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[personal profile] luinaldawen posting in [community profile] 120_minuten
Team: Byron
Titel: Katalysator
Fandom: Original
Challenge: Schritt halten (auch wenn sie irgendwie total verfehlt ist... das war anders geplant @_@)
Charaktere: Mikan, Yaren, Yen (und ein Charakter, den ich vielleicht mal einbauen sollte oO Irgendwie mag ich Katherine XD)
Anmerkung: Ich werfe euch jetzt ziemlich in die Problematik meiner Geschichte rein... ich hoffe, es wird trotzdem klar, worauf es hinausläuft. ^^° Spielt recht kurz bevor der Hauptstrang eingeleitet wird (damit meine ich nicht den Anfang, der wirft wirklich direkt in die Geschichte...). Und sonst... keine Ente, dafür eine Spinne. XD
Wörter: 984
Warnungen: Hmmm... abgesehen davon, dass ich schon lange nicht mehr so unzufrieden mit einer OS war... nö

„Habt ihr es schon gehört? Es gab wieder Überfälle...“ Mikan versuchte vergeblich, eine bequeme Position im Gras zu finden, aber irgendwie wollte es ihr nicht gelingen. Das konnte aber auch an den immer neuen Nachrichten aus dem Grenzgebiet liegen.
„Sie werden immer mutiger... Gestern kam ein Brief von Ylaine, ein Bauernhof wurde vollkommen niedergebrannt. Wir kannten die Leute dort.“
Natürlich wusste Yaren davon. Es ging schließlich um seine Heimat. Yen schwieg und wich ihren Blicken aus. Ihn nahm es besonders mit, sie konnte es spüren. Er hatte Angst. Die hatte sie auch.
„Ich habe kein gutes Gefühl...“, sagte er leise, nachdem Yaren ihn leicht angetippt hatte. „Da steckt mehr hinter.“
„Hast du neuerdings seherische Fähigkeiten?“
„Yaren!“ Manchmal konnte er wirklich in unsensibler Klotz sein.
„Entschuldige... Ich mach mir doch auch Sorgen.“
„Du hast eine merkwürdige Art, das zu zeigen.“ Männer!
Er schien protestieren zu wollen, aber ein Kreischen ließ alle drei herumfahren.
„Macht es weg, macht es tot!“, schrie ein Mädchen vollkommen außer sich.
„Bin gespannt, was es diesmal ist, gestern wars eine Kakerlake...“, Yaren schien dieser Ablenkung gegenüber nicht im Geringsten abgeneigt zu sein grinste.
„Die hast du ihr auch in den Kragen gesteckt.“ Yen sah seinen Freund tadelnd an, der unschuldig die Schultern zuckte. „Was denn? Jetzt tu nicht so, als hättest du nicht auch deinen Spaß gehabt.“
„Ich geh mal nachsehen...“ Die beiden würden sich jetzt eine Weile necken und da war sie ohnehin überflüssig. Genausogut konnte sie nachsehen, welches unschuldige Tier nun schon wieder in Katherines Nähe aufgetaucht war.
„Wieso? Die soll sich nicht so anstellen.“
„Nur weil du sie nicht leiden kannst, Yaren, werde ich noch lange nicht zulassen, dass sie ein armes Tier tötet.“
„Ach, dir geht es um das Tier? Merkwürdige Prioritäten. Aber viel Spaß.“
Kopfschüttelnd stand sie auf. Den beiden war manchmal einfach nicht zu helfen. Insgeheim konnte sie Yarens Abneigung gegen Katherine sogar verstehen. Sie hatte einfach ein etwas zu großes Mundwerk und spielte sich gerne auf. Das war für sich genommen kein Problem, aber wenn es Yen war, der darunter zu leiden hatte, sah die Sache schon anders aus.
„Alles in Ordnung?“, fragte, als sie die kleine Gruppe junger Mädchen erreicht hatte, die versuchten, Katherine zu beruhigen. Die schrie inzwischen nicht mehr, saß aber wie versteinert im Gras und schluchzte panisch.
