vielen spitzen Zähnen.
Es hört nie auf.
Das Geräusch der Tür reißt sie aus ihren Gedanken.
Schritte auf dem gefliesten Boden – sie hält die Luft an und die Augen geschlossen.
Irgendjemand kommt näher, die Klinke wird runtergedrückt.
Sie hat abgeschlossen.
Niemand sagt etwas. Sie wartet. Der anderer auch.
Sie kann sich nicht mehr an die Zeit ohne Angst erinnern. Sie will, dass es aufhört.
Die Angst schnürt ihr die Kehle zu, ihr Herz hämmert und sie bekommt keine Luft mehr.
Sie hat Mühe bei Bewusstsein zu bleiben.
Die Schritte entfernen sich wieder.
Als sie die Augen wieder öffnet, liegt ein Zettel auf dem Boden, aus einem Notizbuch gerissen und schnell mit Kugelschreiber beschrieben. „Halt durch!“
Challange: 1:1.000.000 [regulär]
Wörter: 294
Anmerkung: Ein wenig traurig. Ein wenig hoffnungsvoll. Vielleicht.
Die Sonne scheint über dem Meer, ein wenig wie sie das von Postkarten kennt. Ihre Schwester hat ihnen beiden ein Eis gekauft und lässt sich wieder neben sie fallen. Urlaub zu zweit ist wunderschön. Sie versteht nicht, warum ihre Schwester sie und keine ihre Freundinnen mitgenommen hat. Sie versteht nicht wie sehr ihre Schwester sie liebt, obwohl sie nichts gemein haben.
Das Meer rauscht.
Sie kann sie selbst sein.
Loslassen.
Als sie die Augen öffnet, verschwindet die Sonne ihrer Erinnerung und verwandelt sich in die Neonleuchte der Toilette.
Einatmen, bis drei zählen, ausatmen.
Ein Blick auf die Uhr verrät, dass die Hälfte der Pause noch vor ihr liegt.
Sie zählt die Fliesen, obwohl sie genau weiß, dass es 43 sind.
Ihre Mutter gibt ihr bestes, um ihr wenigstens modisch ein wenig auf die Sprünge zu helfen.
„Wenn Du dich weiter so unsichtbar machst, wird die Welt dich irgendwann nicht mehr sehen können.“ sagt sie manchmal beim Abendessen zu ihr.
Sie wünscht sich, dass es so wäre.
Aber die Welt findet sie und beißt zu.
Immer und immer wieder mit vielen spitzen Zähnen.
Es hört nie auf.
Das Geräusch der Tür reißt sie aus ihren Gedanken.
Schritte auf dem gefliesten Boden – sie hält die Luft an und die Augen geschlossen.
Irgendjemand kommt näher, die Klinke wird runtergedrückt.
Sie hat abgeschlossen.
Niemand sagt etwas. Sie wartet. Der anderer auch.
Sie kann sich nicht mehr an die Zeit ohne Angst erinnern. Sie will, dass es aufhört.
Die Angst schnürt ihr die Kehle zu, ihr Herz hämmert und sie bekommt keine Luft mehr.
Sie hat Mühe bei Bewusstsein zu bleiben.
Die Schritte entfernen sich wieder.
Als sie die Augen wieder öffnet, liegt ein Zettel auf dem Boden, aus einem Notizbuch gerissen und schnell mit Kugelschreiber beschrieben. „Halt durch!“
no subject
Date: 2010-06-30 09:22 pm (UTC)