[identity profile] maxwellgirl.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten

Titel: Abgang
Team: Sartre
Challenge: Zufall/Unfall Pkt.: 2
Genre:
Originale
Disclaimer: alles meins

Anmerkung: Auschnitt aus einer Geschichte von mir

„…Pass auf, Shawn! Vorsicht!!!“ Überrascht drehte ich mich im Sattel um. Das Einzige, das ich wahrnehmen konnte, war eine braune Masse, die sich auf mich zu bewegte. Bevor ich auch nur reagieren konnte, wurde mein Pferd gerammt. Alles ging so schnell, dass ich gar nicht recht mitbekam, was vor sich ging. Ich hörte wie Rammbock ein panisches Wiehern von sich gab und alles, was ich denken konnte war: ‚Scheiße, wir sind zu dicht an der Böschung.’ Doch da rutschten wir sie auch schon hinunter.

Ich wurde wach, weil irgendjemand immer und immer wieder meinen Namen rief.

„Mir geht’s gut“, krächzte ich und winkte mit der Hand, da ich mir nicht sicher war, ob sie mich gehört hatten. Man nahm mein Winken zu Kenntnis und nachdem ich noch mehrmals bestätigt hatte, dass es mir gut ginge, schien sich die Lage oben auf der Böschung ein wenig zu beruhigen. Ich konnte nicht lange weggewesen sein. Die Anderen machten sich gerade erst an den Abstieg. Erst jetzt bemerkte ich, dass ich unter Rambock eingeklemmt war. Ich dachte schon der Wallach wäre tot, da der sich gar nicht mehr rührte, als ich merkte, dass er einfach nur die Ruhe selbst war und darauf zu warten schien aus dieser misslichen Lage befreit zu werden. Er lag auf meiner Hüfte und hatte sich festgelegt. Da er allerdings so ruhig blieb, entspannte auch ich mich ein wenig und ließ mich von der Ruhe anstecken. Ich tätschelte ihm den Hals und sprach beruhigend auf ihn ein. Ich war froh ein so gutmütiges Pferd zu reiten, wenn ich da an Dunns Hengst dachte, der hätte mich wahrscheinlich schon zu Kleinholz verarbeitet .  

Mit Holzpflöcken, Seilen und der Kraft von fünf Pferden, schafften sie es tatsächlich Rambock ein wenig aufzurichten, sodass sie mich unter ihm hervorziehen konnten. Während Robert sich um mich kümmerte, waren die anderen damit beschäftigt, Rambock vollständig aufzurichten und ihn die Böschung hoch zu buxieren.

„Geht’s dir gut? Tut dir irgendwas weh?“ Robert war blass um die Nasenspitze und ein leicht panischer Unterton lag in seiner Stimme.

„Mir geht’s gut. Mein Bein tut ein wenig weh. Rambock ist ziemlich schwer musst du wissen“, versuchte ich zu witzeln, doch es misslang mir kläglich. In meinem Bein herrschte ein stechender Schmerz und Robert ging kein Stück auf mein Gesagtes ein. Er besah sich mein Bein und wurde um einige Nuancen blasser. Ich versuchte meinen Kopf zu heben und einen Blick auf mein Bein zu werfen. Mir wurde schlecht. „Rambock ist schwer, aye? Ich denke eher, die Kuh hatte verdammt scharfe Hörner.“

Sieht glatt danach aus.“ Mehr konnte ich nicht sagen. Jetzt wo ich wusste, wie die Wunde aussah und wodurch sie verursacht worden war, ging es mir gar nicht mehr gut. Der Schmerz in meinem Bein wurde immer unerträglicher und mein Magen vertrat eindeutig die Meinung, dass er das Frühstück leid war.   


Date: 2010-06-27 10:31 pm (UTC)
From: [identity profile] leviathans-moon.livejournal.com
Bei Rammbock musste ich lachen, das ist ja mal ein geiler Name für ein Pferd.
war das Absicht, dass der letzte Absatz größer ist als der Rest? so als Panik-Betonung, oder so?

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