[identity profile] maxwellgirl.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten

Titel: Lehrjahre
Team: Startre
Challenge: Echte Männer weinen nicht! (abgeschlossen als Team) Pkt.: 2
Genre:
Originale
Wörter: 473

Anmerkung: kurzer Ausschnitt aus einer Geschichte von mir. Zeitrahmen: ein junger Zauberer in Ausbildung

 

„Konzentrier dich gefälligst.“, durchschnitt die frostige Stimme den Nebel.

Ich konnte seinen Standpunkt nicht ausmachen. Ich ahnte eher als dass ich es wusste, dass er ganz in meiner Nähe war. Ebenso wusste ich, dass er von mir erwartete den Nebel zu teilen, Klarheit zwischen die Bäume zu bringen und nicht zuletzt ihn zu finden.

Schweiß brach auf meiner Stirn aus. Es war nicht das erste Mal diese Woche, dass wir diese Übung durchgingen und nicht das erste Mal dass ich versagte. Ich war halt einfach noch nicht soweit, meine Magie reichte dafür noch nicht.

Ängstlich sah ich mich um, ich wurde das Gefühl nicht los, dass ich nur die Hand ausstrecken bräuchte um ihn zu greifen.

„Hast du Angst?“ vernahm ich seine Stimme direkt an meinem Ohr und hatte auch das Gefühl seinen Atem auf meiner Haut zu spüren. Ich wirbelte zu ihm herum und schoss einen Feuerball in die Richtung. Der flog jedoch ins Nichts und ich erntete nur ein höhnisches Lachen.

Langsam brach mir der Schweiß auch an anderen Regionen aus. Ich hatte mich nicht zum ersten Mal ins Boxhorn jagen lassen. Gegen ihn verlor ich immer. Hyomius musste noch nicht einmal hinter mir gestanden haben und hatte es sicher auch nicht. Seine Magie war so groß, dass er mir die Stimme und den Atem schicken und selbst zu Haus bei einer Tasse Tee vorm Kamin sitzen konnte. Vorsichtig tastete ich mich voran und setzte unsicher einen Schritt vor den Nächsten.

„Du sollst dich konzentrieren Seronium. Versuch es endlich. Wenn das hier ernst wäre, wärst du längst tot.“

"Ich kann nicht…“ hob ich an, wurde aber durch ein drohendes Knurren unterbrochen.

„Ich habe dich nicht gefragt ob du es kannst oder nicht. Du sollst es einfach machen.“

„Aber…“, versuchte ich es noch einmal und dann ging alles ganz schnell. Meine Füße wurden unter mir weg gerissen, kurze Zeit später hing ich Kopfüber, wurde durch die Luft geschleudert und landete letztendlich in eiskaltem Wasser. Das ging alles so schnell, dass ich bis auf einen Angstschrei am Anfang keinen Ton von mir gab.

Prustend kam ich wieder an die Oberfläche. Als ich mich einigermaßen von dem Schreck erholt hatte, aber immer noch nicht von der Angst, teilte sich der Nebel am Ufer und ich erkannte Hyomius. Stolz kam er auf mich zu geschritten. Sein aufrechter Gang, den Kopf leicht angehoben, sein wehendes Gewand…er war einfach perfekt. Und wusste es.

„Komm da raus. Für heute ist es genug, hat eh keinen Sinn“, knurrte er mich an und betrachtete mich von oben herab.

Kleinlaut kletterte ich ans Ufer und tapste hinter ihm her. Ich fror erbärmlich doch lies ich ihn das nicht wissen und unterdrückte die Tränen. Das letzte was ich gebrauchen konnte, war eine Memme genannt zu werden. Echte Männer weinten schließlich nicht.. Zur Strafe hätte er mich sicher noch einmal ins Wasser geschmissen


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