(no subject)
May. 3rd, 2007 08:29 pmFandom: ...Mein Autorinnen-Original.
Challenge: Playboy
Warnungen: Irgendwann hatte die Sache mal ne Pointe. Dummerweise habe ich sie vergessen.
Wörter: 630
Charaktere: Eine Autorin, ihr Zukünftiger und Sven.
Zeit: Nicht mal ne halbe Stunde. Geil.
A/N: Na ja. Was einem so zu Playboy einfällt.
Übrigens habe ich nichts gegen Physiker. Eigentlich ist das ein Menschenschlag, den ich sehr schätze. Aber ich muss noch einen kennenlernen, der in der Lage ist gramamtikalisch korrekte, verständliche Sätze, die das aussagen was er meint (und nicht etwa das Gegenteil), zu bilden und zu Papier zu bringen. - Alle etwaigen Physiker mögen mir also diese kleine Spitze verzeihen... und mich vom Gegenteil überzeugen.
Sie legte den Kontoauszug auf den Stapel feinsäuberlich ausgeschnittener Zeitungsartikel und konnte nicht verhindern, seeehr breit zu grinsen.
Auch Ilja lächelte mehr als breit. „Schatz, du bist reich“, stellte er beiläufig fest und begann die Bierflaschen vor sich in eine saubere Reihe zu bringen.
„Weißt du, eigentlich ging es mir ja nur um die Kunst und ich hätte das nie veröffentlicht...“ Sie klang spöttisch, aber Ilja wusste es besser. Sie wäre in der Tat nie auf die Idee gekommen, dieses 479-seitige Worddokument an irgendeinen Verlag zu schicken. Was genau der Grund dafür war, dass er das übernommen hatte. Gut, allerdings war es ihr auch nicht um die Kunst gegangen. Sondern nur darum, den Beweis zu führen, dass sie es konnte.
Was bringt es dir zu wissen, dass du eine gute Physikerin geworden wärest, wenn du im Zuge einer „Ich stehe vor den Scherben meines Lebens“-Aktion dein Studium nach drei Semestern hingeworfen und dir geschworen hast, es nie wieder aufzunehmen? – Eben.
Sie hatte etwas ganz anderes gebraucht, und wenn irgendetwas ganz anders war als der Umgang mit Physikern, dann gekonnte Verwendung der deutschen Sprache.
Wie auch immer. Dieser 479-seitige Feldversuch verkaufte sich äußerst gut. Nahezu phantastisch. Und auch wenn „reich“ noch eine Übertreibung war, war doch sehr deutlich abzusehen, dass „noch“ keine allzu lange Zeitspanne sein würde.
Was definitiv Grund genug war, diese ersten Gewinne in Bier zu investieren und sich damit abzuschießen.
„Und? Wasch...“ Ilja schüttelte den Kopf. Ja, seine Zunge war schwer, aber deshalb gleich nuscheln? „Was gedenkst du mit deinen zukünftigen Millionen anzustellen?“
Sie lag auf dem Rücken zwischen leeren Pilsflaschen und starrte die Decke an. „Ich weiß nicht“, murmelte sie. „Aber mir wird was einfallen.“
„Darauf wette ich“, grinste Sven, der Mechatronikstudent, Angestellter ihrer Stammkneipe und einziger Freund, der ihr militantes „Die Uni meiden“ überlebt hatte. „Wie wär’s mit einer Yacht?“
„Was sollte ich mit einer Yacht wollen?“ Sie streckte die Arme der Decke hingegen. „Viel zu gewöhnlich. – Ich brauche etwas...“ Sie ließ die Arme wieder nach unten senken und griff nach Iljas angebrochener Flasche. „...außergewöhnlicheres. Etwas vollkommen Nutzloses. Etwas, das Dekadenz ausstrahlt.“
Ilja grinste. „Einen Haus- und Hof-Dandy?“ Er hätte sich von ihr nie Wilde andrehen lassen dürfen.
Urplötzlich saß sie wieder aufrecht auf dem Parkettboden und strahlten. „Ilja, du bist ein Genie!“
„Ich weiß.“
„Bestätige ihn nicht auch noch in seinem Größenwahn...“
„Nein, ernsthaft. Wirklich. Ich habe es: Ich kaufe mir einen Playboy.“
Svens brach in Gelächter aus, das sich erschreckend schnell zu hysterischem Gackern fortbildete. Ilja hingegen zog nur eine Augenbraue hoch. „Reiche ich dir etwa nicht mehr?“
Sie schüttelte den Kopf. „Kann mir irgendwer sagen, weshalb ich überhaupt mit euch beiden rumhänge?“
Nach Luft japsend schüttelte Sven den Kopf. „Muss Masosch-sch-schismus sein. Aber ernsthaft, was willst du mit einem Playboy?“
„Die sind nur laut und machen Dreck“, ergänzte Ilja. „Außerdem ist Sklavenhandel verboten.“
„Ilja, Schatz, du hast mit dem Kaufen von Menschen angefangen. Ich meine was ganz anderes.“
Sven hatte sich inzwischen ehr schlecht als recht von seinem Lachkrampf erholt. „Und wie trägt so eine... Zeitschrift – mit tollen Artikeln, keine Frage – dazu bei, Dekadenz zu vermitteln?“
Sie verdrehte die Augen, eine Sache, bei der Ilja schon beim Gedanken das zu tun, kotzübel wurde.