„Nein! Da!“ mit zittrigern Fingern deutete sie auf eine etwa handtellergroße Spinne, die in aller Seelenruhe auf sie zukrabbelte. „Mach es tot!“
„Das arme Ding ist viel kleiner als du. Stell dich nicht so ein“, sagte Mikan aber nur streng und ging in die Hocke, um die Spinne auf die Hand zu nehmen. Die ließ das nach ein wenig empathischer Überzeugungskraft bereitwillig mit sich machen und blieb ruhig sitzen, während Mikan leicht über den haarigen Körper strich. „Siehst du? Sie tut dir nichts. Mit Sicherheit hat sie mehr Angst vor dir, als du vor ihr.“
„Wie kannst du das Vieh nur anfassen? Das ist so eklig!“
Eines der anderen Mädchen begann zu kichern. Es war ein Mensch, die beiden Elfenmädchen sahen Mikan eher ratlos an. „Wie kann man Angst vor so einem kleinen Tier haben?“, fragte die jüngere der beiden.
„Nicht jeder ist so verrückt, wie ihr!“, schnappte Katherine beleidigt.
„Schweig!“ Mikans Geduldsfaden war bereits empfindlich dünn, was bei ihr bereits eine Seltenheit darstellte. „Du bist schon lange genug hier, inzwischen sollte selbst dir klar sein, dass jedes Leben heilig ist!“
„Du glaubst doch wohl nicht wirklich, dass dieses Ekelvieh... oder diese widerliche Kakerlage gestern...“ Sie schauderte.
„Die hast du dir nun wirklich selbst zuzuschreiben.“
„Yaren soll sich mal nicht so anstellen, es ist ja nicht so als hätte ich ihn...“
„Ich werde da nicht drüber diskutieren“, unterbrach Mikan sie kalt und das Mädchen sah sie plötzlich fast ängstlich an, „Dein Verhalten ist indiskutabel für eine angehende Magierin. Du solltest froh sein, dass keiner deiner Lehrer das hier mitbekommt. Niemand wirft dir vor, Angst vor Insekten und Spinnen zu haben. Aber du musst nicht immer loskreischen, nur weil etwas sich dir auf zehn Zentimeter nähert. Und halte deine Zunge besser im Zaum, wenn Yaren in der Nähe ist. Er schätzt es nicht besonders, wenn man über Yen herzieht.“
„Du kannst mir gar nichts!“ Arrogante, kleine..., Mikan würgte den Gedanken mit Mühe ab und zwang sich zu einem honigsüßen Lächeln. „Sicher?“
„Sie kann dir sogar eine ganze Menge, sie ist in der Abschlussklasse“, erinnerte eine der Elfen Katherine, die wenig begeistert aussah.
„Sie wird nicht wagen, mich...“
„Mir ist es herzlich egal, wer dein Vater ist! Und ebenso, dass ich dort wo ich herkomme nur eine einfache Bürgerliche bin. Hier habe ich jedes Recht dich für dein Verhalten zu bestrafen. Zwinge mich nicht, von diesem Recht Gebrauch zu machen.“
„Wenn ich wieder zu Hause bin...“
„Du weißt ebenso gut wie ich, dass du nicht mehr nach Hause kannst... Ich weiß, dass es schmerzt... aber lass es nicht an Leuten aus, die nichts dafürkönnen. Oder armen Tieren.“ Mit diesen Worten drehte sie sich um und ging zu Yaren und Yen zurück, die die Spinne in ihrer Hand neugierig beäugten.
„Da hätte selbst ich mich erschreckt... was für ein Monster“, lachte Yaren und Mikan ließ das Tierchen wieder laufen.
„Sie kann nichts dafür... sie spürt die Veränderung. Ebenso wie wir alle. Das verwirrt sie und macht ihr angst.“
„Und dann kreischt noch ein dummes Balg ihr die Ohren voll...“
„Ich habe nicht von der Spinne geredet.“
„Ich weiß.“ Yaren griff nach Yens Hand, der schien es aber nicht zu bemerken und sah nachdenklich zu Katherine und ihren Freundinnen. Mikan musste seinem Blick nicht folgen um zu wissen, dass sie weinte. Sie würde lernen müssen, hier zurechtzukommen. Ob sie es nun wollte, oder nicht.

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