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[personal profile] luinaldawen posting in [community profile] 120_minuten
Team: Byron
Fandom: Prince of Tennis
Charaktere: Fuji, Tezuka, (Ryoma, Momo)
Challenge: Verletzungsbedingte Einschränkung
Anmerkung: Es war anders geplant! Ehrlich! Vor allem Ryoma hat sich total selbstständig gemacht! >___< Ich wollte ihn nicht so verhunzen!

Insgesamt konnte man schon sagen, dass die Situation höchst unangenehm war. Fujis Augen fixierten den weißen Verband um sein schmales Handgelenk, als wäre er höchstpersönlich Schuld an seinem Schlamassel.
Dabei war es eigentlich seine eigene Dummheit gewesen.
Wäre es wenigstens beim Tennis passiert, okay. Aber so... dermaßen unspektakulär?
Und so klischeemäßig, dass es fast schon wieder originell war.
Bananen gehörten verboten. Zumindest die Schalen, wenn er es eilig hatte.
Das hatte er jetzt davon.
Kurz vor den Aufnahmeprüfungen für die High School. Sein Vater wäre begeistert. Fuji hörte ihn jetzt schon: „Alles nur wegen deinem Tennis. Wann wirst du endlich erwachsen und kümmerst dich um die wichtigen Dinge im Leben? Die Schule zum Beispiel?“
Seinem Vater wäre es egal, dass die Verletzung nicht beim Training entstanden war.
„Syusuke?“ Die besorgte Stimme seiner Schwester riss ihn aus seinen düsteren Gedanken. Eine rote Ampel... Feierabendverkehr. Der Heimweg würde wohl noch eine Weile dauern. „Der Arzt hat gesagt, dass es in einer Woche wieder abgeheilt ist... mach dir also keine Gedanken. Er wird es nicht einmal erfahren.“
Natürlich... sie hatte ihn durchschaut. Wie sie es so häufig tat. Er zog es trotzdem vor, nicht zu antworten.
„Ich habe heute mit Yuuta telefoniert. Morgen kommt er für die Nacht nach Hause...“
Überrascht ruckte sein Kopf herum. Yumiko hatte aber eher Augen für die Ampel, die gerade auf grün sprang. Es war doch nicht mal Wochenende, wieso also... Was hatte Yumiko nun schon wieder ausgeheckt?
„Sieh mich nicht so an, als würde ich etwas Böses im Schilde führen... Ich bin lediglich um das Wohl meiner kleinen Brüder besorgt...“
Dummerweise kannte Fuji sie ein wenig zu gut, um ihr das vollkommen zu glauben. In mancherlei Hinsicht waren sie sich einfach viel zu ähnlich. Er kannte sie aber auch gut genug, um nichts weiter zu sagen und es einfach hinzunehmen. Vorerst.
Als er zwei vertraute Gestalten die Straße entlanggehen sah, waren Yumiko und Yuuta erstmal nebensächlich.
Tezuka...
Mit... Echizen?
Hätte jemand hingesehen, wäre er in den selten Genuss gekommen, totale Verwirrung auf Fujis Gesicht sehen zu können. Natürlich war ihm klar, dass Tezuka große Hoffnungen in Echizen setzte, aber... der Unterricht und das Training waren lange vorbei. Hatten sie vielleicht noch mal gegeneinander gespielt? Das wäre immerhin eine Möglichkeit...
„Da ist Tezuka... kannst du mich hier rauslassen?“ Dann könnte er es direkt hinter sich bringen, seinem Captain zu beichten, dass er es geschafft hatte, sich das Handgelenk zu verletzen. Er freute sich nicht besonders darauf. „Vermutlich bist du eher wieder zu Hause als ich“, seufzte Yumiko und fuhr den Wagen nah an den Gehweg, praktisch direkt neben Tezuka und Echizen. Während Ersterer vollkommen ungerührt dastand schien Echizen sich zu fragen, wer es wagte, zu stören. Sein etwas angesäuerter Gesichtsausdruck ließ jedenfalls darauf schließen.
„Lass deine Sachen hier, dann musst du nicht so viel tragen“, meinte Yumiko noch, bevor Fuji die Beifahrertür öffnete und ausstieg. „Bis später.“
„Lasst euch ruhig Zeit...“ Yumikos Lächeln war schon nicht mehr als hintergründig zu bezeichnen, als Fuji die Tür wieder zuschlug und sie anfuhr.
„Fuji-senpai...“ Echizen klang wirklich nicht begeistert. Fujis Mitleid hielt sich allerdings in Grenzen. Trotzdem schenkte der ihm ein sonniges Lächeln und sah dann Tezuka an.
Der... natürlich direkt bemerkt hatte, was nicht stimmte. „Echizen, wir sprechen morgen über das Match.“
Vermutlich sah Fuji ebenso verblüfft aus wie Echizen. Der schien jedenfalls aus allen Wolken zu fallen.
„Aber... Tezuka-buchou...“
Ein kurzer Blick und der ohnehin nur halbherzigen Protestes von Seigakus Nachwuchshoffnung verstummte. „Bis morgen... Tezuka-buchou... Fuji-senpai...“ Er zog sich sein Kappie ins Gesicht und marschierte sichtlich frustriert davon.
„Das war nicht besonders nett von dir... er scheint richtig enttäuscht zu sein...“
„Was ist passiert?“ Natürlich. Tezuka kam direkt zum Thema.
Manchmal war das eine äußerst frustrierende Eigenschaft, aber in diesem Moment hatte Fuji nicht das Geringste dagegen einzuwenden. „Ich bin gestolpert...“ Allein das zuzugeben war keine besonders einfache Angelegenheit. Tezuka gab sich damit aber nicht zufrieden, sondern sah ihn schweigend an. „Über eine Bananenschale...“
Eine Augenbraue wanderte in die Höhe. Er würde es ja selbst auch nicht glauben, wäre es ihm nicht passiert. „Ich war etwas spät dran...“ Fuji mochte es nicht besonders, wenn Tezuka ihn nur mit Blicken in die Defensive drängte.
„Wie lange?“ Okay, Tezuka glaubte es offenbar doch. Irgendwie war das... nett. Fand Fuji.
„Eine Woche... es ist wohl gut, dass uns keine Turniere mehr bevorstehen...“
„Hn. Du solltest in Zukunft besser aufpassen.“
„Versprochen. Gehen wir noch etwas essen?“ Das war eine eher spontane Eingebung, aber da es noch eine Weile dauern würde, bis er nach Hause kam...
Eine Antwort erhielt er nur in Form eines Nickens, auch wenn Tezuka wenig begeistert wirkte, als er sich bei ihm unterhakte. Sehr zu Fujis Erleichterung protestierte er aber nicht, sondern ließ es einfach geschehen. Ein Restaurant einer sehr bekannte, internationalen Burgerkette war nicht weit weg und auch wenn Inui die Chance, dass Tezuka dort freiwillig reinging sicherlich bei 0,000% angesetzt hätte, betraten sie es einträchtig. Vielleicht hatte Inui inzwischen auch eine Fuji-Variable berechnet... man konnte ja nie wissen.
Wer allerdings zu 100% dort anzutreffen war... Echizen. Offenbar war er von Momo aufgesammelt worden, der versuchte aus ihm herauszubekommen, was los war. Und ihn dabei zu mästen. Als er allerdings Fuji und Tezuka bemerkte blieb ihm sein eigener Burger wortwörtlich im Halse stecken. Echizen zog sich nur sein Kappie tiefer ins Gesicht und murmelte etwas was ziemlich sicher „Mada mada dane“, lautete. Fuji winkte ihnen zu und schob Tezuka dann weiter, um sich etwas zu Essen zu besorgen. Etwas hatte er allerdings bei der Wahl des Restaurants nicht bedacht: Sein momentanes Handicap.
Mit einer verletzten Hand war es recht schwierig diese Tablette zu balancieren. Tezuka sah sich das einen Moment lang an und stellte dann kurzerhand Fujis Sachen auf sein eigenes Tablett. „Du solltest deine Hand schonen“, sagte er nur, aber Fuji konnte nicht anders, als es einfach nur niedlich zu finden – etwas, was er niemals laut aussprechen würde.
Und wenn es ihn dazu brachte, Fuji gegenüber ein wenig offener zu sein, hatte es vielleicht auch gewisse Vorteile, verletzt zu sein.
Als sie sich schließlich an einem kleinen Tisch gegenüber saßen – Fuji spürte Echizens Blicke fast sie Dolche in seinem Rücken – konnte er es sich nicht verkneifen zu fragen: „Wie hoch hat Echizen gegen dich verloren?“
„5:7.“
„Er wirkte enttäuscht...“
Tezuka antwortete nicht. Und er sah auch nicht aus, als würde ihn das wirklich interessieren. „Er wird besser werden“, sagte er schließlich und in einem Tonfall der eindeutig besagte, dass er gerne das Thema wechseln würde. Was Fuji natürlich nicht tat „Ich möchte auch nochmal gegen ihn spielen...“
Tezukas Blick wanderte zu seinem bandagierten Handgelenk. „Nicht in der nächsten Zeit.“
„Vielleicht ist dieses Schuljahr meine letzte Chance... vielleicht spiele ich an der High School gar nicht mehr.“ Wenn sein Vater sich durchsetzte... wer wusste das schon?
„Das glaube ich nicht.“ Tezukas Blick war dabei so ernst und sicher, dass Fuji gar nicht anders konnte als ihn anzustarren. „Du wirst spielen.“ Dabei legte sich Tezukas große Hand auf Fujis und dieser blinzelte irritiert.
„Aber...“
„Ich schulde dir schließlich immer noch ein Rematch... Syusuke.“