„Vielleicht eine ultraseltene Sammlerausgabe der Erstausgabe?“, schlug er vor.
„Noch mal: Warum kenne ich euch überhaupt? – Was sollte ich mit so was?“
„Keine Ahnung, du willst dir einen Playboy kaufen, nicht wir!“
Ganz offensichtlich verzweifelt ließ sie sich wieder zurück auf das Parkett sinken. „Man sollte meinen, dass ihr als Quoten-Kerle in dieser Wohnung, ehr Klischees erfüllen würdet, als sofort an reiche hübsche Jungen mit zu großer Libido zu denken... Und erst danach an nackte hässliche Frauen.“
Ilja eroberte seine Bierflasche zurück und überlegte kurz, ihren Inhalt über ihr Gesicht zu gießen. „Wovon genau sprichst du eigentlich?“
„Vom Auto, verflucht!“
Challenge: Playboy
Warnungen: Irgendwann hatte die Sache mal ne Pointe. Dummerweise habe ich sie vergessen.
Wörter: 630
Charaktere: Eine Autorin, ihr Zukünftiger und Sven.
Zeit: Nicht mal ne halbe Stunde. Geil.
A/N: Na ja. Was einem so zu Playboy einfällt.
Übrigens habe ich nichts gegen Physiker. Eigentlich ist das ein Menschenschlag, den ich sehr schätze. Aber ich muss noch einen kennenlernen, der in der Lage ist gramamtikalisch korrekte, verständliche Sätze, die das aussagen was er meint (und nicht etwa das Gegenteil), zu bilden und zu Papier zu bringen. - Alle etwaigen Physiker mögen mir also diese kleine Spitze verzeihen... und mich vom Gegenteil überzeugen.
Sie legte den Kontoauszug auf den Stapel feinsäuberlich ausgeschnittener Zeitungsartikel und konnte nicht verhindern, seeehr breit zu grinsen.
Auch Ilja lächelte mehr als breit. „Schatz, du bist reich“, stellte er beiläufig fest und begann die Bierflaschen vor sich in eine saubere Reihe zu bringen.
„Weißt du, eigentlich ging es mir ja nur um die Kunst und ich hätte das nie veröffentlicht...“ Sie klang spöttisch, aber Ilja wusste es besser. Sie wäre in der Tat nie auf die Idee gekommen, dieses 479-seitige Worddokument an irgendeinen Verlag zu schicken. Was genau der Grund dafür war, dass er das übernommen hatte. Gut, allerdings war es ihr auch nicht um die Kunst gegangen. Sondern nur darum, den Beweis zu führen, dass sie es konnte.
Was bringt es dir zu wissen, dass du eine gute Physikerin geworden wärest, wenn du im Zuge einer „Ich stehe vor den Scherben meines Lebens“-Aktion dein Studium nach drei Semestern hingeworfen und dir geschworen hast, es nie wieder aufzunehmen? – Eben.
Sie hatte etwas ganz anderes gebraucht, und wenn irgendetwas ganz anders war als der Umgang mit Physikern, dann gekonnte Verwendung der deutschen Sprache.
Wie auch immer. Dieser 479-seitige Feldversuch verkaufte sich äußerst gut. Nahezu phantastisch. Und auch wenn „reich“ noch eine Übertreibung war, war doch sehr deutlich abzusehen, dass „noch“ keine allzu lange Zeitspanne sein würde.
Was definitiv Grund genug war, diese ersten Gewinne in Bier zu investieren und sich damit abzuschießen.
„Und? Wasch...“ Ilja schüttelte den Kopf. Ja, seine Zunge war schwer, aber deshalb gleich nuscheln? „Was gedenkst du mit deinen zukünftigen Millionen anzustellen?“
Sie lag auf dem Rücken zwischen leeren Pilsflaschen und starrte die Decke an. „Ich weiß nicht“, murmelte sie. „Aber mir wird was einfallen.“
„Darauf wette ich“, grinste Sven, der Mechatronikstudent, Angestellter ihrer Stammkneipe und einziger Freund, der ihr militantes „Die Uni meiden“ überlebt hatte. „Wie wär’s mit einer Yacht?“
„Was sollte ich mit einer Yacht wollen?“ Sie streckte die Arme der Decke hingegen. „Viel zu gewöhnlich. – Ich brauche etwas...“ Sie ließ die Arme wieder nach unten senken und griff nach Iljas angebrochener Flasche. „...außergewöhnlicheres. Etwas vollkommen Nutzloses. Etwas, das Dekadenz ausstrahlt.“
Ilja grinste. „Einen Haus- und Hof-Dandy?“ Er hätte sich von ihr nie Wilde andrehen lassen dürfen.
Urplötzlich saß sie wieder aufrecht auf dem Parkettboden und strahlten. „Ilja, du bist ein Genie!“
„Ich weiß.“
„Bestätige ihn nicht auch noch in seinem Größenwahn...“
„Nein, ernsthaft. Wirklich. Ich habe es: Ich kaufe mir einen Playboy.“
Svens brach in Gelächter aus, das sich erschreckend schnell zu hysterischem Gackern fortbildete. Ilja hingegen zog nur eine Augenbraue hoch. „Reiche ich dir etwa nicht mehr?“
Sie schüttelte den Kopf. „Kann mir irgendwer sagen, weshalb ich überhaupt mit euch beiden rumhänge?“
Nach Luft japsend schüttelte Sven den Kopf. „Muss Masosch-sch-schismus sein. Aber ernsthaft, was willst du mit einem Playboy?“
„Die sind nur laut und machen Dreck“, ergänzte Ilja. „Außerdem ist Sklavenhandel verboten.“
„Ilja, Schatz, du hast mit dem Kaufen von Menschen angefangen. Ich meine was ganz anderes.“
Sven hatte sich inzwischen ehr schlecht als recht von seinem Lachkrampf erholt. „Und wie trägt so eine... Zeitschrift – mit tollen Artikeln, keine Frage – dazu bei, Dekadenz zu vermitteln?“
Sie verdrehte die Augen, eine Sache, bei der Ilja schon beim Gedanken das zu tun, kotzübel wurde.
„Vielleicht eine ultraseltene Sammlerausgabe der Erstausgabe?“, schlug er vor.
„Noch mal: Warum kenne ich euch überhaupt? – Was sollte ich mit so was?“
„Keine Ahnung, du willst dir einen Playboy kaufen, nicht wir!“
Ganz offensichtlich verzweifelt ließ sie sich wieder zurück auf das Parkett sinken. „Man sollte meinen, dass ihr als Quoten-Kerle in dieser Wohnung, ehr Klischees erfüllen würdet, als sofort an reiche hübsche Jungen mit zu großer Libido zu denken... Und erst danach an nackte hässliche Frauen.“
Ilja eroberte seine Bierflasche zurück und überlegte kurz, ihren Inhalt über ihr Gesicht zu gießen. „Wovon genau sprichst du eigentlich?“
„Vom Auto, verflucht!“
no subject
Date: 2007-05-05 10:05 am (UTC)Ach, Physiker sind für Menschen wie mich, die ich mich lieber der Sprache widme, ohnehin leicht unverständlich, ich habe mich damit abgefunden. Aber ich bin froh, dass es sie gibt, sonst hätten wir nicht sowas Tolles wie die Raumfahrt, Autos, Flaschenzüge und so.
Zu der Geschichte an sich:
Ooh, ich finde sie toll! *.* Ich liebe den Hauptcharakter und bin echt neidisch auf sie, weil sie es geschafft hat, ein Buch, einen Feldversuch>/i> rauszubringen und weil sie Freunde hat, die bei dem Wort Playboy zuerst an hübsche, geile Kerle denken. *lach* Und die Wilde lesen. Freiwillig!
Es passt alles so wunderbar zusammen. ^.^Würde mich freuen, bald mehr über die drei lesen zu können! =)
~Tsu
no subject
Date: 2007-05-05 03:56 pm (UTC)Das mit dem "Feldversuch"... Wunschdenken. Ehrlich. Absolutes und totales. - Aber wenn man schon abgewrackte Autorinnen schreiben will, dann dürfen sie wenigstens reich sein. *hust*
Und die Freunde... Irgendwann habe ich meine auch so weit. Ich weiß es. *gg* ...Auch Wunschdenken. XD
Mal schauen, was die drei sonst noch hergeben. (Woah, alle drei... Wie konnte das passieren? Bisher waren sie immer zu zweit... Interessant.)
Jedenfalls: Danke für den lieben Kommentar.^^
*Freudestrahlend durch die Wohnung hüpf*
no subject
Date: 2008-04-13 06:48 pm (UTC)*lach* quotenkerle die ihr klischee nicht erfüllen...und an hübsche männer denken...das hat doch was!
ich hätte die autorin auch ohne reichtum genommen, wirkt sympathisch die gute ^^
das unbekannte wesen physiker...stimmt. die physiklehrer die ich in meinem leben hatte waren um einiges schräger als alle anderen sorten von menschen die mir begegnet sind (im positiven sinne natürlich ^^")...
zitat meiner letzten physiklehrerin als sie zwei spiegel gegenübergestellt hat:
ich liebe den blick in die unendlichkeit.
ich auch ^^ also mehr davon bitte!
no subject
Date: 2008-04-15 01:22 pm (UTC)Gott, ich habe die drei in letzter Zeit wirklich vernachlässigt... Hm!
Physiklehrer... da teilt sich die Meinung. Alle, die ich hatte bis auf einen waren schon... nee. Bekloppt aber keineswegs im positiven Sinne. - Der letzte hat ein Physik-Grundstudium in GK-Stunden gepresst und war Mathe-Freak... ich mochte ihn.
Und mein jetztiger Physikprofessor ist doch schwer in Ordnung, das macht mich irgendwie glücklich.^^