*starr* das war anders geplant. Ehrlich! Ich überlasse den Rest jetzt einfach mal eurer Fantasie. o___o;;;;

Date: 2010-06-20 05:44 pm (UTC)
From: [identity profile] rei17.livejournal.com
Win!
Erstens habe ich total den Kink für jede Art von hurt!Fuji, aber besonders für alles was ihn in Bandagen oder Gips steckt. (Sollte ich deswegen mal zum Psychologen gehen? *hust*) Also yay für Fuji mit verknackstem Handgelenk. *_*
Jetzt will ich aber doch gerne lesen wie Yuuta am nächsten Tag kommt, nur weil er sich Sorgen um seinen Aniki gemacht hat und dann versucht nicht zu zeigen, dass er sich Sorgen gemacht hat und scheitert. ;P
Yumiko ist klasse - die muss ich dringend mal einbauen.
Was Ryoma einbaut - er tut mir ein kleines bisschen leid, weil Tezuka ihn so stehen lässt - ABER andererseits hat Tezuka Fuji auch oft genug wegen ihm stehen lassen (Rache ist süß) und außerdem hat Ryoma ja immer noch Momo-chan-senpai. *Momo knuddel* Von daher, er wirds überleben. ;)

Und gah ... ich steh drauf, wenn Tezuka Syusuke sagt. Das ist erstens so ein schöner, softer Name und zweitens ist es so wahnsinnig intim und informell. *rrrrr* Schönes Ende.
Bitte mehr? *_*

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